Hans-Peter Pohl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hans-Peter Pohl Nordische Kombination
Nation Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland
Geburtstag 30. Januar 1965
Geburtsort Triberg im SchwarzwaldDeutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Deutschland
Größe 175 cm
Gewicht 68 kg
Karriere
Verein SC Schonach
Nationalkader seit 1985
Status zurückgetreten
Karriereende 1994
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
JWM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Gold0 1988 Calgary Team 3x10km (NH)
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
0Gold0 1987 Oberstdorf Team 3x10km (NH)
0Bronze0 1993 Falun Team 3x10km (NH)
FIS Nordische Junioren-Ski-WM
0Gold0 1985 Randa/Täsch/Zermatt Team 3x10km (NH)
Platzierungen im Weltcup
 Debüt im Weltcup 16. März 1985
 Gesamtweltcup 10. (1984/85)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzel 1 0 0
 

Hans-Peter Pohl (* 30. Januar 1965 in Triberg im Schwarzwald) ist ein deutscher ehemaliger Nordischer Kombinierer. Er wurde Olympiasieger in der Mannschaft zusammen mit Thomas Müller und Hubert Schwarz. Hans-Peter Pohl ist Eurosport-Experte für die TV-Berichterstattung über die Nordische Kombination.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge im Skisport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pohl wuchs in Schonach auf, wo er noch heute mit seiner Frau Anja und drei Kindern lebt. Mit sechs Jahren begann Hans-Peter mit der Nordischen Kombination. Nach seinem Hauptschulabschluss 1980 absolvierte er eine Lehre als Werkzeugmacher und verpflichtete sich im Anschluss daran bei der Bundeswehr. Am 28. Dezember 1972 feierte Pohl seinen ersten Sieg im Skispringen. 1977 folgte der erste Erfolg in der Kombination, Pohl belegte den zweiten Platz bei der Deutschen Schülermeisterschaft in Warmensteinach. 1979 wurde er Deutscher Meister in der Altersklasse bis 14 Jahre.

Erste Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Folgejahren wurde Hans-Peter Pohl zwölfmal Deutscher Meister, davon viermal bei den Senioren. Zweimal holte er den Alpincup-Gesamtsieg in der Nordischen Kombination und im Spezialspringen.

Sein internationales Debüt gab Pohl bei den Nordischen Junioren-Skiweltmeisterschaften 1985 in Täsch und Zermatt. Dabei gewann er im Einzel die Silbermedaille. Am 16. März 1985 gab er schließlich sein Debüt im Weltcup der Nordischen Kombination und erreichte in Oslo auf Anhieb als Sechster die Punkteränge und einen Platz unter den besten zehn. Mit diesem einen Ergebnis erreichte er in der Gesamtwertung mit Rang 10 das beste Gesamtresultat der Karriere. Auch in den von Pohl bestrittenen Weltcup-Rennen in der Saison 1985/86 und 1986/87 erreichte er ausschließlich Punkteplatzierungen.

Bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 1987 in Oberstdorf landete er im Gundersen-Einzel auf Rang acht, bevor er gemeinsam mit Hermann Weinbuch und Thomas Müller im Teamwettbewerb die Goldmedaille gewann. Nach der Weltmeisterschaft verpasste er in Lahti und Falun als jeweils Vierter nur knapp die Podestränge. Bei den Olympischen Winterspielen 1988 gewann er gemeinsam mit Müller und Hubert Schwarz die Goldmedaille. Auch bei den folgenden Weltcup-Rennen blieb er in den Punkten, jedoch blieb ein Podestplatz bis 1991 aus. Erst 5. Januar 1991 in Schonach im Schwarzwald erreichte er mit Rang drei sein erstes und einziges Podium.

Bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 1991 im Val di Fiemme landete Pohl auf Rang fünf des Einzelwettbewerbs und verpasste mit der Mannschaft als Vierter nur knapp eine Medaille. Auch bei den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville verpasste er mit der Mannschaft eine Titelverteidigung deutlich und wurde am Ende Fünfter.

1993 bestritt er seinen letzten Weltcup und zog sich im Anschluss aus dem aktiven Sportlerdasein zurück.

Nach dem Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer, lernte Pohl Dirk Thiele, Sportkommentator bei Eurosport kennen, der ihm anbot, mit ihm gemeinsam das Spezialspringen zu kommentieren. Daraus entwickelte sich eine dauerhafte Partnerschaft, seit 1998 arbeitete Pohl regelmäßig mit Dirk Thiele zusammen, um Spezialspringen und die Nordische Kombination zu kommentieren. Bereits 1994 begann er parallel zur Kommentatorentätigkeit mit dem Studium an der Trainerakademie in Köln. Nach der Prüfung 1995 schloss er eine weitere Ausbildung an, diesmal als Versicherungsfachmann, seinem derzeitigen Beruf. Nach seiner Nebentätigkeit als ARD-Experte in den Jahren 2003–2010, kam er wieder zurück zu Eurosport und kommentiert dort mit Roman Knoblauch und Marc Rohde die Übertragungen Nordische Kombination und Damenskispringen. Seit 2006 ist er selbständiger Inhaber einer Allianz Agentur in seiner Heimat Schonach.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup-Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt die erreichten Platzierungen im Einzelnen.

  • Platz 1.–3.: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
Platzierung Einzela Sprint Massenstart Team Gesamt
Sprint Staffel
1. Platz  
2. Platz  
3. Platz 1 1
Top 10 24 24
Punkteränge 36 36
Starts 36         36
Stand: Karriereende
a inkl. Einzelrennen und Gundersen-Einzelstarts

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]