Olympische Winterspiele 1988/Ski Nordisch

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Ski Nordisch bei den
XV. Olympischen Winterspielen
Logo Nordische Kombination
Information
Austragungsort KanadaKanada Calgary
Datum 14. bis 28. Februar 1988
Entscheidungen 13
Sarajevo 1984

Bei den XV. Olympischen Spielen 1988 in Calgary wurden 13 Wettbewerbe im nordischen Skisport ausgetragen.

Das Wettkampfprogramm erfuhr einige Erweiterungen bzw. Veränderungen. Nachdem es im Skilanglauf zuvor eine 'Revolution' gegeben hatte, indem immer mehr Langläufer die Skating-Technik, die schnellere Zeiten ermöglichte als die klassische Technik, für eine gesamte Strecke anwendeten, wurde bei den großen Veranstaltungen vorgeschrieben, ob die jeweilige Disziplin in klassischem oder freiem Stil zu laufen war. Für die kommenden Jahre standen noch weitere Veränderungen / Bereicherungen im Skilanglauf bevor.

Bei den Skispringern sowie den Nordisch Kombinierten kam jeweils ein Teamwettbewerb hinzu, der in der Nordischen Kombination als Staffel und bei den Springern als zusätzliches Springen mit Mannschaftswertung durchgeführt wurde. So waren aus den zuletzt elf Olympischen Wettbewerben im Nordischen Skisport jetzt dreizehn geworden.

Herausragend bei den Männern war Skispringer Matti Nykänen, der beide Einzelkonkurrenzen und mit seinem finnischen Team auch noch den neu geschaffenen Mannschaftswettbewerb gewann. In den Langläufen der Frauen dominierten v.a. die Sportlerinnen aus der Sowjetunion, die außer der 5-km-Distanz alle anderen Disziplinen für sich entscheiden konnten.

Langlauf Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

15 km (klassischer Stil)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Sportler Zeit [min]
1 SowjetunionSowjetunion Michail Dewjatjarow 41:18,9
2 NorwegenNorwegen Pål Gunnar Mikkelsplass 41:33,4
3 SowjetunionSowjetunion Wladimir Smirnow 41:48,5
4 NorwegenNorwegen Oddvar Brå 42:17,3
5 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Uwe Bellmann 42:17,8
6 ItalienItalien Maurilio De Zolt 42:31,2
7 NorwegenNorwegen Vegard Ulvang 42:31,5
8 FinnlandFinnland Harri Kirvesniemi 42:42,8
9 ItalienItalien Marco Albarello 42:48,6
10 ItalienItalien Giorgio Vanzetta 42:49,6
11 SchwedenSchweden Christer Majbäck 42:57,6
- - -
13 SchwedenSchweden Gunde Svan 43:07,3
16 SchwedenSchweden Jan Ottosson 43:18,2
18 SowjetunionSowjetunion Alexei Prokurorow 43:36,9
21 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Holger Bauroth 43:59,2
22 SchweizSchweiz Jürgen Capol 43:59,5
23 Deutschland BRBR Deutschland Jochen Behle 43:59,7
27 Deutschland BRBR Deutschland Walter Kuss 42:29,0
31 OsterreichÖsterreich Alois Schwarz 45:06,9
32 OsterreichÖsterreich André Blatter 45:15,2
35 SchweizSchweiz Andreas Grünenfelder 45:35,5
36 OsterreichÖsterreich Alois Stadlober 45:38,5
42 OsterreichÖsterreich Johann Standmann 46:04,6
aufgeg. LiechtensteinLiechtenstein Konstantin Ritter
aufgeg. SchweizSchweiz Konrad Hallenbarter
aufgeg. SchweizSchweiz Giachem Guidon

Weltmeister 1985: FinnlandFinnland Kari Härkönen / Weltmeister 1987: ItalienItalien Marco Albarello

Datum: 19. Februar, 9:30 Uhr

92 Teilnehmer gestartet, 85 klassiert
Das Rennen zählte auch zum Weltcup.

Sieger Dewetjarow erklärte, dass der Einsatz der sowjetischen Läufer in zwei Weltcuprennen und das Training richtig getimt waren. Es waren in seiner Heimat Strecken mit ähnlichem Profil angelegt worden, er empfand den olympischen Wettkampf leicht.
Für die Schweizer war das Ergebnis das schlechteste seit Olympia 1980, als Franz Renggli Rang 27 belegt hatte.[1][2]

30 km (klassischer Stil)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Sportler Zeit [h]
1 SowjetunionSowjetunion Alexei Prokurorow 1:24:26,3
2 SowjetunionSowjetunion Wladimir Smirnow 1:24:35,1
3 NorwegenNorwegen Vegard Ulvang 1:25:11,6
4 SowjetunionSowjetunion Michail Dewjatjarow 1:25:31,3
5 ItalienItalien Giorgio Vanzetta 1:25:37,2
6 NorwegenNorwegen Pål Gunnar Mikkelsplass 1:25:44,6
7 ItalienItalien Gianfranco Polvara 1:26:02,7
8 ItalienItalien Marco Albarello 1:26:09,1
9 FinnlandFinnland Harri Kirvesniemi 1:26:59,6
10 SchwedenSchweden Gunde Svan 1:27:30,8
11 SchwedenSchweden Torgny Mogren 1:27:55,7
- - -
13 SchweizSchweiz Giachem Guidon 1:28:25,9
15 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Uwe Bellmann 1:28:37,2
18 OsterreichÖsterreich Alois Schwarz 1:29:34,4
22 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Holger Bauroth 1:30:03,4
23 Deutschland BRBR Deutschland Jochen Behle 1:30:08,3
26 SchweizSchweiz Jeremias Wigger 1:30:47,2
30 SchweizSchweiz Jürg Capol 1:31:36,1
33 OsterreichÖsterreich Alois Stadlober 1:32:00,0
44 OsterreichÖsterreich Johann Standmann 1:34:24,8
aufgeg. SchweizSchweiz Andreas Grünenfelder

Weltmeister 1985: SchwedenSchweden Gunde Svan / Weltmeister 1987: SchwedenSchweden Thomas Wassberg

Datum: 15. Februar, 9:50 Uhr

91 Teilnehmer gestartet, 67 klassiert

Bis zur 20km-Marke führte Smirnow, wobei bei der 10km-Marke noch Ulvang vor Prokurorow auf Rang 2 platziert war.
Andreas Grünenfelder (SUI) (Start-Nr. 79) gab nach 24 km wegen falscher Wachswahl auf.
Rang 18 für »Blacky« Alois Schwarz war die beste je von einem Österreicher in einem 30-km-Olympialauf erzielte Platzierung. Er sagte, er habe sich seine Kräfte gut eingeteilt, konnte im Finish zusetzen und hatte gut präparierte Skier.[3][4]

50 km (Freistil)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Sportler Zeit [h]
1 SchwedenSchweden Gunde Svan 2:04:30,9
2 ItalienItalien Maurilio De Zolt 2:05:36,4
3 SchweizSchweiz Andreas Grünenfelder 2:06:01,9
4 NorwegenNorwegen Vegard Ulvang 2:06:32,3
5 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Holger Bauroth 2:07:02,4
6 SchwedenSchweden Jan Ottosson 2:07:34,8
7 FinnlandFinnland Kari Ristanen 2:08:08,1
8 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Uwe Bellmann 2:08:18,6
9 FinnlandFinnland Pål Gunnar Mikkelsplass 2:08:20,0
10 ItalienItalien Gianfranco Polvara 2:08:40,3
- - -
12 SowjetunionSowjetunion Wladimir Sachnow 2:09:00,1
13 SchweizSchweiz Giachem Guidon 2:09:02,3
14 SchweizSchweiz Jeremias Wigger 2:09:05,4
16 ItalienItalien Albert Walder 2:09:28,2
19 OsterreichÖsterreich André Blatter 2:10:43,4
22 FinnlandFinnland Harri Kirvesniemi 2:11:41,8
35 SchweizSchweiz Markus Fähndrich 2:13:33,2
36 OsterreichÖsterreich Johann Standmann 2:13:39,3
41 OsterreichÖsterreich Alois Schwarz 2:17:03,5
aufgeg. OsterreichÖsterreich Alois Stadlober

Weltmeister 1985: SchwedenSchweden Gunde Svan / Weltmeister 1987: ItalienItalien Maurilio De Zolt

Datum: 27. Februar, 8:30 Uhr

70 Teilnehmer gestartet, 61 klassiert

Österreich hoffte auf einen Platz unter den ersten 15.[5]
Es war dies bis dato der schnellste Marathon aller Zeiten. Rang 3 für Grünenfelder war ein Meilenstein in der Geschichte des Schweizer Langlaufsports und es gelang mit den Rängen 13 und 14 das beste Olympia-Ergebnis aller Zeiten. Svan führte schon nach 15  km mit 41,1  sec. vor Bauroth und Grünenfelder (+ 49,6), de Zolt war Achter (+ 1:04,2). Nach 25  km lag der Schwede vor Grünenfelder (+ 1:07,5) und de Zolt (+ 1.09,0), nach 40 war de Zolt bereits Zweiter (+ 1:27,9), Grünenfelder auf drei (+ 1:43,3) und Bauroth auf vier (+ 1:49,2), doch baute der DDR-Läufer gegen Schluss hin ab, während der Schweizer zulegen konnte.[6]

Als großer Favorit in allen Langlaufwettbewerben der Männer hatte der 26-jährige Schwede Gunde Svan, der bereits vier Jahre zuvor bei den Spielen in Sarajevo zweimal Gold und je einmal Silber und Bronze gewonnen hatte, gegolten (Zwischen 1985 und 1991 konnte er siebenmal WM-Gold erringen). Doch begannen die Spiele von Calgary für ihn sehr zäh: Einem zehnten Platz über 30 Kilometer folgte ein 13. Rang über die 15-km-Distanz; auf dieser „Kurzstrecke“ hatte Svan auf dem Balkan den Olympiasieg errungen. Nachdem er mit der schwedischen Mannschaft den Staffeltitel verteidigt hatte, gelang ihm am vorletzten Tag der Winterspiele über die Marathondistanz mit einer guten Minute Vorsprung vor dem Italiener Maurilio de Zolt doch noch das ersehnte Einzelgold, womit er mit der schwedischen Langlauf-Legende Sixten Jernberg gleichzog, der von 1956 bis 1964 ebenfalls viermal olympisches Gold erringen konnte.
Die "Arbeiterzeitung Wien" titelte hinsichtlich Gunde Svan: dass dieser "Schwan" förmlich davon geflogen sei.[7]

4 × 10 km Staffel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Sportler Zeit [h]
1 SchwedenSchweden Schweden Jan Ottosson
Thomas Wassberg
Gunde Svan
Torgny Mogren
1:43:58,6
2 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion Wladimir Smirnow
Wladimir Sachnow
Michail Dewjatjarow
Alexei Prokurorow
1:44:11,3
3 TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei Radim Nyč
Václav Korunka
Pavel Benc
Ladislav Švanda
1:45:22,7
4 SchweizSchweiz Schweiz Andreas Grünenfelder
Jürg Capol
Giachem Guidon
Jeremias Wigger
1:46:16,3
5 ItalienItalien Italien Silviano Barco
Albert Walder
Giorgio Vanzetta
Maurilio De Zolt
1:46:16,7
6 NorwegenNorwegen Norwegen Pål Gunnar Mikkelsplass
Oddvar Brå
Vegard Ulvang
Terje Langli
1:46:48,7
7 Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland Georg Fischer
Walter Kuss
Jochen Behle
Herbert Fritzenwenger
1:48:05,0
8 FinnlandFinnland Finnland Jari Laukkanen
Harri Kirvesniemi
Jari Räsänen
Kari Ristanen
1:48:24,0
- - - -
10 OsterreichÖsterreich Österreich André Blatter
Alois Schwarz
Johann Standmann
Alois Stadlober
1:49:14,5

Weltmeister 1985: NorwegenNorwegen Norwegen (Arild Monsen, Pål Gunnar Mikkelsplass, Tor Håkon Holte, Ove Aunli)
Weltmeister 1987: SchwedenSchweden Schweden (Erik Östlund, Gunde Svan, Thomas Wassberg, Torgny Mogren)

Datum: 22. Februar, 9:30 Uhr

Die ČSSR erreichte erstmals wieder eine Staffel-Medaille seit Einführung dieser Disziplin, als es bei der Weltmeisterschaft in Innsbruck 1933 Silber gegeben hatte, und es war der größte Triumph seit Falun 1974 (50-km-Silber von Stanislav Henych). Für die Schweiz war Platz 4 das beste Ergebnis seit Bronze 1972 in Sapporo. Sieger Schweden profitierte auch von den Stürzen von Dewjatjarow und Prokurorow. Italien konnte in die Medaillenentscheidung nie eingreifen (Walder kam nicht auf Touren), Norwegens Untergang begann mit dem Sturz von Startläufer Mikkelsplass und wurde durch eine schwache Leistung von Brå (nur zwölfte Zeit) fortgesetzt. Die Finnen hatten Probleme mit dem Freistil, Laukkanen fiel ab.
Bei Österreich fehlte der erkrankte Markus Gandler (für ihn lief Standmann); zur Halbzeit übergab zwar Schwarz mit 6,4 sec.Rückstand auf die ČSSR. So bewahrheiteten sich auch die Befürchtungen von Trainer Honcu, der mit Gandler einen sechsten Platz für möglich gehalten und wusste, dass der zehnte möglich sein könnte.
Die Teilzeiten: 10 km: Schweiz vor Schweden und der Sowjetunion; 20 km: Sowjetunion vor Schweden und ČSSR.[8][9][10]

Langlauf Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

5 km (klassischer Stil)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Sportlerin Zeit [min]
1 FinnlandFinnland Marjo Matikainen 15:04,0
2 SowjetunionSowjetunion Tamara Tichonowa 15:05,3
3 SowjetunionSowjetunion Vida Vencienė 15:11,1
4 NorwegenNorwegen Anne Jahren 15:12,6
5 FinnlandFinnland Marja-Liisa Kirvesniemi 15:16,7
6 NorwegenNorwegen Inger Helene Nybråten 15:17,7
7 SchwedenSchweden Marie-Helene Östlund 15:28,9
8 SowjetunionSowjetunion Swetlana Nageikina 15:29,9
- - -
13 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Simone Opitz 15:41,1
14 SchweizSchweiz Evi Kratzer 15:42,8
15 SchweizSchweiz Christina Gilli-Brügger 15:44,5
18 ItalienItalien Manuela Di Centa 15:57,2
19 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Kerstin Moring 16:01,6
20 OsterreichÖsterreich Cornelia Sulzer 16:09,7
24 ItalienItalien Angerer 16:20,4
25 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Silke Braun 16:22,5
34 OsterreichÖsterreich Maria Theurl 16:36,6
35 SchweizSchweiz Marianne Irniger 16:37,5
36 OsterreichÖsterreich Margot Kober 16:39,2
40 SchweizSchweiz Karin Thomas 17:04,1
45 OsterreichÖsterreich Hildegard Embacher 17:18,6

Weltmeisterin 1985: NorwegenNorwegen Anette Bøe / Weltmeisterin 1987: FinnlandFinnland Marjo Matikainen

Datum: 17. Februar, 9:45 Uhr[11],[12],[13]

55 Läuferinnen gestartet, 53 klassiert

10 km (klassischer Stil)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Sportlerin Zeit [min]
1 SowjetunionSowjetunion Vida Vencienė 30:08,3
2 SowjetunionSowjetunion Raissa Smetanina 30:17,0
3 FinnlandFinnland Marjo Matikainen 30:20,5
4 SowjetunionSowjetunion Swetlana Nageikina 30:08,3
5 SowjetunionSowjetunion Tamara Tichonowa 30:38,9
6 NorwegenNorwegen Inger Helene Nybråten 30:51,7
7 FinnlandFinnland Pirkko Määttä 30:52,4
8 SchwedenSchweden Marie-Helene Östlund 30:55,3
9 FinnlandFinnland Marja-Liisa Kirvesniemi 30:57,0
10 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Simone Opitz 31:14,3
11 SchweizSchweiz Evi Kratzer 31:16,7
ItalienItalien Guidina Dalsasso 31:16,7
- -
18 SchweizSchweiz Christina Gilli-Brügger 31:37,5
19 ItalienItalien Stefania Belmondo 31:47,2
20 ItalienItalien Manuela Dicenta 31:50,1
26 OsterreichÖsterreich Cornelia Sulzer 32:17,1
32 SchweizSchweiz Sandra Parpan 33:12,5
34 OsterreichÖsterreich Margot Kober 33:22,2
42 OsterreichÖsterreich Hildegard Embacher 34:53,2
43 SchweizSchweiz Marianne Irniger 34:58,3
aufgeg. OsterreichÖsterreich Maria Theurl

Weltmeisterin 1985: NorwegenNorwegen Anette Bøe / Weltmeisterin 1987: NorwegenNorwegen Anne Jahren

Datum: 14. Februar, 10:00 Uhr 30:08,3

52 Läuferinnen gestartet, 51 klassiert
Dieses Rennen zählte auch zum Weltcup.

Nach 4,6 km führte Smetanina vor Westin und Vencienė, während Matikainen auf Rang 11 war; nach 7,3 km hieß der Stand: Smetanina, Vencienė, Matikainen.
Schwer traf es die Norwegerinnen, die als zweitbeste Läuferin Britt Pettersen auf Rang 14 hatten. [14]

20 km (Freistil)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Sportlerin Zeit [min]
1 SowjetunionSowjetunion Tamara Tichonowa 55:53,6
2 SowjetunionSowjetunion Anfissa Reszowa 56:12,8
3 SowjetunionSowjetunion Raissa Smetanina 57:22,1
4 SchweizSchweiz Christina Gilli-Brügger 57:37,4
5 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Simone Opitz 57:54,3
6 ItalienItalien Manuela Di Centa 57:55,2
7 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Kerstin Moring 58:17,2
8 NorwegenNorwegen Marianne Dahlmo 58:31,1
- - -
14 SchweizSchweiz Evi Kratzer
15 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Simone Greiner-Petter
30 SchweizSchweiz Marianne Irniger 61:50,5
37 OsterreichÖsterreich Cornelia Sulzer 63:01,2
50 OsterreichÖsterreich Hildegard Embacher 67:35,1
aufgeg. OsterreichÖsterreich Margot Kober

Weltmeisterin 1985: NorwegenNorwegen Grete Ingeborg Nykkelmo / Weltmeisterin 1987: SchwedenSchweden Marie-Helene Westin

Datum: 25. Februar, 9:30 Uhr 55:53,6

Vorerst war Nina Gawriljuk an achter Stelle platziert, doch sie wurde wegen verbotener Werbung gleich im Anschluss an den Wettkampf disqualifiziert, weshalb alle Athletinnen von Rang 9 an um einen Platz nach vorn rückten, was im genannten Resultat bereits berücksichtigt ist.[15]
Zwischenstände: nach 5 km: 1. Tichonowa, 2. Reszowa (+ 6,1), 3. Gilli-Brügger (+ 28,0), 4. Opitz (+ 28,1), 5. Smetanina (+37,2); nach 10 km: 1. Tichonowa, 2. Reszowa (+ 10,7), 3. Opitz (+ 47,2), 4. Gilli-Brügger (+ 47,3), 5. Smetanina (+ 50,1); nach 15 km: 1. Tichonowa, 2. Reszowa (+ 7,3), 3. ex aequo Smetanina und Gilli-Brügger (+ 1:14,0), 5. Opitz (+ 1:26,6).
Für Gilli-Brügger (geb. 3. Juli 1956, Samedan) lagen Tichonowa und Reszowa außer Reichweite, das Duell mit der 36-jährigen Smetanina verlor sie, seit 5 Tagen von einer Erkältung geplagt, bei Kilometer 15. - Finnlands Hoffnung Matikainen zerbrach an der geballten Übermacht der UdSSR. Österreichs Sulzer konnte ihre eigenen Erwartungen (Rang 20) nicht erfüllen.[16],[17]

4 × 5 km Staffel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Sportlerinnen Zeit [h]
1 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion Swetlana Nageikina
Nina Gawriljuk
Tamara Tichonowa
Anfissa Reszowa
59:51,1
2 NorwegenNorwegen Norwegen Trude Dybendahl
Marit Wold
Anne Jahren
Marianne Dahlmo
1:01:33,0
3 FinnlandFinnland Finnland Pirkko Määttä
Marja-Liisa Kirvesniemi
Marjo Matikainen
Jaana Savolainen
1:01:53,8
4 SchweizSchweiz Schweiz Karin Thomas
Sandra Parpan
Evi Kratzer
Christina Gilli-Brügger
1:01:59,4
5 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR Kerstin Moring
Simone Opitz
Silke Braun
Simone Greiner-Petter
1:02:19,9
6 SchwedenSchweden Schweden Lis Frost
Anna-Lena Fritzon
Karin Lamberg-Skog
Marie-Helene Westin
1:02:24,9
7 TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei Lubomíra Balážová
Věra Klimková
Ivana Rádlová
Alžbeta Havrančíková
1:03:37,1
8 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Dorcas Denhartog
Leslie Thompson
Nancy Fiddler
Leslie Krichko
1:04:08,8
9 KanadaKanada Kanada 1:06:22,6
8 ItalienItalien Italien 1:06:23,6

Weltmeisterinnen 1985: SowjetunionSowjetunion Sowjetunion (Tamara Tichonowa, Raissa Smetanina, Lilja Wassiltschenko, Anfissa Romanowa)
Weltmeisterinnen 1987: SowjetunionSowjetunion Sowjetunion (Antonina Ordina, Nina Gawriljuk, Larissa Ptizyna, Anfissa Reszowa)

Datum: 21. Februar, 9:30 Uhr

Die UdSSR bewältigte das Rennen in spielerischer Überlegenheit, obwohl mit Gawriljuk und Reszowa zwei Läuferinnen zum Zug kamen, die bislang in Canmore nicht eingesetzt waren. Die Siegerstaffel war sowohl nach 5 als auch 10 km voran, wobei anfangs die DDR mit 13,9 bzw. 35,8 sec. auf Rang 2 lag. Der Vorsprung der UdSSR (1:41,9 min.) war der größte seit den Weltmeisterschaften 1966 in Oslo. Nach 5 km war die Schweiz auf Rang 3 vor Norwegen und Finnland, nach 10 km hatte Finnland vor Norwegen Rang 3 inne. Die finnische Schlussläuferin Savolainen kam zwar 1.200 m vor dem Ziel zu Sturz, doch gelang es der Schweizerin Gilli-Brügger nicht mehr ganz heranzukommen. [18]

Skispringen Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Normalschanze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Sportler Punkte Weiten [m]
1 FinnlandFinnland Matti Nykänen 229,1
2 TschechoslowakeiTschechoslowakei Pavel Ploc 212,1
3 TschechoslowakeiTschechoslowakei Jiří Malec 211,8
4 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Miran Tepeš 211,2
5 TschechoslowakeiTschechoslowakei Jiří Parma 203,8
6 OsterreichÖsterreich Heinz Kuttin 199,7
7 FinnlandFinnland Jari Puikkonen 199,1
8 SchwedenSchweden Staffan Tällberg 198,1
9 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Jens Weißflog 196,6
- - -
12 OsterreichÖsterreich Andreas Felder 192,1
13 KanadaKanada Steve Collins 191,1 83,5/79,0
15 FinnlandFinnland Ari-Pekka Nikkola 190,7 83,5/78,0
17 SchweizSchweiz Fabrice Piazzini 188,8 83.0/78,0
20 OsterreichÖsterreich Günther Stranner 186,6
21 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Remo Lederer 185,2 79,5/78,0
24 OsterreichÖsterreich Ernst Vettori 181,5
29 Deutschland BRBR Deutschland Andreas Bauer 177,5 78,5/79,5
30 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Primož Ulaga 177,5 84,5/72,0
31 Deutschland BRBR Deutschland Josef Heumann 176,4 77,0/80,0
37 SchweizSchweiz Gérard Balanche 173,8 78,0/78,0
47 Deutschland BRBR Deutschland Thomas Klauser 165,1 80,5/71,0
48 SchweizSchweiz Christian Hauswirth 164,7 79,5/73,0
55 Deutschland BRBR Deutschland Dieter Thoma 154,1 75,0/74,0
56 SchweizSchweiz Christoph Lehmann 150,9 74,0/73.0
56 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Michael Edwards 69,2 55,0/55,0

Weltmeister 1985: Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Jens Weißflog / Weltmeister 1987: TschechoslowakeiTschechoslowakei Jiří Parma

Datum: 14. Februar, 13:30 Uhr – 50.000 Zuseher

Nykänen siegte wie erwartet, nachdem er schon das Training dominiert hatte. Er lag bereits nach dem 1. Durchgang mit 14,8 Punkten vor Malec und 15,1 vor Tepeš. Von den Schweizern war Piazzini auf Rang 16; punktemäßig lagen zwischen Nykänen und Rang 21 lediglich 10 Punkte. Im 2. Durchgang sprangen die 58 Teilnehmer in umgekehrter Reihenfolge ihrer Platzierung, wobei Ulaga noch von Rang 4 auf 30 zurückfiel. Als fraglich wurden die Benotungen angesehen, weil es u.a. bei Nykänen Schwankungen zwischen 17,0 und 19,0 gab. Nykänens Vorsprung von 17 Punkten war die größte Differenz seit Toni Innauer in Lake Placid 1980.
Ausgerechnet der 17-jährige Heinz Kuttin war mit Rang 6 der beste Skispringer des ÖSV-Teams; er war die Woche vor den Spielen nicht bei der »aktiven Erholung« des Teams auf Jamaika dabei gewesen, sondern hatte, nachdem er bereits mit der Mannschaft Gold geholt hatte, am 7. Februar die Goldmedaille im Einzelbewerb bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Saalfelden errungen.[19],[20],[21],[22]
Auf dem letzten Platz landete der in seiner Zeit immer wieder im Mittelpunkt stehende 'Eddie the Eagle'. Der Brite machte von sich reden aufgrund seiner unausgereiften Technik, die häufig zu gefährlichen Situationen führte. Später wurde ihm deshalb die Teilnahme an Sprungkonkurrenzen nicht mehr erlaubt.[23]

Großschanze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Sportler Weiten [m] Punkte
1 FinnlandFinnland Matti Nykänen 118,5/107,5 224,0
2 NorwegenNorwegen Erik Johnsen 114,5/102,0 207,9
3 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Matjaž Debelak 113,5/108,0 207,7
4 Deutschland BRBR Deutschland Thomas Klauser 114,5/102,5 205,1
5 TschechoslowakeiTschechoslowakei Pavel Ploc 114,5/102,0 204,1
6 OsterreichÖsterreich Andreas Felder 113,5/103,0 203,9
7 KanadaKanada Horst Bulau 112,5/99,5 197,6
8 SchwedenSchweden Staffan Tällberg 110,0/102,0 196,6
9 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Matjaž Zupan 111,5/110,0 195,8
10 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Miran Tepeš 105,0/102,5 194,8
11 FinnlandFinnland Jari Puikkonen 106,0/103,5 194,6
12 OsterreichÖsterreich Heinz Kuttin 193,5
- - - -
18 SchwedenSchweden Jan Boklöv 109,0/100,0 185,4
20 OsterreichÖsterreich Günther Stranner 184,9
22 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Remo Lederer 105,5/97,0 181,8
23 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Remo Lederer 181,8
25 Deutschland BRBR Deutschland Peter Rohwein 96,0/96,0 177,6
27 SchweizSchweiz Christian Hauswirth 105,0/97,0 177,1
28 OsterreichÖsterreich Ernst Vettori 176,6
30 SchweizSchweiz Gérard Balanche 105,0/94,5 172,6
31 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Jens Weißflog 104,5/93,5 172,0
34 Deutschland BRBR Deutschland Andreas Bauer 103,0/93,5 169,9
36 Deutschland BRBR Deutschland Josef Heumann 102,0/95.0 167,1
43 SchweizSchweiz Fabrice Piazzini 105,0/99,0 156,9
44 SchweizSchweiz Christoph Lehmann 101,0/90,0 153,2
55 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Michael Edwards 71,0/67,0 57,5

Weltmeister 1985: NorwegenNorwegen Per Bergerud / Weltmeister 1987: OsterreichÖsterreich Andreas Felder

Datum: 23. Februar, 14:00 Uhr
Das Springen war für den 20. Februar mit Start 13.30 h geplant, wurde dann auf den 22. Februar verschoben und am 23. Februar ausgetragen.[24]
58 Teilnehmer gemeldet, 55 gestartet

Die Skispringer hatten in mit starken Winden und Nebel zu kämpfen, die die Wettbewerbe zu einem Glücksspiel werden ließen. Die beiden an einen kahlen Berghang gesetzten Sprungschanzen waren den Böen schutzlos ausgeliefert.
Der überragenden Skispringer dieser Spiele und der "König der Schanzen" wurde der Finne Matti Nykänen, der von der kleinen und großen Schanze sowie mit der Mannschaft Gold gewann. Nykänen war damit zusammen mit der niederländischen Eisschnellläuferin Yvonne van Gennip der erfolgreichste Teilnehmer der Wettbewerbe.
Die größte Sympathie des Publikums galt aber dem Briten Eddie Edwards. Der wohl einzige Skispringer der Insel war mehr komisches Talent als ernst zu nehmender Sportler. Aufgrund seiner 'erbärmlichen' Flugkünste wurde er scherzhaft „Eddie the Eagle“ genannt. Mit seinen 71 m im 1. Durchgang überbot er tatsächlich den bisherigen britischen Rekord von 68 Metern![25]
Johnsons Silbermedaille war die erste Springer-Medaille für Norwegen seit 1968 (Bronze von Lars Grini). Obwohl Johnson in der Addition um 4,5. m kürzer als Debelak sprang, kam er bei den Punkterichtern besser weg. Felder und Kuttin begingen im 2. Durchgang schwere Absprungfelder. Vettori kam weder mit dem langen noch dem kürzeren Anlauf zurecht.[26],[27]

Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Sportler Punkte
1 FinnlandFinnland Finnland Matti Nykänen
Ari-Pekka Nikkola
Tuomo Ylipulli
Jari Puikkonen
634,4
2 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien Primož Ulaga
Matjaž Zupan
Matjaž Debelak
Miran Tepeš
625,5
3 NorwegenNorwegen Norwegen Ole Christian Eidhammer
Jon Inge Kjørum
Ole Gunnar Fidjestøl
Erik Johnsen
596,1
4 TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei Ladislav Dluhoš
Jiří Malec
Pavel Ploc
Jiří Parma
586,8
5 OsterreichÖsterreich Österreich Ernst Vettori
Heinz Kuttin
Günther Stranner
Andreas Felder
577,6
6 Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland Andreas Bauer
Peter Rohwein
Thomas Klauser
Josef Heumann
559,0
7 SchwedenSchweden Schweden Per-Inge Tällberg
Anders Daun
Jan Boklöv
Staffan Tällberg
539,7
8 SchweizSchweiz Schweiz Gérard Balanche
Christoph Lehmann
Fabrice Piazzini
Christian Hauswirth
516,1

Erstmals wurde bei den Olympischen Winterspielen 1988 ein Mannschaftsbewerb ausgetragen.

Weltmeister 1985: FinnlandFinnland Finnland (Tuomo Ylipulli, Pentti Kokkonen, Matti Nykänen, Jari Puikkonen)
Weltmeister 1987: FinnlandFinnland Finnland (Matti Nykänen, Ari-Pekka Nikkola, Tuomo Ylipulli, Pekka Suorsa)

Datum: 24. Februar, 13:30 Uhr

Der Wettbewerb war für den 17. Februar um 13.30 Uhr angesetzt, obwohl es ab 15 Februar wegen der ständigen Winde keine Trainings gab (die Springer mussten nach jeweils sechs Stunden unverrichteter Dinge in ihre Unterkünfte zurückkehren). Der jugoslawische Springer Ulaga sprach davon, dass die Springer hier nur »Marionetten der Veranstalter« seien. Im österreichischen Team zeigten die Nachwuchsleute ansprechende Leistungen, während die Routiniers schlecht aussahen. <[27]

Es wurde jeweils der schlechteste Sprung eines Athleten pro Durchgang gestrichen; so waren es bei Sieger Finnland im ersten Durchgang die 104,0 Meter und 95,0 Punkte von Puikkonen, im zweiten die 102,0 und 93,2 von Ylipulli. Nikkola trug 207,9 Punkte (110,5/108,5), Nykänen 228,8 (115,5/114,5), Yilipulli 99,1 (105,5) und Puikkonen 98,6 (105,5) bei.
Die Jugoslawien-Ziffern waren: Ulaga 108,4 Punkte (110,0); Zupan 211,5 (109,5/108,5); Debelak 207,5 (110,5/110); Tepeš 98,1 (103,0).
Norwegen: Eidhammer 94,2 (102,0); Kjørum 89,3 (101,0); Fidjestøl 193,9 (104,5/107,0); Johnsen 218,7 (109,5/111,5).
Große Favoriten waren Finnland und die ČSSR, um Bronze sollte sich ein Dreikampf zwischen Norwegen, Jugoslawien und Österreich entwickeln.
Nykänen hatte bereits vor dem ersten Sprunglauf von der Jury verlangt, den Start um drei Luken nach unten zu verlegen; dies geschah dann vor dem 2. Durchgang. Beim österreichischen Team überzeugten die jungen Springer, während die „Routiniers“ Vettori und Felder lt. Trainer Paul Ganzenhuber „gänzlich ausgelassen hätten“.[28],[29],[30],[31]

Nordische Kombination[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Sportler Zeit
1 SchweizSchweiz Hippolyt Kempf 38:16,8 min
2 OsterreichÖsterreich Klaus Sulzenbacher +19,0 s
3 SowjetunionSowjetunion Allar Levandi +1:04,3 min
4 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Uwe Prenzel +1:10,7 min
5 SchweizSchweiz Andreas Schaad +1:12,5 min
6 NorwegenNorwegen Torbjørn Løkken +1:15,5 min
7 TschechoslowakeiTschechoslowakei Miroslav Kopal +1:32,5 min
8 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Marco Frank +1:48,1 min
9 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Thomas Prenzel +1:50,6 min
- - -
13 Deutschland BRBR Deutschland Hubert Schwarz
22 OsterreichÖsterreich Klaus Ofner +3:58,8 min
24 OsterreichÖsterreich Hansjörg Aschenwald +4:28,0 min
34 OsterreichÖsterreich Günter Csar +5:58,7 min

Weltmeister 1985: Deutschland BRBR Deutschland Hermann Weinbuch / Weltmeister 1987: NorwegenNorwegen Torbjørn Løkken

28. Februar – Skispringen (morgens) / 15-km-Langlauf (nachmittags)

Die zeitliche Planung hatte ursprünglich zwei Tage vorgesehen: Springen 27. Februar / Lauf: 28. Februar. Wegen damals bekannten "Chinook-Sturmwinds" am 27. Februar war jedoch kein Springen möglich. So musste der gesamte Wettbewerb am Tag darau ausgetragen werden – und das bei einer Entfernung der Laufstrecke von 120 km. [32]

Bei diesem Wettkampf wurde erstmals die Gundersen-Methode verwendet, so dass der Erste der Langläufer, der ins Ziel kommt, auch der Sieger des Wettbewerbs ist. Die Bundesdeutsche Mannschaft, die vier Tage zuvor noch den Titel im Mannschaftswettbewerb errungen hatte, konnte keinen Sportler unter die besten zehn bringen. Als bester Westdeutscher wurde Hubert Schwarz 13. des Einzelwettbewerbs. Stattdessen konnte mit Hippolyt Kempf erstmals ein Schweiz er die Goldmedaille im Einzelwettbewerb der Nordischen Kombination bei Olympischen Winterspielen gewinnen. Zuvor hatte lediglich Alois Kälin zwanzig Jahre zuvor in Grenoble als Zweiter olympisches Edelmetall für die Eidgenossen in dieser Disziplin erringen können. Sulzenbacher war vor allem im Sprunglauf sehr stark, doch diesmal konnte er nur im ersten Durchgang mit einer Weite von 88.5 m überzeugen, so dass sein Vorsprung auf die Konkurrenz nicht derart groß war. Er führte 60 Sekunden vor Hubert Schwarz, Kempff lag auf Rang 3 (70,7 s Rückstand) – und nach 12 km überholte der Schweizer den Österreicher.[33]

Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Sportler Zeit
1 Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland Thomas Müller
Hans-Peter Pohl
Hubert Schwarz
1:20:46,0 h
2 SchweizSchweiz Schweiz Fredy Glanzmann
Hippolyt Kempf
Andreas Schaad
+3,4 s
3 OsterreichÖsterreich Österreich Hansjörg Aschenwald
Günter Csar
Klaus Sulzenbacher
+30,9 s
4 NorwegenNorwegen Norwegen Torbjørn Løkken
Hallstein Bøgseth
Trond-Arne Bredesen
+48,6 s
5 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR Thomas Prenzel
Marko Frank
Uwe Prenzel
+2:18,5 min
6 TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei Ladislav Patras
Jan Klimko
Miroslav Kopal
+2:57,1 min
7 FinnlandFinnland Finnland Pasi Saapunki
Jouko Parviainen
Jukka Ylipulli
+4:52,3 min
8 FrankreichFrankreich Frankreich Jean Bohard
Xavier Girard
Fabrice Guy
+6:23,4 min

Weltmeister 1985: Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland (Thomas Müller, Hubert Schwarz, Hermann Weinbuch)
Weltmeister 1987: Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland (Hermann Weinbuch, Hans-Peter Pohl, Thomas Müller)

Skispringen: 23. Februar, 13:30 Uhr
Langlauf (3 × 10 km Staffel): 24. Februar, 10:00 Uhr

Der Mannschaftswettbewerb der in der Nordischen Kombination wurde in Calgary erstmals bei Olympischen Spielen ausgetragen. Die Bundesdeutsche Mannschaft, die bereits im Jahr zuvor bei der Heim-WM in Oberstdorf gewonnen hatte, damals noch mit Hermann Weinbuch anstelle von Hubert Schwarz, konnte sich bei dieser Premiere knapp vor den Schweizern Olympiagold sichern.

Die Schweiz war nach dem Springen nur auf Rang 6 (Rückstand 4:52 min). Der Stand lautete: 1. BRD 629.8 P / 2. AUT 626.6 P + 16,0 s / 3. NOR 596.6 P + 2:46.40 min / 4. CSSR 573.5 P + 4:41.5 min / 5. DDR 571.6 P + 4:51.0 min. – Im Laufen war Österreich sogar kurzfristig durch Startläufer Csar in Führung gegangen. Überraschend blieb Mitfavorit Norwegen ohne Medaille. Die UdSSR konnte nicht antreten, nachdem Allar Levandi ausgefallen war und ein dritter Mann nicht nachnominiert werden konnte. [34]

Medaillenspiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationen
Platz Nation Gold Silber Bronze Gesamt
01 SowjetunionSowjetunion Sowjetunion 5 5 4 14
02 FinnlandFinnland Finnland 4 - 2 6
03 SchwedenSchweden Schweden 2 - - 2
04 SchwedenSchweden Schweden 2 - - 2
05 SchweizSchweiz Schweiz 1 1 1 3
06 Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland 1 - - 1
07 NorwegenNorwegen Norwegen - 3 2 5
TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei - 1 2 3
09 OsterreichÖsterreich Österreich - 1 1 2
Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien - 1 1 2
011 ItalienItalien Italien - 1 - 1
Männer
Endstand nach 9 Wettbewerben
Platz Sportler Gold Silber Bronze Gesamt
01 FinnlandFinnland Matti Nykänen 3 - - 3
02 SchwedenSchweden Gunde Svan 2 - - 2
03 SchweizSchweiz Hippolyt Kempf 1 1 - 2
SowjetunionSowjetunion Alexei Prokurorow 1 1 - 2
SowjetunionSowjetunion Michail Dewjatjarow 1 1 - 2
06 SchwedenSchweden Jan Ottosson 1 - - 1
SchwedenSchweden Thomas Wassberg 1 - - 1
SchwedenSchweden Torgny Mogren 1 - - 1
Deutschland BRBR Deutschland Thomas Müller 1 - - 1
Deutschland BRBR Deutschland Hans-Peter Pohl 1 - - 1
Deutschland BRBR Deutschland Hubert Schwarz 1 - - 1
FinnlandFinnland Ari-Pekka Nikkola 1 - - 1
FinnlandFinnland Tuomo Ylipulli 1 - - 1
FinnlandFinnland Jari Puikkonen 1 - - 1
015 SowjetunionSowjetunion Wladimir Smirnow - 2 1 3
016 OsterreichÖsterreich Klaus Sulzenbacher - 1 1 2
NorwegenNorwegen Erik Johnsen - 1 1 2
Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Matjaž Debelak - 1 1 2
019 TschechoslowakeiTschechoslowakei Pavel Ploc - 1 - 1
NorwegenNorwegen Pål Gunnar Mikkelsplass - 1 - 1
ItalienItalien Maurilio De Zolt - 1 - 1
SowjetunionSowjetunion Wladimir Sachnow - 1 - 1
SchweizSchweiz Fredy Glanzmann - 1 - 1
SchweizSchweiz Andreas Schaad - 1 - 1
Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Primož Ulaga - 1 - 1
Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Matjaž Zupan - 1 - 1
Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Miran Tepeš - 1 - 1
028 TschechoslowakeiTschechoslowakei Jiří Malec - - 1 1
NorwegenNorwegen Vegard Ulvang - - 1 1
SchweizSchweiz Andreas Grünenfelder - - 1 1
SowjetunionSowjetunion Allar Levandi - - 1 1
TschechoslowakeiTschechoslowakei Radim Nyč - - 1 1
TschechoslowakeiTschechoslowakei Václav Korunka - - 1 1
TschechoslowakeiTschechoslowakei Pavel Benc - - 1 1
TschechoslowakeiTschechoslowakei Ladislav Švanda - - 1 1
OsterreichÖsterreich Hansjörg Aschenwald - - 1 1
OsterreichÖsterreich Günter Csar - - 1 1
OsterreichÖsterreich Ole Christian Eidhammer - - 1 1
NorwegenNorwegen Jon Inge Kjørum - - 1 1
NorwegenNorwegen Ole Gunnar Fidjestøl - - 1 1
Frauen
Endstand nach 4 Wettbewerben
Platz Sportlerin Gold Silber Bronze Gesamt
01 SowjetunionSowjetunion Tamara Tichonowa 2 1 - 3
02 SowjetunionSowjetunion Anfissa Reszowa 1 1 - 2
03 FinnlandFinnland Marjo Matikainen 1 - 2 3
04 SowjetunionSowjetunion Vida Vencienė 1 - 1 2
05 SowjetunionSowjetunion Swetlana Nageikina 1 - - 1
SowjetunionSowjetunion Nina Gawriljuk 1 - - 1
07 SowjetunionSowjetunion Raissa Smetanina - 1 1 2
08 NorwegenNorwegen Trude Dybendahl - 1 - 1
NorwegenNorwegen Marit Wold - 1 - 1
NorwegenNorwegen Anne Jahren - 1 - 1
NorwegenNorwegen Marianne Dahlmo - 1 - 1
012 FinnlandFinnland Pirkko Määttä - - 1 1
FinnlandFinnland Marja-Liisa Kirvesniemi - - 1 1
FinnlandFinnland Jaana Savolainen - - 1 1

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Skilanglauf Bei Den Olympischen Winterspielen: Liste Der Olympiasieger Im Skilanglauf, Hrsg. Bucher Gruppe, Verlag General Books, 2010, 188 Seiten

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. «Die Probleme um die Staffel», Sport Zürich Nr. 22 vom 22.2.1988, Seite 11.
  2. «Olympia Total», Sport Zürich Nr. 22 vom 22.2.1988, Seite 15.
  3. «Alois Schwarz: "Hab' die Kraft gut eingeteilt"». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 17. Februar 1988, S. 22.
  4. «An der Wachswahl gescheitert» und «OLYMPIA TOTAL», sowie «Österreichische Fahnen schon wieder auf Halbmast», Sport Zürich, Nr. 20 vom 17.2.1988, Seiten 12, 13 und 28.
  5. Marathon im Zeichen der Sowjetläufer. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 27. Februar 1988, S. 23.
  6. «Ein Meilenstein im Schweizer Langlauf» und «Andi Grünenfelder: „Dies ist mein absolut größter Erfolg“», Sport Zürich, Nr. 25 vom 29.2.1988, Seite 15.
  7. "Schwan" flog förmlich davon - . In: Arbeiter-Zeitung. Wien 29. Februar 1988, S. 19.
  8. Staffeltraum geplatzt. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 22. Februar 1988, S. 20.
  9. Mit Gandler hätten wir um Bronze mitgemischt. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 24. Februar 1988, S. 22.
  10. «Schweizer Medaillentraum knapp verfehlt» und «Mit Spezialvorbereitung», Sport Zürich, Nr. 23 vom 24.2.1988, Seite 8.
  11. Mit Gandler hätten wir um Bronze mitgemischt. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 24. Februar 1988, S. 22.
  12. »Sport Zürich« Nr. 21, Titel »Sowjets wurden besiegt«
  13. »OLYMPIA TOTAL«, vom 19.2.1988, SS. 9 und 13
  14. «Matikainen durchbrach UdSSR-Phalanx» und «OLYMPIA TOTAL», Sport Zürich Nr. 19, vom 15.2.1988, Seiten 9 und 27.
  15. «Letzte Nachrichten», Untertitel: «Sowjet-Läuferin disqualifiziert», Sport Zürich, Nr. 24 vom 26.2.1988, Seite 23.
  16. «Eine Erkältung hinderte Gilli» und «OLYMPIA TOTAL», Sport Zürich, Nr. 24 vom 26.2.1988, Seiten 15 und 16.
  17. UdSSR dominierte. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 26. Februar 1988, S. 29.
  18. »Sport Zürich« Nr. 22, Titel: »OLYMPIA TOTAL«, vom 22.2.1988, S, 15
  19. «Österreichische Fahnen schon wieder auf Halbmast», Sport Zürich, Nr. 20 vom 17.2.1988, Seite 28
  20. Heinz Kuttins zweites Gold bestes Doping für Calgary!. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 8. Februar 1988, S. 18.
  21. «Matti Nykänen eine Klasse für sich», Sport Zürich Nr. 19, vom 15.2.1988, Seite 10
  22. «Mit dem Wind im Bunde» und «OLYMPIA TOTAL», Sport Zürich, Nr. 20 vom 17.2.1988, Seiten 11 und 13
  23. Skispringer "Eddie the Eagle" erobert die Kinoleinwand, Video zu Michael Edwards auf n-tv.de, abgerufen am 26. April 2017
  24. «OLYMPIA-PROGRAMM», Sport Zürich, Nr 18 vom 12.2.1988, Seite 23
  25. Glosse: «I.ooo Geschichten». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 16. Februar 1988, S. 23.
  26. «Für Phänomen Nykänen gibt es keine Erklärung» und «OLYMPIA TOTAL», Sport Zürich, Nr. 24 vom 26.2.1988, Seiten 10 und 15
  27. a b "Halber Nykänen" hätte zur Medaille gereicht. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 26. Februar 1988, S. 30.
  28. Kuttin und Felder fix. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 17. Februar 1988, S. 23.
  29. «Ständiger Wind als Spielverderber», Sport Zürich, Nr. 21 vom 19.2.1988, Seite 10
  30. «Für Phänomen Nykänen gibt es keine Erklärung», Sport Zürich, Nr. 24 vom 26.2.1988, Seite 10.
  31. Finnlands Wunder flog allen davon. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 25. Februar 1988, S. 1.
  32. Sulzenbacher vergab größeren Vorsprung . In: Arbeiter-Zeitung. Wien 29. Februar 1988, S. 15.
  33. >Sulzenbacher machtlos gegen Sprinter Kempf . In: Arbeiter-Zeitung. Wien 1. März 1988, S. 22.
  34. Sulzenbacher rettete Bronze . In: Arbeiter-Zeitung. Wien 25. Februar 1988, S. 19.