Hesdin

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Hesdin
Wappen von Hesdin
Hesdin (Frankreich)
Hesdin
Staat Frankreich
Region Hauts-de-France
Département (Nr.) Pas-de-Calais (62)
Arrondissement Montreuil
Kanton Auxi-le-Château
Gemeindeverband Sept Vallées
Koordinaten 50° 22′ N, 2° 2′ OKoordinaten: 50° 22′ N, 2° 2′ O
Höhe 23–34 m
Fläche 0,94 km²
Einwohner 2.219 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 2.361 Einw./km²
Postleitzahl 62140
INSEE-Code
Website www.ville-hesdin.fr

Rathaus mit Belfried

Hesdin (Aussprache: [edɛ̃], niederländisch Heusden lateinisch Hedena, Hesdinum) ist eine französische Gemeinde mit 2219 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Département Pas-de-Calais in der Region Hauts-de-France. Sie gehört zum Arrondissement Montreuil und zum Kanton Auxi-le-Château. Die Gemeinde liegt an der Canche, nahe der Einmündung der Ternoise.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab zunächst eine Ortschaft Hesdin (Vieil-Hesdin), die sich etwas weiter flussaufwärts befand. Sie wurde mehrmals von französischen Truppen angegriffen und im Jahr 1552 eingenommen. Bereits ein Jahr später wurde sie von spanischen Truppen erobert. Kaiser Karl V. ließ die alte Ortschaft abreißen und durch seinen Feldherrn Emanuel Philibert von Savoyen eine neue Stadt mit dem Namen Hesdinfert errichten. Dabei bedeuteten die vier letzten Buchstaben F.E.R.T lateinisch Fortitudo Ejus Rhodam Tenuit, als Wahlspruch des Hauses Savoyen.[1] Diese Festung und die zugehörige Stadt nahmen später den Namen Hesdin an. Diese Stelle war strategisch günstig gelegen, da sie zur einen Seiten an ein Sumpfgebiet grenzte und sich so weder feindliche Truppen von dort nähern noch Geschütze in Stellung gebracht werden konnten. Zusätzlich ließ er die Stadt durch tiefe Gräben und starkes Mauerwerk sichern. Trotz dieser Maßnahmen konnten die Franzosen die Stadt im Jahr 1639 erobern.[2] 1659 wurde diese Zugehörigkeit im Pyrendischen Frieden bestätigt. Im Jahr 1730 wurde die Befestigung verstärkt.[3]

Einwohnerentwicklung
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2017
Einwohner 3010 3105 3248 2977 2713 2686 2474 2219

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Rathaus mit einem Belfried an der zentralen Place des armes stammt aus dem 16./17. Jahrhundert und ist als Monument historique klassifiziert.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt unterhält folgende Städtepartnerschaften:[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hesdin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Felix Rachfahl: Wilhelm von Oranien und der niederländische Aufstand. Band 1. Max Niemeyer, Halle/Saale 1906, S. 175–176 (Textarchiv – Internet Archive).
  2. Martin Zeiller: Hesdin. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Circuli Burgundici (= Topographia Germaniae. Band 16). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1654, S. 208 (Volltext [Wikisource]).
  3. Hesdin oder Hedin. In: Grosses vollständiges Universal Lexicon aller Wissenschafften und Künste … Band 12: H–He. Johann Heinrich Zedler, Halle / Leipzig 1735, S. 964 (zedler-lexikon.de).
  4. Les jumelages. ville-hesdin.fr, abgerufen am 30. Juni 2013 (französisch).