Hohenheida

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Dorfkirche
Dorfanger

Der Leipziger Ortsteil Hohenheida ist ein ehemaliges Dorf am nördlichen Stadtrand von Leipzig, heute zum Ortsteil Seehausen im Stadtbezirk Nord gehörend. Hohenheida liegt 13 km nördlich des Stadtzentrums nahe beim BMW-Werk. Es hat etwa 600 Einwohner. 1992 wurde die Gemeinde Hohenheida mit Seehausen zusammengeschlossen und mit dieser schließlich 1997 nach Leipzig eingemeindet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie Merkwitz und Gottscheina war Hohenheida seit 1438 eines der drei alten Universitätsdörfer. Fast 400 Jahre lang bezog die Universität Leipzig als Grundherrschaft Einkünfte aus dem Dorf. Hohenheida gehörte bis 1856 zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Kreisamt Leipzig.[1] 1856 kam der Ort zum Gerichtsamt Taucha, 1875 zur Amtshauptmannschaft Leipzig, 1952 zum Kreis Leipzig-Land im Bezirk Leipzig und 1994 zum Landkreis Leipziger Land. 1957 wurde Gottscheina eingemeindet. Die ehemalige Gemeinde Hohenheida wurde 1992 zu Seehausen und mit diesem 1997 nach Leipzig eingemeindet.

Im Kern ist der Ort ein altes Angerdorf. Nach 1990 wurde es um eine Einfamilienhaussiedlung mit 100 Häusern Richtung Westen erweitert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die romanische Westturmkirche steht zentral im Ort neben dem Teich. Der Turm wurde Ende des 19. Jahrhunderts zum letzten Mal umgestaltet.
  • Das Dorf kann eine Reihe von Fachwerk- und Backsteinbauten vorweisen.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Holzskulptur Der neue Deutsche Michel wurde 2009 auf dem Anger platziert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christoph Kühn & Heidemarie Epstein: Gottscheina, Hohenheida, Göbschelwitz. Eine historische und städtebauliche Studie. Pro Leipzig e. V. (Hrsg.), Leipzig 1999.
  • Arthur Teuscher: Das alte Leipziger Universitätsdorf Hohenheida. Diss. Leipzig 1928.
  • Cornelius Gurlitt: Hohenheida. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 16. Heft: Amtshauptmannschaft Leipzig (Leipzig Land). C. C. Meinhold, Dresden 1894, S. 56.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hohenheida – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 60 f.

Koordinaten: 51° 25′ N, 12° 27′ O