Mölkau

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Wappen von Leipzig
Mölkau
Stadtteil von Leipzig
Koordinaten 51° 19′ 51″ N, 12° 26′ 30″ OKoordinaten: 51° 19′ 51″ N, 12° 26′ 30″ O.
Fläche 5,27 km²
Einwohner 6005 (31. Dez. 2016)
Bevölkerungsdichte 1139 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Jan. 1999
Postleitzahl 04316
Vorwahl 0341
Stadtbezirk Ost
Verkehrsanbindung
Eisenbahn MRB 113
Bus 72, 73, 79, 172
Quelle: statistik.leipzig.de

Mölkau ist ein Stadtteil im Osten von Leipzig. Er umfasst die Gemarkungen Mölkau und Zweinaundorf. Am 1. Januar 1999 wurde Mölkau nach Leipzig eingemeindet.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mölkau auf einer Karte von 1891

Mölkau grenzt im Westen an den Ortsteil Anger-Crottendorf, im Nordwesten an Sellerhausen-Stünz, im Norden an Paunsdorf und Engelsdorf, im Osten an Baalsdorf und im Süden an Holzhausen und Stötteritz.

An dem kleinen Wasserlauf der Östlichen Rietzschke gelegen, erhält Mölkau seine landschaftliche Prägung von der im Osten Leipzigs typischen flachwelligen Ebene, die sich zwischen Parthe und Pleiße bis hin zu den Brandis-Naunhofer Wäldern erstreckt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Mölkau wurde erstmals 1324 urkundlich erwähnt. Das Gut war einst ein Sitz derer von Milkau.

Während der Völkerschlacht 1813 wurden das Herrenhaus und der Gutspark stark zerstört. Eine Gedenktafel im Park sowie der Apelstein Nr. 39 auf dem historischen Bergfriedhof erinnern an die Schlacht. Mölkau lag bis 1856 im kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Kreisamt Leipzig.[1] Ab 1856 gehörte der Ort zum Gerichtsamt Leipzig I und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Leipzig.[2] Mölkaus Siedlungs- und Infrastruktur wurde seit der vorletzten Jahrhundertwende entscheidend von der Nähe zur Handels- und Industriestadt Leipzig beeinflusst. 1926 wurde das von Hans Heinrich Grotjahn entworfene Rathaus fertiggestellt.

Zum 1. Januar 1934 wurde Zweinaundorf nach Mölkau eingemeindet und brachte damit seine Geschichte ein. Das Gut Zweinaundorf (heute: Stadtgut Leipzig Mölkau) bewirtschaftet heute 150 ha mit ökologischer Landwirtschaft. Auf dem Gelände des Gutes befindet sich ein großer Landschaftspark, ein Kindergarten und eine Tierheilpraxis. Am 12. September 1840 verbrachten Robert Schumann und Clara Schumann nach ihrer Eheschließung in der Gedächtniskirche Schönefeld den Nachmittag im Park des Gutshofes.

Der jetzige Bahnhof Leipzig-Mölkau wurde 1887 als Haltepunkt Zweinaundorf an der neu erbauten Eisenbahnstrecke Leipzig–Chemnitz eröffnet.

Das 1989 in einem Fachwerkhaus in der Gottschalkstraße 9 von dem Fotograf Peter Langer eingerichtete Kamera- und Fotomuseum zeigte bis 2013 u. a. seine Sammlung historischer Fototechnik. Inzwischen befindet sich das Deutsche Fotomuseum im agra-Park in Markkleeberg. Seit 1999 ist Mölkau ein Stadtteil von Leipzig.

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Impressionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mölkau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 60 f.
  2. Die Amtshauptmannschaft Leipzig im Gemeindeverzeichnis 1900