Hohenlinden

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hohenlinden
Hohenlinden
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hohenlinden hervorgehoben

Koordinaten: 48° 9′ N, 12° 0′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Ebersberg
Höhe: 540 m ü. NHN
Fläche: 17,32 km2
Einwohner: 3214 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 186 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85664
Vorwahl: 08124
Kfz-Kennzeichen: EBE
Gemeindeschlüssel: 09 1 75 123
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
85664 Hohenlinden
Website: www.hohenlinden.de
Bürgermeister: Ludwig Maurer[2] (Überpart. Wählergem.)
Lage der Gemeinde Hohenlinden im Landkreis Ebersberg
PlieningPoingVaterstettenZornedingOberpframmernEgmatingMarkt SchwabenForstinningAnzingAnzinger ForstEbersberger Forst (gemeindefreies Gebiet)Eglhartinger ForstHohenlindenSteinhöringFrauenneuhartingEmmering (Landkreis Ebersberg)AßlingBaiern (Landkreis Ebersberg)GlonnKirchseeonEbersbergGrafing bei MünchenMoosachBruck (Oberbayern)Landkreis ErdingLandkreis Mühldorf am InnLandkreis RosenheimMünchenMünchenLandkreis MünchenLandkreis RosenheimKarte
Über dieses Bild

Hohenlinden ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Ebersberg. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region München. Der Hauptort ist etwa 10 km nördlich von Ebersberg, 18 km südlich von Erding und 34 km östlich von der Landeshauptstadt München gelegen.

Gliederung des Gemeindegebiets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 15 Gemeindeteile:[3]

Gemarkungen sind Ebersberger Forst und Hohenlinden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hofmark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und gehörte zur geschlossenen Hofmark Ebersberg des Johanniterordens, die 1808 aufgelöst wurde.

Hier fand am 3. Dezember 1800 die Schlacht bei Hohenlinden statt.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderatswahl 2020 ergab folgende Stimmenanteile und Sitzverteilungen:[5]

  • Christlich-Demokratische Union (CSU): 4 Sitze
  • Bündnis 90/Die Grünen: 3 Sitze
  • Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD): 1 Sitz
  • Überparteiliche Wählergemeinschaft Hohenlinden (UWH): 6 Sitze
  • Die Bürgerlichen (DB): 2 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Ludwig Maurer (ÜWH).[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Hohenlinden
Blasonierung: „In Silber auf blauem Berg, darin schräg gekreuzt zwei silberne Schwerter, ein grüner Lindenbaum.“[6]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort Hohenlinden befindet sich die Kirche Mariä Heimsuchung, erbaut 1489 im spätgotischen Stil, und die Pfarrkirche St. Josef, erbaut 1903 von Hans Schurr im neugotischen Stil.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2.176 auf 3.228 um 1.052 Einwohner bzw. um 48,4 %.

Jahr Einwohner
1970 1854
1987 2149
1991 2254
1995 2463
2000 2616
2005 2758
2010 2822
2015 3057
Blick auf die Hauptstraße, im Vordergrund die Kirche Mariä Heimsuchung, im Hintergrund die neue Kirche St. Josef

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fremdenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der kleine Fremdenverkehrsort verfügt über verschiedene Freizeitangebote von Wandern über Golf auf dem unweit gelegenen Gut Thailing oder dem GC Ebersberg bis hin zum Waldlehrsteig, der sogenannten Hohenlindener Sauschütt im nahegelegenen Ebersberger Forst, der sich zum Wandern und Radfahren anbietet.

Hohenlindener Rathaus

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 155 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen lag dieser Wert bei 1470 Personen. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 1103. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Im Jahr 1999 bestanden zudem 43 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 772 Hektar.

Lentner, ein Unternehmen zur Herstellung von Feuerwehrfahrzeugen, ist in Hohenlinden ansässig.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Hohenlinden liegt am Schnittpunkt der beiden Staatsstraßen 2086 und 2331 sowie der B 12, welche als Ortsumfahrung dient. Zudem erhielt die Gemeinde über die am 31. August 2011 eröffnete und nordwestlich am Ort vorbeiführende Autobahn A 94 eine eigene Anschlussstelle (12).

Zur Überwachung des südlichen Luftraums steht im Großhaager Forst südöstlich von Hohenlinden ein Turm der DFS mit einer SRE-M-Radaranlage. Jede dieser bundesweit sechs Anlagen hat einen Erfassungsradius von etwa 145 NM (Nautischen Meilen, entspricht 270 km).

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2012 existierten

  • zwei Kindergärten für bis zu 100 Kindern (ab zwei Jahren)
  • eine Grundschule mit vier Jahrgangsstufen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hohenlinden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bürgermeister. Gemeinde Hohenlinden, abgerufen am 21. August 2020.
  3. Gemeinde Hohenlinden in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 27. Dezember 2017.
  4. Ortsgeschichte von Hohenlinden. Gemeinde Hohenlinden, abgerufen am 21. August 2020.
  5. a b Wahlergebnisse der Kommunalwahl am 15.03.2020 - Gemeinde Hohenlinden. Abgerufen am 25. November 2020.
  6. Eintrag zum Wappen von Hohenlinden in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte