Frauenneuharting

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Frauenneuharting
Frauenneuharting
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Frauenneuharting hervorgehoben

Koordinaten: 48° 2′ N, 12° 3′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Ebersberg
Verwaltungs­gemeinschaft: Aßling
Höhe: 530 m ü. NHN
Fläche: 22,69 km2
Einwohner: 1571 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83553
Vorwahl: 08092
Kfz-Kennzeichen: EBE
Gemeindeschlüssel: 09 1 75 119
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstr. 1
85617 Aßling
Website: www.frauenneuharting.de
Bürgermeister: Eduard Koch (Wählergemeinschaft Frauenneuharting (WGF))
Lage der Gemeinde Frauenneuharting im Landkreis Ebersberg
PlieningPoingVaterstettenZornedingOberpframmernEgmatingMarkt SchwabenForstinningAnzingAnzinger ForstEbersberger Forst (gemeindefreies Gebiet)Eglhartinger ForstHohenlindenSteinhöringFrauenneuhartingEmmering (Landkreis Ebersberg)AßlingBaiern (Landkreis Ebersberg)GlonnKirchseeonEbersbergGrafing bei MünchenMoosachBruck (Oberbayern)Landkreis ErdingLandkreis Mühldorf am InnLandkreis RosenheimMünchenMünchenLandkreis MünchenLandkreis RosenheimKarte
Über dieses Bild

Frauenneuharting ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Ebersberg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Aßling.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauenneuharting liegt in der Region München im Alpenvorland rund sieben Kilometer östlich von Grafing, 19 km südwestlich von Wasserburg, 28 km nördlich von Rosenheim und elf Kilometer von der Kreisstadt Ebersberg entfernt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile der Gemeinde Frauenneuharting sind:[2] Das Pfarrdorf Frauenneuharting; die Kirchdörfer Haging, Jacobneuharting, Lauterbach und Tegernau; die Dörfer Eschenlohe und Gersdorf; die Weiler Aichat, Baumberg, Buch, Eichbichl, Graben, Haus, Heimgarten, Lochen, Moosen und Wimpersing und die Einöden Alme, Anger, Biebing, Geisfeld, Großaschau, Hagenberg, Halbeis, Hinteraschau, Hochholz, Höhenberg, Hungerberg, Kleinaschau, Knogl, Lacke, Lettenberg, Lindach, Mayer am Haus, Oed, Raunstädt, Reith, Ried, Schaurach, Spezigraben, Stachet und Zell.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um das Jahr 1000 wurde die Kirche in Frauenneuharting geweiht. Die Katholische Pfarrkirche Mariä Heimsuchung in Frauenneuharting ist im Kern spätgotisch, der barocke Ausbau erfolgte 1632. Frauenneuharting gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Schwaben des Kurfürstentums Bayern und war Sitz einer Hauptmannschaft. Die Herren von Pienzenau waren von 1381 bis 1800 als Hofmarksherren mit Jakobneuharting, dem früheren Neuharting, und den umliegenden Ortschaften verbunden. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. Dezember 1944 wurden bei einem Bombenangriff der USAAF eine Flüchtlingsbaracke getroffen. Dabei kamen fünf Mitglieder einer evakuierten Münchner Familie ums Leben. Der Angriff galt vermutlich einer Abteilung der Forschungsanstalt der Reichspost, die 1942 bei Jakobneuharting eingerichtet wurde. Die Anlage selber wurde nicht getroffen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 1079 Einwohner
  • 1987: 1115 Einwohner
  • 1991: 1221 Einwohner
  • 1995: 1284 Einwohner
  • 2000: 1314 Einwohner
  • 2005: 1438 Einwohner
  • 2010: 1475 Einwohner
  • 2015: 1517 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Eduard Koch (Wählergemeinschaft Frauenneuharting). Er wurde im Jahr 2014 Nachfolger von Josef Singer (Liste 2).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt In Silber einen mit drei goldenen Kugeln belegten schwarzen Schrägbalken; darüber einen fünfstrahligen blauen Stern, darunter eine rote Muschel.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 131 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort zwölf Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 409. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Im Jahr 1999 bestanden zudem 89 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1788 ha, davon waren 531 ha Ackerfläche und 1253 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauenneuharting liegt an der Kreisstraße EBE 20, über die u. a. Steinhöring und Aßling zu erreichen sind. Zur A 94 (Anschlussstelle Forstinning) sind es rund 23 km sowie zur A 99 (Anschlussstelle Haar) 29 km. Die Bundesstraße 304, die von München nach Freilassing an der Landesgrenze zu Österreich verläuft, ist etwa fünf Kilometer von Tulling entfernt.

Die nächstgelegenen Bahnstationen sind Tulling und Steinhöring an der Bahnstrecke Grafing–Wasserburg (fünf bzw. sieben Kilometer entfernt), Grafing Stadt mit Anschluss zur S-Bahn und Aßling an der Bahnstrecke München–Rosenheim (jeweils sieben Kilometer entfernt).

MVV-Rufbus

Die MVV-Regionalbuslinie 444 verbindet Frauenneuharting und die Ortsteile Aichat, Gersdorf, Haging, Haus, Hungerberg, Jakobneuharting und Tegernau untereinander und mit den Bahnstationen Aßling, Grafing Stadt und Grafing Bahnhof. Darüber hinaus stellt die seit 15. Dezember 2014 verkehrende MVV-Rufbuslinie 443 Busverbindungen zwischen Frauenneuharting und den Bahnhöfen Tulling und Steinhöring her, wo Umsteigemöglichkeiten zur Bahnstrecke Bahnstrecke Grafing–Wasserburg bestehen. Zudem werden durch die MVV-Rufbuslinie 443 erstmals die Ortsteile Baumberg und Lauterbach an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden.[3][4]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 51 Kindern
  • Volksschulen: eine mit zehn Lehrern und 165 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Frauenneuharting in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 6. September 2018.
  3. Omnibus Reisberger: Linienverkehr MVV
  4. Ebersberger Landrat muss früher aufstehen. In: merkur-online.de. 8. Januar 2015, abgerufen am 14. Januar 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Frauenneuharting – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien