Hundegesetze

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Als Hundegesetz werden verschiedene landesrechtliche beziehungsweise kantonalrechtliche Regelungen bezeichnet, die das Halten und Führen von Hunden zum Schutz der öffentlichen Sicherheit regeln, Gefahren vorbeugen und abwehren. Zudem stellen sie ein verträgliches Zusammenleben von Menschen und Hunden sicher.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorschriften für die Haltung von Hunden gab es bereits in frühester Zeit. So wurde von den Meierhöfen oder Vögten oftmals das Bereithalten oder die Zucht von Jagdhunden für die Herrschaft verlangt. Zwischen dem 15. und dem 19. Jahrhundert war in Teilen Deutschlands zum Schutz des Wildes die Knüppelung freilaufender Hunde vorgeschrieben.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben allgemeinen Regelungen, die auch für die Haltung sonstiger Haus- und Nutztiere gelten, wie dem Tierschutzgesetz, der Tierhalterhaftung, der Kennzeichnungspflicht oder Vorschriften zur Tierkörperbeseitigung enthalten die Hundegesetze spezielle Pflichten, die gerade Hundehaltern auferlegt werden. Dazu zählen Regelungen zur Gefahrenabwehr wie der Leinenzwang oder die Pflicht zur Beseitigung von Hundekot in der Öffentlichkeit sowie die Hundesteuer.[1]

Besonders geregelt ist die Haltung gefährlicher Hunde, auch Kampfhunde oder Listenhunde genannt.

Hauptartikel: Rasseliste

Rechtsgrundlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinweis auf Anleinpflicht in einer Grünanlage

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In vielen Kommunen dürfen Hunde aller Rassen in Grünanlagen und öffentlichen Parks nur angeleint geführt werden (mit Ausnahme ausgewiesener Hundeauslaufgebiete wie z. B. in Berlin). Manche kommunalen Verordnungen begrenzen die maximale Länge der Hundeleine auf zwei Meter (im öffentlichen Raum) bzw. einen Meter (in Menschenansammlungen, Einkaufsstraßen, öffentlichen Verkehrsmitteln usw.).

Verstöße gegen diese Regelungen gelten als Ordnungswidrigkeit und können mit Geldbußen von bis zu 50.000 Euro geahndet werden; meistens gibt es allerdings keinen festen Bußgeld-Katalog. Die Kontrollen (Parküberwachung, Hundekotbeseitigung etc.) werden durch Veterinärämter oder Ordnungsämter durchgeführt.

In den einzelnen Gemeinden regeln verschiedene Vorschriften die Haltung und das Führen von Hunden. Sie betreffen meist die Kompetenzen der Ordnungsbehörden.

Ein pauschaler Leinenzwang, wie er von manchen Gemeinden angeordnet wurde, ist nach einem Beschluss des OVG Lüneburg im Januar 2005 unverhältnismäßig, da er die Rechte von Hundehaltern unangemessen einschränkt und lediglich von einer abstrakten Gefahr ausgehe, die sich nicht auf alle Hunde verallgemeinern lasse. Es lägen keine Erkenntnisse fachkundiger Stellen vor, welche die Notwendigkeit aufzeigen, Hunde immer und überall an der Leine zu führen.[2]

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Bundesebene wird durch die Tierseuchenverordnung die Meldepflicht der Hunde geregelt. Das kantonale Recht regelt auf Gesetzes- und Verordnungsstufe die Voraussetzungen für das Halten von Hunden, die praktische Hundehaltung, die Abklärungen und Maßnahmen im Zusammenhang mit verhaltensauffälligen Hunden und ihren Haltern, die Registrierung gemäß Tierseuchenverordnung sowie die Hundesteuer und enthält nähere Bestimmungen betreffend die Rassetypen, die Hundeausbildung und die Hundeausbilder.

Hunde sind in der Schweiz laut Art. 16 der Tierseuchenverordnung meldepflichtig und spätestens drei Monate nach ihrer Geburt zu kennzeichnen.[3] Die Kennzeichnung erfolgt mittels Mikrochip, welcher nur von in der Schweiz tätigen Tierärzten vorgenommen werden darf. Der Mikrochip wird mit einer einzigartigen Zahlenkombination versehen und in einer Datenbank gespeichert. Jedem Kanton bleibt es freigestellt, selbst eine Datenbank zu verwalten oder diese Aufgabe einer Institution zu übertragen (Art. 17). Die einzige nationale Datenbank ist ANIS (Animal Identity Service).[4] Auf Verlangen ist dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen und allen Kantonstierärzten Einsicht in die Daten zu gewähren. Daten von Hunden, die den Kanton verlassen haben, dürfen nicht gelöscht werden. Mit dem Mikrochip werden folgende Daten erfasst: Name, Geschlecht, Geburtsdatum, Rasse oder Rassetyp, Abstammung des Hundes (Mikrochip- oder Tätowierungsnummern der Eltern), Fellfarbe, Name und Adresse des Tierhalters, bei dem der Hund geboren wurde, und des Tierhalters zum Zeitpunkt der Kennzeichnung; Name des kennzeichnenden Tierarztes, Datum der Kennzeichnung. Der Tierhalter muss überdies dem Betreiber der Datenbank für Hunde nach Art. 74 Abs. 1 der Tierschutzverordnung den Beginn der Schutzdienstausbildung und für Herdenschutzhunde den vorgesehenen Einsatz als Herdenschutzhund anzeigen. Den Kantonen ist es freigestellt, darüber hinaus auch noch weitere Daten zu erfassen. Tierhalter, die einen Hund erwerben oder für länger als drei Monate übernehmen, sind verpflichtet, Adress- und Handänderungen innerhalb von zehn Tagen dem Betreiber der Datenbank zu melden.

Dänemark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rasseunabhängig können für Hunde, die Personen angreifen oder Schäden verursachen von der Polizei Leinenpflicht oder/und Maulkorb angeordnet werden, sowie über eine Einschläferung des Tieres entschieden werden. Das dänische Außenministerium weist ferner darauf hin: „Sollte ein Hund (unabhängig der Rasse) einen Menschen oder anderen Hund anfallen und schwer verletzen, muss die Polizei den Hund nach § 6, Abs. 5 des Hundegesetzes einschläfern lassen. Diese Regelung gilt sowohl für Hunde, die sich permanent in Dänemark aufhalten, als auch für Hunde, die aus dem Ausland mit nach Dänemark in den Urlaub genommen werden.“ Mit einer Änderung des Gesetzes, die am 1. Juli 2014 inkraft tritt, haben Hundebesitzer die Möglichkeit die Einschätzung eines Sachverständigen zu fordern, der Bissverletzungen beurteilt, während vorher die Polizei die Einschätzung vornahm.[5].

An den Stränden in Dänemark besteht vom 1. April bis 30. September die Pflicht, den Hund an der Leine zu führen, in Wäldern gilt die Leinenpflicht ganzjährig. In Restaurants sind Hunde nicht zugelassen.

Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hunde sind in der Öffentlichkeit generell an maximal 1,5 Meter langer Leine zu führen, Ausnahmen davon können von den Gemeinden festgelegt werden. Es gilt eine Verpflichtung, einen Maulkorb für den Hund mitzuführen, der diesem bei gegebenem Risiko oder auf Anordnung dazu Berechtigter anzulegen ist. Hundehalter werden in der Verordnung verpflichtet, sich das nötige Wissen zur Haltung eines Hundes anzueignen, und Hunde dürfen nur Personen anvertraut werden, die diese korrekt führen können. Der Halter ist für ein angemessenes Verhalten seines Hundes verantwortlich und haftet bei Unfällen sowohl zivil- als auch strafrechtlich.

Die Gemeinden müssen Kurse für Hundehalter anbieten, in denen diese sich Kenntnisse über die Verhaltensbiologie des Hundes aneignen können und in denen ein „Patentino“ („Führerscheinchen“) erworben werden kann. Der Besuch des Kurses ist grundsätzlich nicht obligatorisch, kann jedoch im Einzelfall von der örtlichen Gesundheitsbehörde zwingend angeordnet werden.

Saudi-Arabien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einigen Städten Saudi-Arabiens wie Dschidda, Mekka und neuerdings auch der Hauptstadt Riad ist der Verkauf und das Ausführen von Hunden oder Katzen verboten, da dies laut Polizei häufig die Kontaktaufnahme zwischen Männern und Frauen begünstige. Das Tier kann bei Zuwiderhandlung beschlagnahmt werden.[6]

Hundegesetze in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesrecht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landesrecht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baden-Württemberg
Polizeiverordnung (Kampfhunde-Verordnung) über das Halten gefährlicher Hunde vom 3. August 2000[9]
Verwaltungsvorschrift zur Polizeiverordnung über das Halten gefährlicher Hunde vom 3. August 2000[10]
Landesjagdgesetz[11], insbesondere § 40: „Ordnungswidrig handelt ferner, wer vorsätzlich oder fahrlässig […] in einem nicht befriedeten Teil eines Jagdbezirks Hunde ohne ausreichende Sicherungsmaßnahmen gegen deren Entkommen oder außerhalb seiner Einwirkung frei laufen läßt“[12] In den Wäldern Baden-Württembergs herrscht also keine allgemeine Leinenpflicht.[13] Jedoch muss man seinen Hund so unter Kontrolle haben, dass er auf ein Kommando unverzüglich reagiert und zum Hundeführer zurückkehrt.
Landeswaldgesetz[14], insbesondere § 83: „Ordnungswidrig handelt auch, wer vorsätzlich oder fahrlässig […] Erholungseinrichtungen im Wald mißbräuchlich benutzt oder verunreinigt oder im Bereich von Kinderspielplätzen, Spiel- und Liegewiesen und Wassertretanlagen Hunde frei laufen läßt“[15]
Bayern
Verordnung über Hunde mit gesteigerter Aggressivität und Gefährlichkeit vom 10. Juli 1992 (GVBl. S. 268), zuletzt geändert am 4. September 2002 (GVBl. S. 513)[16]
Berlin
Gesetz über das Halten und Führen von Hunden in Berlin vom 29. September 2004 (GVBl. S. 424), zuletzt geändert durch Gesetz vom 23. Juni 2005 (GVBl. S. 338)[17]
Das Gesetz schreibt unter anderem die Kennzeichnung von Hunden durch Mikrochip (seit dem 1. Januar 2010 für alle Hunde) sowie den Abschluss einer Haftpflichtversicherung vor. Es sieht ferner spezielle Regelungen für gefährliche Hunde vor, wobei eine Rasseliste bestimmte Hunde als gefährlich festlegt.
Das Gesetz über das Halten und Führen von Hunden in Berlin (Hundegesetz – HundeG) vom 7. Juli 2016 (GVBl. S. 436) löst die bisherige Regelung zum 1. Januar 2017 ab.[18]
Brandenburg
Ordnungsbehördliche Verordnung über das Halten und Führen von Hunden (Hundehalterverordnung - HundehV) vom 16. Juni 2004[19]
Bremen
Gesetz über das Halten von Hunden vom 2. Oktober 2001 (Brem.GBl. S. 331 - 334)[20]
Hamburg
Hamburgisches Gesetz über das Halten und Führen von Hunden (Hundegesetz – HundeG) vom 26. Januar 2006[21] Seit dem 1. Januar 2007 besteht eine Chip- und Registrier- und Versicherungspflicht.[22] Zur Registrierung wurde ein Hunderegister eingerichtet.
In Hamburg gilt seit dem 1. April 2006 eine allgemeine Anleinpflicht, von der ein Hundehalter mit seinem Hund durch das Ablegen einer Gehorsamsprüfung befreit werden kann. Außer in gekennzeichneten Hundeauslaufzonen müssen alle Hunde außerhalb des eigenen, eingezäunten Grundstücks grundsätzlich angeleint sein.[23][24]
Hessen
Gefahrenabwehrverordnung über das Halten und Führen von Hunden (HundeVO) vom 22. Januar 2003 (GVBl. I S. 54), geändert durch Verordnung vom 16. Dezember 2008[25]
Mecklenburg-Vorpommern
Verordnung über das Führen und Halten von Hunden (Hundehalterverordnung - HundehVO M-V) vom 4. Juli 2000[26]
Niedersachsen
In Niedersachsen trat am 1. Juli 2011 ein neu gefasstes Niedersächsisches Gesetz über das Halten von Hunden (NHundG) in Kraft.[27] Es löste das Niedersächsische Gesetz über das Halten von Hunden (NHundG) vom 12. Dezember 2002, geändert am 30. Oktober 2003 ab,[28] das auf die Verordnung über das Halten gefährlicher Tiere (Gefahrtier-Verordnung – GefTVO) vom 5. Juli 2000[29] gefolgt war. In Niedersachsen müssen alle Hunde, die älter als sechs Monate sind, seit dem 1. Juli 2011 gechipt sein. Des Weiteren besteht für den Hundehalter die Pflicht, eine Hundehalterhaftpflichtversicherung abzuschließen. Seit Juli 2013 ist in Niedersachsen ein Sachkundenachweis Pflicht.
Nordrhein-Westfalen
Hundegesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (Landeshundegesetz - LHundG NRW), erlassen im Dezember 2002[30]
Gemäß Landesforstgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (Landesforstgesetz - LFoG) dürfen Hunde außerhalb von Wegen grundsätzlich nur angeleint mitgeführt werden; ausgenommen sind Jagdhunde im Rahmen jagdlicher Tätigkeit und Polizeihunde.[31]
Rheinland-Pfalz
Landesgesetz über gefährliche Hunde (LHundG) vom 22. Dezember 2004 (GVBl 2004, S. 576)[32]
Saarland
Polizeiverordnung über den Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden im Saarland (2012-1-3) vom 26. Juli 2000 zuletzt geändert durch die Verordnung vom 9. Dezember 2003 (Amtsblatt 2000, S. 1246)[33]
Sachsen
Gesetz zum Schutze der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden (GefHundG) vom 24. August 2000 (SächsGVBl. S. 358: 31. August)[34]
Sachsen-Anhalt
In Sachsen-Anhalt gilt das Gesetz zur Vorsorge gegen die von Hunden ausgehenden Gefahren (Hundegesetz - HundeG LSA) sowie eine zugehörige Durchführungsverordnung (Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zur Vorsorge gegen die von Hunden ausgehenden Gefahren - GefHuVO). Nach ihm müssen alle ab März 2009 geborenen Hunde mit einem Transponder gekennzeichnet werden. Außerdem müssen Hundehalter eine Haftpflichtversicherung abschließen und alle Hunde werden in einem zentralen Register erfasst. Für „gefährliche Hunde“ ist ein Wesenstest vorgeschrieben und die Halter benötigen eine Erlaubnis zum Halten und Führen solcher Hunde, die sie stets mit sich führen müssen.[35]
Schleswig-Holstein
Am 1. Januar 2016 wurde das Gesetz zur Vorbeugung und Abwehr der von Hunden ausgehenden Gefahren (GefHG) durch das Gesetz über das Halten von Hunden (HundeG) abgelöst.[36] Rasselisten wurden abgeschafft. Es kann individuell die Gefährlichkeit eines Hundes festgestellt werden, nach bestandenem Wesenstest kann die Behörde auf Antrag feststellen, dass ein Hund nicht mehr gefährlich ist. Zum Halten gefährlicher Hunde bedarf es eines Sachkundenachweises und einer Erlaubnis.[37]
Thüringen
Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren vom 22. Juni 2011, GVBl. 2011, 93

Hundegesetze in Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederösterreich
NÖ Hundehaltegesetz v. 28.01.2010[38]
Oberösterreich
Landesgesetz über das Halten von Hunden (Oö. Hundehaltegesetz 2002)[39]
Verordnung der Oö. Landesregierung über Ausbildungen zur Erlangung der Sachkunde für das Halten von Hunden (Oö. Hundehalte-Sachkundeverordnung)[40]
Verordnung der O.ö. Landesregierung vom 19. Oktober 1964 über die Brauchbarkeit von Jagdhunden[41]
Salzburg
Salzburger Landessicherheitsgesetz - S.LSG idF LGBl Nr 20/2010 (2. Abschnitt: Tierhaltung)[42]
Verordnung der Salzburger Landesregierung vom 21. Oktober 2009 über die für das Halten gefährlicher Hunde erforderliche Ausbildung[43]
Tirol
Gesetz vom 6. Juli 1976 zur Regelung bestimmter polizeilicher Angelegenheiten (Landes-Polizeigesetz) LGBl. 56/2007 (insbes. § 6a Besondere Pflichten für das Halten und Führen von Hunden)[44]
Vorarlberg
Verordnung der Landesregierung über das Halten von Kampfhunden (12.02.1992)[45]
Wien
Gesetz über die Haltung von Tieren (Wiener Tierhaltegesetz) LGBl. Nr. 29/2010[46]
Verordnung der Wiener Landesregierung über die Festlegung von hundeführscheinpflichtigen Hunden LGBl. Nr. 33/2010[47]
Verordnung der Wiener Landesregierung über Inhalt und Absolvierung eines Hundeführscheins (Wiener Hundeführscheinverordnung) LGBl. Nr. 32/2010[48]

Kantonale Hundegesetze in der Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das kantonale Recht regelt auf Gesetzes- und Verordnungsstufe die Voraussetzungen für das Halten von Hunden, die praktische Hundehaltung, die Abklärungen und Maßnahmen im Zusammenhang mit verhaltensauffälligen Hunden und ihren Haltern, die Registrierung gemäß Tierseuchenverordnung sowie die Hundesteuer und enthält nähere Bestimmungen betreffend die Rassetypen, die Hundeausbildung und die Hundeausbilder.

Die Westschweizer Kantone Genf und Wallis kennen Rasselisten, gemäß denen die Haltung von 15 beziehungsweise zwölf Hunderassen verboten ist. Vier Hunderassen (American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Bull Terrier und Staffordshire Bull Terrier) sind auch im bevölkerungsreichsten Kanton, Zürich, verboten; deren eine (American Pitbull Terrier) im Kanton Freiburg. Genf und Zürich kennen daneben zusätzliche Anforderungen für alle Hunde, die eine gewisse Mindestgrösse überschreiten.

Die Kantone Aargau, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Glarus, Schaffhausen, Solothurn, Tessin, Thurgau, Waadt sowie (die oben genannte Verbotsliste ergänzend) Freiburg führen eine Liste von Rassen, deren Haltung eine Bewilligung erfordert. Die Spannweite reicht von drei (Waadt) bis dreißig (Tessin) bewilligungspflichtigen Rassen.

Keine Rasselisten kennen die Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Bern, Graubünden, Jura, Luzern, Neuenburg, Nidwalden, Obwalden, Schwyz, St. Gallen, Uri und Zug.

Zusammenstellung der kantonalen Hundegesetze:

Kanton Aargau
Hundegesetz vom 15. März 2011[49]
Kanton Appenzell Ausserrhoden
Gesetz über das Halten von Hunden (Hundegesetz) vom 27. April 1969[50]
Kanton Appenzell Innerrhoden
Hundegesetz vom 24. April 2005[51]
Kanton Basel-Landschaft
Gesetz über das Halten von Hunden (Hundegesetz) vom 22. Juni 1995[52]
Kanton Basel-Stadt
Gesetz betreffend das Halten von Hunden (Hundegesetz) vom 14. Dezember 2006[53]
Kanton Bern
Hundegesetz vom 27. März 2012[54]
Kanton Freiburg
Gesetz über die Hundehaltung (HHG) vom 2. November 2006[55]
Kanton Genf
Loi sur les conditions d'élevage, d'éducation et de détention des chiens vom 1. Oktober 2003
Kanton Glarus
Einführungsgesetz zum Tierschutzgesetz und Tierseuchengesetz vom 6. Mai 2012, Art. 27–33, und Verordnung zum kantonalen Tierschutz- und Tierseuchengesetz vom 17. September 2013, Art. 19–33[56]
Verordnung über die Jagdhunde vom 2. April 2013 (Jagdhundeverordnung)[57]
Beschluss über die Hundetaxen vom 18. November 1996[58]
Kanton Graubünden
Veterinärgesetz (VetG) vom 30. August 2007, Art. 64–66[59]
Kanton Jura
Loi concernant la taxe des chiens vom 26. September 2001
Loi concernant la détention de chiens vom 29. April 2008
Kanton Luzern
Gesetz über das Halten von Hunden vom 23. Oktober 1973[60]
Kanton Neuenburg
Loi sur la taxe et la police des chiens vom 11. Februar 1997
Kanton Nidwalden
Gesetz über das Halten von Hunden (Hundegesetz) vom 4. Februar 2004[61]
Kanton Obwalden
Gesetz über das Halten von Hunden und die Hundesteuer vom 21. Oktober 1979[62]
Kanton Schaffhausen
Gesetz über das Halten von Hunden vom 27. Oktober 2008[63]
Kanton Schwyz
Gesetz über das Halten von Hunden vom 23. Juni 1983[64]
Kanton Solothurn
Gesetz über das Halten von Hunden (Hundegesetz) vom 7. November 2006[65]
Kanton St. Gallen
Hundegesetz vom 5. Dezember 1985[66]
Kanton Tessin
Legge sui cani vom 19. Februar 2008
Kanton Thurgau
Gesetz über das Halten von Hunden vom 5. Dezember 1983[67]
Kanton Uri
Es existiert kein kantonales Gesetz über die Hundehaltung.[68]
Kanton Waadt
Loi sur la police des chiens (LPolC) vom 31. Oktober 2006
Kanton Wallis
Gesetz, welches das eidgenössische Tierschutzgesetz vollzieht, vom 14. November 1984[69]
Kanton Zug
Es existiert kein kantonales Gesetz über die Hundehaltung.[70]
Kanton Zürich
Hundegesetz vom 14. April 2008 und Hundeverordnung vom 25. November 2009[71]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Portal: Hund – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Hund

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Von Leinenpflicht bis Hundekot. Bello in der Rechtsprechung – alle Gesetze rund um den Hund t-online.de, abgerufen am 16. April 2016
  2. „Oberverwaltungsgericht beurteilt generellen Leinenzwang für Hunde als unverhältnismäßig“ Beschluss des OVG Lüneburg vom 27. Januar 2005, Az. 11 KN 38/04
  3. Art. 16 Tierseuchenverordnung.
  4. Animal Identity Service
  5. Dänisches Ministerium für Lebensmittel, Landwirtschaft und Fischerei
  6. Saudi-Arabien verbietet Hunde N24 vom 3. August 2008
  7. Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschränkungsgesetz
  8. Tierschutz-Hundeverordnung
  9. Polizeiverordnung (Kampfhunde-Verordnung) über das Halten gefährlicher Hunde vom 3. August 2000, .pdf
  10. Verwaltungsvorschrift zur Polizeiverordnung über das Halten gefährlicher Hunde vom 3. August 2000, .pdf
    Anlagen dazu siehe Innenministerium Baden-Württemberg: Kampfhundeverordnung
  11. Landesjagdgesetz Baden-Württemberg
  12. JagdG BW §40
  13. Informationsseite von ForstBw im Bezug auf Haustiere im Wald
  14. Landeswaldgesetz Baden-Württemberg
  15. LWaldG § 83
  16. Verordnung über Hunde mit gesteigerter Aggressivität und Gefährlichkeit vom 10. Juli 1992 (GVBl. S. 268), zuletzt geändert am 4. September 2002 (GVBl. S. 513)
  17. Ab 1. Januar 2017 außer Kraft: Gesetz über das Halten und Führen von Hunden in Berlin vom 29. September 2004 (GVBl. S. 424), zuletzt geändert durch Gesetz vom 23. Juni 2005 (GVBl. S. 338) (PDF; 57 kB)
  18. Hundegesetz vom 7. Juli 2016, GVBl. S. 436 (PDF)
  19. Ordnungsbehördliche Verordnung über das Halten und Führen von Hunden (Hundehalterverordnung - HundehV) vom 16. Juni 2004
  20. Gesetz über das Halten von Hunden
  21. Gesetz zur Neuregelung über das Halten und Führen von Hunden vom 26. Januar 2006
  22. § 28 (5) HundeG
  23. Allgemeine Anleinpflicht in Hamburg
  24. Hamburgisches Gesetz über das Halten und Führen von Hunden (Hundegesetz - HundeG). In: Justizportal Hamburg. 26. Januar 2006, abgerufen am 22. September 2013 (Siehe speziell § 8).
  25. Gefahrenabwehrverordnung über das Halten und Führen von Hunden (HundeVO) vom 22. Januar 2003 (GVBl. I S. 54), geändert durch Verordnung vom 16. Dezember 2008 (PDF; 40 kB)
  26. Verordnung über das Führen und Halten von Hunden (Hundehalterverordnung - HundehVO M-V) vom 4. Juli 2000
  27. Gesetz zur Neufassung des Niedersächsischen Gesetzes über das Halten von Hunden und zur Änderung des Niedersächsischen Kommunalabgabengesetzes Vom 26.5.2011 (Nds.GVBl. Nr.11/2011 S.130)
  28. Niedersächsisches Gesetz über das Halten von Hunden (NHundG) vom 12. Dezember 2002 (Nds.GVBl. Nr.1/2003 S.2), geändert am 30. Oktober 2003 (Nds.GVBl. Nr.25/2003 S.367) VORIS 21011
  29. Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem (NI-VORIS): Verordnung über das Halten gefährlicher Tiere (Gefahrtier-Verordnung - GefTVO) Vom 5. Juli 2000
  30. Hundegesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (Landeshundegesetz - LHundG NRW), erlassen im Dezember 2002
  31. Landesforstgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (Landesforstgesetz - LFoG), in der Neufassung vom 24. April 1980
  32. Landesgesetz über gefährliche Hunde (LHundG) vom 22. Dezember 2004
  33. Polizeiverordnung über den Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden im Saarland (2012-1-3) vom 26. Juli 2000 zuletzt geändert durch die Verordnung vom 9. Dezember 2003 (Amtsblatt 2000, S. 1246)
  34. Gesetz zum Schutze der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden (GefHundG) vom 24. August 2000 (SächsGVBl. S. 358: 31. August)
  35. Hundegesetz (HundeG LSA)
  36. Gesetz über das Halten von Hunden (HundeG)
  37. Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten: Neues Hundegesetz
  38. NÖ Hundehaltegesetz v. 28.01.2010
  39. Landesgesetz über das Halten von Hunden (Oö. Hundehaltegesetz 2002)
  40. Verordnung der Oö. Landesregierung über Ausbildungen zur Erlangung der Sachkunde für das Halten von Hunden (Oö. Hundehalte-Sachkundeverordnung)
  41. Verordnung der O.ö. Landesregierung vom 19. Oktober 1964 über die Brauchbarkeit von Jagdhunden
  42. Salzburger Landessicherheitsgesetz - S.LSG idF LGBl Nr 20/2010
  43. Verordnung der Salzburger Landesregierung vom 21. Oktober 2009 über die für das Halten gefährlicher Hunde erforderliche Ausbildung
  44. Gesetz vom 6. Juli 1976 zur Regelung bestimmter polizeilicher Angelegenheiten (Landes-Polizeigesetz) LGBl. 56/2007
  45. Verordnung der Landesregierung über das Halten von Kampfhunden
  46. Gesetz über die Haltung von Tieren (Wiener Tierhaltegesetz) LGBl. Nr. 29/2010
  47. Verordnung der Wiener Landesregierung über die Festlegung von hundeführscheinpflichtigen Hunden LGBl. Nr. 33/2010
  48. Verordnung der Wiener Landesregierung über Inhalt und Absolvierung eines Hundeführscheins (Wiener Hundeführscheinverordnung) LGBl. Nr. 32/2010
  49. Hundegesetz vom 15. März 2011
  50. Gesetz über das Halten von Hunden (Hundegesetz) vom 27. April 1969
  51. Hundegesetz vom 24. April 2005 (PDF; 25 kB)
  52. Gesetz über das Halten von Hunden (Hundegesetz) vom 22. Juni 1995
  53. Gesetz betreffend das Halten von Hunden (Hundegesetz) vom 14. Dezember 2006
  54. Hundegesetz vom 27. März 2012
  55. Gesetz über die Hundehaltung (HHG) vom 2. November 2006
  56. Einführungsgesetz zum Tierschutzgesetz und Tierseuchengesetz vom 6. Mai 2012 und Verordnung zum kantonalen Tierschutz- und Tierseuchengesetz vom 17. September 2013
  57. Verordnung über die Jagdhunde vom 02.04.2013 (Jagdhundeverordnung)
  58. Beschluss über die Hundetaxen vom 18. November 1996
  59. Veterinärgesetz (VetG) vom 30. August 2007
  60. Gesetz über das Halten von Hunden vom 23. Oktober 1973
  61. Gesetz über das Halten von Hunden (Hundegesetz) vom 4. Februar 2004
  62. Gesetz über das Halten von Hunden und die Hundesteuer vom 21. Oktober 1979
  63. Gesetz über das Halten von Hunden vom 27. Oktober 2008 (PDF; 36 kB)
  64. Gesetz über das Halten von Hunden vom 23. Juni 1983 (PDF; 41 kB)
  65. Gesetz über das Halten von Hunden (Hundegesetz) vom 7. November 2006
  66. Hundegesetz vom 5. Dezember 1985
  67. Gesetz über das Halten von Hunden vom 5. Dezember 1983 (PDF; 118 kB)
  68. Tier im Recht - Uri.
  69. Gesetz, welches das eidgenössische Tierschutzgesetz vollzieht, vom 14. November 1984
  70. Tier im Recht - Zug.
  71. Hundegesetz vom 14. April 2008 (PDF; 106 kB) und Hundeverordnung vom 25. November 2009
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