Ingenbohl

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Ingenbohl
Wappen von Ingenbohl
Staat: Schweiz
Kanton: Schwyz (SZ)
Bezirk: Schwyz
BFS-Nr.: 1364i1f3f4
Postleitzahl: 6440
UN/LOCODE: CH BRU
Koordinaten: 689209 / 206443Koordinaten: 47° 0′ 11″ N, 8° 36′ 42″ O; CH1903: 689209 / 206443
Höhe: 439 m ü. M.
Fläche: 16,20 km²
Einwohner: 8758 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 541 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
19,3 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.ingenbohl.ch
Ingenbohl. Blick von Osten.

Ingenbohl. Blick von Osten.

Karte
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Ingenbohl ist eine politische Gemeinde im Bezirk Schwyz des Kantons Schwyz in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ingenbohl liegt auf 435 m ü. M., am Vierwaldstättersee, umgeben von Urmiberg, Fronalpstock und den Mythen. Die Nachbargemeinden von Ingenbohl sind – von Westen aus im Uhrzeigersinn – Gersau (im gleichnamigen Bezirk), sowie Lauerz, Schwyz und Morschach im Bezirk Schwyz. Durch Ingenbohl fliessen die Muota und der Bach Leewasser, die in Brunnen in den Vierwaldstättersee münden. Über den See grenzt Ingenbohl an Seelisberg (Kanton Uri) und Emmetten (Kanton Nidwalden).

Die politische Gemeinde Ingenbohl setzt sich zusammen aus den Ortschaften Ingenbohl und Brunnen, sowie den Siedlungen Unterschönenbuch, Wylen und Schränggigen.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da der Dorfteil Brunnen zu Ingenbohl wuchs, beschloss man 1947 ein neues Wappen herzustellen, das für beide Dörfer bzw. Dorfteile steht. Es entstand ein geteiltes Wappen. Oben in Rot ein weisses Kreuz, das für Ingenbohl steht, und unten in Blau ein weisses Schiff, das für Brunnen steht.

Wirtschaft, Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ingenbohl hat einen eigenen Bahnhof der Gotthardbahn, der aber den Namen der Ortschaft Brunnen trägt. Der Bahnhof wird stündlich von der S2 (Erstfeld–Arth-Goldau–Zug) der Stadtbahn Zug und einigen Schnellzügen bedient. Zusätzlich ist der Bahnhof Brunnen stündlich Endpunkt der S3 der S-Bahn Luzern. Im Zuge des Masterplan Rigi-Mythen ist angeblich eine S-Bahn-Station im Industriegebiet Stegstuden geplant. Als Feinverteilerin dient die Auto AG Schwyz mit ihren Buslinien SchwyzBrunnenGersauVitznauWeggisKüssnacht und Brunnen–Morschach. Eine Luftseilbahn führt von Brunnen auf den Urmiberg, und die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees betreibt eine Schiffstation.

Zwischen dem ehemaligen Holcim-Werk Brunnen und dem Steinbruch Unterschönenbuch führte bis 2010 das Trassee des Mühlibähnlis, jedoch ist dessen Betrieb eingestellt und die Gleise entfernt. In Ingenbohl befindet sich noch die Reismühle Brunnen, ein Tochterunternehmen der Coop-Gruppe und ein Produktionsstandort der Schwyzer Milchhuus AG, das als Teil der M-Industrie zum Migros-Konzern gehört.

Zwischen Ibach bei Schwyz und Ingenbohl endet die Autobahn A4. Ihre Fortsetzung ist die zweispurige Axenstrasse, die anschliessend dem Urnersee des Vierwaldstättersees folgt. In Flüelen geht die A2 weiter Richtung Gotthard-Strassentunnel und anschliessend ins Tessin.

Brunnen ist ein Fremdenverkehrsort. Zahlreiche Ladengeschäfte, Hotels und Restaurants haben sich dort angesiedelt. Die Seite von Ingenbohl ist im Vergleich viel industrialisierter. Weitere Erwerbszweige sind die Landwirtschaft und das Kleingewerbe.

In Ingenbohl befindet sich das Kloster Ingenbohl, das Mutterhaus bzw. Generalat der Barmherzige Schwestern vom heiligen Kreuz.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Linus Birchler: Die Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz, Band II: Die Bezirke Gersau, Küssnacht und Schwyz. Kunsthistorischer Überblick. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 2). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1930.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ingenbohl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017; abgerufen am 20. September 2017.
  2. http://www.sz.ch/documents/Wohnbevoelkerung_2015.pdf