Internationale Gartenausstellung 2017

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Internationale Gartenausstellung 2017
Ort Berlin-Marzahn
Eröffnung 13. April 2017
Abschluss 15. Oktober 2017
Fläche 103[1] ha
IGA-Haupteingang Gärten der Welt am Blumberger Damm aus der Vogelperspektive

Die Internationale Gartenausstellung 2017 (kurz: IGA 2017) soll vom 13. April bis 15. Oktober 2017 rund um den Berliner Erholungspark Marzahn und dem Kienberg stattfinden.[2]

Planungen und Vergabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2008 hat sich der Berliner Senat entschieden, sich mit dem Austragungsort auf dem Tempelhofer Feld für die IGA 2017 zu bewerben und reichte im März 2009 die Bewerbung ein.[3] Auch die Stadt Aachen hatte sich für die IGA 2017 beworben, zog sich aber wegen vertraglicher Schwierigkeiten aus der Bewerbung zurück.[4] Am 17. November 2009 erteilte die Gesellschafterversammlung der deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft den Zuschlag für den Berliner Flughafen Tempelhof für die IGA 2017 als Austragungsort. Nach der erfolgreichen Entscheidung wurde die IGA Berlin 2017 GmbH gegründet und man entwickelte erste Konzepte für den Standort Tempelhofer Feld und das IGA-Team wurde auch personell aufgebaut und erweitert. Währenddessen entwickelte sich das Tempelhofer Feld zu einem viel genutzten Freiraum für die Berliner, die eine behutsame Entwicklung des Areals einforderten. Daher sah sich der Senat nach einem neuen Standort um und fand mit dem Erholungspark Marzahn einen neuen Austragungsort.[3]

Maskottchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Maskottchen Stecky in Form eines Pflanzensteckers in Orange mit Sonnenhut wurde bei der Staffelübergabe der BUGA Havelland an die IGA Berlin 2017 GmbH im Oktober 2016 erstmals vorgestellt. Stecky ist rund 130 Zentimeter lang, 50 Zentimeter breit, 30 Zentimeter tief und besteht aus dem gleichen Schaumstoffmaterial, aus dem auch Isomatten hergestellt werden, und mit weichem Puppenvlies bezogen. Die Kölner Firma derArt GmbH hat das Maskottchen entworfen.[5]

Motto und Imagefilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte November 2015 kam der IGA-Imagefilm Meer aus Farben als Musikvideo von der Band Berge heraus[6] und wurde bei der Staffelübergabe der BUGA Havelland an die IGA Berlin 2017 GmbH im Oktober 2016 erstmals vorgestellt. Das Motto der IGA ist „Ein MEHR aus Farben“.[7]

IGA Park[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauliche Höhepunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erweiterungsbau zur Internationalen Gartenausstellung 2017
Der Kienberg von der Wuhle aus gesehen

Arena[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arena, die im klassischen Amphitheater gebaut wurde, können auf den Rasenstufen des Zuschauerbereichs bis zu 5000 Zuschauer einen Sitzplatz finden. Sie steht zwischen dem Besucherzentrum und dem Englischen Garten. Der Entwurf kam vom Architekturbüro Paul Böhm aus Köln. Die neue Bühne verfügt über zwei Seitenflügel und fügt sich mit dem geschwungenen, begrünten Dach fließend in die Parklandschaft des Gesamtgeländes ein. Die Grundfläche der Arena kann bei Bedarf auch vergrößert werden und bietet dann einem ganzen Orchester Platz. Dort sollen Pop- und Klassikkonzerte sowie Sportveranstaltungen stattfinden. Der Neubau der Arena bleibt den Berlinern und Gästen aus dem In- und Ausland nach der IGA dauerhaft als Veranstaltungsort erhalten.[8]

Blumenhalle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blumenhalle steht in der Nähe des Haupteingangs der Gärten der Welt am Blumberger Damm. Die Gorenflos Architekten aus Berlin haben die temporäre Ausstellungsgebäude entworfen. Sie besteht aus drei Einzelhallen und deren längste Halle ist 90 Meter lang. Auf 3500 m² werden Blumen im wöchentlichen Wechsel dort gezeigt und auch ein Gastronomiebereich mit 1000 Sitzplätzen im Innen- und Außenbereich lädt zum Aufenthalt ein. Die lichtdurchlässige Halle mit Gastronomiebereich ist 58 Meter lang und insgesamt ist die Anlage 62 Meter breit und das Tragwerk besteht aus gebogenen Holzleimbindern, die auf Betonfundamenten stehen.

Besucherzentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Besucherzentrum gelangen die Besucherinnen und Besucher zur Besucherinformation, in den Ausstellungsbereich und zum Shop. Außerdem ist auch ein Restaurant mit Außenbetrieb und einen Veranstaltungsraum, der mit einem vielfältigen Programm bespielt wird, hat das Besucherzentrum zu bieten. Die verantwortlichen Architekten waren die vom Büro ww+ aus Luxemburg.[9]

Informationszentrum Marzahn-Hellersdorf/Touristinformation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Touristinformation zieht ab April 2017 in die neuen Räume unmittelbar am Haupteingang Kienbergpark in der Hellersdorfer Straße. Zuvor waren die Räume in der Eisenacher Straße am dortigen Eingang. Am neuen Standort zeigt das Informationszentrum Marzahn-Hellersdorf auf einer Fläche von rund 120 m² in einer Ausstellung Historie, Gegenwart und die Zukunft des Bezirks. Die Besucher finden hier auch die Touristeninformation, die von der der Leitstelle für Wirtschaftsförderung des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf betrieben wird. Außerdem gibt es einen Raum für bis zu 100 Personen, der eine multifunktionale Nutzung erlaubt. Das Gebäude wurde von Günter+Finkbeiner Gesellschaft von Architekten mbH entworfen. Nach der IGA soll das Informationszentrum bestehen bleiben.

Naturbobbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Naturbobbahn ist auf dem Gipfel des Kienbergs neben der Seilbahnstation und dem Wolkenhain entstanden. Sie hat eine Länge von 500 Metern und man erreicht eine Geschwindigkeit bis zu 40 km/h. Unten angekommen ist die Fahrt noch nicht beendet, denn die Strecke geht weiter auf den Panoramakreisel in einer Höhe von rund acht Metern. Die Besucher genießen im Kreisel zwei 360 Grad-Runden die Aussicht in die Gärten der Welt. Danach geht es via Förderband zurück auf den Berg, wo sich die Ein- und Ausstiegstelle befinden.

Naturerfahrungsraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Kienberg ist ein großer wilder Naturerfahrungsraum für Kinder und Jugendliche entwickelt worden. Das Spielen mit der Natur ist auf einer Fläche von 16.000 m² und bietet viel Raum für Interaktionen mit Natur und mit anderen Kindern und Jugendlichen. Die Eröffnung des Areals ist am 13. April 2017 geplant und ist für die Bevölkerung frei zugänglich. Die Grün Berlin GmbH ist mindestens bis 2034 für das Areal zuständig.

Seeterrasse mit Umweltbildungszentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Seeterrasse mit Umweltbildungszentrum ist eine 20 Meter breite und 60 Meter lange Plattform aus Lärchenholz markiert die Seeterrasse am Ende des Wuhlestegs. Nur von wenigen Stahlträgern getragen nimmt die Leichtbaukonstruktion am Westufer des Wuhleteichs Rücksicht auf schützenswerte Vegetation im Wuhletal. Über die Stufen zum Wasser hinunter können sich Besucher im Umweltbildungszentrum informieren, das in die Plattform integriert ist. Einladend ist auch eine Außenterrasse. Der lichtdurchfluteter offener Raum steht während der gesamten IGA für flexible Nutzungen bereit. Dort werden Vorträge und Workshops abgehalten. Er ist zentraler Anlaufpunkt des IGA-Campus. Außerdem können Kinder und Jugendliche beispielsweise im sogenannten Wissenslabor, für das die Joachim Herz Stiftung Mittel zur Verfügung stellt, selbst entnommene Wasserproben untersuchen.

Tälchenbrücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tälchenbrücke ist eine Verbindung zum Nordhang des Kienberges, steht auf einem paarigem Doppelmittelpfeiler, ist 85 Meter lang, 2,5 Meter breit und ist in einer Höhe von zehn Metern angebracht. Sie ist die „kleine Schwester“ des Wuhlestegs. Die Brücke und die Kunstinstallation bleiben über die IGA hinaus dauerhaft erhalten. Der Gang über die Brücke wird zum Klangerlebnis.[10]

Tropenhalle, Balinesischer Garten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Balinesische Garten wurde am 18. Dezember 2003 geöffnet. Seit Frühjahr 2015 entsteht eine energieeffiziente Tropenhalle, die am 13. April 2017 eröffnet werden soll. Der Garten ist 14 Meter hoch, hat eine Fläche von 2000 m² und ist viermal so groß wie der jetzige Balinesische Garten. In der Halle sind rund 70 tropische Großgehölze, Palmen, die schon zum Pflanzzeitpunkt sieben Meter hoch waren, sowie vielfältige Sträucher und Orchideen zu bewundern. Die Besucher werden in einen tropischen Regenwald ebenso wie in balinesische Kulturlandschaften entführt. Die Halle ist in zwei klimatisch unabhängige Bereiche aufgeteilt. Einmal in ein Balinesisches Gewächshaus und ein Kalthaus mit einem Multifunktionsraum für Ausstellungen im Sommer und im Winter als Orangerie. Im Eingangsbereich befindet sich eine Gastronomie.[11]

Wolkenhain[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wolkenhain-Konstruktion besteht aus rund 170 Stahlknoten, die die Verstrebung der „Wolke“ zusammenhält. Aus rund 130 Metern Höhe hat man einen Blick bis nach Berlin-Mitte und nach Brandenburg. Der Aufstieg erfolgt über eine Treppe hinauf. Auf dem Sockel des Bauwerkes befindet sich ein Gebäude mit Besucherinformationen und eine Gastronomie.[10]

Wuhlesteg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die rund 300 Meter lange Wuhldesteg überspannt als Stange das Wuhletal und verbindet barrierefrei Hellersdorf mit Marzahn. Der Wuhlesteg beginnt im Jelena-Šantić-Friedenspark und endet am Fuße des Kienbergs.[10]

Gärtnerische Höhepunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blumenhallenschauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blumenhallenschauen zeigen in der Blumenhalle Pflanzen in Hülle und Fülle. Im wöchentlichen Wechsel entstehen in den 186 Tagen der IGA insgesamt 28 Ausstellungen. Es werden prachtvolle Stauden, bunte Beet- und Balkonpflanzen, blühende Gehölze und Sträucher, exotische Grünpflanzen, Bonsai und Schnittblumen zu sehen sein. Die Besucher können live dabei sein, wenn die eindrucksvollen wöchentlichen Inszenierungen entstehen, bekommen darüber hinaus wertvolle gärtnerische Informationen und können mit den Gärtnern ins Gespräch kommen.

Dahliengarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dahliengarten befindet sich gegenüber der Obstwiese des Englischen Gartens. Die Ausstellungsfläche ist rund 1350 m² groß, beginnt im Norden mit kühlen Farbkompositionen und wechselt im Süden die Anpflanzungen zu warmen Farben. Die Beete sind unregelmäßig spiralförmig angelegt und werden verstärkt durch die Höhenunterschiede der Gesamtdramaturgie. Weil die Dahlien nicht winterhart sind, werden im Frühjahr zunächst Frühblüher oder beziehungsweise frostresistente Gewächse gezeigt. Außerdem werden Beete gerahmt von Blattstrukturpflanzen.

Gehölze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gehölzausstellung befindet sich in der nähe des Gastronomiezeltes dort werden im jahreszeitlichen Wechsel bunte Blütenpracht Gehölzpflanzungen gezeigt. Obstbäume wie Äpfel oder Kirschen als Solitärgehölze im Frühjahr, im Sommer sind besondere Formgehölze und blühende Sträucher und im Spätsommer sind Gehölze mit farbigem Laub zu bewundern.

Grabgestaltung und Denkmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Besucherinnen und Besucher erhalten auf einer Fläche mit 90 Mustergräbern Einblicke im Ausstellungsbereich Grabgestaltung und Denkmal und das befindet sich im Norden des IGA-Geländes. Es werden auf vier ellipsenförmigen Flächen Urnengräber sowie Einzel- und Doppelgrabstellen als zeitgemäße Orte des Gedenkens gärtnerisch gestaltet. Außerdem können die Besucherinnen und Besucher im Pavillon der Friedhofsgärtner und Steinmetze finden Informationen und Anregungen zur Grabgestaltung, Pflege und Pflanzenverwendung einholen und können sich fachlich beraten lassen.

Gräserband[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gräserband ist auf einer Fläche von 1900 m² im New German Style zwischen Gartenpromenade und Wassergärten zu bewundern. Der Gartenstil setzt sich aus Naturnähe, robust und pflegeleicht, ökologisch und ästhetisch zusammen. Je nach Jahreszeiten wechselt das mit landschaftlich typischen Gräsern und Stauden. Im Frühjahr werden Tulpen, Hyazinthen und Narzissen und werden im Mai durch Prärielilien das Gräserband mit einem zart-blauen Blütenschleier ergänzt. Im Frühsommer werden Steppenlilie und hoher Zierlauch und im Sommer werden Gräser und Stauden gezeigt. Die leuchtende Färbung der Gräser werden Herbst zur Geltung kommen.

Märkischer Garten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Haupteingang des Kienbergparks haben sich die Unternehmen des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg auf einer Fläche von 700 m² einen neuen Märkischen Garten angelegt. Der Garten ist an die märkische Natur- und Kulturlandschaften angelehnt, Wildstauden, Heidekraut und Gräser und auch die brandenburgische Gartenkultur ist in einer klassischen ungewöhnlichen Auswahl zu bewundern wie Sommerblumen, Gemüse, Kräuter und Prachtstauden in kräftigen Farben. Die Besucher erhalten an den Genießertagen regionaltypische Brandenburger Spezialitäten wie Spargel, Gurken, Erdbeeren und Kräuter.

Neuheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schaufläche Grüne Neuzugänge ist neben der Blumenhalle, dort können die Besucher viel entdecken, bestaunen und fachsimpeln. Zu entdecken sind zum Beispiel: Petunien, Verbenen, Pelargonien und Fuchsien für Beet- und Topfpflanzen. In den Hochbeeten zeigen die Gärtner ihre Nachzüchtungen.

Rhododendronhain[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rhododendronhain befindet sich gegenüber der Tropenhalle auf einer Fläche von rund 1400 m². Dort stehen alte Bäume wie Eichen, Birken, Magnolien sowie Cornus, Malus und Prunus. Gestaltet ist es unterschiedlich in Rhododendronformen wie Baum- und Schirmrhododendren und bodennahen Azaleenpflanzungen. Außerdem kommen noch Kletterpflanzen wie Clematis und Geophyten, wie der Bärlauch, sowie Gräser, mehrfarbige Blattschmuckstauden, weißblütige Stauden und Farne hinzu. Die Fläche von 700 m² sind gute Voraussetzung für den wellenartigen modellierten Boden in den Senken.

Rosengarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rosengarten sind sechs Flächen um einen Platz angelegt und gezeigt werden Zwerg- und Kleinstrauchrosen, Beet- und Kletterrosen, Edelrosen und Englische Rosen.

Stauden- und Wechselpflanzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf einer Gesamtfläche von mehr als 15.000 m² werden verschiedene Themenbereichen Stauden und Wechselflor gezeigt. Unter dem Motto „Wiesenzauber und Wild kombiniert“ werden zarte Farben, luftige Gräser, Wiesenzauber mit Wiesenknopf und Wiesenraute, Pfeifengras und Storchschnabel und am Koppelflies verschmelzen Wildstauden mit Züchtungen. Um die Gartenkabinette zeigen sich Stauden als Sommerflammen werden Phloxe mit passenden Begleitstauden gezeigt. Unter dem Motto „Flow“ werden Staudensortimente in einem abgestuften Farbspektrum mit ineinander fließenden Übergängen gezeigt. Unter dem Motto „Allerweltspflanzen“ werden Pflanzen aus aller Welt und Wechselflor. Die Beete sind als Perlenkette aneinander gereiht und laden zu einer Pflanzlichen Weltreise ein. Brasilien zeigt Zinnien, Feuersalbei, Schmuckkörbchen und Dahlien, Südafrika zeigt Kapkörbchen, Schmucklilien und Montbretien. Die afrikanische Savannenlandschaft zeigt Gräser wie Lampenputzergras aber auch Elfenbeindistel, das Afrikanische Löwenohr, Silbersalbei oder Federbusch. Außerdem werden besondere Gehölze und Strukturpflanzen, wie Hanfpalmen, Wandelröschen, Riesenpalmlilien oder Oleander gezeigt.

Wechselflor am Wolkenhain[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gipfel des Kienbergs ist die Wolke als Leitmotiv für die neue Aussichtsplattform. Die Besucher werden auf dem Weg dorthin schon auf das Bauwerk und das luftige Erlebnis eingestimmt. Am Wegesrand reihen sich vielfältige Kombinationen aus zarten Pflanzen in den Farben des Himmels. Im Frühjahr ist das Wolkenbild in mehreren, übereinander gestaffelten Farbschichten zusehen. Das Blaue Vergissmeinnicht ist das Blau des Himmels, darüber liegen weiße Traubenhyazinthen und weitere wolkige Hyazinthenblüten. Die Narzissen und die Tulpen in Weiß schweben in unterschiedlichen Höhen über dem Wolkenbild. Das Himmelsbild wird im Sommer durch das Sommerflor erweitert um silberne Wolkentexturen aus Schleierkraut, Geiskräutern, Eukalyptus und Wachsblumen. Außerdem wird es weiterhin durch sichtbare und luftige Pflanzengestalten wie Leberbalsam und Spinnenblume bilden mit den weißen Glocken von Tabak die hohen Wolkenschichten, darunter schweben Dolden des Bischofskrautes, weiß gefleckte Wolfsmilchgewächse und kompakte Wolken aus weißen Löwenmäulchen.

Wechselflor Feuerlinie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Besucher werden von der Kienbergpromenade zu den Gärten der Welt durch die Feuerline begleitet. Die beidseitigen Wege werden durch Wechselflorband das in vier Pflanzenbereiche je nach Jahreszeit wechselt. Im Frühjahr werden zwei gegeneinander laufende Farbspuren von Hellgelb über Orange in Rot das Flanieren zwischen den Ausstellungsbereichen symbolisieren. Im Sommer soll das Wechselflor am Wegesrand die Hitze der Sonne in feurigen Farbtönen und soll das harmonische Farbzusammenspiel von Blatt und Blüte darstellen.

Spielplätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wasserspielplatz Konrads Reise in die Südsee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 6000 m² große Waldspielplatz nahe dem Labyrinth Gärten der Welt ist nach dem Kinderbuch von Erich Kästner Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee gestaltet worden. Die Spielflächen sind abwechslungsreich und fantasievoll, erheben sich als Inseln aus dem Rasen und sind als Südseemotiv gestaltet. Auf dem Waldspielplatz stehen ein enormer Kletterwal, Splashpad und Wasserwald, eine Riesenhängematte, Trampolin, überdachte Sitzplätze in Form von Südseehütten und ist für jede Altersgruppe geeignet.

Spielplatz Elektropolis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Spielplatz Elektropolis hat eine Spiellandschaftsgröße von 1800 m² und steht am IGA-Haupteingang Kienbergpark. Die Kletterkonstruktion ist bis zu acht Meter hoch, zwölf Meter lang und fünf Meter breit. Außerdem ergänzen Hängematten und ein Trampolin den Spielplatz. Diese Kletterkonstruktion ist eine Inspiration von Zukunftsfantasien und greift in seiner Gestaltung die Fiktion der automatischen Stadt, die Erich Kästner in seinem Kinderbuch Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee beschrieben hat auf. Der Spielplatz ist für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren im direkten Wohnumfeld geeignet. Nach der IGA wird der Spielplatz der Öffentlichkeit ab Oktober 2017 frei zugänglich sein. Finanziert wurde dieses Projekt aus dem Stadtumbau Ost.[12]

Waldspielplatz Konrad und die polynesischen Riesenameisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Waldspielplatz mit der polynesischen Riesenameisen ist auf einer Fläche von 1000 m² entstanden. Sie ist circa 13 Meter in der Länge, 6 Meter in der Breite und 3 Meter in der Höhe. Diese Riesenameise ist aus dem Kinderbuch von Erich Kästner Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee, als er den Urwald betritt. Dieses Klettergerüst ist als drei Ameisengruppen zusammenmontiert worden. Finanziert wurde dieses Projekt ebenfalls ohne Planung aus dem Stadtumbau Ost.[13]

Seilbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

IGA 2017-Seilbahn

Am 27. Februar 2014 wurde der Vertrag zwischen der Leitner AG aus Südtirol in Italien und der IGA Berlin 2017 GmbH für eine neue Seilbahn unterzeichnet. Die Kosten für den Bau und Betrieb in Höhe von rund 14 Millionen Euro trägt die Leitner AG.[14] Der Bau der Seilbahn begann am 16. März 2016 und ging bis zum Spätsommer desselben Jahres. Sie fährt 1,5 Kilometer vom Kienbergpark zum Kienberg hinauf und dann wieder runter zum Blumberger Damm. Eine Fahrt dauert fünf Minuten, kann in beide Richtungen jeweils 3000 Fahrgäste pro Stunde transportieren und es werden rund 62 Gondeln für jeweils zehn Personen zur Verfügung stehen. Im September 2016 begann der erste Probetrieb mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller.[15] Die Fahrt mit der Seilbahn ist in der Eintrittskarte enthalten.[16] Die offizielle Eröffnung ist am 13. April 2017.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Wuhletal hatten die Anwohner und Anlieger ein Naherholungsgebiet direkt vor der Haustür. Seitdem die Vorbereitungen für die IGA fortschreiten, werden sie vom Zugang zum Gelände und somit auch von Kundenbesuchen ausgeschlossen.[17]

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Ausstellung sind zahlreiche Konzerte und Sonderveranstaltungen geplant. Zur Eröffnung im April 2017 soll in den Gärten der Welt zwei Tage lang das traditionelle Kirschblütenfest gefeiert werden. In dem neugebauten Amphitheater mit 5000 Plätzen wird es verschiedene Konzerte und Shows geben. Unter anderem wird Regisseur Christoph Hagel zusammen mit 100 Jugendlichen aus Marzahn-Hellersdorf eine moderne Variante der mittelalterlichen Vagantendichtung Carmina Burana aufführen. Im gesamten Park werden zudem Tanz- und Yoga-Veranstaltungen stattfinden.[18]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Internationale Gartenausstellung 2017 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marzahn bekommt zur Gartenausstellung eine Seilbahn. In: Berliner Morgenpost, 12. Mai 2013, abgerufen am 6. März 2014
  2. IGA Berlin 2017 – Internationale Gartenausstellung. Bei: visitberlin.de, abgerufen am 29. April 2015
  3. Entscheidung zur Durchführung der IGA 2017 vorgezogen. Abgerufen am 4. März 2014
  4. "Bernd das Brot"-Erfinder entwarfen IGA-Maskottchen „Stecky“, Abgerufen am 15. Februar 2017
  5. Die IGA Berlin 2017 präsentiert den offiziellen IGA-Song. Abgerufen am 17. Februar 2017
  6. IGA Berlin: Ein MEHR aus Farben. Abgerufen am 17. Februar 2017
  7. Marzahn-Hellersdorfs grüne Seiten, S. 74, abgerufen am 14. Februar 2017
  8. Marzahn-Hellersdorfs grüne Seiten, S. 73, abgerufen am 14. Februar 2017
  9. a b c Marzahn-Hellersdorfs grüne Seiten, S. 77, abgerufen am 14. Februar 2017
  10. Marzahn-Hellersdorfs grüne Seiten, S. 75, abgerufen am 15. Februar 2017
  11. Neubau des IGA-Auftaktspielplatzes Elektropolis, abgerufen am 25. Februar 2017
  12. Neubau des IGA-Spielplatzes Konrad und die polynesischen Riesenameisen, abgerufen am 25. Februar 2017
  13. Eine Seilbahn für Berlin: Investor für die IGA-Bahn gefunden. Bei: berlin.de, abgerufen am 6. März 2014
  14. Der Bau der IGA-Seilbahn hat offiziell begonnen. In: Berliner Woche, 16. März 2016, abgerufen am 17. Februar 2017
  15. IGA-Seilbahn nimmt Probebetrieb auf. In: Berliner Woche, 18. September 2016, abgerufen am 17. Februar 2017
  16. Die Schattenseiten der IGA. In: zibb, 14. Oktober 2016, 18:30 Uhr, 5 Min., abgerufen am 16. Oktober 2016
  17. Klassik trifft Hip-Hop: IGA in Berlin stellt Programm vor. rbb-online.de, 25. November 2016, abgerufen am 26. November 2016.