It’s a Sin (Fernsehserie)

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Fernsehserie
Deutscher TitelIt’s a Sin
OriginaltitelIt’s a Sin
It's a Sin.jpg
Produktionsland Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch
Jahr 2021
Produktions-
unternehmen
Red Production Company
Länge 45 Minuten
Episoden 5 in 1 Staffel (Liste)
Genre Drama
Idee Russell T Davies
Regie Peter Hoar
Drehbuch Russell T Davies
Produktion Phil Collinson
Musik Murray Gold
Erstausstrahlung 22. Januar 2021 auf Channel 4
Deutschsprachige
Erstveröffentlichung
20. Juni 2021 auf Starzplay
Besetzung

It’s a Sin (nach dem gleichnamigen Lied der Pet Shop Boys, zu deutsch Es ist eine Sünde; ursprünglich angekündigt als Boys, englisch für Jungs) ist eine britische fünfteilige LGBT-Miniserie von Russell T Davies über junge Schwule im London der 1980er Jahre, die ab dem 22. Januar 2021 auf Channel 4 ausgestrahlt wurde. In Deutschland erfolgt die Veröffentlichung seit dem 20. Juni 2021 bei Starzplay.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die fünf Episoden spielen jeweils in einem anderen Jahr zwischen 1981 und 1991 in London und folgen einer Gruppe von vier jungen Schwulen und ihrer heterosexuellen besten Freundin, die zusammen ein Apartment bezogen haben, das sie Pink Palace nennen. Zu Beginn des Jahrzehnts werden Nachrichten aus den Vereinigten Staaten über die Krankheit AIDS noch als Gerüchte abgetan, bis sie auch im Vereinigten Königreich wütet, wobei sie von Ärzten als „Schwulenkrankheit“ vernachlässigt wird. Im Laufe der Zeit infizieren sich immer mehr Bekannte, Freunde und auch Mitglieder der Gruppe, es gibt die ersten Todesfälle. Zugleich wird seitens der Regierung unter Premierministerin Margaret Thatcher diskriminierende, homophobe Politik betrieben (siehe Clause 28). Die jungen Menschen beginnen daher, sich in der Lesben- und Schwulenbewegung zu engagieren.

Episodenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Deutscher Titel Original­titel Erstaus­strahlung UK Deutsch­sprachige Erstaus­strahlung (D) Regie Drehbuch
1 Folge 1 Episode 1 22. Januar 2021 20. Juni 2021 Peter Hoar Russell T Davies
September 1981: Ritchie kommt von der Isle of Wight zum Studieren nach London. In der Uni lernt er den attraktiven Ash und die quirlige Jill kennen. Roscoe, dessen christliche Familie aus Nigeria stammt und aus religiösen Gründen ein Problem mit seiner Homosexualität hat, flieht, während seine Familie für ihn beten will, aus dem Haus. Colin kommt aus Wales für eine Lehre bei einem Herrenschneider nach London. Er lernt seinen Kollegen Henry Coltrane und dessen Lebensgefährten kennen, die bald nacheinander von einer mysteriösen Krankheit befallen werden, an der Henry isoliert stirbt. Jill, Ash und Ritchie mieten ein Apartment, in dem auch Roscoe und Colin ein Zimmer beziehen.
2 Folge 2 Episode 2 29. Januar 2021 27. Juni 2021 Peter Hoar Russell T Davies
Dezember 1983: Roscoe beobachtet aus der Ferne die Hochzeit seiner Schwester, an der er nicht teilnehmen darf, kann aber später deren Baby sehen. Jill wird von Gregory (Gloria), einem Bekannten der WG, gebeten, für ihn einzukaufen, da er mit HIV infiziert ist. Nach einiger Zeit, in der sie es vor den anderen geheimgehalten hat, holen ihn seine Eltern nach Hause, wo Gregory an den Folgen von AIDS stirbt. Colin darf auf eine Geschäftsreise mit seinem Boss nach New York City fahren, wo er auf dessen Annäherungen nicht eingeht. Seine Lehre wird ohne Weiteranstellung beendet, woraufhin er in einem Druckereigeschäft neu anfängt. Nachdem Colin Jill aus den USA Berichte über AIDS mitgebracht hat, fängt sie bei einer Telefonhilfe für von der Krankheit Betroffene an.
3 Folge 3 Episode 3 5. Februar 2021 4. Juli 2021 Peter Hoar Russell T Davies
März 1986: Colin hat auf der Arbeit und dann zuhause einen epileptischen Anfall, woraufhin er in einem Krankenhaus isoliert wird und seine Mutter die Diagnose erfährt, dass er AIDS hat und sie ihn nicht mitnehmen kann. Jill und Ash schalten eine Anwältin ein, durch die Colin aus der Isolation entlassen wird und besucht werden darf. Ritchie lernt bei Vorsprechen seinen neuen Lover Donald kennen, an dessen Hüfte er bald ein übergroßes Mal bemerkt. Später erhält er eine Rolle als zweite Auswahl, weil Donald nach Hause gegangen sei. Schließlich erhält die WG den Anruf, dass Colin gestorben ist. Besorgt haben die Jungs sich testen lassen, doch während Ash und Roscoe negative Ergebnisse hatten, entschied Ritchie, seines nicht anzuhören.
4 Folge 4 Episode 4 12. Februar 2021 11. Juli 2021 Peter Hoar Russell T Davies
März 1988: Ritchie versucht alles, damit aus dem HI-Virus nicht die Erkrankung AIDS wird, erhält dann aber doch die Diagnose, woraufhin er nach Hause fährt. Er kann sich nicht überwinden, mit seinen Eltern zu sprechen, und trifft stattdessen einen alten Schulfreund. Roscoe trifft einen Abgeordneten, um eine Gelegenheit zu erhalten, mit Margaret Thatcher zu sprechen, woraus aber nichts wird. Jill und Ash organisieren mit Freunden und Familie einen Die-in-Straßenprotest, bei dem später überraschend auch Roscoe und Ritchie auftauchen und sie alle gewaltsam festgenommen werden. Im Polizeiwagen beichtet Ritchie den anderen, dass er AIDS hat.
5 Folge 5 Episode 5 19. Februar 2021 18. Juli 2021 Peter Hoar Russell T Davies
November 1991: Nach einem Sturz kommt Ritchie in ein Krankenhaus, wo überraschend auch seine Eltern auftauchen, denen er das erste Mal sagt, dass er schwul ist und AIDS hat. Seine Mutter Valerie wird damit konfrontiert, ihren Sohn nicht richtig gekannt zu haben, und gibt Jill die Schuld dafür. Roscoe begegnet im Krankenhaus seinem Vater, der ihn um Vergebung bittet. Ritchies Eltern holen ihren Sohn nach Hause auf die Isle of Wight und lassen Jill am Telefon nicht mit ihm sprechen. Durch Geld von seiner Agentin ziehen seine Freunde auf die Insel in ein B&B, von wo aus Jill täglich bei Valerie anruft in der Hoffnung, ihn sprechen oder sehen zu können. Als Valerie sich eines Tages mit ihr trifft, sagt sie, Ritchie wolle Jill sehen und dass er einen Tag vorher gestorben sei, woran Jill ihr die Schuld gibt. Seine Freunde trauern gemeinsam um ihn.

Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutschsprachige Synchronisation entstand nach Dialogbüchern und unter der Dialogregie von Stefan Krüger durch die Splendid Synchron GmbH in Berlin.[1]


Hauptdarsteller ist der Sänger Olly Alexander.
Rolle Folgen Darsteller Synchronsprecher
Jugendgruppe
Ritchie Tozer 1–5 Olly Alexander Dirk Petrick
Ash Mukherjee 1–5 Nathaniel Curtis Jeremias Koschorz
Roscoe Babatunde 1–5 Omari Douglas Marcel Mann
Jill Baxter 1–5 Lydia West
Collin Morris-Jones 1–4 Callum Scott Howells Christian Zeiger
Familien
Clive Tozer 1–5 Shaun Dooley Lutz Schnell
Valerie Tozer 1–5 Keeley Hawes Marina Krogull
Lucy Tozer 1–2, 4–5 Toto Bruin
Rosa Babatunde 1–2, 5 Michelle Greenidge
Solly Babatunde 1–2, 5 Shaniqua Okwok
Oscar Babatunde 1–2 Delroy Brown
Christine Baxter 3–5 Jill Nalder
Alan Baxter 4–5 Steve Touissant
Eileen Morris-Jones 1, 3–4 Andria Doherty
Weitere (Auswahl)
Grizzle 1–5 Neil Ashton
Gregory Finch 1–2, 5 David Carlyle Michael Ernst
Carol Carter 1, 3, 5 Tracy Ann Oberman
Mr. Hart 1–2 Nicholas Blane Uli Krohm
Mrs. Bowen 1–2 Susan Brown Nina Herting
Ross McKenzie 1, 3 Dan Linney
Arthur Garrison 3–4 Stephen Fry
Lizbeth Farooqi 3–4 Seyan Sarvan
Paul Jukes 4–5 David Gregan-Jones
Henry Coltrane 1 Neil Patrick Harris Philipp Moog
Donald Bassett 3 Nathaniel Hall
Martin Pascoe 4 Jonny Green

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Serienautor schöpfte aus seinen eigenen Erfahrungen und seinem Freundeskreis in den 1980ern.

Inspiration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Davies, der im Jahr 1981 selbst wie die Hauptfiguren 18 Jahre alt war und zur Universität ging, erzählte, dass vieles aus der Serie auf eigenen Erlebnissen, denen seiner Freunde und auf Geschichten aus der Zeit, die er gehört hatte, basiere. So seien seine schwulen Freunde nach London in ein Apartment in Hampstead gezogen, das sie Pink Palace nannten.[2] Die Figur Jill Baxter, verkörpert von Lydia West, ist inspiriert von seiner Freundin Jill Nalder, die in der Serie die Mutter dieser Figur darstellt. Von ihr stammt auch die Geschichte eines Mannes, dessen Eltern erst, als er mit AIDS im Krankenhaus lag, von seiner Homosexualität erfuhren.[3] Davies, der ab 2005 Showrunner der Neuauflage von Doctor Who war, baute eine Szene, in der Olly Alexanders Figur als Schauspieler in einer Episode von Doctor Who gegen Daleks kämpft, als Tribut ein für den Schauspieler Dursley McLinden, der 1988 in dem Serial Remembrance of the Daleks (Die Hand des Omega) mitgespielt hatte und 1995 mit 30 Jahren an AIDS verstorben war.[4] Der Sterbemoment der Figur Colin ist daran angelehnt, wie Davies den Tod seines Partners Andrew Smith erlebte, der 2018 an einem Hirntumor verstarb und vorher jahrelang von Davies gepflegt worden war: „Manchmal denke ich, ich bin ein Monster, aber das ist Andrews Tod.“[5] Den letzten Tod der Serie wiederum nicht zu zeigen bezeichnet Davies zwar als guten Twist, aber sagt auch: „Es ist eigentlich kein Trick, sondern der Punkt ist, dass es wirklich passierte. Im echten Leben passierte es unzählige Male – Freunde und Geliebte wurden nicht am Krankenbett Sterbender zugelassen. [...] Das Publikum geht durch eine ähnliche Erfahrung. Das ist, was es ist. Man will dabei sein, ihre letzten Worte hören, und es wird einem verweigert. Ich kenne Leute, die bis heute mit der Wut und diesem Verlust leben.“[6]

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar 2015 teilte Russell T Davies erstmals mit, dass er für Channel 4 an einer Dramaserie namens The Boys über AIDS in den 1980ern arbeite, die er eines seiner persönlichsten Projekte nannte, mit dem er darauf zurückblicke, wie er selbst auf das Thema AIDS reagiert hatte.[7] Sie war ursprünglich mit acht Episoden geplant und wurde zunächst von Channel 4 abgelehnt, dann auch von BBC One und ITV, laut Davies weil sie das Sterben von Menschen behandle.[8] 2018 wurde beim Edinburgh International Television Festival schließlich die Serienbestellung durch Channel 4 verkündet.[9] Der Sender verlangte zunächst eine Reduzierung auf vier Episoden, aber Davies’ fünfte Episode wurde dennoch angenommen.[10] Außerdem hatte Davies eine finale sechste Episode geplant, aber nicht geschrieben, die die Figur Jill in der Gegenwart mit 55 Jahren begleitet hätte.[11]

Die Hauptbesetzung der Serie besteht aus dem Years & Years-Sänger Olly Alexander, Lydia West, die für Davies bereits in Years and Years gespielt hatte, und den drei Newcomern Nathaniel Curtis, Omari Douglas und Callum Scott Howells. Prominente schwule Gaststars sind etwa Neil Patrick Harris und Stephen Fry.[12] Alle der um die 40 bis 50 schwulen Sprechrollen wurden auch mit schwulen Schauspielern besetzt.[13] Die Dreharbeiten begannen im Oktober 2019 in Manchester.[14] Der Serientitel wurde im Oktober 2020, wahrscheinlich um eine Verwechslung mit der Serie The Boys zu vermeiden, zu It’s a Sin nach dem gleichnamigen Lied der Pet Shop Boys umbenannt.[15]

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. Januar 2021 begann die Ausstrahlung der Serie mit der ersten Episode auf Channel 4, während alle fünf Episoden beim Online-Dienst des Senders, All 4, erschienen. Am selben Tag veröffentlichte Olly Alexander mit Years & Years eine Coverversion des Liedes der Pet Shop Boys It’s a Sin.[16]

In den Vereinigten Staaten erschien die Serie am 18. Februar 2021 auf der Streamingplattform HBO Max.[17]

In Deutschland wurde die Serie ins Programm der 71. Internationalen Filmfestspiele Berlin (Sektion: Berlinale Series) aufgenommen.[18] Die Ausstrahlungsrechte in Deutschland gingen im März an Starzplay. Starttermin der wöchentlichen Ausstrahlung war der 20. Juni 2021.[19]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zuschauerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Episode wurde bei der Ausstrahlung auf Channel 4 von 1,9 Millionen Zuschauern gesehen und war damit der erfolgreichste Start einer Dramaserie des Senders seit Deadwater Fell im Januar 2020 und das beste Ergebnis für ein Drama des Senders in der jüngeren Zielgruppe (16 bis 34 Jahre) seit drei Jahren.[20] Auf der Online-Plattform des Senders All 4, wo alle Episoden auf einmal verfügbar waren, brachten sie es nach Berichten vom 2. Februar zusammengenommen auf 6,5 Millionen Sichtungen, was der Plattform mit dem Januar die bislang höchsten Monatszahlen bescherten.[21]

Rezensionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lucy Mangan vom Guardian vergibt fünf Sterne und nennt die Serie ein führendes Meisterwerk und eine Art Begleiter zu Davies’ früherer Serie Queer as Folk, die das Thema AIDS nicht behandelt hatte, was It’s a Sin tue, ohne etwas an Davies’ Gusto, Pietätlosigkeit, Freude und Raffinesse zu verlieren.[22]

Louisa Mellor von Den of Geek schreibt: „Mit einer makellosen Besetzung angeführt von dem glänzenden Olly Alexander ist It’s a Sin Davies’ bislang beste Serie; ein freudvoller Tribut an verlorene Leben, der ein kochendes Urteil zu Ignoranz und Grausamkeit abliefert.“ Sie sei schmerzhaft anzuschauen, aber nicht erdrückend, was an den Helfern wie Jill liege.[23]

Jamie Tabberer von dem Schwulen-Magazin Attitude hält sie für eine der besten schwulen Serien, die jemals gemacht wurden, und schreibt, es sei schwierig, einen Makel zu finden. „Sie ist ein kraftvoller, emotionaler, unterhaltsamer und lehrreicher Ritt, der engagierte Darstellungen, eine makellose Besetzung und ein tadelloses Drehbuch mit generationsübergreifenden Reiz aufweist, unterstrichen von Peter Hoars glänzende, kinoreife Regie.“[24]

Patrick Heidmann von der Zeit schreibt: „It's a Sin funktioniert nun nicht zuletzt deswegen so gut, weil Davies und sein Regisseur Peter Hoar nicht experimentieren, sondern die Serie nach klassischen Melodrama-Mustern erzählen und dabei stets die Emotionen ihrer Zuschauerinnen und Zuschauer im Blick haben.“ Zu kritisieren sei etwa mangelnde Subtilität und die politische Dimension komme ihm etwas zu kurz. „Gleichzeitig ist es gerade Davies' Fokussierung auf seine eigene Erfahrungswelt jener Jahre, aus der die Serie ihre größten Stärken entwickelt. Denn die Wahrhaftigkeit, mit der It's a Sin als Zeitdokument funktioniert, aber auch allgemein den Weg queerer Selbstfindung nachzeichnet, sucht ihresgleichen. Nicht nur ist hier Platz für die tragischen Konsequenzen, die Homophobie, Ignoranz und Falschinformationen (auch innerhalb der LGBTQ-Community) für das Leben Tausender junger Männer hatte, sondern auch für Scham, Selbsthass oder quälende Versteckspiele innerhalb der Familie oder dem beruflichen Umfeld, die für viele queere Menschen vor und nach dem Coming-out zum Alltag gehören. Doch gleichzeitig ist die Serie eben auch eine stets humorvolle, mitunter fast euphorische Ode an die Freiheit, schwule Selbstermächtigung und queere Freundschaften.“[25]

Ralf Döbele vergibt für fernsehserien.de 4,5 von 5 Sternen und schreibt, Davies stürme im positiven Sinne rücksichtslos auf sein Hauptthema zu und beleuchte es geschickt von allen Seiten. Es handle sich um schwere Kost und sei nicht leicht als Zuschauer zu sehen, wie Charaktere, die man innerhalb kürzester Zeit vollkommen ins Herz geschlossen hat, nach und nach auf unvorstellbar grausame Art und Weise zu Grunde gehen. Aber dennoch gelinge es aufgrund des grandiosen Timings und Humors, den Zuschauer nicht zerstört zurückzulassen. Die Serie sei „ohne Zweifel eines der besten Fernsehevents der letzten Jahre – ein Meisterwerk in der ohnehin bereits hochkarätigen Karriere des Russell T Davies.“[26]

Einfluss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Serie und der Werbung durch den Cast wird zugeschrieben, HIV und Tests wieder stärker ins Bewusstsein gebracht und dazu beigetragen zu haben, dass es einen Anstieg an Personen, die sich testen ließen, gab. So berichtete der Terrence Higgins Trust, dass in der nationalen HIV Test Week am Anfang Februar an einem einzelnen Tag 82.000 Personen einen Test anforderten, ein neuer Rekord, der zuvor 28.000 Personen betrug.[27] Im Berlinale-Gespräch berichtete Davies, die Anzahl der Aidstests in Großbritannien sei seit der Ausstrahlung um 400 Prozent gestiegen.[25]

Der Designer Philip Norman, der im April 2020 in Lambeth der erste HIV-positive Bürgermeister Großbritanniens wurde, entwarf ein T-Shirt mit dem Schriftzug „La.“ – die Begrüßung der Hauptfiguren. Pro verkauftem Exemplar wurden 20 Pfund an den Terrence Higgins Trust gespendet. Bereits einen Tag nach dem Verkaufsstart waren 10.000 Pfund eingenommen worden. Bis Ende Juni 2021 waren fast 30.000 T-Shirts verkauft und um die halbe Million Pfund für den Terrence Higgins Trust eingenommen worden.[28]

David Opie schrieb für Digital Spy darüber, wie die Serie dabei helfe, schwulen Sex und seine Darstellung im Fernsehen zu normalisieren, etwa wenn Ritchie erkennt, dass er sich nicht dafür schämen müsse, schwulen Sex zu genießen und Spaß dabei zu haben, oder indem mit Mythen gebrochen und Tabus angegangen werden.[29]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Serie wurde im Rahmen der Berlinale 2021 für den LGBTIQ-Preis Teddy Award nominiert.[30]

Festival de Télévision de Monte-Carlo 2021[31]

  • Goldene Nymphe als Beste Serie
  • Goldene Nymphe an Lydia West als Beste Schauspielerin

National Television Awards 2021

  • Auszeichnung in der Kategorie Neue Dramaserie
  • Nominierung in der Kategorie Drama-Performance für Olly Alexander

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. It's a Sin. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 2. Juli 2021.
  2. Florence Carr: It’s A Sin writer Russell T Davies: “A lot of it is based on myself and people I know”. In: RadioTimes. 12. Januar 2021. Abgerufen am 26. Januar 2021.
  3. Russell T Davies: Russell T Davies: ‘I looked away for years. Finally, I have put Aids at the centre of a drama’. In: The Guardian. 3. Januar 2021. Abgerufen am 26. Januar 2021.
  4. Louisa Mellor: It’s a Sin’s Doctor Who Crossover Pays Tribute to Remembrance of the Daleks Actor. In: Den of Geek. 25. Januar 2021. Abgerufen am 26. Januar 2021.
  5. Rachel Hall: It’s a Sin: Colin’s death inspired by my husband’s, says Russell T Davies. In: The Guardian. 12. Juni 2021. Abgerufen am 13. Juni 2021.
  6. Gerrad Hall: Why It's a Sin didn't show that final death: 'I know a good twist when I see it'. In: Entertainment Weekly. 25. Juni 2021. Abgerufen am 26. Juni 2021.
  7. Tara Conlan: Russell T Davies writing TV drama about Aids in the 1980s. In: The Guardian. 15. Januar 2015. Abgerufen am 26. Januar 2021.
  8. Jamie Tabberer: IT'S A SIN WAS ALMOST NEVER MADE AFTER BEING REJECTED BY AT LEAST THREE TV CHANNELS. In: Attitude. 26. Januar 2021. Abgerufen am 26. Januar 2021.
  9. Ian Sandwell: Russell T Davies' AIDS crisis drama The Boys is finally coming to Channel 4. In: Digital Spy. 22. August 2018. Abgerufen am 26. Januar 2021.
  10. Darren Scott und Josh Milton: Russell T Davies' seminal AIDS drama It's a Sin was almost never made after being turned down by TV bosses. In: PinkNews. 25. Januar 2021. Abgerufen am 15. Februar 2021.
  11. Daniella Scott: It's a Sin creator Russell T Davies reveals there are three missing episodes. In: Cosmopolitan. 25. Februar 2021. Abgerufen am 26. Februar 2021.
  12. Morgan Jeffery: Olly Alexander, Keeley Hawes, Stephen Fry and Neil Patrick Harris will star in Russell T Davies’ new series Boys. In: RadioTimes. 3. Oktober 2019. Abgerufen am 26. Januar 2021.
  13. Nick Levine: It’s A Sin Creator Russell T Davies: “Cast Gay as Gay”. In: AnOther. 20. Januar 2021. Abgerufen am 27. Januar 2021.
  14. Adam Starkey: Olly Alexander and Keeley Hawes kick off filming on Russell T Davies drama Boys in Manchester. In: Metro. 15. Oktober 2019. Abgerufen am 26. Januar 2021.
  15. Patrick Cremona: Russell T Davies shares first-look teaser and title change for new drama Boys, now It’s A Sin. In: Radio Times. 2. Oktober 2020. Abgerufen am 26. Januar 2021.
  16. Josh Milton: Years & Years drop powerful cover of Pet Shop Boys’ ‘It’s a Sin’ ahead of groundbreaking Olly Alexander AIDS drama. In: PinkNews. 22. Januar 2021. Abgerufen am 26. Januar 2021.
  17. Louis McCreesh: It's a Sin confirms US release date on HBO Max. In: Digital Spy. 26. Januar 2021. Abgerufen am 26. Januar 2021.
  18. Scott Roxborough: New TV Show From 'Doctor Who', 'Years and Years' Writer Russell T Davies in Berlinale Series 2021 Lineup. In: The Hollywood Reporter. 25. Januar 2021. Abgerufen am 26. Januar 2021.
  19. Vera Tidona: „It’s a Sin“: Starzplay zeigt LGBT-Miniserie mit Neil Patrick Harris im Juni. In: fernsehserien.de. 10. Mai 2021. Abgerufen am 3. März 2021.
  20. Jake Kanter: 'It's A Sin': Russell T Davies' AIDS Crisis Series Goes Down A Storm In UK Ahead Of HBO Max Launch. In: Deadline Hollywood. 26. Januar 2021. Abgerufen am 15. Februar 2021.
  21. It's A Sin: Channel 4 series gives All 4 record-breaking month. In: BBC News. 2. Februar 2021. Abgerufen am 15. Februar 2021.
  22. Lucy Mangan: It’s a Sin – Russell T Davies AIDS Drama is a poignant masterpiece. In: The Guardian. 22. Januar 2021. Abgerufen am 26. Januar 2021.
  23. Louisa Mellor: It’s a Sin Review: Russell T Davies AIDS Drama is a Soaring Tribute. In: Den of Geek. 19. Januar 2021. Abgerufen am 27. Januar 2021.
  24. Jamie Tabberer: It’s a Sin Review: ‘One of the best gay TV shows ever made’. In: Attitude. 20. Januar 2021. Abgerufen am 27. Januar 2021.
  25. a b Patrick Heidmann: Eine Ode an schwule Selbstermächtigung. In: Zeit Online. 4. März 2021. Abgerufen am 4. März 2021.
  26. „It’s a Sin“: Mitreißendes Meisterwerk von „Queer as Folk“-Schöpfer Russell T Davies – Review. In: fernsehserien.de. 2. Juli 2021. Abgerufen am 3. Juli 2021.
  27. William Richards: Olly Alexander says he's "moved" to see record HIV tests following 'It's A Sin'. In: NME. 5. Februar 2021. Abgerufen am 15. Februar 2021.
  28. Ros Wynne Jones: First openly HIV-positive mayor's single-word T-shirt to fight stigma. In: Mirror. 24. Juni 2021. Abgerufen am 26. Juni 2021.
  29. David Opie: It's a Sin's groundbreaking gay sex scenes are more important than you realise. In: Digital Spy. 29. Januar 2021. Abgerufen am 15. Februar 2021.
  30. Filme 2021. In: teddyaward.tv. Abgerufen am 27. Februar 2021.
  31. Erik Peddersen: Monte-Carlo TV Festival Winners: ‘Uncle Frank’ & ‘It’s A Sin’ Dominate Fiction Field. In: Deadline Hollywood. 22. Juni 2021. Abgerufen am 23. Juni 2021.