James Bond 007 – Octopussy

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Filmdaten
Deutscher Titel James Bond 007 – Octopussy
Originaltitel Octopussy
Octopussy-logo.svg
Produktionsland Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1983
Länge 131 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
Stab
Regie John Glen
Drehbuch George MacDonald Fraser,
Richard Maibaum,
Michael G. Wilson
nach Ian Fleming
Produktion Albert R. Broccoli,
Michael G. Wilson,
Tom Pevsner
Musik John Barry,
Titelsong: Rita Coolidge
Kamera Alan Hume
Schnitt Peter Davies,
Henry Richardson
Besetzung
Synchronisation

James Bond 007 – Octopussy (Originaltitel: Octopussy) ist ein britischer Action-Thriller um den Filmagenten James Bond aus dem Jahr 1983. Es ist der 13. Film der von Eon Productions Ltd. produzierten Reihe und entstand unter der Regie von John Glen. Der Film startete am 5. August 1983 in den bundesdeutschen Kinos.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James Bond soll auf Kuba ein Flugzeug auf einer Luftwaffenbasis zerstören, auf der gerade ein Reitturnier stattfindet. Erst getarnt als Turnierteilnehmer, dann als Soldat, bringt er dazu in einem Flugzeughangar in einer aufgeklappten Flugzeugnase eine Bombe an, wird auf frischer Tat ertappt, und die Bombe wird entschärft. Bond wird verhaftet und auf einem offenen LKW von der Basis weggebracht. Er kann jedoch seinen Bewachern entkommen, als seine Kollegin, die mit seinem Geländewagen gefolgt ist, die Soldaten ablenkt. Bond steigt nun auf den vom Geländewagen gezogenen Anhänger um, in dem sich ein Flugzeug befindet, und koppelt den Geländewagen ab.

Bond öffnet den Anhänger, rollt mit dem Flugzeug hinaus und startet. Plötzlich wird er von einer Boden-Luft-Rakete verfolgt, die sich nicht abschütteln lässt. Er fliegt durch den Flugzeughangar, worauf versucht wird, ihn durch Schließen des Tores aufzuhalten. Bonds Jet kommt jedoch noch gerade durch, die Boden-Luft-Rakete jedoch nicht. Sie explodiert im Hangar.

Die Haupthandlung beginnt in Ost-Berlin vor dem Mauerfall, zu Zeiten des Wettrüstens (SS-20-Stationierung, NATO-Doppelbeschluss). Bonds Kollege 009 versucht, als Clown verkleidet über die Sektorengrenze nach West-Berlin zu gelangen, wird jedoch von zwei Messerwerfer-Artisten, Zwillingen, schwer verletzt. Mit letzter Kraft schleppt er sich in die britische Botschaft und überbringt dem Botschafter ein Fabergé-Ei, dann stirbt er.

In London löst das Ei, welches als Fälschung identifiziert worden ist, Konfusion beim MI6 aus. Zusammen mit einem Kunstexperten begibt sich James Bond zum Auktionshaus Sotheby’s, um die Hintergründe aufzuklären. Hier soll das Original versteigert werden, welches Bond gegen die Fälschung austauschen kann. Meistbietender, und damit Käufer (der Fälschung), ist der im indischen Exil lebende afghanische Prinz Kamal Khan, der für illegalen Kunsthandel und Hehlerei bekannt ist. Bond glaubt, mit Kamal eine heiße Spur zu haben, und erhält den Auftrag, diesen zu beschatten.

Vor Ort im indischen Udaipur konfrontiert Bond sogleich Kamal mit dem (echten) Ei, welches Kamal für die Fälschung halten muss (da er ja das Original ersteigert zu haben glaubt), wonach dieser ihm seine Mordkommandos auf den Hals hetzt. Bond wird gefangengenommen und gelangt somit, wie beabsichtigt, in Kamals streng bewachten Monsunpalast. Hier wird er Zeuge eines Vertrags, den Kamal Khan mit dem sowjetischen General Orlov eingeht. Orlov ist politischer Hardliner, der einen Sieg des Kommunismus durch einen militärischen Präventivschlag in Europa beabsichtigt. Beide verabreden sich zu einer noch unbekannten Aktion in Karl-Marx-Stadt in der DDR und erwähnen zudem mit der geheimnisvollen Octopussy eine dritte Verbündete. Bei dieser Aktion wird das tatsächlich echte Ei, das von den Verbrechern für die Fälschung gehalten wird, zerstört.

Bond kann auch Octopussy aufspüren, die sich als Tochter eines britischen Ex-Agenten und Schmugglers entpuppt, dem Bond dereinst die Möglichkeit eines ehrenvollen Todes eingeräumt hatte. Octopussy lebt auf einer Flussinsel, schart eine Truppe aus Leibwächterinnen um sich und betreibt zudem einen Wanderzirkus, mit dem sie auch auf internationale Tournee geht. Der Zirkus ist gleichzeitig ein Schmuggelunternehmen, das sie mit Kamal betreibt. Diesmal verschiebt sie den russischen Zarenschatz, den Orlov aus seiner Heimat stehlen und durch Kopien (u. a. das Fabergé-Ei vom Anfang) ersetzen ließ. Octopussy ist auf Bonds Seite und schützt ihn auch vor Kamals Zugriff. Als dieser einige Killer auf die Insel schickt, kommt Bond scheinbar um und kann so untertauchen.

Da Bond nun weiß, wo er Orlov und Kamal finden wird, begibt er sich nach Karl-Marx-Stadt, wo der Octopussy-Zirkus gerade gastiert. Während die Zirkusleute nach Ende des Gastspiels wieder abbauen und ihren Sonderzug für die Fahrt zum nächsten Etappenpunkt – der US-Air-Force-Basis im westdeutschen Feldstadt – vorbereiten, wird Bond Zeuge von Kamals und Orlovs Plan: Orlov will nicht nur den Zarenschatz verschieben, sondern vor allem eine Atombombe, versteckt in einer Kanone von Octopussys Zirkus, im US-amerikanischen Stützpunkt zünden. Da keinerlei Rückschluss auf die sowjetische Herkunft der Bombe gezogen werden können, hofft er, alles würde wie eine Unfall aussehen: Eine amerikanische Bombe, die ungewollt auf deren Stützpunkt explodiert. Dadurch soll, auf Druck der westdeutschen Friedensbewegung, die Abrüstung einseitig auf Seiten der NATO-Staaten verlaufen. Die Staaten des Warschauer Pakts, allen voran die Sowjetunion, hätten dadurch einen taktischen Vorteil, um Europa durch einen von Orlov favorisierten konventionellen Überraschungsangriff zu erobern.

Bond kann der Situation entkommen und auf den Zug gelangen, während Orlov im Kugelhagel der Grenztruppen der DDR an der innerdeutschen Grenze stirbt, als er von General Gogol gestellt wird, der den Austausch des Zarenschatzes zwischenzeitlich aufgedeckt hat. Auf der Westseite wird Bond aber von Kamals Handlangern vom Zug befördert, woraufhin er sich auf eigene Faust in Richtung Feldstadt aufmacht, denn der Countdown des Zeitzünders in der Bombe läuft bereits. Trotz etlicher Hürden gelangt Bond noch rechtzeitig in die Vorstellung und kann die Bombe kurz vor Ablauf des Countdowns entschärfen. Octopussy merkt, dass Bond noch lebt – und sie betrogen wurde.

Kamal ist in der Zwischenzeit nach Indien geflohen und bereitet sich darauf vor unterzutauchen. Bond gelangt mittels eines Heißluftballons in den Monsunpalast und verfolgt Khan zu dessen Privatflugzeug, einer Beechcraft Model 18, wo Octopussy als Geisel festgehalten wird. Nach einem Luftkampf mit dem Leibwächter Gobinda kann Bond mit Octopussy aus dem landenden Flugzeug abspringen, bevor Kamal und sein Flugzeug zerschellen.

Zum Schluss des Films sitzen General Gogol, ein britischer Minister und M in Ms Büro. Es wird die Frage nach Bonds Verbleib gestellt, welcher mit seinen Verletzungen begründet wird. In Wahrheit genießt er die gemeinsame Zeit mit Octopussy auf deren Schiff in Indien.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dies war der erste Bond-Film unter dem Banner von MGM, das 1982 mit der ursprünglichen Bond-Produktionsgesellschaft United Artists fusionierte.

Drehbuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ursprüngliche Drehbuch wurde von Produzent Albert R. Broccoli, Regisseur John Glen und George MacDonald Fraser verfasst. Dieses Drehbuch wurde jedoch durch ein anderes ersetzt, das Richard Maibaum gemeinsam mit Michael G. Wilson verfasste. Fraser wurde dennoch als einer der Autoren genannt.[2]

Inhaltlich hat der Film außer dem Titel kaum etwas mit der gleichnamigen Kurzgeschichte von Ian Fleming gemeinsam. Ein Teil ihrer Handlung wird im Film in einem Gespräch zwischen Bond und Octopussy wiedergegeben. Eine andere literarische Quelle für das Drehbuch war die Kurzgeschichte Globus – meistbietend zu versteigern (englischer Originaltitel: The Property of a Lady). Die Szene, in der ein Fabergé-Ei versteigert wird, ist ihr entnommen.

Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film übernahm den Titel der gleichnamigen Kurzgeschichte von Ian Fleming. Octopussy ist im Film außerdem der Spitzname der von Maud Adams dargestellten Figur.

Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach im In tödlicher Mission hatte Roger Moore immer wieder geäußert, die Rolle des James Bond nicht mehr spielen zu wollen. Sein ursprünglicher Vertrag verpflichtete ihn zur Mitwirkung in drei Filmen und war mit Der Spion, der mich liebte erfüllt. Später unterschrieb er nur noch für den jeweils folgenden Film. Da Moore zunächst nicht von einer Mitarbeit an Octopussy überzeugt werden konnte, begannen die Produzenten mit der Suche nach einem neuen James-Bond-Darsteller, wobei die Namen Timothy Dalton und James Brolin im Gespräch waren. Mit Brolin waren sogar schon Probeaufnahmen aufgezeichnet worden.[3]

Den Produzenten war es jedoch wichtig, wieder Moore als James Bond verpflichten zu können, da man im bevorstehenden „Duell“ mit Sean Connerys Sag niemals nie nicht auf dessen Zugkraft als Star verzichten wollte.[3] Letztlich gelang es doch noch, Moore davon zu überzeugen, die Hauptrolle in Octopussy zu spielen. Er erhielt dafür 4 Millionen US-Dollar sowie eine prozentuale Beteiligung am Einspielergebnis.[2]

Für die Rolle der Octopussy waren ursprünglich Faye Dunaway, Persis Khambatta oder Sybil Danning vorgesehen worden, ehe man sie an Maud Adams vergab. Maud Adams spielte nach Der Mann mit dem goldenen Colt bereits in ihrem zweiten Bond-Film.

Robert Brown, der in Der Spion, der mich liebte als Admiral Hargeaves auftrat, agiert hier erstmals nach Bernard Lees Tod in der Rolle des M. Er stand bereits Ende der 1950er Jahre für die Fernsehserie Ivanhoe gemeinsam mit Roger Moore vor der Kamera.

Penelope Smallbone, die Assistentin von Miss Moneypenny, wird von Michaela Clavell gespielt, der Tochter des Romanautors James Clavell. Als eine von Octopussys Tänzerinnen agiert Tracy Llewelyn, die Tochter von Q-Darsteller Desmond Llewelyn.

Bonds indischer Kontaktmann Vijay wird von Vijay Amritraj dargestellt, einem damals sehr populären Tennisprofi. Als Anspielung darauf hantiert er in der Taxijagdszene mit einem Tennisschläger. Da er kein Mitglied der Schauspielergewerkschaft war, wollte diese seinen Einsatz verhindern. Man einigte sich schließlich, indem man die Rolle auf zwei Charaktere verteilte. Bei der neu geschaffenen Figur handelt es sich um den von Albert Moses dargestellten Sadruddin.[4]

Produzent Michael G. Wilson ist in zwei Cameo-Auftritten zu sehen. Einmal ist er als Passagier auf dem indischen Urlauberboot zu sehen, ein anderes Mal als russischer General in der sowjetischen Sicherheitskonferenz.

Titeldesign[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Gestaltung der Filmtitel war bereits zum elften mal Maurice Binder verantwortlich. Er verwendete ein für 1983 neuartiges Verfahren, indem er mit Lasern Bilder auf weibliche Körper projizierte.[5]

Dreharbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden vom 10. August 1982 bis 25. Januar 1983 statt.[6]

Die ersten vier Tage der Dreharbeiten diente Berlin als Kulisse, wo unter anderem am Checkpoint Charlie und der Berliner Mauer gedreht wurde. Die Verfolgungsjagd mit dem Alfa Romeo entstand auf der AVUS.[7]

Ab dem 16. August bezog die Filmcrew ihr Quartier in den Pinewood Studios, von wo aus Szenen in Großbritannien aufgenommen werden sollten. Dazu gehörten u. a. Außenaufnahmen an der Nene Valley Railway, wobei am Bahnhof von Wansford jene Szenen gedreht wurden, die im Film in Karl-Marx-Stadt spielen.[2]

Auf der RAF Upper Heyford wurde Octopussys Zirkus aufgebaut. Anschließend wurde dasselbe Gelände so hergerichtet, dass es für die Aufnahmen der auf dem USAF Stützpunkt Feldstadt spielenden Szenen genutzt werden konnte, wo Bond den Sprengkopf entschärft. Auf einem weiteren Luftwaffenstützpunkt, dem RAF Northolt, wurden die Szenen für die Einleitungssequenz des Films gedreht, in der Bond mit dem Acrostar-Minijet (BD-5J) von einem südamerikanischen Militärstützpunkt entkommt. Diese Szene sollte ursprünglich bereits in dem Film Moonraker umgesetzt werden.[2]

Am 12. September 1982 wurden die Dreharbeiten nach Udaipur in Indien verlagert, um die zahlreichen in Indien spielenden Szenen aufzunehmen. Das Taj Lake Palace Hotel diente als Drehort der Szenen, die auf Octopussys Insel spielen.[2]

Anschließend zog das Filmteam wieder in die Pinewood Studios, wo auf der 007 stage der Innenhof von Kamal Khans Palast nachgebaut wurde. In England wurde zunächst bis an Heiligabend 1982 gedreht, nach einer Pause dann wieder ab dem 3. Januar 1983. Beendet wurden die Dreharbeiten des ersten Filmteams schließlich am 21. Januar 1983.[2]

Dreh- und Handlungsorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In folgenden Ländern wurde gedreht:[8]

Lake Palace (Hotel) im Pichhola-See, Udaipur, Indien
Der Monsoon Palast
Das 311 Hangar at RAF Northolt, das für die Jet Stunts Szene verwendet wurde

Gadgets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Acrostar kam am Anfang des Films zum Einsatz.

Bond ist bereits mit einer Seiko G757[9]-Uhr ausgerüstet, die wiederum später auch den Sender im Fabergé-Ei orten kann.
Q stattet Bond mit folgenden Ausrüstungsgegenständen in Indien aus:

  • einem Füllfederhalter, der ein Abhörgerät und Säure statt Tinte enthält. Mit der Säure befreit sich Bond später aus seinem Zimmer in Kamals Palast, und mit dem Abhörgerät hört er Kamal im Gespräch mit General Orlov ab.
  • einer Seiko TV-Watch DXA001/002,[10] die Bond bereits bei Q begutachtet und beim Überfall auf Kamals Palast am Ende des Films trägt. Sie wurde 1982 vorgestellt und brauchte im Gegensatz zu dem im Film gezeigten Modell einen Empfänger in der Größe eines Walkmans.[11]

Filmmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

John Barry komponierte wieder die Filmmusik, nachdem er am vorhergehenden Bond-Film nicht beteiligt gewesen war. Er komponierte auch den von Rita Coolidge interpretierten Titelsong All Time High, zu dem Tim Rice den Text beisteuerte. Angeblich machten die Produzenten zur Vorgabe, dass der Titel des Liedes nicht Octopussy lauten dürfe. Barry hatte sich zunächst Elaine Paige als Interpretin gewünscht, mit der er bereits häufig zusammengearbeitet hatte. Später zog man Shirley Bassey in Betracht, bevor Rita Coolidge ausgewählt wurde.[2]

Soundtrack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Soundtrack zu Octopussy war der erste, der 1983 bei A&M Records auf CD und LP erschien. Er erreichte Platz 137 in den US-amerikanischen Album-Charts.[12]

Im Jahre 1997 brachte RykoDisc eine neue CD-Fassung (Daten-CD mit Audiospur) heraus. Sie enthielt Trailer, englische Dialoge (nur Audio) aus dem Film zwischen den Musikstücken und ein klappbares Booklet mit Poster. Nach dem 40. James-Bond-Jubiläum wurde 2003 eine neue, aufgearbeitete Fassung von Capitol Records veröffentlicht. Die Dialoge und Trailer wurden entfernt, das klappbare Booklet mit Cover-Anpassung belassen. Sie gehört damit zu den drei James-Bond-Soundtrack-CDs von Capitol, bei denen es sich um modifizierte Fassungen von RykoDisc handelt.

Originalauflage (1983/2003)
  1. All Time High gesungen von Rita Coolidge
  2. Bond Look Alike
  3. 009 Gets The Knife and Gorbinda Attacks
  4. That's My Little Octopussy
  5. Arrival At The Island Of Octopussy
  6. Bond At The Monsoon Palace
  7. Bond Meets Octopussy
  8. Yo Yo Fight and Death Of Vijay
  9. The Chase Bomb Them
  10. The Palace Fight
  11. All Time High gesungen von Rita Coolidge
RykoDisc Fassung (1997)
  1. All Time High gesungen von Rita Coolidge
  2. Bond Look Alike
  3. Miss Penelope (Dialog aus dem Film)
  4. 009 Gets The Knife and Gorbinda Attacks
  5. That's My Little Octopussy
  6. Arrival At The Island Of Octopussy
  7. Introducing Mr Bond (Dialog aus dem Film)
  8. Bond At The Monsoon Palace
  9. Bond Meets Octopussy
  10. Poison Pen (Dialog aus dem Film)
  11. Yo Yo Fight and Death Of Vijay
  12. The Chase Bomb Them
  13. The Palace Fight
  14. All Time High gesungen von Rita Coolidge

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Synchronisation führte die Cine Adaption GmbH in München[13] durch. Das Dialogbuch schrieb John Pauls-Harding, und Dialogregie führte Michael Brennicke.

Rolle Schauspieler Deutsche Synchronsprecher
James Bond Roger Moore Niels Clausnitzer
Octopussy Maud Adams Viktoria Brams
Kamal Louis Jourdan Erik Schumann
Magda Kristina Wayborn Dagmar Heller
Gobinda Kabir Bedi Willi Roebke
Orlow Steven Berkoff Horst Sachtleben
Q Desmond Llewelyn Manfred Schmidt
M Robert Brown Wolf Ackva
Moneypenny Lois Maxwell Helga Trümper
Gogol Walter Gotell Herbert Weicker
Vijay Vijay Amritraj Sigmar Solbach
Sadruddin Albert Moses Michael Brennicke
Sir Frederick Gray Geoffrey Keen Paul Bürks
Generalsekretär Paul Hardwick Norbert Gastell

Uraufführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Premiere des Films fand am 6. Juni 1983 im Odeon Leicester Square in London in Anwesenheit von Prinz Charles und Prinzessin Diana statt.[2]

In den Vereinigten Staaten startete Octopussy am 10. Juni 1983 und in der Bundesrepublik Deutschland am 5. August 1983 in den Kinos.[14]

Nachwirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Finanzieller Erfolg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Octopussy entstand mit Produktionskosten von ca. 27,5 Millionen US-Dollar und spielte weltweit etwa 187,5 Millionen US-Dollar ein.[6] Er war damit der finanziell zweiterfolgreichste im Jahr 1983 gestartete Film und übertraf Sag niemals nie, der weltweit etwa 160 Millionen US-Dollar einspielte.[15]

Die Zeitschrift Stern gibt als weltweites Einspielergebnis inflationsbereinigte 426 Millionen US-Dollar an, was nach Stand von 2011 das viertschlechteste Ergebnis eines Bond-Films ist. Die Besucherzahlen in Deutschland werden mit 4,3 Millionen angegeben.[16]

Zeitgenössische Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kritikerstimmen zum Erscheinungszeitpunkt des Films waren vorsichtig positiv.

Vincent Canby nannte die Handlung des Films in der New York Times zwar „unverständlich“, lobte aber Regie, Produktionsdesign und Actionszenen. Er kam zu dem Schluß, der 13. James-Bond-Film sei „besser als die Meisten.“[17]

Richard Corliss schrieb in der Time, Bond „versteht es immer noch, zu unterhalten.“[18]

Die Variety empfand insbesondere die „speaktakulären Luftstunts“ des Filmes besonders gelungen.[19]

Hans-Christoph Blumenberg kritisierte Octopussy in der Zeit. Er schrieb „Roger Moores Bond, ein schlaffer Lebemann, geht im Dauer-Feuerwerk der Sensationen völlig unter.“[20]

Spätere Bewertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Octopussy wird rückblickend als ein unterdurchschnittlicher Beitrag zur James-Bond-Serie angesehen, was auch die Platzierungen in zahlreichen Ranglisten der letzten Jahre belegen.

Bereits ein Jahr nach seiner Veröffentlichung nannte Raymond Benson Octopussy in seinem 1984 erschienenen Standardwerk The James Bond Bedside Companion eher „eine James-Bond-Actionkomödie als ein James-Bond-Thriller.“ Er fasste zusammen, der Film sei „unterhaltsam und spaßig, aber letztlich mittelmäßig.“[21]

Im Jahr 1996, 13 Jahre nach seiner Veröffentlichung, nannte James Berardinelli Octopussy einen der beiden „albernsten“ Bond-Filme. Die Handlung sei „so umständlich und verschachtelt, dass sie nicht viel Sinn ergibt. [...] Letztendlich sind es die extravaganten Stunts und Verfolgungsjagden, die Octopussy vor dem Müllhaufen bewahren.“[22]

Die Zeitschrift Entertainment Weekly erstellte 2006, 23 Jahre nach Veröffentlichung des Films, eine Rangfolge der James-Bond-Filme, wobei Octopussy lediglich als 19. von 21 Filmen abschnitt.[23] Im selben Jahr bewerteten die Mitarbeiter der Multimedia-Webseite IGN die Bond-Filme und wählten Octopussy auf Platz 14.[24]

Zwischen 2011 und 2012 wurde von den Besuchern der James-Bond-Fanseite MI6-HQ.com über die besten Bond-Filme abgestimmt, wobei Octopussy Platz 17 von 22 Filmen erreichte.[25]

Im Jahr 2012 wurden die Bond-Filme auch durch die Leser des 007 Magazine bewertet, wobei Octopussy den 14. von 24 Plätzen belegte.[26] In einer ebenfalls 2012 veröffentlichten Liste des Rolling Stone nimmt Octopussy Platz 16 von 24 James-Bond-Filmen ein.[27] In dem 2012 erschienenen Sonderheft 50 Jahre James Bond des Stern wird der Film mit 2 von 5 Sternen („schwach“) bewertet.[28]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saturn Award 1984

  • Nominierung in der Kategorie Bester Fantasyfilm
  • Nominierung in der Kategorie Beste Nebendarstellerin für Maud Adams

Golden Reel Award der Motion Picture Sound Editors 1984

  • Nominierung in der Kategorie Best Sound Editing - Foreign Feature - Sound Effects

Goldene Leinwand 1984

  • 3 Millionen Kinobesucher in 18 Monaten

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde ab 1984 als Leihversion und als Kaufkassette von Warner Bros. in Deutschland veröffentlicht. Warner hatte dieses Recht bis Ende der 1990er inne und gab es dann an 20th Century Fox Entertainment ab. Die erste DVD-Version wurde im Zuge der Special Edition im Jahr 2000 veröffentlicht. Die Blu-Ray-Version folgte ab 2012 zum 50. Serien Jubiläum.[29]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  Wikiquote: Octopussy – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für James Bond 007 – Octopussy. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juni 2005 (PDF; Prüf­nummer: 53 949 V/DVD).
  2. a b c d e f g h Production Notes. Auf: mi6-hq.com (englisch). Abgerufen am 29. April 2013.
  3. a b  (2000). Inside Octopussy [DVD]. MGM Home Entertainment Inc..  26. Oktober 2015.
  4. Roger Moore: My Word is My Bond. HarperCollins, 2009, Kap. 12.
  5. James Bond: 50 Years of Main Title Design. Auf: artofthetitle.com (englisch). Abgerufen am 6. Januar 2013.
  6. a b Box office / business for James Bond 007 - Octopussy. Auf: imdb.com (englisch). Abgerufen am 29. April 2013.
  7. Steve Rubin, Siegfried Tesche: Die Hintergrund-Story zu 25 Jahre Bond. Kino Verlag, Hamburg 1987, ISBN 3-89324-026-8, S. 181–185.
  8. Siegfried Tescher: Der große James Bond-Atlas. Wissen Media Verlag, Gütersloh/München 2008, ISBN 978-3-577-07305-9, S. 60/61
  9. Seiko G757 5020 Sports 100. In: jamesbondlifestyle.com, abgerufen am 27. Februar 2014.
  10. Frank Günthör: Artikel zur SEIKO TV-Watch. In: taschenfernseher.de, abgerufen am 27. Februar 2014.
  11. Bild in taschenfernseher.de, abgerufen am 27. Februar 2014.
  12. ‘Skyfall’ Soundtrack: Highest-Charting Bond Album in 27 Years. In: billboard.com, abgerufen am 22. März 2013. (englisch)
  13. Deutsche Synchronkartei
  14. Release dates. Auf: imdb.com (englisch). Abgerufen am 29. April 2013.
  15. WorldwideBoxoffice. Auf: worldwideboxoffice.com(englisch). Abgerufen am 1. Mai 2013.
  16. Einspielergebnisse weltweit In: Stern-Edition 2/2012, S. 72–73.
  17. Vincent Canby: JAMES BOND MEETS 'OCTOPUSSY'. In: The New York Times. 10. Juni 1983, abgerufen am 27. Oktober 2015.
  18. Richard Corliss: Cinema: The Bond Wagon Crawls Along. In: Times. 27. Juni 1983, abgerufen am 27. Oktober 2015.
  19. Review: ‘Octopussy’. In: Variety. 31. Dezember 1982, abgerufen am 27. Oktober 2015.
  20. Hans-Christoph Blumenberg: Im Kino. In: Die Zeit. 12. August 1983, abgerufen am 29. April 2013.
  21. Benson, Raymond: The James Bond Bedside Companion (Kindle-Edition), Crossroad Press, 2012
  22. James Berardinelli: Octopussy. A Film Review by James Berardinelli. In: reelviews.net. 1996, abgerufen am 1. Mai 2013 (englisch).
  23. Countdown: Ranking the Bond Films auf ew.com (englisch), abgerufen am 26. Dezember 2012.
  24. James Bond's Top 20 – Ranking 007's films from worst to best. Auf: ign.com (englisch). Abgerufen am 6. Januar 2013.
  25. Best Bond Film Results. auf: mi6-hq.com (englisch), abgerufen am 26. Dezember 2012.
  26. 007 MAGAZINE readers vote On Her Majesty's Secret Service as greatest ever Bond film! auf: 007magazine.co.uk (englisch), abgerufen am 26. Dezember 2012.
  27. James Bond's Best and Worst: Peter Travers Ranks All 24 Movies auf rollingstone.com (englisch), abgerufen am 22. Dezember 2012.
  28. Volltreffer und Rohrkrepierer: sämtliche Bond-Missionen in der Manöverkritik In: Stern-Edition 2/2012 50 Jahre James Bond, S. 64–71.
  29. http://007homevideo.com/bluray_02_50th.html