Julius Konrad Otto

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Julius Konrad Otto, Kupferstich von August Christian Fleischmann, 1728

Julius Konrad Otto, auch Julius Otto, geboren als Naphtali Margolioth (hebräisch נפתלי מרגלות, יוליוס קונרד אותו[1]; * 12. September 1562 vermutlich in Prag; † 1649 in Edinburgh) war Professor für hebräische Sprache an der Akademie Altdorf und der Universität Edinburgh.

Einen Teil seines Lebens verbrachte er im Osmanischen Reich. Während vieler Jahre auf Wanderschaft war er unter anderem in Nürnberg, Hamburg, Bremen, Frankfurt am Main, Gießen, Butzbach, Bozen, Kempten im Allgäu, Straßburg und Worms als privater Hebräischlehrer tätig. Otto stammte aus dem Judentum und gehörte in Laufe seines Lebens nacheinander der römisch-katholischen, der evangelisch-lutherischen, der reformierten und der presbyterianischen Kirche an, vielleicht unterbrochen durch eine zwischenzeitliche Rückkehr zum Judentum.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Julius Konrad Otto (Naphthali Margolioth)[2][3] soll nach älterer Literatur ein Sohn von Martin Philipp und Maria Magdalena in Wien gewesen sein.[4] Jedoch sind weder christliche Vornamen seiner jüdischen[5] Eltern noch Wien als Geburtsort wahrscheinlich. Prozessakten und eine Verbindung zum Bistum Würzburg deuten auf eine Herkunft der Familie aus dem württembergisch-fränkischen Raum hin.[6] In einer Publikation bezeichnete sich Julius Otto als Pragensis (= aus Prag stammend).[7] Er führte seine Abstammung zurück auf Rabbi Jakob Margolioth (יעקב מרגליות) (* um 1430; gest. um 1492),[8][9] Hochmeister der Juden zu Nürnberg,[10] und seinen Sohn Rabbi Eisek (Isaak ben Jakob) Margolioth (אייזק מרגליות) (* um 1456; gest. 1525),[11][9] Oberrabbiner von Prag.[3] Ein Teil der Familie emigrierte wegen der Verfolgungen in Deutschland und Böhmen nach Krakau und andere polnische Städte. Ihr bedeutendster Vertreter war Samuel Margolioth (* um 1512; gest. 1551), der 1527 von König Sigismund I. zum Senior der großpolnischen und masowischen Juden ernannt wurde.[12] Wahrscheinlich war auch er ein Vorfahr von Naphthali Margolioth.[13] Einer der Söhne Samuel Margolioths, Antonius Margaritha, trat 1521/22 wie Naphthali Margolioth zum Christentum über und lehrte in Augsburg, Leipzig und Wien Hebräisch.

Aufenthalt im Osmanischen Reich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Julius Konrad Otto schrieb um 1642 rückblickend auf sein Leben, er habe – offenbar als Jugendlicher – „vier Jahre in einer vertrauten Weise (familiariter) mit den Juden in Jerusalem[14] zusammengelebt; und (dann) zwölf Jahre in Istanbul-Edirne … gelehrt“.[15][16] Naphthali Margolith hat nach eigener Darstellung „von Jugendt auff“ seine „zeit mit studieren und lesen … zugebracht inn heiliger Schrifft und im Talmud, wie auch in andern Rabinischen Büchern“.[5] Für seine Studien habe er „Reisen in fremde Länder unternommen, nicht nur ein oder zwei, sondern viele Jahre, und zwar in verschiedene und die entlegensten Teile der Welt“.[17] Er wurde „zu einem Rabbi geordnet“ (ordiniert; vgl. → Semicha) und hat „die Bibel, den Talmud und anderer alten Rabbinen schrifften erkleret vnnd außgelegt“.[18] Otto bezeichnete sich auch später noch selbst als jemand, der „einst bei den Juden ein Rabbi“ (Rabbi olim apud Judaeos) gewesen ist.[19]

Taufe in Würzburg und Konversion in Nürnberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Dreifaltigkeitsfest (27. Mai) 1600 wurde Naphthali Margolith mit Unterstützung von Bischof Julius Echter von Mespelbrunn in Würzburg getauft,[6] wahrscheinlich in der Kirche St.-Kilian des u. a. für die Judenmission gestifteten Juliusspitals.[20] Er nahm den christlichen Namen Julius Konrad Otto an.[21] In Nürnberg wurde er unter dem Einfluss des Pfarrers an St. Sebald Mag. Johannes Fabricius (1560–1636)[22] evangelisch.[6] Otto handelte mit Schmuck und arbeitete in der Druckerei von Elias Hutter als Lektor für die hebräische Sprache.[6] Der Nürnberger Stadtrat genehmigte Hutter 1601 die Errichtung einer Sprachschule für Hebräisch, Griechisch und Latein,[23] an der wahrscheinlich auch Julius Konrad Otto unterrichtete. Dieser heiratete 1602 in Nürnberg Margaretha, die Witwe von Joachim Lotter.[24]

Überfall in Michelbach an der Heide[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1602 warf Julius Konrad Otto seinem Verwandten Jaudas (Judas), dessen Schwiegersohn Klein-Michael und seinem Bruder Groß-Michael aus Michelbach an der Heide und anderen Juden aus Crailsheim und Hengstfeld vor, ihn unter einem Vorwand nach Michelbach in das markgräflich-ansbachische Gebiet gelockt und ihm dort Kleinodien, Geld, Dolch und Rapier abgenommen zu haben. Sie hätten ihn auch wegen seines Übertritts zum Christentums geschlagen, misshandelt und versucht, den ebenfalls getauften Juden Samuel Friderich[25] zu engagieren, um ihn ermorden zu lassen.[6] Die Beamten des Markgrafen Georg Friedrich I. von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach im Oberamt Crailsheim Vogt Simon von Haym genannt Eisen (1560–1619), Kastner Wolf Frosch († 1627/31) und Amtsschreiber Philipp Vogtherr (* um 1561; † 1605) führten daraufhin eine Untersuchung durch, bei der in Hengstfeld Wertgegenstände beschlagnahmt und Marx (Mordechai), dessen Sohn Coppel (Jakob) und Berlein (Issachar) wegen Raubes verhaftet wurden.

Johann Konrad von Wollmershausen (1576–1640) zu Amlishagen und Burleswagen, dessen Vater den Juden Marx und Berlein zu Hengstfeld 1598 einen Schutzbrief auf zehn Jahre verkauft hatte,[26] strengte einen Prozess vor dem Reichskammergericht gegen Markgraf Georg Friedrich I. von Brandenburg und seine Beamten an.[27] Nach dem Tod von Georg Friedrich I. 1603 lehnte dessen Nachfolger Markgraf Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach die weitere Beteiligung am Verfahren ab, weil er nicht direkter Universalerbe seines Vorgängers sei, sondern das Lehen kraft Singularsukzession (Einzelrechtsnachfolge) als Stammlehen (ex pacto et providentia) empfangen habe.[28][6]

Professor in Altdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Universität Altdorf

1603 bis 1607 war Julius Konrad Otto Professor für hebräische Sprache an der Akademie der Reichsstadt Nürnberg in Altdorf. Er veröffentlichte in dieser Zeit eine hebräische Grammatik und bereitete den Druck eines hebräischen Wörterbuchs vor. Otto beabsichtigte außerdem, unter dem Titel ספר הקבלה [= Sēfer haḳ-ḳabbālâ] eine Sammlung kabbalistischer rabbinischer Handschriften herauszugeben.[29][7]

Es handelt sich bei diesem Projekt vermutlich um die Vorbereitung seiner Darstellung rabbinischer Theologie,[30] die er 1605 unter dem Titel Gali Razia. Occultorum Detectio in Hebräisch, Transkription (in sephardischer Tradition), deutscher und lateinischer Übersetzung veröffentlichte.[31] Mit dem Buch wollte er den Nachweis (monstratio) führen, dass Rabbiner „vor und nach Christi Geburt von dem Messia und gantzem Göttlichen Wesen, zur warheit deß Evangelij, geschrieben“ und bereits die Trinitätslehre vertreten haben. Otto benutzte für dieses Buch nicht die päpstlich zensierte Basler Ausgabe des Talmuds von Ambrosius Froben,[32] sondern den „rechten alten, In welchem viel schöner Lehr begriffen sein“, den er „mit gefahr Leibs und Lebens neben andern Rabbinischen schriften und Büchern von ihnen (den Juden) bekommen“ hatte.[5] Er orientierte sich bei seinen Randverweisen an dem Kompendium עין יעקב [= ʿÊn Jaʿaḳōv][33] der Aggada des babylonischen Talmuds von Rabbi Jakob ben Salomo Chabib.[34][35]

Julius Konrad Ottos Werk Gali Razia ist inhaltlich ganz zu unterscheiden von einer angeblichen, tatsächlich wohl erfundenen Schrift „Gale razeya“ des „Rabbenu Haccados“ (רבנו הקדוש; Rabbenû haḳ-Ḳadôsch = Rabbi Jehuda ha-Nasi), die der Franziskaner Petrus Galatinus (Pietro Colonna Galatino; * um 1460/65; † 1540) unter dem Titel Opus de arcanis catholicae veritatis 1518 auszugsweise herausgegeben hatte.[36] Der getaufte Jude Pablo de Heredia (Paulus de Heredia; * um 1405/15; † um 1485/90) aus Aragon hatte ein angeblich von Nechonja ben ha-Qana angefertigtes Exzerpt aus „Galerazaya“ unter dem Titel Epistola de secretis[37] bereits Ende des 15. Jahrhunderts veröffentlicht.[38]

Bei seinen Vorlesungen vermittelte Otto neben Hebräisch auch Grundzüge der aramäischen Sprache, deren chaldäische und altsyrische Varianten er beherrschte, und des rabbinischen Hebräischen (Mittelhebräisch).

Otto korrespondierte in seiner Altdorfer Zeit u. a. mit Johannes Molther d. Ä. (1561–1618) in Marburg, Johann Buxtorf in Basel oder Georges I. Babou de La Bourdaisière (1540–1607) und Isaac Casaubon in Paris.[39] Der überschuldete Elias Hutter hatte sich 1604/1605 aus Nürnberg nach Prag abgesetzt und seinem Bürgen, dem Losungsschreiber Hieronymus Koeler (1542–1613),[40] hohe Schulden hinterlassen, die zu einem großen Teil durch den aufwändigen Druck eines Neuen Testaments in 12 Sprachen[41] angehäuft worden waren.[23] Julius Konrad Otto schlug Isaac Casaubon 1606 die Herausgabe einer Neuauflage vor, die sich mit einer verbesserten hebräischen Übersetzung besser verkaufen würde.[42]

Julius Konrad Otto verließ Altdorf im Dezember 1607 in Richtung München und Ingolstadt. Seiner Frau Margaretha gegenüber, die er mit Schulden zurückließ, soll er geäußert haben, er könne die Bosheit und Heimtücke (malitia & perfidia) der Menschen nicht mehr ertragen, unter denen er lebe.[24]

Wanderschaft als Privatlehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angeblich wandte sich Otto wieder dem Judentum zu.[43][44] Er hat sich später in Hamburg aufgehalten. Dort erschien 1614 mit der Verfasserangabe „Julius Otto Pragensis“ ein Liber Psalmorum mit einer lateinischen Interlinear-Übersetzung ausgewählter Psalmen.[7] Der Autor wollte in Hamburg Hebräisch unterrichten[45] und versuchte, das Studium der Sprache zu erleichtern, indem er die Präfixe und Suffixe hervorgehoben darstellte.[46] Michael Havemann, der um 1610/15 das Gymnasium in Hamburg besucht hatte, würdigte „Julius Conradus Otto, welchen ich in meiner Jugend gekant und den Grund der Hebräischen Sprache von ihm erlernet“, als „trefflichen“ Mann.[47] Hans Felix Balber (1596–1664),[48] der auf dem Gymnasium Illustre Bremen Theologie studiert hatte, behauptete,[49] dass ein getaufter Jude namens Otto 1615 einige Studenten in Bremen um Geld und Schmuck erleichtert habe.[50]

Am 26. September 1617 wurde der Jude Jacobus Margarita, der angeblich Rabbi in Krakau gewesen war,[13] mit Zustimmung des Antistes (Superintendenten) Johann Jakob Breitinger durch Diakon Felix Weiß (* um 1572; † 1628) im Grossmünster Zürich auf den Namen „Johannes“ getauft.[49] Hans Felix Balber versicherte jedoch wenig später, dass er denselben Mann 1615 in Bremen als getauften Christen kennengelernt hatte, der sich damals „Otto“ nannte. Jacobus Margarita bzw. „Johannes“ floh am 11. November nachts aus Zürich. Es ist nicht sicher, ob es sich bei ihm um Julius Konrad Otto gehandelt hat[50] oder ob Balber ihn nicht doch eher mit einem seiner Cousins[13] verwechselte.

Am 23. Juli 1618 wurde den Scholarchen in Frankfurt am Main gemeldet, dass der in „der Hebräischen Sprach erfahrne … M. Julius Otto“ einige Woche in der Stadt bleiben und „uff Vergünstigung … die Hebräische Sprach docieren“ wollte.[51] Den akademische Grad eines „Magisters“ hat Otto allerdings nie erworben.[52] Unter seinen Schülern in Frankfurt waren 1618 Ludwig von Hörnigk[53] und Christian Gerlach (1602–1665), die beide anschließend die Akademie Gießen bezogen.[54]

Im Winter 1618/19 amtierte ein sehr gebildeter Jude in Sulz (Soultz-Haut-Rhin) im Oberelsass, eine Tagesreise von Basel entfernt, als „judischer Schulmaister“. Er sprach Latein und kannte sich gut in der christlichen Religion aus. Ein jüdischer Mitarbeiter, der Co-Corrector Abraham Braunschweig, informierte Johannes Buxtorf über das Gerücht, es sei derselbe, der sich bei den Christen hatte taufen lassen. Buxtorf, der diesem Lehrer einmal (nach Altdorf) geschrieben hatte, war davon überzeugt, dass es sich um den früheren Altdorfer Professor Julius Conradus Otto handelte, der „zum letzten Mal“ in Zürich getauft worden war.[50]
Butzbach 1633, Zeichnung von Valentin Wagner

Im Frühjahr 1619 unterrichtete Julius Otto einige Studenten der Akademie in Gießen – darunter Hellwig Dieterich (Helvicus Dietericus) (1601–1655)[55][56] – im Hebräischen.[57] Er unterbrach die Tätigkeit in Gießen und lebte bis Pfingsten 1619 einige Wochen am Hof einer Nebenlinie des Hauses Hessen-Darmstadt in Butzbach. Dem gelehrten Landgrafen Philipp III. von Hessen-Butzbach brachte er in vier Wochen die Gründzüge des Hebräischen, Syrischen und Chaldäischen (Aramäischen) bei. Er unterrichtete auch den Hofprediger Samuel Heiland d. J. (* 1595; † um 1632), der ihn im Gegenzug in die Astronomie einführte. Der Butzbacher Pfarrer Johannes Dieterich (1572–1635), Vater des Hellwig Dieterich, hielt Otto für einen besseren Sprachlehrer als den 1617 verstorbenen Gießener Philologen Christoph Helwig: „Mein Helvicus ist auch zu Gießen sein discipul gewesen und viel weiter kommen als bey D. Helvico seligen, kan biblia Hebraica verstehen, schreibet auch ein fein Hebräisch Carmen, daß ich michs frewe“.

Nach eigenen Angaben unternahm Julius Otto mit zwei Studenten ungefähr ab Mai 1620 eine neunmonatige Reise nach Tunis und Fès in Afrika.[58] Landgraf Ludwig V. Hessen-Darmstadt habe ihm dafür 400 Goldgulden gegeben, damit er vor Ort gründlich die Arabische Sprache erlernen könne. Einer der Studenten habe erkrankt in Bozen zurückbleiben müssen, der andere sei schon auf dem Heimweg nach Hessen.

Am 7. Februar 1621 stellte sich Julius Otto auf der Rückreise dem Pfarrer Georg Zeämann (1580–1638)[59] in Kempten als Professor primarius der Sprachen an der Akademie Gießen vor.[58] Er spreche 12 Sprachen[41] und könne „innerhalb 5 stund oder, so lang ein kertz brennet, einen, der kein buchstaben in Hebraea lingua (= Sprache) kenne, solche sprach also gründlich lehren …, daß er ein argument fertig machen könne.“ Zeämann wunderte sich über das schlechte Latein Ottos und die geringen Lernerfolge zweier Pfarrer und dreier Schüler, die er zu ihm geschickt hatte. „Daß er ein geborener Jud, hat er mit dem wenigsten wort sich nicht verlauten laßen“. Zeämann erkundigte sich über Konrad Dieterich, der vertraulich seinen Bruder Johannes in Butzbach befragen sollte, über die tatsächlichen Verhältnisse in Gießen. Seine in Kempten aufgelaufenen Schulden bezahlte („prästierte“) Otto trotz Zusage nicht, der Stadtrat löste ihn schließlich aus und schenkte ihm 4 Taler.[60] Im März 1621 war Otto in Straßburg und unterrichte dort seit mehreren Wochen die orientalischen Sprachen.[50]

Um 1630 „informierte“ „Julius Ottho … ein gelehrter und sonderlich in der Arabischen unnd Hebraischen Spraach wol fundirter Mann“ in Worms als Hauslehrer die Kinder eines „vornehmen Herrn“ in Hebräisch.[53] Er geriet dort in Streit mit dem Arzt Joseph Beyfuß (Joseph ben Meïr Wallich genannt Pheibusch)[61] (gest. 1643),[62] Belga Hebraeus[63], der als einer der ersten Juden in Padua den Grad eines Dr. med. erworben hatte,[64] über dessen angeblich gute, aber tatsächlich wohl dürftige Arabischkenntnisse.[53]

Aus dem folgenden Jahrzehnt ist nichts über Ottos Leben bekannt. Er selbst gab später an, er habe nach seinem Aufenthalt im Osmanischen Reich „zwanzig Jahre in Gallia und zehn Jahre in Deutschland die (orientalischen) Sprachen öffentlich und privat … gelehrt“.[15][16] Diese Zahlen entsprechen nur dann annähernd den bekannten Daten seines Lebenslaufs, wenn „Gallia“ nicht als „Frankreich“, sondern als verhüllende Bezeichnung für das „Frankenland[65] verstanden wird.[66] Seine frühere Tätigkeit an der Akademie Altdorf (inzwischen zur Universität erhoben), die abrupt endete, erwähnte er nicht. Julius Konrad Otto blickte um 1642 auf eine mindestens 42-jährige Lehrtätigkeit zurück[67] „mit größtem Fortschritt der Schüler durch (seine) wunderbare Konzentration (admirabili compendio) (des Lernstoffs)“.[68][16]

Professor in Edinburgh[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

King James’ College in Edinburgh um 1647

Nachdem er schon Ende 1641 dort tätig gewesen war, wurde Julius Conradus Otto am 26. Januar 1642 für ein Gehalt von 1200 Mark als erster Professor für orientalische Sprachen, Hebräisch, Chaldäisch, Syrisch, Rabbinisch und Slawisch[69][16] an der Universität Edinburgh angestellt.[70] Er soll aus Holland kommend angeworben worden sein[71] und war der erste geborene Jude, der in Schottland nachzuweisen ist. Anmerkungen in zwei Manuskripten der Universitätsbibliothek Edinburgh[72] legen nahe, dass es sich tatsächlich um Johann Konrad Otto selbst[73] und nicht um einen gleichnamigen Sohn handelte.[74][75] Als Professor der Edinburgher Akademie gehörte Julius Conradus Otto der presbyterianischen Kirche (Ecclesia Scotiae) an.[16]

Durch Tod oder Rücktritt Ottos war die Stelle seit etwa 1650/51 vakant, bis sie 1659 mit Alexander Dickson, einem Pfarrer aus Newbattle, wiederbesetzt wurde.[70] Sein Kollege Robert Baillie (1602–1662) schrieb 1653 über Otto als „Professore nuper (= bis vor kurzem in) Edinburgino“, was dessen Tod voraussetzt.[73] Nach den Edinburgher Ratsprotokollen erfolgte die letzte Gehaltszahlung an ihn für das zweite Quartal 1649.[76]

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Sprachlehrer[57] (Präzeptor)[53] versuchte Julius Conrad Otto, den Lernstoff durch Konzentration,[16] visuell vereinfachte Formenanalyse (nach dem Vorbild von Elias Hutter)[46] und die über eine bloße Grammatik-Übersetzungsmethode hinausführende Vermittlung von Sprachfähigkeit[58] („daß er ein argument fertig machen könne“) didaktisch auf eine neue Weise zu vermitteln. Namentlich bekannte Schüler (Michael Havemann, Ludwig von Hörnigk, Christian Gerlach, Hellwig Dieterich, Philipp III. von Hessen-Butzbach, Samuel Heiland d. J.) waren überzeugt vom Lernerfolg seines Unterrichts.

Der Beitrag des Altdorfer Professors zur Vermittlung rabbinischer Theologie in seinem Werk Gali Razia. Occultorum Detectio wurde von Zeitgenossen zunächst interessiert aufgegriffen (Isaac Casaubon, George Babou de La Bourdaisière). Der Heidelberger Professor Johann Balthasar Baumbach († 1622) sprach sich noch 1609 in einem in Nürnberg gedruckten Buch lobend über Julius Konrad Ottos Werk aus.[77] Später wurden Otto von vielen christlichen Kollegen die heimliche Flucht aus Altdorf, Aspekte seiner Lebensführung (Schulden, Verlassen der Ehefrau, unkritische Selbstdarstellung) und ein angeblicher Abfall vom christlichen Glauben vorgeworfen (Hans Felix Balber, Johann Buxtorf der Ältere). Auch antijüdische Vorurteile (Georg Zeämann)[58] spielten eine Rolle. Besonders die einflussreiche Kritik von Theodoricus Hackspan,[78] Johann Christoph Wagenseil[43] (beide spätere Nachfolger auf dem Altdorfer Lehrstuhl) und dem Kopenhagener Professor Thomas Bang (1600–1661)[79] mit dem Vorwurf der Apostasie und Verfälschung von Quellen führte zu einer negativen Bewertung von Julius Konrad Ottos durch christliche Autoren im 17./18. Jahrhundert.[80] Wagenseil nannte Otto einen verus fur, trifur, trifurcifer (= richtigen Dieb, Oberganoven, Superbösewicht).[43]

Robert Sheringham (1602–1678)[81] und Johannes Vorst (1623–1676)[82] waren unter den ersten, die Ottos Beitrag zur Darstellung rabbinischer Theologie unvoreingenommener würdigten. Paul Colomiès (1638–1692) stimmte Julius Konrad Otto darin zu, dass er im Gegensatz zu Buxtorf und Jean Plantavit de La Pause den Mischnatraktat Pirḳê Abôt (von Otto Rabbi Simeon ben Gamaliel zugeschrieben) von dem Kommentarwerk Abôt des Rabbi Nathan unterschieden hatte.[83]

In der christlichen Mystik des frühen 17. Jahrhunderts wurden Anregungen aus Gali Razia. Occultorum Detectio vereinzelt aufgegriffen. Durch Ottos Schrift könnte Jakob Böhme Grundgedanken der jüdischen Kabbala kennengelernt haben,[84] auch der Rosenkreuzer und christliche Kabbalist Johannes Steudner (1620–1666)[85] bezog sich darauf.[86]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Prozessakten Johann Konrad von Wollmershausen zu Amlishagen und Burleswagen ./. Markgraf Georg Friedrich von Brandenburg, dessen Beamte in Crailsheim …, „uff die pfandung drei gefangene juden … bet(reffend) Verletzung kläg. Obrigkeit in Hengstfeld durch bewaffneten Überfall, … Plünderung der Häuser der kläg. schirmverwandten Juden Marx und Berlein, wobei neben Schuldverschreibungen und Kostbarkeiten auch der 800 Goldgulden umfassende Schatz der Frau des Marx abhanden kam. Gefangennahme beider Juden und des Coppel, Sohn des Marx, mit anschließender Verschleppung der Gefangenen nebst fünf Truhen nach Crailsheim; Mißhandlung unter dem Vorwand, daß sie des Raubs schuldig seien“, 1602-1618. In: Alexander Brunotte, Raimund J. Weber (Bearb.): Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Inventar des Bestands C 3, Bd. VII. Kohlhammer, Stuttgart 2005, Nr. 4867 (W 4733), S. 288f
  • Schreiben von Bürgermeister und Rat von Nürnberg an die Regierung in Ansbach mit beiliegender Supplik ihres Einwohners Julius Otto, getaufter Jude, betr. Beraubung durch seine Verwandten Jude Jaudas, dessen Tochtermann gen. Klein Michael und dessen Bruder gen. der Groß Michael zu Michelbach, und andere Juden von Crailsheim und Hengstfeld, 1602. In: Alexander Brunotte, Raimund J. Weber (Bearb.): Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Inventar des Bestands C 3, Bd. VII. Kohlhammer, Stuttgart 2005, Nr. 4867 – Q 5/6, S. 288f, bes. S. 289
  • Briefe von Isaac Casaubon aus Paris an Scipio Gentilis in Altdorf vom 4. Januar 1605, 28. März 1606 und 18. März 1607 sowie an Konrad Rittershausen in Altdorf von (April) 1606. In: Isaac Casaubon, Raphael Thorius: Epistolae, quotquot reperiri potuerunt, nunc primum junctim editae. Theodor Maire, ’s-Gravenhage 1638, Nr. XVIII und CX–CXII; S. 754f und 835–837 (Google-Books)
    • (wiederabgedruckt in:) Theodoor Jansson ab Almeloveen (Hrsg.): Isaaci Casauboni Epistolae. Fritsch & Böhm, Rotterdam 1709, Teil II, Nr. CCCCXXXIII, S. 231, Nr. CCCCXCIV, S. 263, Nr. CCCCXCIX, S. 265, und Nr. DXLVII, S. 285f (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München)
  • Briefe von Julius Conradus Otto an Isaac Casaubon aus Altdorf vom 5. Dezember 1604, von 1605, vom 2. August und 15. Dezember 1606, Note on Julius Conradus Otto's versions of Hebrew alphabets and the divine name, Brief von Isaac Casaubon an Julius Conradus Otto aus Paris von 1606, Brief von Georges I. Babou de La Bourdaisière an Julius Conradus Otto aus Paris vom 11. August 1606.[87] In: Anthony Grafton, Joanna Weinberg (Bearb.): Have Always Loved the Holy Tongue. Isaac Casaubon, the Jews, and a Forgotten Chapter in Renaissance Scholarship. Harvard University Press, Cambridge (Massachusetts) / London 2011, S. 234–256 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)
  • Briefe von Johann Buxtorf aus Basel an Kaspar Waser in Zürich vom 3. Februar 1619 und 28. März 1621[88]. In: Anthony Grafton, Joanna Weinberg (Bearb.): Have Always Loved the Holy Tongue. Isaac Casaubon, the Jews, and a Forgotten Chapter in Renaissance Scholarship. Harvard University Press, Cambridge (Massachusetts) / London 2011, S. 252f
  • Brief von Johann Dieterich aus Butzbach an seinen Bruder Konrad Dieterich in Ulm vom Mai 1619 und Briefe von Georg Zeämann aus Kempten an Konrad Dieterich in Ulm vom 7. und 19. Februar 1621.[89] In: Wilhelm Martin Becker: Aus dem Gelehrtenproletariat der nachreformatorischen Zeit. In: Archiv für Kulturgeschichte 8 (1910), S. 418–436, bes. S. 432–434
  • Ratsprotokoll des Stadtrats von Edinburgh, 26. Januar 1642. In: Alexander Bower: The history of the University of Edinburgh, Bd. I. Alexander Smellie, Edinburgh 1817, S. 200f (Google-Books)

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (Manuskript; verschollen) דיא סירישע גראמאטיקא[90] [= Die syrische Grammatica]. o. O. 1600[91]
  • (als Schreiber; verschollen) Cabbalisticum hebraicum (= hebräische kabbalistische Schrift), „descripsit (= hat abgeschrieben) Iulius Conradus Otto, Exiudaeus“. o. O. um 1600/05[92]
  • (mit Beiträgen von Konrad Rittershausen, Nicolaus Taurellus, Johann Conrad Rhumel,[93] Michael Virdung[94] und Daniel Schwenter) גלי רזיא [= Galî rāzyâ].[95] Gali Razia. Occultorum Detectio, Hoc est: Monstratio Dogmatum, Quae Omnes Rabbini Recte Sentientes, Ante Et Post Christi nativitatem, de unitate essentiae divinae, Trinitate personarum & de Messia posteritati reliquerunt … Das ist: Entdeckung der Lehr unnd meynung aller Rabbinen, die vor und nach Christi Geburt von dem Messia und gantzem Göttlichen Wesen, zur warheit deß Evangelij, geschrieben haben … Durch Julium Cunradum Ottonem Rabbi der Hebraischen Sprach und Professorn der Hohenschul zu Altorff. Sebastian Körber, Nürnberg 1605 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München), (Google-Books)
  • דקדוק לשון הקדש [= Diḳdûḳ lešôn haḳ-ḳōdeš].[96] Grammatica Hebraea, methodice tractata, Pro more Rabbinorum; Cui annexa est demonstratione usus sanctae linguae ex primo capite Geneseos; Cum abbreviaturis Rabbinicarum, secundum ordinem Alphabeti. Authore Julio Conrado Ottone, Rabbi olim apud Judaeos, jam verò Professore Hebraeae Linguae Altorfii Norocorum publico. Catharina Dietrich (Theodericus), Nürnberg 1605 (Google-Books)
  • (Probedruck; verschollen) Lexicon radicale, sive Thesaurus coronam Sacrae Scripturae complectens, in quo iuxta ordinem alphabetarium ponuntur nomina, verba, serviles et radicales literae et voces inde derivatae et radicales cognatae, quae cum in hebraica lingua, tum in Talmud et aliis rabbinorum scripta exstant. Nürnberg, um 1605 (1607?)
  • ספר תהלים [= Sēfer tehillîm]. Hoc est: Liber Psalmorum, nova eaque utili forma,[97] de qua praefatio docebit editus liber, hrsg. von Julius Otto (Pragensis?). Hamburg 1614[98][7][46]
(vermutlich Nachdruck oder Überarbeitung von: Elias Hutter (Hrsg.): ספר תהלים [= Sēfer tehillîm] sive Liber Psalmorum eleganti, nova, utili, maximeque necessaria typorum forma, qua primo statim intuitu, singularum vocum litterae radicales à servilibus discernuntur …. Johann Sachse, Hamburg 1586)[45]
  • (Vorlesungsankündigung) Quod felix faustumq[ue] sit Ecclesiae Reip. & Academiae Edinburgenae. R. Bryson, Edinburgh, um 1642.[99] In: Abraham Levy: Addendum to ‚The Origins of Scottish Jewry‘. In: Transactions of the Jewish Historical Society of England 19 (1955–1959), S. 161f (mit Abb.)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Christoph Wolf: Julius Conradus Otto. In: ders.: Bibliothecae Hebraea, Bd. III. Catharina Sophia Felginer, Hamburg / Leipzig 1727, S. 365f (Google-Books)
  • Siegmund Jakob Apinus: Vitae Professorum philosophiae qui a condita Academia Altorfina ad hunc usque diem claruerunt. Tauber Erben, Nürnberg und Altdorf 1728, S. 105–108 und 117 (Google-Books)
  • Johann Heinrich Zedler: Margolith (Naphthali). In: ders. (Hrsg.): Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschaften und Künste, Bd. XIX. Johann Heinrich Zedler, Leipzig und Halle 1739, Sp. 1389f (Google-Books); vgl. Otto (Julius) und Otto (Julius Conrad), Bd. XXV, Sp. 2439 (Google-Books)
  • Johann Moller: Julius Otto, Pragensis. In: ders., Cimbria literata, Bd. II Adoptivos sive Exteros, in Ducatu utroque Slesvicensi & Holsatico. Königliches Waisenhaus, Kopenhagen 1744, S. 606f (Google-Books)
  • Georg Andreas Will: Nürnbergisches Gelehrten-Lexicon, Bd. III. Lorenz Schüpfel, Nürnberg und Altfdorf 1757, S. 106–108 (Google-Books)
  • Alexander Fürst: Proselyten aus der Familie Margalita. In: Saat auf Hoffnung. Zeitschrift für die Mission der Kirche in Israel 7 (1870), S. 143–153, bes. S. 146f (Google-Books)
  • Wilhelm Martin Becker: Aus dem Gelehrtenproletariat der nachreformatorischen Zeit. In: Archiv für Kulturgeschichte 8 (1910), S. 418–436
  • George F. Black: The Beginnings of the Study of Hebrew in Scotland. In: Louis Ginzburg (Hrsg.): Studies in Jewish Bibliography and Related Subjects. Festschrift A. S. Freidus. Alexander Kohut Memorial Fund, New York 1929, S. 463–478.
  • Martin Friedrich: Zwischen Abwehr und Bekehrung. Die Stellung der deutschen evangelischen Theologie zum Judentum im 17. Jahrhundert. (Beiträge zur historischen Theologie 72). Mohr (Siebeck), Tübingen 1988, S. 42–45, 68 und 152 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)
  • Wolfgang Mährle: Academia Norica. Wissenschaft und Bildung an der Nürnberger Hohen Schule in Altdorf (1575–1623). (Contubernium. Tübinger Beiträge zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte 54). Steiner, Stuttgart 2000, S. 267–269 und 391 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)
  • Anthony Grafton, Joanna Weinberg (Bearb.): Have Always Loved the Holy Tongue. Isaac Casaubon, the Jews, and a Forgotten Chapter in Renaissance Scholarship. Harvard University Press, Cambridge (Massachusetts) / London 2011 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)
  • Karin Schuff: Jakob Böhmes Sophia. Eine Einführung. epubli, Berlin 2014, S. 31, 140–144 und 198 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kupferstich von August Christian Fleischmann (* vor 1690; † nach 1732). In: Sigismund Jakob Apinus: Vitae Professorum philosophiae qui a condita Academia Altorfina ad hunc usque diem claruerunt. Johann Daniel Tauber Erben, Nürnberg und Altdorf 1728, vor S. 104 (Digitalisat der Porträtsammlung der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Julius Conradus Otto selbst schrieb seinen Namen: יוליוש קונראדוש אטא; Gali Razia. Occultorum Detectio. Sebastian Körber, Nürnberg 1605, Ein brieff an die Juden.
  2. Nach hebräisch מרגלית margalith „Perle“, vgl. etymologisch verwandt griechisch μαργαρίτα margaríta, lateinisch margarita „Perle“ und den jüdischen Familiennamen „Perlmann“; Leopold Zunz: Namen der Juden. Eine geschichtliche Untersuchung. Gerstenberg, Leipzig 1837, S. 71.
  3. a b Gali Razia. Occultorum Detectio. Sebastian Körber, Nürnberg 1605 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München); Johann Duber, Stettin 1613 (Google-Books).
  4. Andreas Calagius: Natales Illustrium Virorum, Foeminarum, Urbium, Academiarum, Et Monasteriorum. Friedrich Hartmann, Frankfurt an der Oder 1609, S. 287 (Digitalisat der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen). Spätere Literatur ist von dieser Darstellung abhängig.
  5. a b c Gali Razia. Occultorum Detectio. Sebastian Körber, Nürnberg 1605, Praefatio ad lectorem (= Vorwort an den Leser).
  6. a b c d e f Prozessakten, 1602-1618. In: Alexander Brunotte, Raimund J. Weber (Bearb.): Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Inventar des Bestands C 3, Bd. VII. Kohlhammer, Stuttgart 2005, Nr. 4867 (W 4733), S. 288f.
  7. a b c d Vgl. Johann Christoph Wolf: Bibliothecae Hebraea, Bd. III. Catharina Sophia Felginer, Hamburg / Leipzig 1727, S. 366.
  8. Aus Lucca, auch Jakob Joseph Jaffe genannt Margolioth (יפה-מרגליות), gestorben in Worms.
  9. a b Jacob Margolioth of Nuremberg. In: Isidore Singer, Cyrus Adler (Hrsg.): The Jewish Encyclopedia, Bd. VIII., Funk und Wagnalls, New York 1904, S. 328.
  10. Regest einer Urkunde Kaiser Friedrichs III. vom 22. November 1487, ausgestellt in Nürnberg (Digitalisat bei Regesta Imperii Online).
  11. Aus Worms; Adolf Kohut: Der alte Prager jüdische Friedhof. Brandeis, Prag 1897, S. 97.
  12. Urkunde von 1527, ausgestellt in Krakau; Philipp Bloch: Der Streit um den Moreh des Maimonides in der Gemeinde Posen um die Mitte des 16. Jahrh. In: Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judenthums 47 (1903), S. 153–169, 263–279 und 346–356, bes. S. 349–351 (Digitalisat im Internet Archive)
  13. a b c Zur Familie Margoliot in Krakau, mit der Julius Konrad Otto (Naphthali Margolioth) verwandt war, vgl. Franz Menges: Margolis. In: Neue Deutsche Biographie 16 (1990), S. 168 f. (Online).
  14. Mit „Jerusalem“ könnte hier auch das „Jerusalem des Balkans“ Saloniki gemeint sein, wo eine der großen, sephardisch geprägten Gemeinden des Osmanischen Reiches bestand; Georg Bossong: Die Sepharden. Geschichte und Kultur der spanischen Juden. Beck, München 2016, S. 74f (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  15. a b „… qui Hierosolymis annos quatuor Judaeis familiariter convixit & qui Constantinopoli Hadrianopoli annos duodecim, in Gallia annos viginti, in Germania annos decem, easdem Linguas publice & privatim … praelegit“.
  16. a b c d e f Vorlesungsankündigung Quod felix faustumque …, um 1642.
  17. „Quam ad rem non unius et alterius, sed multorum annorum et quidem in varias et remotissimas mundi partes peregrinationibus usus sum“; Grammatica Hebraea. Catharina Dietrich, Nürnberg 1605, Vorwort.
  18. Gali Razia. Occultorum Detectio. Sebastian Körber, Nürnberg 1605, Widmungsvorrede an Christian II. von Sachsen.
  19. Grammatica Hebraea. Catharina Dietrich (Theodericus), Nürnberg 1605.
  20. Conrad Rieger: Beiträge zur Geschichte Unterfrankens, zur Literaturgeschichte und Geschichte der Medizin aus dem Archiv der Psychiatrischen Klinik zu Würzburg. Kaubitz, Würzburg 1910, bes. S. 23–31 mit Abb. (Digitalisat im Internet Archive); Ulrich Wagner: Geschichte der Stadt Würzburg, Bd. II. Theiss, Stuttgart 2004, S. 766.
  21. Als weitere Namenspatrone (Taufpaten) neben dem Bischof selbst kommen vielleicht die Domherren Konrad Ludwig Zobel von Giebelstadt (1582–1662) und Otto Friedrich Schutzbar genannt Milchling in Frage, die beide auch als Rektoren der Universität Würzburg amtierten.
  22. Aus Fürth, Theologe und Rechenmeister, Sohn von Johann Baptista Fabricius (1532-1578); Matthias Simon: Nürnbergisches Pfarrerbuch. Die evangelisch-lutherische Geistlichkeit der Reichsstadt Nürnberg und ihres Gebietes. Verein für Bayerische Kirchengeschichte, Nürnberg 1965, S. 60.
  23. a b Lore Sporhan-Krempel, Theodor Wohnhaas: Elias Hutter in Nürnberg und seine und seine Biblia in etlichen Sprachen. In: Archiv für Geschichte des Buchwesens 27 (1986), S. 157–162 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  24. a b Siegmund Jakob Apinus: Vitae Professorum philosophiae qui a condita Academia Altorfina ad hunc usque diem claruerunt. Tauber Erben, Nürnberg und Altdorf 1728, S. 106.
  25. Gemeint ist Samuel Friedrich Brenz aus Breitenau, der 1601 im ansbachischen Feuchtwangen getauft wurde und Jüdischer abgestreiffter Schlangen-Balg. Balthasar Scherf, Nürnberg 1614 verfasste (Google-Books).
  26. Freiheits- und Schirmbrief des Hans Werner von Wollmershausen (1561–1600) zu Amlishagen und Burleswagen für die Juden Marx und Berlein zu Hengstfeld auf zehn Jahre, 1598. In: Alexander Brunotte, Raimund J. Weber (Bearb.): Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Inventar des Bestands C 3, Bd. VII. Kohlhammer, Stuttgart 2005, Nr. 4867 – Q 7, S. 288f, bes. S. 289.
  27. Hans Gräser: Die Niederadelsfamilie von Wollmershausen. Crailsheimer Historischer Verein, Crailsheim 2018, S. 192–209, bes. S. 200 (PDF bei Crailsheimer Historischer Verein e. V.).
  28. Der nächste gemeinsame Vorfahr von Georg Friedrich I. und Joachim Ernst von Brandenburg war Kurfürst Albrecht Achilles von Brandenburg (1414–1486).
  29. Brief von Julius Conradus Otto an Isaac Casaubon vom 5. Dezember 1604, Brief von Isaac Casaubon aus Paris an Scipio Gentilis in Altdorf vom 4. Januar 1605.
  30. S. die Abschrift Cabbalisticum hebraicum im Werkverzeichnis.
  31. Gali Razia. Occultorum Detectio. Sebastian Körber, Nürnberg 1605.
  32. תלמוד בבלי [= Talmûd bablî]. Ambrosius Froben, Basel 1578–1580.
  33. = „Brunnen Jakobs“.
  34. Ausgaben Saloniki, 1516, Venedig 1546 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München), Krakau 1600 u. a.
  35. Gali Razia. Occultorum Detectio. Sebastian Körber, Nürnberg 1605, Nota vor Praefatio ad lectorem.
  36. Petrus Galatinus: Opus de arcanis catholicae veritatis, hoc est, in omnia difficilia loca veteris testamenti, ex Talmud, aliisque Hebraicis libris … contra obstinatam Iudaeorum perdidiiam, absolutissimus commentarius. Herwag, Basel 1550, S. 5, 74f, 80, 86, 112, 286, 475, 486, 533, 542, 544 u. ö. (Google-Books); Erstausgabe Gershom Soncini, Ortona Mare 1518.
  37. Paulus de Heredia, Nechonja ben ha-Qana: Neumiae filii Haccanae epistola de secretis ad Haccanam filium. o. O. [Eucharius Silber?, Rom um 1485/90] (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München).
  38. Wilhelm Schmidt-Biggemann: Geschichte der christlichen Kabbala, Bd. I 15. und 16. Jahrhundert. frommann-holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 2012, S. 282f.
  39. Anthony Grafton, Joanna Weinberg (Bearb.): Have Always Loved the Holy Tongue. Isaac Casaubon, the Jews, and a Forgotten Chapter in Renaissance Scholarship. Harvard University Press, Cambridge (Massachusetts) / London 2011, S. 234–236.
  40. Ein Sohn von Hieronymus Köler d. Ä.; Hannah S. M. Amburger, Die Familiengeschichte der Koeler, in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 30 (1931), 153–288, 190f (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München).
  41. a b Novum Testamentum Domini nostri Iesu Christi. Testamentum Novum Syriace, Ebraice, Graece, Latine, Germanice, Bohemice, Italice, Hispanice, Gallice, Anglice, Danice, Polonice. Elias Hutter, Nürnberg 1599.
  42. Briefe von Julius Konrad Otto aus Altdorf an Isaac Casaubon in Paris vom 2. August und 15. Dezember 1606 mit Erwähnung von Koeler („Hieronymus Keller“); Britisches Museum London (MS Burney Nr. 365, Bl. 261 und 263).
  43. a b c Johann Christoph Wagenseil: Sota. Hoc est: Liber mischnicus De uxore adulterii suspecta. Henrich Schönnerstädt, Altdorf 1674, S. 131f und 704 (Google-Books; rückläufig paginiert), (Google-Books) u. a.
  44. Bezweifelt von Alexander Fürst: Proselyten aus der Familie Margalita. In: Saat auf Hoffnung 7 (1870), S. 143–153, bes. S. 146f, oder Martin Friedrich: Zwischen Abwehr und Bekehrung. Die Stellung der deutschen evangelischen Theologie zum Judentum im 17. Jahrhundert. (Beiträge zur historischen Theologie 72). Mohr (Siebeck), Tübingen 1988, S. 42.
  45. a b Jacob Georg Christian Adler: Bibliotheca Biblica Serenissimi Würtenbergensium Ducis Olim Lorckiana. Johann David Adam Eckhardt, Altona 1787, S. 22 (Google-Books).
  46. a b c Verkaufskatalog Thomas Rodd (Hrsg.): Catalogue of Books for MDCCCXXXVII, Bd. I. Compton & Richie, London 1837, S. 1. (Google-Books).
  47. Michael Havemann: נר לרגל [= Nōr le-rägäl]. Wegeleuchte. Wieder die Jüdische Finsternißen. Johann Naumann, Jena 1663, S. 576f (Google-Books).
  48. Aus Zürich, im Sommersemester 1615 als „Joh. Felix Balberus Tig. Helv.“ am Paedagogium in Bremen verzeichnet, er hinterließ dort 10 Taler und 31 Grote Schulden an Verpflegungsgeld (Brief von Ludwig Crocius an Markus Rütimeyer (1580–1647) vom 23. März 1623; Leo van Santen: Bremen als Brennpunkt reformierter Irenik. (Brill's series in church history and religious culture 69) Brill, Leiden 2014, S. 100), im Juni 1615 immatrikuliert in Basel, 1615/16 an der Hohen Schule Herborn, 1620–1629 Diakon, ab 1629 Pfarrer, ab 1630 Dekan in Uster.
  49. a b Zum Folgenden Lebens-Beschreibung Hrn. Johann Jacob Breitingers. In: Miscellanea Tigurina, Bd. I. Bodmer, Zürich 1722, Ausgabe V, S. 1–104, bes. S. 53 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München); Johannes Friedrich Alexander de Le Roi: Die evangelische Christenheit und die Juden, Bd. I. (Schriften des Institutum Indaicum Berlin 9). Reuther, Karlsruhe 1884, S. 133f (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  50. a b c d Briefe von Johann Buxtorf aus Basel an Kaspar Waser in Zürich vom 3. Februar 1619 und 28. März 1621.
  51. Gebhard Florian, Achilles Augustus von Lersner: Nachgehohlte, vermehrte, und continuirte Chronica Der Weitberühmten freyen Reichs- Wahl- und Handels-Stadt Franckfurt am Mayn (Bd. II). Johann Adam Recksroth, Frankfurt am Main 1734, S. 109 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München).
  52. Wilhelm Martin Becker: Aus dem Gelehrtenproletariat der nachreformatorischen Zeit. In: Archiv für Kulturgeschichte 8 (1910), S. 418–436, bes. S. 432.
  53. a b c d Ludwig von Hörnigk: Medicaster apella oder Juden Artzt. Marx von der Heiden, Straßburg 1631, S. 178–180 (Google-Books).
  54. Johann Grambs: Christiani Infortunium & Gaudium, Das ist: Eines wahren Christen Leyd und Freud, gegen einander gehalten … Bey … Begräbnüß Deß … Herrn Christiani Gerlachii … Evangelischen Predigers und Wolverdienten Senioris. Friese, Frankfurt am Main 1665, S. 34f (Digitalisat der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen).
  55. Johannes Steuber, Helvicus Dieterich Kyrtorfiensis: Disputatio physica De pluralitate formarum. Gießen 1619; Johannes Steuber, Helvicus Dieterich: Disputatio theologica graeca, De loco ac statu amimarum beatarum in V. T. post mortem, et cultu sanctorum. Gießen 1619; u. a. Johannes Steuber übernahm 1620 die Professur für Hebräisch.
  56. Später Leibarzt zahlreicher Fürsten, unter anderem des Landgrafen von Hessen.
  57. a b Zum Folgenden vgl. Brief von Johann Dieterich aus Butzbach an seinen Bruder Konrad Dieterich in Ulm vom Mai 1619.
  58. a b c d Zum Folgenden vgl. Brief von Georg Zeämann aus Kempten an Konrad Dieterich in Ulm vom 7. Februar 1621.
  59. Aus Hornbach, Professor in Lauingen, Pfarrer in Kempten, Superintendent und Professor in Stralsund.
  60. Briefe von Georg Zeämann aus Kempten an Konrad Dieterich in Ulm vom 7. und 19. Februar 1621.
  61. וייבוש = Phoebus = „Beifuß“.
  62. Medizinische Doktorpromotion mit „Doktrier-Brief (טוקטריר בריב)“ in Padua, 1591 in Bonn, 1599 in Worms im Haus zur Blumen, 1602/03 in Mainz, ab 1604/05 wieder in Worms.
  63. „Wallich“ bedeutet „welsch“, die Familie stammt ursprünglich aus Belgien/Frankreich.
  64. Hans Schultze: Geschichte der Familie Wallich. In: Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums 49 (1905), S. 57–77, 183–192 und 272–285, bes. S. 64–75 (Digitalisat im Internet Archive).
  65. So im mittelalterlichen Sprachgebrauch noch im 11. Jahrhundert bei Lampert von Hersfeld belegt; Georg Wolfgang Karl Lochner (Bearb.): Nürnberger Jahrbücher. Riegel und Wießner, Nürnberg 1833, S. 24f (Google-Books).
  66. Zur Tradition der allegorischen Auslegung in der rabbinischen Hermeneutik vgl. den Begriff Remes im Artikel → PaRDeS.
  67. Abraham Levy: Addendum to ‚The Origins of Scottish Jewry‘. In: Transactions of the Jewish Historical Society of England 19 (1955–1959), S. 161f, bes. S. 161.
  68. „summo cum discentium profectu, admirabili compendio“
  69. „linguarum orientalium, Hebraicae, Caldaicae, Syriacae, Rabbinicac, & Sclavonicae celeberrimus professor“.
  70. a b Andrew Dalzel: History of the University of Edinburgh from Its Foundation, Bd. II. Edmonston und Douglas, Edinburgh 1862, S. 121, 156, 169f und 175 (Google-Books).
  71. Graeme Auld: Hebrew and Old Testament Studies in the University of Edinburgh. 2006 (Online im SBL Forum).
  72. Handschriften Grammatica Hebraea et Syrica (Dc. 5.41) und Grammatica Hebraica (DC. 5.69).
  73. a b Morris Zamick: Julius Conradus Otto. Manuscript Remains in the University Library. In: University of Edinburgh Journal 4 (1931), S. 229–235, bes. S. 234.
  74. Dies vermutet George F. Black: The Beginnings of the Study of Hebrew in Scotland. In: Louis Ginzburg (Hrsg.): Studies in Jewish Bibliography and Related Subjects. Festschrift A. S. Freidus. Alexander Kohut Memorial Fund, New York 1929, S. 463–478.
  75. Ein Sohn wäre angesichts der Zeitangaben Ottos (Lehrtätigkeit seit etwa 1599/1600) zu einem Zeitpunkt geboren worden, als der vermeintliche Vater jünger als 18 Jahre alt war; vgl. Abraham Levy: Addendum to ‚The Origins of Scottish Jewry‘. In: Transactions of the Jewish Historical Society of England 19 (1955–1959), S. 161f, bes. S. 161.
  76. Abraham Levy: Origins of Scottish Jewry (1958). In: Transactions of the Jewish Historical Society of England 19 (1955–1959), S. 129–162, bes. S. 133.
  77. Johann Balthasar Baumbach: IV. Modus disputandi, quo uti possit Christianus cum Judaeo. In: ders. Quatuor utilissimi Tractatus. Abraham Wagenmann, Nürnberg 1609 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München), (Google-Books).
  78. Brief von Theodoricus Hackspan an Johann Frischmuth aus Altdorf, undatiert (zwischen 1636 und 1659). In: Johann Frischmuth (Praeses), Johann Andreas Lencer (Resp.): Prosopographia Messiae, ex illustri vaticinio Esai. IX, 6. seqq. asserta, & à Judaeorum detorsionibus vindicata. Krebs, Jena 1664, Kap. II, § 1 und 2 (Google-Books).
  79. Thomas Bang: Caelum Orientis Et Prisci Mundi Triade. Haubold, Hanau 1657, S. 53 (Google-Books).
  80. Zur Rezeption vgl. besonders Johann Moller: Cimbria literata, Bd. II Adoptivos sive Exteros, in Ducatu utroque Slesvicensi & Holsatico. Königliches Waisenhaus, Kopenhagen 1744, S. 606f.
  81. Robert Sheringham: Joma. Codex Talmudicus. Junius, London 1648, Praefatio (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München).
  82. Johann Vorstius: Philologia sacra, Qua, Quicquid Hebraismorum. Johannes Zachariasz. Baron, Leiden 1658), S. 140f (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München).
  83. Paul Colomiès: Gallia Orientalis sive Gallorum qui linguam Hebraeam vel alias Orientales exoluerunt vitae. Adrien Ulacq, ’s-Gravenhage 1665, S. 254f (Google-Books); vgl. Gali Razia. Occultorum Detectio. Johann Duber, Stettin 1613 (Google-Books).
  84. Karin Schuff: Jakob Böhmes Sophia. Eine Einführung. epubli, Berlin 2014, ISBN 978-3-7375-2051-5, S. 143f.
  85. Ephorus des Kollegiums zu Sankt Anna in Augsburg.
  86. Johannes Steudner: Jüdische ABC Schul Von dem Geheimnus deß dreyeinigen wahren Gottes und Schöpffers Jehovah. Johann Schultes, Augsburg 1665, S. 71 und 366f (Google-Books).
  87. Britisches Museum London (MS Burney Nr. 365, Bl. 34, 257, 258, 261 und 263; Nr. 367, Bl. 81 und 185; Josiah Forshall (Hrsg): Catalogue of Manuscripts in the British Museum. New Series, Bd. II The Burney Manuscripts. Trustees of the British Museum, London 1840, S. 109, 113 und 124f (Google-Books) (mit Inhaltsangaben in Latein).
  88. Zentralbibliothek Zürich (MS F 167, Bl. 46 und 55).
  89. Bayerische Staatsbibliothek München (Cgm 1259, Bl. 825) u. a.
  90. Nicht Jiddisch, sondern Deutsch-Hebräisch (deutsche Worte mit hebräischen Lettern); vgl. dazu Steven M. Lowenstein: Deutsch in hebräischen Lettern. In: Aschkenas. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 18-19/2 (2008/09), S. 367–375.
  91. Christoph Gottlieb von Murr: Memorabilia bibliothecarum publicarum Norimbergensium et Universitatis Altdorfinae, Bd. I. Hoesch, Nürnberg 1786, S. 28 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München), (Google-Books).
  92. Christoph Gottlieb von Murr: Memorabilia bibliothecarum publicarum Norimbergensium et Universitatis Altdorfinae, Bd. I. Hoesch, Nürnberg 1786, S. 27.
  93. Johann Conrad Rummel (Rhumel; Rhumelius) d. Ä. (1574–1630), Arzt und Dichter aus Nördlingen, tätig in Neumarkt in der Oberpfalz und Wöhrd bei Nürnberg.
  94. Michael Virdung (1575–1637) aus Kitzingen, gekrönter Dichter, seit 1605 Professor der Beredsamkeit und Geschichte in Altdorf, ab 1624 Professor der Politik.
  95. Aramäisch = „Enthüllung der Geheimnisse“; vgl. Dan 2,29 EU; Johann Buxtorf: De abbreviaturis Hebraicis. Waldkirch, Basel 1613, S. 283 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München); Neubearb. Andreae, Herborn 1708, S. 57f (Google-Books).
  96. Hebräisch = „Grammatik der heiligen Sprache“.
  97. Anm. von Thomas Rodd jun. (1796–1849): „In a new and singular type, the author having endeavoured to facilitate the study of the Hebrew Language by giving the prefixes and suffixes in outline = In einer neuen und einzigartigen Art hat der Autor versucht, das Erlernen der hebräischen Sprache zu erleichtern, indem er die Präfixe und Suffixe hervorgehoben darstellt.“
  98. Bibliothèque municipale de Lyon (Séminaire Saint-Irénée Lyon); ETS Haim – Joods Cultureel Kwartier Bibliothek Amsterdam (EH 13 C 01); Württembergische Landesbibliothek Stuttgart (Ba hebr.161401).
  99. National Library of Scotland Edinburgh – Leabharlann Nàiseanta na h-Alba Dùn Èideann.