Kastl (Landkreis Altötting)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kastl
Kastl (Landkreis Altötting)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kastl hervorgehoben
Koordinaten: 48° 12′ N, 12° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Altötting
Verwaltungs­gemeinschaft: Unterneukirchen
Höhe: 437 m ü. NHN
Fläche: 27,6 km2
Einwohner: 2777 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 101 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84556
Vorwahl: 08671
Kfz-Kennzeichen: AÖ, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 71 121
Gemeindegliederung: 117 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Altöttinger Str. 35
84556 Kastl
Website: www.kastl-obb.de
Bürgermeister: Gottfried Mitterer (Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Kastl im Landkreis Altötting
BurghausenEmmertingBurgkirchen an der AlzKastl (Landkreis Altötting)Haiming (Oberbayern)Mehring (Oberbayern)MarktlNeuöttingAltöttingFeichten an der AlzWinhöringTüßlingTöging am InnTeisingPleiskirchenGarching an der AlzUnterneukirchenTyrlachingStammham (am Inn)ReischachPerachKirchweidachHalsbachErlbach (Oberbayern)Landkreis Rottal-InnLandkreis Mühldorf am InnLandkreis TraunsteinÖsterreichKarte
Über dieses Bild
Der Dorfplatz von Kastl, links das Rathaus

Kastl ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Altötting und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Unterneukirchen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kastl hat 117 Ortsteile[2]:

Gemarkungen sind der Altöttinger Forst, Forstkastl, Oberkastl und Unterkastl.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kastl wurde 1233 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte zum Rentamt Burghausen und zum Landgericht Neuötting des Kurfürstentums Bayern. Es wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde. Am 1. Januar 1966 wurden die alten Gemeinden Oberkastl, Unterkastl und Forstkastl zur heutigen Gemeinde Kastl zusammengelegt.[3] Neben dem landwirtschaftlichen Charakter ist Kastl heute auch eine Wohngemeinde. Im Ort befindet sich ein Kath. Kindergarten und eine Grundschule. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört die alte gotische Pfarrkirche St. Kastulus (vom Märtyrer Castulus hat der Ort seinen Namen bekommen) aus dem Jahr 1504. Sie gilt nach der Renovierung 2004 als eine der schönsten Dorfkirchen in der Umgebung. Am Dorfplatz befindet sich ein Landgasthaus mit hauseigener Metzgerei. Im Gemeindegebiet befinden sich heute noch zwei alte Ziegeleien, welche schon seit einigen Jahren nicht mehr betrieben werden. Alte Bauernhöfe – oft aufwendig renoviert – gehören ebenso zum Gebiet dieser Flächengemeinde.

Am 1. Januar 1978 trat die Gemeinde Randgebiete an die Nachbargemeinden Altötting und Burgkirchen an der Alz ab.[4]

Kastl (rechts oben) und Umgebung in den 1930er-Jahren (Aufnahmeblatt der 3. österreichischen Landesaufnahme)

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Gemeinderat 14 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,6 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:[5]

Partei Sitze Stimmenanteil
CSU/Unabhängige 7 (50,1 %)
Freie Wähler 7 (49,9 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindewappen zeigt „eine eingeschweifte rote Spitze, darin drei 1 zu 2 gestellte goldene Ziegelsteine, gespalten von Gold und Silber; vorne ein blaues Spatenblatt, hinten ein grünes Kleeblatt.“ Das Wappen verweist auf die beiden Säulen der Gemeinde: die Landwirtschaft und den noch lange üblichen Lehmabbau mit den Ziegelbrennereien im Ort.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, früher St. Kastulus, ursprünglich spätgotisch, erhielt ihr heutiges Aussehen in der Zeit des Barocks.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt etwa vier Kilometer von Altötting in Richtung Burgkirchen an der Alz unmittelbar an der St 2107. Der Bahnhof Kastl liegt an der Bahnstrecke Mühldorf–Burghausen.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kastl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Kastl in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 23. Dezember 2017.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 416.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 567.
  5. Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 3. Juli 2019.