Emmerting

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Emmerting
Emmerting
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Emmerting hervorgehoben

Koordinaten: 48° 12′ N, 12° 46′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Altötting
Verwaltungs­gemeinschaft: Emmerting
Höhe: 390 m ü. NHN
Fläche: 14,09 km2
Einwohner: 4150 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 295 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84547
Vorwahl: 08679
Kfz-Kennzeichen: AÖ, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 71 114
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Untere Dorfstraße 3
84547 Emmerting
Website: www.gemeinde-emmerting.de
Erster Bürgermeister: Stefan Kammergruber (CSU[2])
Lage der Gemeinde Emmerting im Landkreis Altötting
BurghausenEmmertingBurgkirchen an der AlzKastl (Landkreis Altötting)Haiming (Oberbayern)Mehring (Oberbayern)MarktlNeuöttingAltöttingFeichten an der AlzWinhöringTüßlingTöging am InnTeisingPleiskirchenGarching an der AlzUnterneukirchenTyrlachingStammham (am Inn)ReischachPerachKirchweidachHalsbachErlbach (Oberbayern)Landkreis Rottal-InnLandkreis Mühldorf am InnLandkreis TraunsteinÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Emmerting ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Altötting und ein Mitglied der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitz der Gemeindeverwaltung und größter Ort ist Unteremmerting, mit dem Seng und Oberemmerting baulich zusammengewachsen sind.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emmerting hat vier Ortsteile:[3]

Neben der einzigen bewohnten Gemarkung Emmerting, die etwa der Gemeinde in ihren ursprünglichen Grenzen entspricht, gibt es die Gemarkungen Altöttinger Forst, Alzgerner Forst und Holzfelder Forst. Bei letzteren handelt es sich um ehemalige gemeindefreie Gebiete, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgelöst und auf jeweils mehrere Gemeinden verteilt wurden:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emmerting wurde erstmals im Jahr 815 als Ehemutigen in einem Tauschvertrag des Bischofs von Salzburg urkundlich erwähnt. Emmerting gehörte zum Rentamt Burghausen und zum Landgericht Neuötting des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist auf Karten im 19. bis ins 20. Jahrhundert als Egmating verzeichnet.[7][8]

1960 wurde Emmerting eine eigene Pfarrei. Zum Abschluss der Gebietsreform schlossen sich Emmerting und Mehring am 1. Mai 1978 zur Verwaltungsgemeinschaft Emmerting zusammen.

Ausgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1955 erfolgte die Ausgliederung des Ortsteils Gendorf mit seinem Industriepark nach Burgkirchen an der Alz.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 3.403 auf 4.158 um 755 Einwohner bzw. um 22,2 %.

Jahr 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 2005 3285 3625 3894 3957 4037 4138 4130

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Stefan Kammergruber (CSU). Er wurde bei der Kommunalwahl 2014 mit 91,1 % der gültigen Stimmen gewählt und am 15. März 2020 mit 94,6 % der Stimmen für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder. Die vergangenen Gemeinderatswahlen am 16. März 2014 und am 3. März 2008 brachten folgendes Ergebnis:

Rathaus Emmerting
Parteien 2014 2008
Anteil Sitze ±Anteil ±Sitze Anteil Sitze
CSU 50,8 % 8 +4,2 % ±0 46,6 % 8
SPD 12,5 % 2 +2,2 % +1 10,3 % 1
Grüne 9,1 % 2 +2,7 % +1 6,4 % 1
Freie Wähler 27,6 % 4 −9,1 % −2 36,7 % 6
Wahlbeteiligung 51,4 % −14,9 % 66,3 %

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der 1. Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung des 1982 eingeführten Wappens: Unter rotem Schildhaupt mit silbernem Pfahl, gespalten von Blau und Silber, vorne aus silbernem Wellenschildfuß wachsend eine silberne Brücke, hinten ein grünes Eichenblatt mit einer Eichel.[9]

Die Pfarrkirche Hl. Geist

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche Hl. Geist ist ein moderner kubischer Bau mit freistehendem Turm. Sie wurde 1965 bis 1967 nach Plänen von Architekt Karl Habermann erbaut und besitzt eine Ausstattung von Wolf Hirtreiter.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Emmerting und Liste der Bodendenkmäler in Emmerting

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 101 und im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 44 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren es 144 Personen. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 1712. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keinen, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2010 sieben landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 142 ha, davon waren 89 ha Ackerfläche und 53 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: zwei Einrichtungen, 150 Kindergartenplätze mit 130 Kindern
  • Grundschule: eine mit 14 Lehrern und 228 Schülern

Da aufgrund geringerer Schülerzahlen die erforderliche Mindestanzahl zur Bildung einer Schulklasse nicht mehr erreicht wurde, wurde die Volksschule Emmerting-Mehring 2009 aufgelöst und die Hauptschüler auf die umliegenden Hauptschulen Burghausen und Burgkirchen verteilt. Die Grundschule Emmerting blieb bestehen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Emmerting – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bürgermeister. Gemeinderat, abgerufen am 17. Juni 2020.
  3. Emmerting in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 23. Dezember 2017.
  4. RABI Nr. 26 v. 14. November 1997
  5. Oberbayerisches Amtsbl., Nr. 21 v. 3. November 2000
  6. Oberbayerisches Amtsbl., Nr. 21 v. 3. November 2000
  7. Spezialkarte 1:75.000, Aufnahmeblatt der 3. österreichischen Landesaufnahme, 1939
  8. Positionsblatt 1:25.000, Bayerische Uraufnahme 1817–1841
  9. Eintrag zum Wappen von Emmerting in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte