Emmerting

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Emmerting
Emmerting
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Emmerting hervorgehoben
Koordinaten: 48° 12′ N, 12° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Altötting
Verwaltungs­gemeinschaft: Emmerting
Höhe: 390 m ü. NHN
Fläche: 14,09 km2
Einwohner: 4138 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 294 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84547
Vorwahl: 08679
Kfz-Kennzeichen: AÖ, LF Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Kleinbuchstaben
Gemeindeschlüssel: 09 1 71 114
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Untere Dorfstraße 3
84547 Emmerting
Webpräsenz: www.gemeinde-emmerting.de
Erster Bürgermeister: Stefan Kammergruber (CSU)
Lage der Gemeinde Emmerting im Landkreis Altötting
BurghausenEmmertingBurgkirchen an der AlzKastl (Oberbayern)Haiming (Oberbayern)Mehring (Oberbayern)MarktlNeuöttingAltöttingFeichten an der AlzWinhöringTüßlingTöging am InnTeisingPleiskirchenGarching an der AlzUnterneukirchenTyrlachingStammham (am Inn)ReischachPerachKirchweidachHalsbachErlbach (Oberbayern)Landkreis Rottal-InnLandkreis Mühldorf am InnLandkreis TraunsteinÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Emmerting ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Altötting und ein Mitglied der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emmerting liegt in der Region Südostoberbayern.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emmerting hat vier Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Altöttinger Forst, Alzgerner Forst, Emmerting und Holzfelder Forst.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emmerting wurde erstmals im Jahr 815 als Ehemutigen in einem Tauschvertrag des Bischofs von Salzburg urkundlich erwähnt. Emmerting gehörte zum Rentamt Burghausen und zum Landgericht Neuötting des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist auf Karten im 19. bis ins 20. Jahrhundert als Egmating verzeichnet.[3][4]

1960 wurde Emmerting eine eigene Pfarrei. Im Rahmen der Gebietsreform schlossen sich Emmerting und Mehring 1978 zu einer Verwaltungsgemeinschaft zusammen.

Ausgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1955 erfolgte die Ausgliederung des Ortsteils Gendorf mit seinem Industriepark nach Burgkirchen an der Alz.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 2005 3285 3625 3894 3957 4037 4138 4130

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Stefan Kammergruber (CSU). Er wurde bei der Kommunalwahl 2014 mit 91,1 % der gültigen Stimmen gewählt.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder. Die vergangenen Gemeinderatswahlen am 16. März 2014 und am 3. März 2008 brachten folgendes Ergebnis:

Rathaus Emmerting
Parteien 2014 2008
Anteil Sitze ±Anteil ±Sitze Anteil Sitze
CSU 50,8 % 8 +4,2 % ±0 46,6 % 8
SPD 12,5 % 2 +2,2 % +1 10,3 % 1
Grüne 9,1 % 2 +2,7 % +1 6,4 % 1
Freie Wähler 27,6 % 4 −9,1 % −2 36,7 % 6
Wahlbeteiligung 51,4 % −14,9 % 66,3 %

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Unter rotem Schildhaupt mit silbernem Pfahl, gespalten von Blau und Silber, vorne aus silbernem Wellenschildfuß wachsend eine silberne Brücke, hinten ein grünes Eichenblatt mit einer Eichel.

Die Pfarrkirche Hl. Geist

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche Hl. Geist ist ein moderner kubischer Bau mit freistehendem Turm. Sie wurde 1965 bis 1967 nach Plänen von Architekt Karl Habermann erbaut und besitzt eine Ausstattung von Wolf Hirtreiter.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2014 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 101 und im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 44 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 144 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1712. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keinen Betrieb, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2010 sieben landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 142 ha, davon waren 89 ha Ackerfläche und 53 ha Dauergrünfläche.

Nahversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nahversorgung in Emmerting ist gut eingeteilt. 1991 eröffnete Jürgen Pfeiffer einen Spar-Supermarkt im Zentrum von Emmerting. Er war zentral gelegen und leicht zu erreichen. 2004 wurde der Spar-Supermarkt in Edeka umgeflaggt. 1996 eröffnete in der Guglweiterstraße ein Fachmarktzentrum. Unter anderem beherbergte es einen Penny-Markt, einen Fristo-Getränkemarkt, sowie einen Metzger und einen Bäcker. 2008 wurde für den Penny-Markt ein neues Gebäude geschaffen, welches 2013 erneut komplett renoviert wurde. In der alten Ladenfläche befindet sich jetzt ein Tiernahrungsgeschäft.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2015):

  • Kindergärten: zwei Einrichtungen, 150 Kindergartenplätze mit 130 Kindern
  • Grundschule: eine mit 14 Lehrern und 228 Schülern

Da aufgrund geringer Schülerzahlen die erforderliche Mindestanzahl zur Bildung einer Schulklasse nicht mehr erreicht wurde, wurde 2009 die Volksschule Emmerting-Mehring aufgelöst und die Hauptschüler an die umliegenden Hauptschulen Burghausen und Burgkirchen verteilt. Die Grundschule Emmerting blieb bestehen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Emmerting in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 23. Dezember 2017
  3. Spezialkarte 1:75.000, Aufnahmeblatt der 3. österreichischen Landesaufnahme, 1939
  4. Positionsblatt 1:25.000, Bayerische Uraufnahme 1817–1841

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Emmerting – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien