Teising

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Teising
Teising
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Teising hervorgehoben
Koordinaten: 48° 14′ N, 12° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Altötting
Höhe: 405 m ü. NHN
Fläche: 5,38 km2
Einwohner: 1894 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 352 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 84576, 84503
Vorwahl: 08633
Kfz-Kennzeichen: AÖ, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 71 131
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 7
84576 Teising
Webpräsenz: www.teising.de
Erster Bürgermeister: Johann Hiebl (Teisinger Liste)
Lage der Gemeinde Teising im Landkreis Altötting
BurghausenEmmertingBurgkirchen an der AlzKastl (Landkreis Altötting)Haiming (Oberbayern)Mehring (Oberbayern)MarktlNeuöttingAltöttingFeichten an der AlzWinhöringTüßlingTöging am InnTeisingPleiskirchenGarching an der AlzUnterneukirchenTyrlachingStammham (am Inn)ReischachPerachKirchweidachHalsbachErlbach (Oberbayern)Landkreis Rottal-InnLandkreis Mühldorf am InnLandkreis TraunsteinÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Teising ist eine Gemeinde im westlichen Landkreis Altötting (Regierungsbezirk Oberbayern).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teising liegt in der Region Südostoberbayern zwischen den Städten Altötting und Mühldorf am Inn unmittelbar an der Staatsstraße 2550 (ehemalige B 12).[2]

Der Inn fließt durch das Gemeindegebiet von Teising.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teising hat fünf Ortsteile[3]:

Es gibt nur die Gemarkung Teising.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits zur Keltenzeit siedelten Menschen in den Wäldern um Teising, worauf eine Keltenschanze unterhalb des Ortes hindeutet. Zur Römerzeit kreuzten sich nahe Teising zwei Römerstraßen, eine davon folgte dem Verlauf der heutigen Inn- und Waldstraße hin zu einer Innquerung Richtung Töging. Teising wurde im Jahr 710 als „Tisingen“ erstmals urkundlich erwähnt und ist damit die älteste Gemeinde im Landkreis Altötting.[4] Teising gehörte zum Rentamt Burghausen und zum Landgericht Neuötting des Kurfürstentums Bayern. 1818 wurde die Gemeinde Raitenhart mit Teising und Unterholzhausen als Ruralgemeinde begründet. Sie wurde durch Beschluss des Innenministeriums vom 17. Juli 1833 in die zwei Gemeinden Raitenhart und Teising aufgeteilt. Im Jahre 1885 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Bis 1955 war Teising dank eigenen Elektrizitätswerks energietechnisch autark. Die Hälfte der Gemeinde steht seit den 1980er Jahren in einem Wasserschutzgebiet. Durch den Bau der Autobahn A 94 wurde die ehemals durch den Ort führende Bundesstraße B 12 zur Staatsstraße 2550 abgestuft. Dadurch konnte das Ortszentrum neu gestaltet werden. Weitere Einmündungen in die Hauptstraße aus den Siedlungen (via Ahornstraße und Blumenstraße) werden allerdings bis heute politisch verzögert, so dass Teising bis heute aus zwei getrennten Siedlungsschläuchen nördlich und südlich der ehemaligen B 12 besteht.

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1978 wurden die Verwaltungen der Gemeinde Tüßling und der Gemeinde Teising zur Verwaltungsgemeinschaft Tüßling zusammengelegt. Diese Verwaltungsgemeinschaft wurde auf Bestreben der Gemeinde Teising mit Wirkung ab 1. Januar 1998 wieder aufgelöst.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs hatte Teising noch weniger als 400 Einwohner. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgte kurzzeitig ein rascher Zuzug von Flüchtlingen, doch in den 1960er Jahren fiel die Bevölkerungszahl wieder auf ca. 550. Erst danach ging es im Zuge der Ausweisung zahlloser Baugebiete durch den Bürgermeister und Kiesgrubenbesitzer Josef Bachmeier rasch bergauf.

  • 1970: 0846 Einwohner
  • 1987: 1477 Einwohner
  • 1991: 1697 Einwohner
  • 1995: 1856 Einwohner
  • 2000: 1987 Einwohner
  • 2005: 1932 Einwohner
  • 2010: 1868 Einwohner
  • 2015: 1913 Einwohner

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teising gehört zur Pfarrei Burgkirchen am Wald. In der dem Hl. Johannes dem Täufer geweihten Ortskirche findet jeden Samstag ein Vorabendgottesdienst statt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Johann Hiebl (Teisinger Liste). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Josef Bachmeier (CSU/Frei ohne Partei).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,41 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis[6]:

  CSU/Teisinger Liste     9 Sitze  (71,4 %)
  Freie Wähler Bürgerliste 3 Sitze (28,6 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filialkirche St. Johannes der Täufer
  • Dorfkirche St. Johannes der Täufer: gotisch, 15. Jahrhundert, 2009 renoviert[4]
  • Altes Feuerwehrhaus mit Lüftlmalerei
  • Westfassade des Reiterhofs (leider in desolatem Zustand)
  • Dampfdreschmaschine am Teisinger Bach (Mühlenstraße)
  • Fundamente der Bahnbrücke über den Teisinger Bach der ehem. Bahnstrecke Mühldorf-Alte Bahn-Altötting (zwischen Heiligenstätter Straße und Kirchenweg)

siehe auch Liste der Baudenkmäler in Teising

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 183 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 40 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 651. Im verarbeitenden Gewerbe gab es sieben Betriebe, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 16 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 345 ha, davon waren 259 ha Ackerfläche und 86 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Teising verläuft die Staatsstraße 2550 (ehemalige B 12) [2] Es besteht regelmäßiger Busliniendienst nach Altötting und Mühldorf.

Datennetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle 806 Haushalte haben Netzzugang mit einer Bandbreite von bis zu 2000 kbit pro Sekunde.[7]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 100 Kindergartenplätze mit 71 Kindern
  • Volksschulen: eine mit acht Lehrern und 152 Schülern
  • Mehrzweckhalle
  • Sportheim, zwei Fußballfelder, Tennisplätze

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b PNP vom 31. Januar 2009: "Teising liegt nicht mehr an der B12"
  3. Gemeinde Teising in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 23. Dezember 2017
  4. a b Landkreis Altötting Kreisheimatpflege: „Katholische Filialkirche St. Johann Baptist“
  5. Fünftes Gesetz zur Änderung der Gliederung von Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften vom 26. Juli 1997 (GVBl S. 309)
  6. Ergebnis der Kommunalwahl 2014
  7. Situationsbeschreibung Breitband in der Gemeinde Teising (PDF; 7 kB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Teising – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien