Reischach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Reischach
Reischach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Reischach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 17′ N, 12° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Altötting
Verwaltungs­gemeinschaft: Reischach
Höhe: 412 m ü. NHN
Fläche: 28,46 km2
Einwohner: 2604 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84571
Vorwahl: 08670
Kfz-Kennzeichen: AÖ, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 71 129
Gemeindegliederung: 78 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Eggenfeldener Straße 9
84571 Reischach
Website: www.reischach.de
Bürgermeister: Alfred Stockner (CSU und Unabhängige)
Lage der Gemeinde Reischach im Landkreis Altötting
BurghausenEmmertingBurgkirchen an der AlzKastl (Landkreis Altötting)Haiming (Oberbayern)Mehring (Oberbayern)MarktlNeuöttingAltöttingFeichten an der AlzWinhöringTüßlingTöging am InnTeisingPleiskirchenGarching an der AlzUnterneukirchenTyrlachingStammham (am Inn)ReischachPerachKirchweidachHalsbachErlbach (Oberbayern)Landkreis Rottal-InnLandkreis Mühldorf am InnLandkreis TraunsteinÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Reischach ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Altötting und ein Mitglied der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 78 Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reischach ist als Kirch- und Pfarrort bereits 930 beurkundet. Bei der allgemeinen Ämterorganisation im 13. Jahrhundert entstand das „Amt Reischach“. Reischach wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde.

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Reischach bildete 1978 zusammen mit den Nachbargemeinden Erlbach und Perach eine Verwaltungsgemeinschaft. Der Verwaltungssitz ist Reischach. Reischach umfasst die Steuerdistrikte Endlkirchen, Erlbach, Reischach, Reischenbach und Perach.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1967 wurden Teile der bis dahin selbständigen Gemeinde Eggen nach Reischach umgegliedert. Am 1. Juli 1971 erfolgte die Eingemeindung der bis dahin selbständigen Gemeinde Arbing.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1840: 0663 Einwohner
  • 1940: 1492 Einwohner
  • 1961: 1989 Einwohner (davon 583 in Arbing)
  • 1970: 2102 Einwohner (davon 546 in Arbing)
  • 1991: 2469 Einwohner
  • 1995: 2536 Einwohner
  • 2005: 2637 Einwohner
  • 2010: 2640 Einwohner
  • 2015: 2539 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl am 16. März 2014 waren 14 Mitglieder zu wählen. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU/Unabhängige     7 Sitze
  Freie Wählerschaft 7 Sitze

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister. In dieses Amt wurde am 19. März 2017 Alfred Stockner (CSU und Unabhängige) gewählt, nachdem Herbert Vilsmaier aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war.[4]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. August 2006 schloss Reischach eine Partnerschaft mit der ungarischen Gemeinde Magyarbóly in der Region Transdanubien, mit der schon seit 15 Jahren Kontakte bestanden.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Bildungseinrichtungen sind der Kindergarten St. Martin und die Hauptschule Reischach (2015 geschlossen) die jetzt die 2016 geschlossene Erlbacher Grundschule ersetzt. Aber die Peracher Grundschule bleibt noch bestehen.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reischach verfügt über eine relativ große Bandbreite an Sportanlagen, darunter eine zur Hauptschule gehörige Einfachturnhalle, 3 Fußballplätze, 4 Tennisplätze, ein Beachvolleyballfeld sowie eine Stockbahn mit 4 Spielfeldern. Im Gemeindeteil Arbing finden sich ein Bolzplatz und eine Stockbahn mit 3 Spielfeldern. Im Gemeindegebiet liegt darüber hinaus der Badesee Hochmühl, der im Sommer zum Baden wie auch zum Angeln genutzt werden kann und im Winter eine Möglichkeit zum Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen bietet. Auf dem Zoglerberg, der als Naherholungsgebiet eine schöne Aussicht über den Ort bietet, ist neben einer anmietbaren Freizeithütte auch ein Wald- und Naturlehrpfad eingerichtet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Martin
Die Wallfahrtskirche St. Antonius

siehe auch Liste der Baudenkmäler in Reischach

St. Martin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche St. Martin ist ein spätgotisches Bauwerk, dessen Langhaus aus dem 14. und dessen Presbyterium aus dem 15. Jahrhundert stammt. Der alte Turm musste 1865 wegen Einsturzgefahr abgebrochen werden. 1899 wurde die Kirche nach Westen hin um etwa ein Drittel verlängert, dabei erhielt sie auch ihren 52 Meter hohen Turm. Ihre Ausstattung ist barock, der Hochaltar (um 1680) zeigt im 1840 erneuerten Altarblatt den Bischof und Kirchenpatron St. Martin von Tours unter Armen.

St. Anton[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wallfahrtskirche St. Anton von Padua in Reischach ist ein barocker Zentralbau mit eiförmigem Grundriss. Sie entstand 1695 bis 1699 nach den Plänen des Neuöttinger Stadtbaumeisters Mathias Weidtinger. Das Altarbild von Karl Keller aus dem Jahr 1862 zeigt den hl. Antonius von Padua mit dem Jesuskind.

Marien- und Antoniuskapelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Brünnlkapelle von 1731 ersetzte einen baufälligen Holz-Vorgängerbau. Dabei wurde das mittlerweile versiegte Heilwasser von einer zuvor außen liegenden Quellfassung ins Innere geleitet.

Weiteres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkkreuz für den US-amerikanischen Jagdflieger Donald A. Kuske (1922–1944), der seit 1944 in Reischach als Retter von zehn Menschenleben gilt und dabei sein eigenes Leben verloren hat.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Reischach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 23. Dezember 2017
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 416.
  4. Heimatzeitung zur Vereidigung von Bgm. Stockner, abgerufen am 13. April 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reischach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien