Tyrlaching

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Tyrlaching
Tyrlaching
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Tyrlaching hervorgehoben
Koordinaten: 48° 4′ N, 12° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Altötting
Verwaltungs­gemeinschaft: Kirchweidach
Höhe: 520 m ü. NHN
Fläche: 20,54 km2
Einwohner: 972 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84558
Vorwahl: 08623
Kfz-Kennzeichen: AÖ, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 71 134
Gemeindegliederung: 24 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 4
84558 Tyrlaching
Webpräsenz: www.tyrlaching.de
Bürgermeister: Andreas Zepper
Lage der Gemeinde Tyrlaching im Landkreis Altötting
BurghausenEmmertingBurgkirchen an der AlzKastl (Landkreis Altötting)Haiming (Oberbayern)Mehring (Oberbayern)MarktlNeuöttingAltöttingFeichten an der AlzWinhöringTüßlingTöging am InnTeisingPleiskirchenGarching an der AlzUnterneukirchenTyrlachingStammham (am Inn)ReischachPerachKirchweidachHalsbachErlbach (Oberbayern)Landkreis Rottal-InnLandkreis Mühldorf am InnLandkreis TraunsteinÖsterreichKarte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer

Tyrlaching ist die südlichste Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Altötting und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Kirchweidach.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde liegt der Rainbichl, der höchstgelegene Punkt des Landkreises.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tyrlaching hat 24 Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des Ortes stammt aus der Zeit der bajuwarischen Landnahme im 6. und 7. Jahrhundert. Er wurde 790 erstmals als Deolekingas urkundlich erwähnt und bedeutet „Bei den Leuten des Deorlaik“. (Deorlaik ist der Name des Anführers der damaligen Siedler gewesen.) Seit Anfang des 8. Jahrhunderts besaß das Kloster St. Peter in Salzburg Güter im Ort. Als sich das Salzburger Land 1328 von Bayern löste, war Tyrlaching Teil dieses neuen selbständigen Landes.[3]

Tyrlaching war ein Amt des Erzstifts Salzburg und fiel bei der Säkularisation 1803 an den Erzherzog Ferdinand von Toskana, 1805 dann im Frieden von Pressburg an Österreich, welches es 1809/10 zusammen mit dem Rupertiwinkel, in dem es liegt, an Bayern abtreten musste.

Kreiszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tyrlaching war Teil des im Rahmen der Gebietsreform 1972 aufgelösten Landkreises Laufen. Die Gemeinde kam am 1. Juli 1972 zum Landkreis Altötting und bildet seither mit den Gemeinden Kirchweidach, Feichten an der Alz und Halsbach die Verwaltungsgemeinschaft Kirchweidach.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden Teile der aufgelösten Gemeinde Kay (Landkreis Traunstein) eingegliedert.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Andreas Zepper.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder, die alle zur Fraktion Freie Wählerschaft gehören. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,2 %. Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Johannes der Täufer (erbaut 1509, neugotische Ausstattung)
  • Filialkirche Oberbuch (aus dem 15. Jahrhundert)

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es eine Kindertageseinrichtung mit 69 Plätzen und 56 Besuchern, darunter sechs Kinder unter drei Jahren (Stand 2015). Im örtlichen Schulhaus sind Grundschulklassen der Grund- und Mittelschule Kirchweidach untergebracht.[5]

Geotope[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Toteiskessel Waldweiher Wiesenzart; geowissenschaftliche Bedeutung „wertvoll“.[6]
  • Nagelfluh-Aufschluss bei Moosen; geowissenschaftliche Bedeutung „bedeutend“, verwachsen.[7]
  • Moränenhüger S von Wiesenzart; zwei kleine Möränenhügel in schöner Lage; geowissenschaftliche Bedeutung „bedeutend“.[8]
  • Nagelfluh-Aufschluss bei Niederbuch; geowissenschaftliche Bedeutung „bedeutend“, verwachsen.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Tyrlaching in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 23. Dezember 2017
  3. Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon bayerischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck, München 2006, ISBN 3-406-55206-4, S. 280.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 567.
  5. Homepage der Grund- und Mittelschule
  6. Toteiskessel
  7. Nagelfluh-Aufschluss bei Moosen
  8. Moränenhügel
  9. Nagelfluh-Aufschluss bei Niederbuch

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tyrlaching – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien