Winhöring

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Winhöring
Winhöring
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Winhöring hervorgehoben
Koordinaten: 48° 16′ N, 12° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Altötting
Höhe: 374 m ü. NHN
Fläche: 24,58 km2
Einwohner: 4716 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 192 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84543
Vorwahl: 08671
Kfz-Kennzeichen: AÖ, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 71 137
Gemeindegliederung: 38 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Obere Hofmark 7
84543 Winhöring
Webpräsenz: www.winhoering.de
Bürgermeister: Hans Daferner (CSU)
Lage der Gemeinde Winhöring im Landkreis Altötting
Burghausen Emmerting Burgkirchen an der Alz Kastl (Oberbayern) Haiming (Oberbayern) Mehring (Oberbayern) Marktl Neuötting Altötting Feichten an der Alz Winhöring Tüßling Töging am Inn Teising Pleiskirchen Garching an der Alz Unterneukirchen Tyrlaching Stammham (am Inn) Reischach Perach Kirchweidach Halsbach Erlbach (Oberbayern) Landkreis Rottal-Inn Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Traunstein ÖsterreichKarte
Über dieses Bild
Luftaufnahme vom Ortskern der Gemeinde Winhöring (Aufgenommen am 17. Juli 2004 von Süden). In Bildmitte die Pfarrkirche St. Peter und Paul, im Vordergrund an der Bundesstraße B299 gelegen die Friedhofskirche (Feldkirche). Das niederbaierische Hügelland beginnt am nördlichen Ortsrand
Pfarrkirche St. Peter und Paul
Friedhofskirche Maria Namen
Schloss Frauenbühl

Winhöring ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Altötting.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt am Rande des niederbaierischen Hügellandes (Tertiär) im Mündungsdreieck zwischen Isen und Inn.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winhöring hat 38 Ortsteile[2]:

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Inn
  • Isen
  • Watzinger Bach
  • Osterbach
  • Aubach
  • Silbersee
  • Waldspitzsee
  • Baggerweiher
  • Isenkanal
  • Isenstausee

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis vor kurzem wurde davon ausgegangen, dass Winhöring als „Uuiniheringa“ zum ersten Mal 953 urkundlich als päpstlicher Besitz erwähnt wurde. In Urkunden der Bischöfe von Freising ist jedoch bereits am 13. Februar 816 eine Schenkung in Winhöring erwähnt. Winhöring war lange Zeit Sitz einer Hofmark, die seit 1721 im Besitz der Grafen zu Toerring-Jettenbach war. Winhöring wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1967 wurden Teile der aufgelösten Gemeinde Eggen nach Winhöring eingemeindet.[3]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde besteht zu etwa 90 % aus Katholiken. Die katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul untersteht dem Dekanat Altötting und gehört zum Bistum Passau. Der Pfarrei sind neben der Pfarrkirche St. Peter und Paul noch zwei weitere Kirchenbauten angegliedert: Die Feldkirche Mariä Namen befindet sich im Friedhof an der südlichen Ortsgrenze, die Kapelle St. Bartholomäus im Ortsteil Burg ist das Relikt einer mittelalterlichen Schlossanlage. In beiden Filialkirchen werden noch kleinere Andachten abgehalten, z. B. Maiandachten.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Winhöringer Gemeinderat hat 16 Mitglieder. Er tagt einmal monatlich und setzt sich nach der Kommunalwahl vom 17. März 2014 ab dem 1. Mai 2014 wie folgt zusammen:

CSU SPD Freie Wähler „Gemeindewohl“
8 Sitze 4 Sitze 4 Sitze

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 2003 besteht eine Partnerschaft zur österreichischen Gemeinde Pernegg a.d. Mur in der Steiermark.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf die Burger Kapelle
  • Pfarrkirche St. Peter und Paul
  • Pfarrhof
    Der sehenswerte und in Ostbayern einmalige Pfarrhof wurde 1728 vom damaligen Pfarrer Stadler erbaut. Die zugehörige Ökonomie wurde Ende der 1960er Jahre abgerissen und stattdessen ein Wohnhaus für den Pfarrer errichtet, ohne dabei ein Gespür für das wunderschöne Ensemble zu zeigen. Dennoch blieb die Hofanlage mit einer Mauer zur Neuöttinger Straße hin im Wesentlichen erhalten. Die Gebäude, an der Nordseite u. a. eine zweigeschossige offene Laube mit Kuppeltürmchen, wurden in den letzten Jahren vorbildlich renoviert und dienen als Versammlungs- und Gruppenräume der Pfarrgemeinde. Außerdem konnte die Gemeindebücherei in den Räumlichkeiten untergebracht werden.
  • Feldkirche
  • Schloss Frauenbühl
  • Schloss Burgfried
  • Schlosskapelle in Burg
  • Ruine der „Unterholznerburg“ in Burg

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Winhöring

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schiene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bahnstrecke Mühldorf-Simbach verläuft im südlichen Gemeindegebiet mit dem Haltepunkt Neuötting. Von München besteht stündlicher Regionalzuganschluss. Richtung Österreich verkehren sie via Innkreisbahn über Wels nach Linz. Mit dem Fahrplanwechsel Dezember 2008 wurde auch eine Direktverbindung von Mühldorf nach Linz mit Halt im Bahnhof Neuötting eingerichtet.

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet wird durchzogen von den Bundesstraßen 299 (Freilassing-Landshut) und B 588 (Neuötting-Eggenfelden). Die Bundesstraße wurde mittlerweile in diesem Bereich zur Kreisstraße abgewertet. Im südlichen Gemeindegebiet verläuft die bereits teilweise fertiggestellte Bundesautobahn 94 (München-Pocking).

Bildung und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindergärten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter der Trägerschaft des Pfarrcaritasverbandes werden zwei Kindergärten betrieben. Der Kindergarten St. Peter und Paul befindet sich in der Ortsmitte, Anfang der 1990er Jahre wurde der zweite Kindergarten St. Valentin im Ortsteil Unterau neu erbaut.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Grund- und Mittelschule mit einem flächenmäßig relativ großen ländlichen Einzugsgebiet, teilweise auch von Nachbargemeinden, steht in der Ortsmitte.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeindebücherei
  • Sportplatz mit Tennisheim und Zweifachturnhalle
  • Pfarrheim

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hofmarkbühne des Winhöringer Arbeitervereins bringt jährlich volkstümliche Theaterstücke, und den allseits bekannten "Wi-NARR-inger Narrengsang" zur Aufführung.

Staatliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Eisenfelden befindet sich das Zollamt Altötting.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Winhöring hat das Ehrenbürgerrecht an bisher 3 Personen vergeben

  • Pfarrer Prälat Eduard Hohenester †
  • Altbürgermeister Siegfried Marchner
  • Pfarrer BGR Josef Kurz

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111128/181609&attr=OBJ&val=145
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. S. 417

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Winhöring – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien