Winhöring

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Winhöring
Winhöring
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Winhöring hervorgehoben

Koordinaten: 48° 16′ N, 12° 39′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Altötting
Höhe: 374 m ü. NHN
Fläche: 24,58 km2
Einwohner: 4801 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 195 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84543
Vorwahl: 08671
Kfz-Kennzeichen: AÖ, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 71 137
Gemeindegliederung: 38 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Obere Hofmark 7
84543 Winhöring
Website: www.winhoering.de
Bürgermeister: Karl Brandmüller (CSU)
Lage der Gemeinde Winhöring im Landkreis Altötting
BurghausenEmmertingBurgkirchen an der AlzKastl (Landkreis Altötting)Haiming (Oberbayern)Mehring (Oberbayern)MarktlNeuöttingAltöttingFeichten an der AlzWinhöringTüßlingTöging am InnTeisingPleiskirchenGarching an der AlzUnterneukirchenTyrlachingStammham (am Inn)ReischachPerachKirchweidachHalsbachErlbach (Oberbayern)Landkreis Rottal-InnLandkreis Mühldorf am InnLandkreis TraunsteinÖsterreichKarte
Über dieses Bild
Luftaufnahme vom Ortskern der Gemeinde Winhöring (Aufgenommen am 17. Juli 2004 von Süden). In Bildmitte die Pfarrkirche St. Peter und Paul, im Vordergrund an der Kreisstraße AÖ35 (ehemalige Bundesstraße B299) gelegen die Friedhofskirche (Feldkirche). Das niederbaierische Hügelland beginnt am nördlichen Ortsrand
Friedhofskirche Maria Namen
Schloss Frauenbühl

Winhöring ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Altötting.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptort befindet sich am Rande des niederbaierischen Hügellandes im Mündungsdreieck zwischen Isen und Inn. Einige Ortsteile, vornehmlich Höfe und Weiler liegen bereits im Hügelland und damit geografisch getrennt von Isen- und Inntal. Der Inn bildet im Süden die natürliche Grenze zur Nachbarstadt Neuötting. Die Isen führt regelmäßig Hochwasser. Vor der Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen führte dies oft zu größeren Schäden an den Gebäuden, zum Beispiel im Jahre 1954 (siehe auch Hochwasser 1954).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winhöring hat 38 Ortsteile[2]:

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Inn
  • Isen
  • Watzinger Bach
  • Osterbach
  • Aubach
  • Silbersee
  • Waldspitzsee
  • Baggerweiher
  • Isenkanal
  • Isenstausee

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis vor kurzem wurde davon ausgegangen, dass Winhöring als „Uuiniheringa“ zum ersten Mal 953 urkundlich als päpstlicher Besitz erwähnt wurde. In Urkunden der Bischöfe von Freising ist jedoch bereits am 13. Februar 816 eine Schenkung in Winhöring erwähnt. Winhöring war lange Zeit Sitz einer Hofmark, die seit 1721 im Besitz der Grafen zu Toerring-Jettenbach war. Winhöring wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde. Bis in die Nachkriegszeit war Winhöring stark landwirtschaftlich geprägt, lediglich im Ortsteil Eisenfelden waren und sind einige größere Produktionsbetriebe ansässig. Heute ist Winhöring hauptsächlich eine Wohngemeinde mit starkem Vereinsleben und vielen Familien.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1967 wurden Teile der aufgelösten Gemeinde Eggen nach Winhöring eingemeindet.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 4.584 auf 4.801 um 217 Einwohner bzw. um 4,7 %.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde besteht zu etwa 90 % aus Katholiken. Die katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul untersteht dem Dekanat Altötting und gehört zum Bistum Passau. Der Pfarrei sind neben der Pfarrkirche St. Peter und Paul noch zwei weitere Kirchenbauten angegliedert: Die Feldkirche Mariä Namen befindet sich im Friedhof an der südlichen Ortsgrenze, die Kapelle St. Bartholomäus im Ortsteil Burg ist das Relikt einer mittelalterlichen Schlossanlage. In beiden Filialkirchen werden noch kleinere Andachten abgehalten, z. B. Maiandachten.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2017 Karl Brandmüller (CSU), der sich bei zwei Gegenkandidaten mit 51,6 % der Stimmen durchsetzte. Sein Vorgänger Hans Daferner (CSU) war zurückgetreten.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Winhöringer Gemeinderat hat 16 Mitglieder. Er tagt einmal monatlich und setzt sich nach der Kommunalwahl vom 16. März 2014 ab dem 17. September 2019 wie folgt zusammen:

CSU SPD Freie Wähler „Gemeindewohl“ Fraktionslos
8 Sitze 3 Sitze 4 Sitze 1

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 2003 besteht eine Partnerschaft zur österreichischen Gemeinde Pernegg a.d. Mur in der Steiermark.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Unter einem silbernen Schildhaupt, darin nebeneinander drei rote heraldische Rosen mit goldenen Butzen, in Blau über einem aus dem unteren Schildrand wachsenden halben silbernen Zahnrad ein silberner Winkel, beiderseits begleitet von einer goldenen Ähre.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf die Burger Kapelle
  • Pfarrkirche St. Peter und Paul
  • Pfarrhof
    Der sehenswerte und in Ostbayern einmalige Pfarrhof wurde 1728 vom damaligen Pfarrer Stadler erbaut. Die zugehörige Ökonomie wurde Ende der 1960er Jahre abgerissen und stattdessen ein Wohnhaus für den Pfarrer errichtet, ohne dabei ein Gespür für das wunderschöne Ensemble zu zeigen. Dennoch blieb die Hofanlage mit einer Mauer zur Neuöttinger Straße hin im Wesentlichen erhalten. Die Gebäude, an der Nordseite u. a. eine zweigeschossige offene Laube mit Kuppeltürmchen, wurden in den letzten Jahren vorbildlich renoviert und dienen als Versammlungs- und Gruppenräume der Pfarrgemeinde. Außerdem konnte die Gemeindebücherei in den Räumlichkeiten untergebracht werden.
  • Feldkirche
  • Schloss Frauenbühl
  • Schloss Burgfried
  • Schlosskapelle in Burg
  • Ruine der Unterholznerburg in Burg

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Winhöring und Liste der Bodendenkmäler in Winhöring

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schiene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bahnstrecke Mühldorf-Simbach verläuft im südlichen Gemeindegebiet mit dem Haltepunkt Neuötting. Von München besteht stündlicher Regionalzuganschluss. Richtung Österreich verkehren sie via Innkreisbahn über Wels nach Linz. Mit dem Fahrplanwechsel Dezember 2008 wurde auch eine Direktverbindung von Mühldorf nach Linz mit Halt im Bahnhof Neuötting eingerichtet. Diese Verbindung wurde Ende des Jahres 2013 wieder eingestellt. Seither verkehren nur die stündlichen Regionalbahnen zwischen Mühldorf und Simbach, wobei in den Hauptverkehrszeiten auch schnelle Regionalexpress-Züge direkt nach München verkehren. Diese werden von zahlreichen Pendlern genutzt.

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet wird durchzogen von den Bundesstraßen 299 (Freilassing-Landshut), jetzt Kreisstraße AÖ 35, und B 588 (Neuötting-Eggenfelden). Die Bundesstraße 588 wurde mittlerweile auf einem kurzen Abschnitt im Gemeindegebiet zur Staatsstraße 2876 abgestuft. Im südlichen Gemeindegebiet verläuft die bereits teilweise fertiggestellte Bundesautobahn 94 (München-Pocking). Der Kreisverkehr an der Feldkirche wurde im September 2019 fertiggestellt, wo früher eine Kreuzung mit Ampelanlage diente.

Bildung und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindergärten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter der Trägerschaft des Pfarrcaritasverbandes werden zwei Kindergärten betrieben. Der Kindergarten St. Peter und Paul befindet sich in der Ortsmitte, Anfang der 1990er Jahre wurde der zweite Kindergarten St. Valentin im Ortsteil Unterau neu erbaut.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Grund- und Mittelschule mit einem flächenmäßig relativ großen ländlichen Einzugsgebiet, teilweise auch von Nachbargemeinden, steht in der Ortsmitte.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeindebücherei
  • Sportplatz mit Tennisheim und Zweifachturnhalle
  • Pfarrheim

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hofmarkbühne des Winhöringer Arbeitervereins bringt jährlich volkstümliche Theaterstücke und den allseits bekannten "Wi-NARR-inger Narrengsang" zur Aufführung.

Staatliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Eisenfelden befindet sich das Zollamt Altötting.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Winhöring hat das Ehrenbürgerrecht an bisher 3 Personen vergeben

  • Pfarrer Prälat Eduard Hohenester †
  • Altbürgermeister Siegfried Marchner
  • Pfarrer BGR Josef Kurz

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Winhöring in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 23. Dezember 2017.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 417.
  4. Haus der Bayerischen Geschichte - Bayerns Gemeinden. Abgerufen am 18. September 2019.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Winhöring – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien