Tüßling

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Tüßling
Tüßling
Deutschlandkarte, Position des Marktes Tüßling hervorgehoben
Koordinaten: 48° 13′ N, 12° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Altötting
Höhe: 407 m ü. NHN
Fläche: 19,56 km2
Einwohner: 3279 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 168 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84577
Vorwahl: 08633
Kfz-Kennzeichen: AÖ, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 71 133
Marktgliederung: 33 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 2
84577 Tüßling
Webpräsenz: www.tuessling.de
Erste Bürgermeisterin: Stephanie Gräfin Bruges-von Pfuel (CSU)
Lage des Marktes Tüßling im Landkreis Altötting
BurghausenEmmertingBurgkirchen an der AlzKastl (Landkreis Altötting)Haiming (Oberbayern)Mehring (Oberbayern)MarktlNeuöttingAltöttingFeichten an der AlzWinhöringTüßlingTöging am InnTeisingPleiskirchenGarching an der AlzUnterneukirchenTyrlachingStammham (am Inn)ReischachPerachKirchweidachHalsbachErlbach (Oberbayern)Landkreis Rottal-InnLandkreis Mühldorf am InnLandkreis TraunsteinÖsterreichKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Tüßling ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Altötting.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tüßling hat 33 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Mörmoosen, Tüßling und Unterburgkirchen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 711 und 728 wurde Tüßling als „Tuzzlingen“ zum ersten Mal in einem Salzburger Güterverzeichnis genannt. 1377 bzw. 1379 wurde der Ort zum Markt erhoben. Der Markt gehörte den Grafen von Haslang-Hohenkammer. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern (Landgerichtsbezirk Mörmoosen) und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Tüßling war. Tüßling besaß zwar das Marktrecht, konnte jedoch wegen der Hofmarksherrschaft nur geringe Teile davon durchsetzen. 1804 wurde das Landgericht Mörmoosen aufgelöst. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1900 wurde die Gemeinde Tüßling (Vormarkt) nach Tüßling eingemeindet. Am 1. Oktober 1970 kam die bis dahin selbstständige Gemeinde Mörmoosen hinzu. Am 1. Oktober 1971 folgten Teile der ehemaligen Gemeinde Unterburgkirchen.[3] 1978 wurden die Verwaltungen der Gemeinde Tüßling und der Gemeinde Teising zur Verwaltungsgemeinschaft Tüßling zusammengelegt. Diese Verwaltungsgemeinschaft wurde auf Bestreben der Gemeinde Teising mit Wirkung ab 1. Januar 1998 wieder aufgelöst.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus von Tüßling

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Bürgermeisterin ist Stephanie Gräfin Bruges-von Pfuel (CSU).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich seit dem 1. Mai 2014 wie folgt zusammen:

Gemeindefinanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2012 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 2041 T€, davon waren 420 T€ Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktkirche St. Georg
Marktplatz
  • Schloss Tüßling: Das Schloss wurde 1581 bis 1583 im Auftrag von Johann Veit Graf von Törring erbaut, trotz Brandschäden 1712 und barocker Einbauten hat es im Äußeren seinen Charakter unverändert. Es ist heute im Besitz der Familie von Pfuel.
  • Die Marktkirche St. Georg wurde 1724 erbaut und im 19. und 20. Jahrhundert verändert.
  • Das ehemalige Hofmarksrichterhaus stammt teilweise noch aus dem 16. Jahrhundert. Seit 1978 wird es als Rathaus genutzt.
  • Die spätgotische Pfarrkirche St. Rupertus in Burgkirchen am Wald stammt aus dem zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts und hat eine Barockausstattung sowie einen romanischen Taufstein.
  • In Heiligenstatt befindet sich die spätgotische und später barockisierte Wallfahrtskirche Unschuldige Kinder.

Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Tüßling

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrei im Gemeindegebiet hat ihren Sitz in Burgkirchen am Wald.

Tüßling liegt an der Strecke des Radpilgerweges Benediktweg, der im August 2005 eröffnet wurde.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2012 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 14, im Produzierenden Gewerbe 195 und im Bereich Handel und Verkehr 49 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 276 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1183. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei Betriebe, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Im Jahr 2010 bestanden zudem 30 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 904 ha. Davon waren 721 ha Ackerfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Tüßling

Der Bahnhof Tüßling liegt an der Bahnstrecke Mühldorf–Freilassing und der Bahnstrecke Mühldorf–Burghausen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2012 gab es folgende Einrichtungen:

  • Zwei Kindergärten mit insgesamt 115 Kindergartenplätzen und 109 Kindern
  • Drei Volksschulen, davon eine in privater Trägerschaft, in denen 25 Lehrkräfte 338 Schüler unterrichteten (Schuljahr 2011/12)

Brauchtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weithin bekannt ist der Tüßlinger Georgiritt. Auch der Tüsslinger Fasching mit seinem jährlichen Faschingsumzug am Faschingsdienstag ist ein Publikumsmagnet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tüßling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Markt Tüßling in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 23. Dezember 2017
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 416.
  4. Fünftes Gesetz zur Änderung der Gliederung von Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften vom 26. Juli 1997 (GVBl S. 309)