Kernkraftwerk Columbia

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Kernkraftwerk Columbia
Kernkraftwerk Columbia
Kernkraftwerk Columbia
Lage
Kernkraftwerk Columbia (USA)
Kernkraftwerk Columbia
Koordinaten 46° 28′ 13,2″ N, 119° 20′ 7,2″ WKoordinaten: 46° 28′ 13,2″ N, 119° 20′ 7,2″ W
Land: USA
Daten
Eigentümer: Energy Northwest
Betreiber: Energy Northwest
Projektbeginn: 1971
Kommerzieller Betrieb: 13. Dez. 1984

Aktive Reaktoren (Brutto):

1  (1.200 MW)
Eingespeiste Energie seit Inbetriebnahme: 142.162 GWh
Stand: 17. März 2008
Die Datenquelle der jeweiligen Einträge findet sich in der Dokumentation.

Das Kernkraftwerk Columbia (englisch Columbia Generating Station), oder auch Washington State Power Plant (WSPP) genannt, mit einem Siedewasserreaktor ist in Hanford im US-Bundesstaat Washington gelegen. Es ist der einzig fertiggestellte des 5 Reaktoren umfassenden Programms "Washington Public Power Supply System Nuclear Project", dabei sollten die Blöcke 1, 2 und 4 bei Hanford und 3 & 5 bei Elma im Grays Harbor County entstehen. Das Areal liegt in unmittelbarer Nachbarschaft der Hanford Site. Dieses riesige Gelände war einst der größte US-Produktionskomplex für Nuklearwaffen; er ist radioaktiv stark kontaminiert. [1] (Liste hier)

Das Kernkraftwerk wurde ab 1972 von General Electric für den Betreiber Washington Public Power Supply System gebaut, der sich 1999 in Energy Northwest umbenannte und es unter diesem Namen bis heute betreibt.[2] Der Kernreaktor wurde am 19. Januar 1984 zum ersten Mal kritisch. Er ging am 27. Mai 1984 ans Netz. Er besitzt ein Mark-II-Containment, eine Weiterentwicklung des in gewissen Belangen als ungenügend eingestuften vorherigen Mark-I-Containments; es ähnelt stark dem Containment der schwedischen ASEA-Siedewasserreaktoren.

Das Kraftwerk wird durch sechs Kühltürme gekühlt.[3]

Das AKW erhielt am 20. Dezember 1983 eine Betriebsgenehmigung (operating license) von der Nuclear Regulatory Commission (NRC). Am 19. Januar 2010 beantragte Northwest bei der NRC eine Verlängerung der Betriebsgenehmigung um 20 Jahre. [4]

Störfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 1998 brachte ein Wasserhammer das Ventil einer Hilfsanlagenleitung im Reaktorgebäude zum Bersten. Rund 650 Kubikmeter Wasser strömten aus und überfluteten die Pumpenräume der Niederdruck-Notkühlpumpen sowie der Kondensationskammer-Pumpen, deren Türen nicht gegen solche Wassermassen ausgelegt waren und aufbrachen. Der Reaktor konnte mit Hilfe der normalen Betriebssysteme heruntergekühlt werden; hätten diese aber versagt, wäre eine Notkühlung stark erschwert gewesen.[5]

Daten der Reaktorblöcke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kernkraftwerk Columbia hat einen fertiggestellten und 2 unvollendete Blöcke:

Reaktorblock[6] Reaktortyp Netto-
leistung
Brutto-
leistung
Baubeginn Netzsyn-
chronisation
Kommer-
zieller Betrieb
Abschal-
tung
WNP-1 Siedewasserreaktor 0 MW 0 MW 1975 - nicht fertiggestellt
Columbia (WNP-2) Siedewasserreaktor 1.131 MW 1200 MW 19.02.1972 27.05.1984 13.12.1984 (2044 geplant)
WNP-4 Siedewasserreaktor 0 MW 0 MW 1975 - nicht fertiggestellt

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. spiegel.de 23. Februar 2013: US-Strahlenruine Hanford: Lecks in sechs unterirdischen Atommülltanks
  2. www.energy-northwest.com 'Columbia Generating Station '
  3. Energy Northwest - Columbia Generating Station (englisch)
  4. Homepage
  5. mydocs.epri.com - Studie "Pipe Rupture Frequencies for Internal Flooding PRAs
  6. Power Reactor Information System der IAEA: „United States of America: Nuclear Power Reactors - Alphabetic“ (englisch)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]