Kreis Bulqiza

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Italien Griechenland Mazedonien Serbien Kosovo Montenegro Bosnien und Herzegowina Kroatien Kreis Malësia e Madhe Kreis Shkodra Kreis Tropoja Kreis Has Kreis Kukës Kreis Puka Kreis Lezha Kreis Mirdita Kreis Kurbin Kreis Kruja Kreis Durrës Kreis Mat Kreis Dibra Kreis Bulqiza Kreis Kavaja Kreis Tirana Kreis Peqin Kreis Elbasan Kreis Librazhd Kreis Gramsh Kreis Lushnja Kreis Fier Kreis Mallakastra Kreis Kuçova Kreis Berat Kreis Skrapar Kreis Vlora Kreis Delvina Kreis Saranda Kreis Tepelena Kreis Përmet Kreis Gjirokastra Kreis Pogradec Kreis Korça Kreis Devoll Kreis KolonjaLage des Kreises Bulqiza
Über dieses Bild
Kreis: Bulqiza
Hauptort: Bulqiza
Qark: Qark Dibra
Fläche: 718 km²
Einwohner: 31.210  Stand: 2011
Bevölkerungs-
dichte:
43,47 Einwohner/km²
ISO-3166-2-Code AL-BU
Kfz-Kennzeichen: BZ
Bulqiza mit Bergwerk

Der Kreis Bulqiza (albanisch: Rrethi i Bulqizës) ist einer der 36 Verwaltungskreise Albaniens. Der Kreis mit einer Fläche von 718 km² gehört zum Qark Dibra. Er hat 31.210 Einwohner (2011).[1] Benannt wurde der Kreis nach dem Hauptort Bulqiza.

Geographie[Bearbeiten]

Das Gebiet des Kreises besteht zum Wesentlichen aus zwei linksseitigen Nebentälern des Drin südwestlich der Dibra. Die Ostgrenze ist zugleich die Landesgrenze zu Mazedonien, die streckenweise durch den Drin gebildet wird. In diesem Gebiet mit dem Namen Golloborda liegen auch einige von Mazedoniern bewohnte Dörfer.

Die Landschaft ist mehrheitlich gebirgig geprägt. Vom Drin-Ufer auf etwa 450 m steigen die Berge bis über 2.000 m an. Die meisten Bewohner leben im Drin-Tal und in der Bergwerk-Stadt Bulqiza.

Seit der letzten Gebietsreform gehört die Gemeinde Martanesh mit der Bergwerkstadt Krasta am südlichen Ende des Mat-Tals zum Kreis Bulqiza. Diese Gebirgsregion, wo der Fluss Mat seine Quelle hat, ist berühmt für seine rote Ziegenart.
Hingegen gehört die Gemeinde Stërbleva, ehemals südlichste Gemeinde im Kreis, jetzt zum Kreis Librazhd.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Rund fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung des Kreises sind Mazedonier. Mehr als die Hälfte der Bewohner bekennen sich zur muslimischen Glaubensgemeinschaft der Bektashi.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In den Bergwerken von Bulqiza und Krasta wird noch immer Nickel abgebaut. Die Mine von Bulqiza soll die größte des Landes sein, beschäftigt aber nur noch einen Bruchteil der Belegschaft zur Zeit des Kommunismus. In den anderen Orten leben die Bewohner fast ausschließlich von der Landwirtschaft.

Bulqiza und einige Dörfer im Norden des Kreises liegen an der Durchgangsstraße von der Küstenebene nach Peshkopi. Die restlichen Gebiete sind hingegen sehr abgelegen und kaum zu erreichen. Im Winter sind viele Straßen verschneit und unpassierbar. Auch die Nationalstraße, die wenige Kilometer westlich von Bulqiza den Pass Qafa e Buallit (837 m) überquert, ist immer wieder unpassierbar.

Gemeinden[Bearbeiten]

Name Einwohner[1] Gemeindeart
Bulqiza 000000000008177.00000000008.177 Bashkia
Fushë Bulqiza 000000000003342.00000000003.342 Komuna
Gjorica 000000000004214.00000000004.214 Komuna
Martanesh 000000000001836.00000000001.836 Komuna
Ostren 000000000003034.00000000003.034 Komuna
Shupenza 000000000005503.00000000005.503 Komuna
Trebisht 000000000000993.0000000000993 Komuna
Zerqan 000000000004111.00000000004.111 Komuna

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b  Ines Nurja, INSTAT (Hrsg.): Censusi i popullsisë dhe banesave / Population and Housing Census – Dibër 2011. Rezultatet Kryesore/Main Results. Pjesa/Part 1, Adel Print, Tirana 2013 (Dokument zum Herunterladen als PDF).