Limeshain

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Limeshain
Limeshain
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Limeshain hervorgehoben
Koordinaten: 50° 16′ N, 9° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Wetteraukreis
Höhe: 206 m ü. NHN
Fläche: 12,52 km²
Einwohner: 5347 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 427 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63694
Vorwahlen: 06047, 06048
Kfz-Kennzeichen: FB, BÜD
Gemeindeschlüssel: 06 4 40 014
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Zentrum 2
63694 Limeshain
Webpräsenz: www.limeshain.de
Bürgermeister: Adolf Ludwig (SPD)
Lage der Gemeinde Limeshain im Wetteraukreis
Butzbach Münzenberg Rockenberg Ober-Mörlen Bad Nauheim Friedberg (Hessen) Rosbach vor der Höhe Wöllstadt Karben Bad Vilbel Wölfersheim Reichelsheim (Wetterau) Niddatal Florstadt Echzell Reichelsheim (Wetterau) Nidda Hirzenhain Gedern Ranstadt Glauburg Altenstadt (Hessen) Limeshain Ortenberg (Hessen) Kefenrod Büdingen Lahn-Dill-Kreis Landkreis Gießen Vogelsbergkreis Hochtaunuskreis Frankfurt am Main Main-Kinzig-KreisKarte
Über dieses Bild

Limeshain ist eine hessische Gemeinde in der Wetterau. Das Rathaus und damit der Sitz der Gemeindeverwaltung befindet sich im Ortsteil Himbach.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Limeshain besteht aus den Ortsteilen Hainchen, Himbach und Rommelhausen. Sie grenzt im Westen und Norden an die Gemeinde Altenstadt, im Osten an die Stadt Büdingen, im Süden an die Gemeinde Hammersbach (Main-Kinzig-Kreis) sowie im Südwesten an die Stadt Nidderau (Main-Kinzig-Kreis).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Rommelhausen wurde im Jahr 930 n. Chr. als Ruommothusen erstmals urkundlich erwähnt. Die erste Erwähnung des Ortes Himbach findet sich in einer Urkunde Heinrichs IV. aus dem Jahr 1057. Hainchen wird erst 1367 als „Zu dem Hain“ erwähnt. Ebenso wie Himbach gehörte es zu dieser Zeit zum Gericht Eckartshausen.

Die drei bis dahin verschiedenen Landratsbezirken zugeordneten Ortschaften gehörten ab dem Jahr 1874 zum Landkreis Büdingen. Am 1. August 1972 wurden der Landkreis Büdingen aufgelöst. Die Gemeinde Limeshain wurde dem Wetteraukreis zugeordnet.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 1971 wurde die Gemeinde Limeshain durch den Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Hainchen, Himbach und Rommelhausen neu gebildet.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[4][5]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
   
Von 27 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 65,1 18 55,0 15 51,7 14 52,5 14
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 24,2 6 17,6 5 22,7 6 22,4 6
FWG Freie Wählergemeinschaft Limeshain 15,2 4 25,6 7 25,1 7
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 10,7 3 12,2 3
Gesamt 100,0 27 100,0 27 100,0 27 100,0 27
Wahlbeteiligung in % 47,8 46,0 44,0 49,8

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vergangenen Bürgermeisterwahlen lieferten folgende Ergebnisse:

Jahr Kandidaten Partei %
Ergebnis
2014 Adolf Ludwig SPD 89,5
Wahlbeteiligung in % 35,3
2008 Adolf Ludwig SPD 89,7
Wahlbeteiligung in % 64,9
2002 Adolf Ludwig SPD 92,1
Wahlbeteiligung in % 34,3
1996 Klaus Hühn SPD 88,2
Wahlbeteiligung in % 46,1

Der seit 2002 amtierende Bürgermeister Adolf Ludwig (SPD) wurde am 19. Januar 2014 im ersten Wahlgang ohne Gegenkandidaten mit 89,5 % der Stimmen für eine dritte Amtsperiode wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 35,3 %.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet verläuft der Obergermanisch-Raetische Limes, eine von den Römern bis etwa 260 n. Chr. unterhaltene Grenzanlage mit Kastellen und Beobachtungstürmen. Dazu gehört das Kleinkastell „Auf dem Buchkopf“ bei Rommelhausen. Noch heute im Gelände sichtbare Reste dieser Befestigungsanlagen sind westlich bis südlich von Rommelhausen erhalten und können über zu diesem Zweck angelegte Wanderwege erkundet werden.

Ein 25 Meter langes rekonstruiertes Teilstückes des Limes zeigt den Ausbauzustand um 200 n. Chr. Die Rekonstruktion wurde im Zusammenhang mit einem archäologischen und naturkundlichen Wanderlehrpfad nach der Idee von Bürgermeister a. D. Klaus Hühn während seiner Amtszeit errichtet. Etwas weiter südlich wurde im Jahr 2013 der Steinturm des Wachtposten 4/103 „Eckartshäuser Unterwald“ rekonstruiert.[6]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 352.
  3. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  6. Gemeinde Limeshain; http://www.limesturm-limeshain.de/ (Memento vom 17. September 2013 im Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Limeshain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien