Nidderau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Nidderau
Nidderau
Deutschlandkarte, Position der Stadt Nidderau hervorgehoben
Koordinaten: 50° 15′ N, 8° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Main-Kinzig-Kreis
Höhe: 127 m ü. NHN
Fläche: 46,73 km2
Einwohner: 20.051 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 429 Einwohner je km2
Postleitzahl: 61130
Vorwahl: 06187
Kfz-Kennzeichen: MKK, GN, HU, SLÜ
Gemeindeschlüssel: 06 4 35 021
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Steinweg 1
61130 Nidderau
Webpräsenz: www.nidderau.de
Bürgermeister: Gerhard Schultheiß (SPD)
Lage der Stadt Nidderau im Main-Kinzig-Kreis
NiederdorfeldenSchöneck (Hessen)NidderauMaintalHanauGroßkrotzenburgRodenbach (bei Hanau)ErlenseeBruchköbelHammersbachNeuberg (Hessen)Ronneburg (Hessen)LangenselboldHasselrothFreigericht (Hessen)GründauGelnhausenLinsengericht (Hessen)BiebergemündFlörsbachtalJossgrundBad OrbWächtersbachBrachttalSchlüchternBirsteinSinntalBad Soden-SalmünsterGutsbezirk SpessartSteinau an der StraßeSteinau an der StraßeBad Soden-SalmünsterBad Soden-SalmünsterGutsbezirk SpessartBayernLandkreis OffenbachOffenbach am MainFrankfurt am MainLandkreis FuldaVogelsbergkreisLandkreis GießenWetteraukreisHochtaunuskreisKarte
Über dieses Bild

Die Stadt Nidderau liegt am nordöstlichen Rand des Rhein-Main-Gebiets im osthessischen Main-Kinzig-Kreis.

Nidderau ist die fünftgrößte Stadt des Main-Kinzig-Kreises.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt in der südlichen Wetterau und grenzt an die südwestlichen Ausläufer des Vogelsbergs, gehört aber verwaltungstechnisch noch zum Main-Kinzig-Kreis (in den 1970er Jahren Landkreis Hanau). Der Fluss Nidder gab der Stadt ihren Namen. Nidderau war im Jahr 2007 (wie auch schon in den Jahren 2004 und 2005) mit 1883 Sonnenstunden der sonnenreichste Ort in Hessen.

Nachbargemeinde und -kreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nidderau grenzt im Westen an die Stadt Karben, im Nordwesten an die Stadt Niddatal, im Norden an die Gemeinde Altenstadt (alle Wetteraukreis), im Osten an die Gemeinden Limeshain (Wetteraukreis) und Hammersbach, im Süden an die Stadt Bruchköbel sowie im Südwesten an die Gemeinde Schöneck.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Nidderau entstand durch den freiwilligen Zusammenschluss der Stadt Windecken und der Gemeinde Heldenbergen im Zuge der Gebietsreform in Hessen am 1. Januar 1970.[2] Aus diesem Grund setzt sich das Nidderauer Stadtwappen bis heute nur aus dem Windecker und Heldenberger Wappen zusammen. Am 31. Dezember 1971 schlossen sich die nördlicher gelegenen Orte Eichen und Erbstadt an. Zuletzt folgte per Gesetz Ostheim am 1. Juli 1974.[3][4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohner (jeweils zum 31. Dezember; 2013: 30. Juni)[5]

Einwohnerentwicklung von Nidderau von 1998 bis 2016
Jahr Einwohner
31. Dezember 1998 19.051
31. Dezember 1999 19.512
31. Dezember 2000 19.689
31. Dezember 2001 19.922
31. Dezember 2002 20.036
31. Dezember 2003 20.061
31. Dezember 2004 20.208
31. Dezember 2005 20.130
31. Dezember 2006 19.972
Jahr Einwohner
31. Dezember 2007 19.932
31. Dezember 2008 19.894
31. Dezember 2009 19.800
31. Dezember 2010 19.859
31. Dezember 2011 19.802
31. Dezember 2012 19.949
30. Juni 2013 19.964
31. Dezember 2016 20.051

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[6] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[7][8]

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2016
    
Insgesamt 37 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 41,0 15 40,4 15 44,9 17 46,7 17
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 33,0 12 29,3 11 32,7 12 31,5 12
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 12,9 5 19,0 7 9,4 3 10,0 4
FWG Freie Wählergemeinschaft Nidderau 13,1 5 9,5 3 9,8 4 11,8 4
FDP Freie Demokratische Partei 1,9 1 3,3 1
gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 54,9 49,3 49,5 54,2
Rathaus der Stadt Nidderau

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der seit Mai 1997 amtierende Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD), wurde am 30. November 2008 im ersten Wahlgang mit 70,5 % der Stimmen für eine dritte Amtsperiode wiedergewählt. Inzwischen hat er seine vierte Amtszeit angetreten, so bekam er bei der Bürgermeisterwahl vom 30. November 2014, mit 60,4 % der Stimmen, eine deutliche Mehrheit.[9]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 4. Mai 1971 wurde der Gemeinde Nidderau im damaligen Landkreis Hanau ein Wappen mit folgender Blasonierung verliehen: Im gespaltenen Schild vorn drei goldene Sparren in Rot, hinten in Gold ein einköpfiger schwarzer Reichsadler am Spalt.[10]

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nidderau unterhält seit dem 1. September 1991 eine Partnerschaft mit dem thüringischen Gehren. Das ungarische Kurd ist seit dem 11. März 2000 ein sogenannter Kooperationspartner von Nidderau.

Kultur und Sehgenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neue Stadtmitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Zusammenschluss der Kernorte Windecken und Heldenbergen klafft eine nur dünn besiedelte Fläche zwischen den Ortsteilen, so dass schon bald der Wunsch nach einer eigenen Stadtmitte aufkam. Nach langen Beratungen in den Gremien und der Öffentlichkeit entschloss man sich, eine ca. 13 Hektar große Fläche westlich der Konrad-Adenauer-Allee als neue Stadtmitte zu nutzen. Gebaut wurde eine etwa 11.000 Quadratmeter großes Einkaufs- und Dienstleistungszentrum mit großem Parkplatz unter dem Namen „Nidderforum“. Die Verkaufsfläche beträgt 6000 Quadratmeter. Markanter Blickpunkt der zentralen gewerblichen Fläche ist ein erhöhtes Restaurant mit Fernblick bis Frankfurt. Die umgebenden weiteren Flächen sind für Eigenheim- und Mietwohnungsbau mit ökologischen Standards freigegeben. Baubeginn des Zentrums war im Mai 2015, die Eröffnung des Nidderforums erfolgte am 2. Juni 2016.[11]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen Heldenbergen und Windecken befindet sich das Einkaufs- und Dienstleistungszentrum Niddaforum.[12]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Nidderau kreuzen sich die Bundesstraße 45 und die Bundesstraße 521. Eine westliche Ortsumgehung für den Kernort Heldenbergen/Windecken wurde von 2009 bis 2015 gebaut, welche die Stadt vom Durchgangsverkehr vor allem in nord-südlicher Richtung entlastet. Die Gesamteröffnung der rund 8,3 Kilometer langen Strecke erfolgte Ende Juni 2015.

ÖPNV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigste Buslinie ist die Linie 562, die Nidderau und seine Stadtteile mit Hanau verbindet. Zu massiven Protesten kam es nach dem Fahrplanwechsel 2009, durch den sich die Fahrtzeit massiv verlängert hat, da das südlich gelegene Bruchköbel nicht mehr umfahren, sondern durchquert wird. Zudem gibt es auch die Stadtbuslinie MKK-45, die den Stadtteil Heldenbergen besser erschließt.

Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Stadtgebiet von Nidderau verlaufen zwei Bahnstrecken, die sich hier kurz vereinigen und gleich wieder trennen. Mit dem Bahnhof Nidderau gibt es einen Bahnhof an der Bahnstrecke Friedberg–Hanau und an der Niddertalbahn von Bad Vilbel bis Glauburg-Stockheim. Es bestehen Verbindungen nach Frankfurt am Main, Hanau, Friedberg (Hessen) und Stockheim (Glauburg) am Vogelsberg. Daneben gibt es noch die drei Haltepunkte Nidderau-Windecken und Nidderau-Eichen an der Niddertalbahn sowie Ostheim (Kr Hanau) an der Bahnstrecke Friedberg-Hanau.

Radwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Ortsteile Windecken und Eichen führt der Radwanderweg Bahnradweg Hessen. Er führt auf ehemaligen Bahntrassen ca. 250 km durch den Vogelsberg und die Rhön.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt Nidderau gibt es vier Grundschulen, die Grundschule Ostheim, die Albert-Schweitzer-Schule Nidderau im Ortsteil Heldenbergen, die Kurt Schumacher-Schule in Windecken und die Paul Maar-Schule in Eichen. Darüber hinaus gibt es mit der Johann Hinrich Wichern-Schule im Stadtteil Ostheim eine Schule für Lernhilfe und Sprachheilschule und in Heldenbergen die Bertha von Suttner-Schule, eine integrierte Gesamtschule für die Klassen 5 bis 10.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nidderau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2016 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Der Hessische Minister des Inneren: Zusammenschluß der Gemeinde Heldenbergen im Landkreis Friedberg und der Stadt Windecken im Landkreis Hanau zur Stadt „Nidderau“ im Landkreis Hanau vom 17. Dezember 1970. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1970 Nr. 1, S. 5, Punkt 9 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 4,0 MB]).
  3. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Gelnhausen, Hanau und Schlüchtern und der Stadt Hanau sowie die Rückkreisung der Städte Fulda, Hanau und Marburg (Lahn) betreffende Fragen (GVBl. 330–26) vom 12. März 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 149, § 18 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,0 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 367.
  5. Nidderauer Newsletter Ausgabe 13/2013. Abgerufen am 1. Juli 2014.
  6. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016 Hessisches Statistisches Landesamt
  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  8. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  9. Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Nidderau
  10. Der Hessische Minister des Inneren: Genehmigung eines Wappens der Gemeinde Nidderau, Landkreis Hanau, Regierungsbezirk Darmstadt vom 4. Mai 1971. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 21, S. 857, Punkt 808 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,4 MB]).
  11. Nidderforum nimmt Konturen an, Hanauer Anzeiger, 29. Oktober 2015
  12. Nidderforum