Liste der größten Gebirge der Erde

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Die Liste der größten Gebirge der Erde führt Gebirge aller Kontinente der Erde nach zwei verschiedenen Größenkriterien auf. Die Größe eines Gebirges kann als Begriff für die Zahl besonders hoher und prominenter Berge (hier „Mächtigkeit“ genannt) oder für die Ausdehnung beziehungsweise Länge einer Gebirgskette aufgefasst werden.

Populäre Rankings[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spätestens seit dem Guinness-Buch der Rekorde erfreuen sich Ranglisten aller Art großer Beliebtheit. Das Zeitalter des Internets hat dies vervielfacht, sodass Psychologen bereits von der „Ranking-Gesellschaft“ sprechen. Dabei kritisieren sie den nachlässigen Umgang mit der Evidenz der veröffentlichten Daten (Wahrheitsgehalt, Wahrscheinlichkeit, Faktenbasiertheit) durch die Autoren und die mangelnde Bildung der Leser bezüglich statistischer Verfahren und ausreichendem Allgemeinwissen.[1] Auch zum Thema Gebirge gibt es zahlreiche Ranglisten im Internet. Während die Auflistung von Bergen nach Meereshöhe noch eindeutig ist, erfordert die Sortierung von Gebirgen etliche Festlegungen und Entscheidungen, die zu vollkommen unterschiedlichen Ergebnissen führen.

Beliebt sind Ranglisten nach Gebirgslängen. Populäre Vergleiche von Gebirgen nutzen zumeist die bekannten Gebirgsnamen in den üblichen Grenzen, ohne geologische oder geomorphologische Realitäten zu berücksichtigen und sind damit gänzlich unwissenschaftlich und willkürlich. Einige Beispiele:[2]

  • Die Anden sind eine durchgängige, eindeutig begrenzte Gebirgskette, die durch die Überschiebung einer ozeanischen Erdkrustenplatte unter eine kontinentale Platte (Nazca-Platte und Südamerikanische Platte) entstanden ist. Im Gegensatz dazu ist der Himalaya nur ein künstlich begrenzter Ausschnitt des hochasiatischen Gebirgssystems, das durch die Überschiebung der indischen und eurasischen Platte entstand. Insofern ist ein Vergleich der Kettenlängen von Anden und Himalaya willkürlich und ohne Aussagekraft.
  • Die Gebirgsbildung der Appalachen, des Urals oder der Great Dividing Range sind wesentlich älter als etwa der Alpen oder der Rocky Mountains. Es handelt sich dabei um Rumpfgebirge, die auf großen Strecken so stark erodiert sind, dass sie dort kaum noch Gebirge genannt werden können. So entsteht ein falsches Bild, wenn solche Bereiche (ohne Erläuterung) mit ausgemessen werden.
  • Ebenso fraglich ist es, ob die Begrenzung einer sogenannten „Sumatra-Java-Kette“ auf die beiden größten Inseln passend ist, da sie Teil des viel größeren Sundabogens sind, der sich über ein dutzend größere und hunderte kleinere Inseln erstreckt und sich untermeerisch fortsetzt. Dies wirft im Umkehrschluss jedoch die Frage auf, ob Inselbögen wie die Kurilen- oder Aleutenkette, bei denen sich nur die Gipfelregionen über der Meeresoberfläche befinden, mit Gebirgsketten an Land verglichen werden sollten.

Sinnvolle Anpassungen wie etwa die Einführung des Begriffes Hindukusch-Karakorum-Himalaya-Kette (HKH-Kette) oder gar Hochasien als geologische Gesamt-Einheit werden in den üblichen Rankings nicht berücksichtigt.

Zudem werden Begriffe wie „Länge“ und „Ausdehnung“ häufig nur unzureichend definiert, beziehungsweise unterschieden, und die Kilometerangaben erscheinen oft grob geschätzt, sodass eine Vielzahl von unbelegten Maßen von Gebirgen kursiert, die jeweils auf anderen Grundlagen beruhen. Nur wenige wissenschaftliche Schriften beschäftigen sich mit dieser Trivialität, die den Laien jedoch leicht irreführt.[3]

Auch wenn der Größenvergleich von Gebirgen fachlich kaum eine Bedeutung hat, ist das zumindest ein anschauliches Beispiel für den laxen Umgang mit Zahlen und Fakten im Rahmen populärer Rankings.

Realistischere Vergleiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verschiedene Begriffe von „Größe“ am Beispiel der Alaskakette

Bezieht man Gebirgsvergleiche auf die tatsächlichen Verhältnisse – wie in diesem Artikel –, entstehen meist andere Ergebnisse als bei unterhaltsamen Vergleichen in den Medien. Dennoch ist zu beachten, dass auch diese Zahlen keine absoluten Größen sind: Die Erdoberfläche lässt in den seltensten Fällen eindeutige Begrenzungen zu, da geologische Strukturen als Folge sehr langer, sich immer wieder überlagernder erdgeschichtlicher Prozesse eine große Komplexität aufweisen. Insofern sind auch seriösere Vergleiche auf die Bildung (künstlicher) Cluster angewiesen. Betrachtet man nur die Geomorphologie, ist es etwas einfacher. Die folgenden drei informellen Listen sind beispielhaft.

Korrekte Abmessungen (siehe auch Abbildung):

  • Ausdehnung: Die Länge zweier Geraden zwischen dem nördlichsten und südlichsten und dem östlichsten und westlichsten Punkt eines Gebirges (wird die Richtung nicht angegeben, handelt es sich immer um die längste der beiden Geraden)
  • maximale Ausdehnung: Die längstmögliche Gerade zwischen zwei entgegengesetzten Punkten an den Grenzen eines Gebirges
  • Länge: Beziffert die Distanz zwischen „Anfang“ und (dem entferntesten) „Ende“ einer Gebirgskette entlang des Hauptkammes oder einer gedachten Mittellinie, die der Gebirgsstruktur folgt

Lokalisierung aller großen Gebirgsregionen der Erde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die längsten Gebirge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltkarte der längsten Gebirgsketten

In der folgenden Liste sind die 47 längsten Bergsysteme der Erde ab einer Länge von rund 1000 Kilometern erfasst (Die Sortierung erfolgt nach der eindeutigeren maximalen Ausdehnung).

Vorgaben:

  • Gelistet sind übermeerisch verbundene Gebirgsketten und deutlich ausgeprägte Plateauränder mit weitgehend gemeinsamer Entstehungsgeschichte (Orogene, sowie Randbereiche alter Schilde und Magmaprovinzen mit hoher Reliefenergie),[4][5] die in den Grenzen der Online-Karte Mountain Ranges des Global Mountain Biodiversity Assessment der Universität Bern (Schweiz) ohne Unterbrechung direkt aufeinander folgen[6] (Ausnahme: Fjorde, Seen, Flüsse, Grabenbrüche sowie Meerengen außerhalb von Inselbögen)
  • Die (idealisierten) Kammlinien entstehen in der Regel durch die Verbindung der „schroffesten“ Gipfelregionen (Ruggedness)
  • Bei großflächigen, stark gegliederten Gebirgssystemen werden nur die Randketten betrachtet
  • Bei Verzweigungen der Hauptrichtung zählt immer der längste Zweig

In der abgebildeten Karte sind diese Bergketten als helle schattierte Linien dargestellt und über die ovalen Nummernfelder mit der Rangstelle lokalisierbar.

Rang Max. Ausd. (km)[7] Länge (km)[7] Gebirgszüge mit Teilgebirgen (Nennungen: N–S/W–O) Lage (Bemerkungen) Geologie (Kraton) Geographie (Gebirgstyp)[8][9]
1 7400 ~9600 Kordilleren Südamerikas
(Cordillera de la CostaCordillera de MéridaAnden)
westl. Südamerika Orogen (Ostabdachung) Hochgebirge und Vulkane
2 5500 ~6700 Pazifische Küstengebirge in Nordamerika
(AlaskaketteWrangell MountainsEliasketteCoast MountainsKaskadenketteKalifornisches KüstengebirgeSierra NevadaTransverse RangesPeninsular Ranges)
westl. Nordamerika (Küste) Orogen Hochgebirge und Vulkane
3 5100 ~6400 Innere Kordilleren Nordamerikas
(BrooksketteRichardson MountainsMackenzie MountainsRocky MountainsSangre de Cristo Range)
westl. Nordamerika (Inland) Orogen Hochgebirge, regional Vulkane
4 3760 ~5600 Hindukusch-Karakorum-Himalaya-Kette (erweitert)
(Afghanisches BerglandKoh-e BabaHindukuschKarakorumHimalayaPatkaiArakan-Joma-Gebirge)
Nördl. Indischer Subkontinent Orogen Hochgebirge (im Hindukusch einzelne Vulkane)
5 3760 ~4900 Altun-Qilian-Kunlun-Kette (erweitert)
(BabatagHissargebirgePamirKunlunAltunQilianMin ShanQin LingWudang ShanDaba Shan)
Tadschikistan, West- u. Zentral-China Orogen, teilw. Schildrand Hochgebirge
6 2990 ~3300 Bergketten von Tibet bis Vietnam
(Tanggula-GebirgeNu ShanGaoligong ShanShan HillsDawna-GebirgeTenasserim-Gebirge)
Südwest-China, Vietnam, (Laos) Orogen Hochgebirge, regional Mittelgebirge und Vulkane
7 2950 ~3500 Nördliche Randgebirge der arabischen Platte
(TaurusgebirgeZāgros-Gebirge)
Süd-Türkei, Nord-Irak, West-Iran Orogen Hochgebirge, regional Vulkane
8 2920 ~3400 Bergketten von Tibet bis Thailand
(Bayan-Har-GebirgeChola ShanMangkang Shan/Shaluli Shan – zentraler Hengduan ShanAilao Shanvietnamesisches Yunnan-PlateauTruong Son)
Südwest-China, Myanmar, Thailand Orogen Hochgebirge, regional Mittelgebirge, vereinzelt Vulkane
9 2900 ~3300 Südsibirische Gebirge
(Russischer AltaiSajangebirgeChamar-DabanUlan-Burgassy-GebirgeStanowoigebirge)
Süd-Sibirien Orogen, teilw. Schildrand Hochgebirge, regional Mittelgebirge, vereinzelt Vulkane
10 ~2800 ~3100 Transantarktisches Gebirge Ost-Antarktika (Richtung Pazifik) (Unter dem Inlandeis unklarer Verlauf)[10] Orogen Hochgebirge, regional Vulkane
11 2750 ~3800 Großer Gebirgsbogen des ostsibirischen Berglandes
(Werchojansker GebirgeSuntar-Chajata-GebirgeTscherskigebirgeKolymagebirgeAnjuigebirge)
Nordost-Sibirien Orogen, teilw. Schildrand Hochgebirge, regional Mittelgebirge
12 2700 ~3400 Pontisch-persische Bergketten
(Köroğlu DağlarıPontisches GebirgeKleiner KaukasusElburs-GebirgeKopet-Dag)
nördl. Vorderasien Orogen Hochgebirge, regional Vulkane
13 2540 ~2700 Tian Shan Nördl. Hochasien Orogen Hochgebirge, vereinzelt Vulkane
14 2430 ~3200 Südliche Randgebirge der arabischen Platte
(Ostjordanisches BerglandHedschasAsir-Gebirge-Jemenitische Gebirge)
Westl. Arabische Halbinsel Schildrand Plateaus, regional Vulkane und Hochgebirge
15 2250 ~2600 Hohes Brasilianisches Bergland
(Serra do EspinhaçoSerra da MantiqueiraSerra do Mar)
Südost-Brasilien Schildrand, im Süden Magmaprovinz Hoch- und Mittelgebirge
16 2170 ~2600 Pazifische Küstengebirge Mexikos
(Sierra Madre Occidental – westl.Sierra Volcánica Transversal – westl. Sierra Madre del Sur)
Mexiko Orogen Hochgebirge, regional Vulkane
17 1930 ~2200 Innere Kordilleren Mexikos
(Sierra Madre Oriental – östl. Sierra Volcánica Transversal – östl. Sierra Madre del Sur)
Mexiko Orogen Hochgebirge und Plateaus, regional Vulkane
18 1890 ~2000 Atlas Nordwest-Afrika Orogen Hochgebirge und Plateaus
19 1880 ~2100 Küstengebirge der Region Kamtschatka
(KorjakengebirgeSredinny-Höhenrücken)
Region Kamtschatka Orogen Hochgebirge, regional Vulkane und Mittelgebirge
20 1880 ~2100 Zentral-Neuguinea-Kette
(MaokegebirgeHindenburg RangeHagengebirgeBismarckgebirgeKraetkegebirgeOwen-Stanley-Gebirge)
Neuguinea Orogen Hochgebirge, regional Vulkane
21 1700 ~1800 Skandinavisches Gebirge Westl. u. nördl. Skandinavien Orogen, Südende Schildrand Hoch- und Mittelgebirge
22 1670 ~3600 Randgebirge der adriatischen Platte
(Apennin – südl. AlpenDinariden)[3]
östl. Südeuropa Orogen Hochgebirge, regional Vulkane und Mittelgebirge
23 1670 ~2200 Südliche Great Dividing Range Ost u. Südost-Australien Orogen Plateaus, Mittel- und Hochgebirge
24 1670 ~1800 Barisangebirge Sumatra Orogen Vulkankette
25 1530 ~1700 Hochlandkante am Abessinischen Graben Äthiopien Schildrand, Magmaprovinz Vulkankette und Plateaus
26 ~1500 ~1700 Küstengebirge Nordost-Grönlands
(Ostgrönländische KaledonidenStauningalpenWatkins-Gebirge)
Ost-Grönland (Unter dem Inlandeis unklarer Verlauf)[11] Orogen, Magmaprovinz Hochgebirge, vereinzelt Vulkane
27 1500 ~1800 Westghats West-Indien Schildrand Plateaus und Hochgebirge
28 1480 ~1600 Mongolischer Altai (Ost-Kasachstan), Südwest-Mongolei Orogen Hochgebirge, regional Mittelgebirge
29 1460 ~2200 Große Randstufe Südafrika (mit Drakensbergen) Süd- u. Ost-Südafrika Schildrand Mittelgebirge, Plateaus und regional Hochgebirge
30 ~1400 ~1700 Antarktische Anden Antarktische Halbinsel (Unter dem Inlandeis unklarer Verlauf)[10] Orogen Hochgebirge, regional Vulkane
31 ~1300 ~1500 Königin-Maud-Land Küstengebirge
(MaudheimviddaFimbulheimenSør Rondane)
Ost-Antarktika (Richtung Afrika) (Unter dem Inlandeis unklarer Verlauf)[10] Orogen Hochgebirge
32 1200 ~1400 Zentral-Borneo-Kette
(IrangebirgeOber-Kapuas-GebirgeSchwanergebirgeMüllergebirge)
Borneo Orogen Hochgebirge, vereinzelt Mittelgebirge
33 1140 ~1200 Sierra Madre de Chiapas Nord-Mittelamerika (Nur pazifische Ketten) Orogen Vulkankette
34 1130 ~1400 Koreanisches Küstengebirge
(Hamgyŏng-GebirgeNangnim-GebirgeRangrim-GebirgeTaebaek-GebirgeSobaek-GebirgeJirisan)
Koreanische Halbinsel Orogen Hochgebirge, regional Mittelgebirge, vereinzelt Vulkane
35 1120 ~1200 Nördlicher Ural West-Russland (Grenze Europa/Asien) Orogen Mittelgebirge, regional Hochgebirge
36 1120 ~1200 Arktische Kordillere der Baffininsel Nordost-Kanada Schildrand Hochgebirge
37 1110 ~1300 Östlicher Hengduan Shan Süd-Zentral-China Orogen Hochgebirge
38 1090 ~1200 Sichote-Alin Ferner Osten Russlands Orogen Mittelgebirge, vereinzelt Hochgebirge und Vulkane
39 1090 ~1100 Kaukasus Aserbaidschan, Georgien, Südwest-Russland (Grenze Europa/Asien (unklar)) Orogen Hochgebirge, regional Vulkane
40 1080 ~2000 Karpaten-Balkanbogen
(KarpatenBalkangebirge)
südöstl. Mitteleuropa Orogen Mittel- und Hochgebirge
41 1080 ~1200 Südliche Appalachen
(Allegheny MountainsCumberland MountainsBlue Ridge Mountains)
Ost-USA Orogen Mittelgebirge, regional Hochgebirge
42 1050 ~1300 Atlantisches Küstengebirge des südlichen Afrikas
(Hochland von BiéSerra ChilengueSerra de ChelaKaokoveld-Berge)
West-Angola u. Namibia Schildrand Mittel- und Hochgebirge
43 990 ~1100 Nördliche Alpen südl. Mitteleuropa Orogen Hochgebirge
44 950 ~1100 Nordostjapanischer Inselbogen / Honshū
(Ōu-GebirgeJapanische AlpenRyōhaku-GebirgeKii-Berge)
Honshū, Japan Orogen Vulkane und Hochgebirge
45 950 ~1000 Nordspanische Kordilleren
(Kantabrisches GebirgePyrenäen)
Nord-Spanien, Südwest-Frankreich Orogen Hochgebirge, regional Mittelgebirge
46 900 ~1400 Gebirgssystem Sulawesis Sulawesi Orogen Hochgebirge
47 740 ~1000 Gamburzew-Gebirge Zentral-Ost-Antarktika (Unter dem Inlandeis unklarer Verlauf)[10] Schildrand Hochgebirge

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Die mächtigsten Massenerhebungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltkarte der mächtigsten Gebirgsregionen

Die absoluten Höhen (und die Anzahl) der Gipfel einer zusammenhängenden Massenerhebung sowie die gesamte Ausdehnung des hochalpinen Bereiches wird hier als „Mächtigkeit“ bezeichnet. Auch dafür lässt sich eine gute Vergleichbarkeit durch Clusterung erreichen. Die Bezugsgrößen der folgenden Liste lauten:

  • Anzahl der Vier-, Fünf-, Sechs-, Sieben- und Achttausender (Hauptgipfel) einer Gebirgsgruppe[12]
  • Durchschnittliche Höhe der „Top Ten“ der Gruppe
  • Größe der umgebenden – weitestgehend zusammenhängenden – Hochgebirgsfläche,
    • die über der 2500 m-Höhenlinie[13] liegt
    • und bei der ein relativer Höhenunterschied von mindestens 900 m in einem Nachbarschaftsradius von 6 km vorhanden ist,[8] sodass Hochebenen ausgeschlossen werden

Gelistet sind alle 26 Massenerhebungen, die diese Bedingungen erfüllen. In der abgebildeten Karte sind sie rot dargestellt: Über 5000 km² große Flächen als Polygone in den realen Grenzen und kleinere Flächen als Dreiecke. Die großen Regionen sind über die rechteckigen Felder mit der Rangstelle lokalisierbar.

Rang* Name Lage Fläche (~km²)[13][7] Gipfel ** Top Ten-Ø m** Höchster Berg Höhe m
1 Hochasien Östliches Zentralasien, Nordrand Südasiens, West-China 2.360.000 14 Achttausender und über 256 Siebentausender[14] 8378 Mount Everest 8849
2 Anden, Zentraler Teil Nord-Peru bis Mittel-Chile 970.000 41 Sechstausender und über 40 Fünftausender[14] 6767 Aconcagua 6961
3 Rocky Mountains, Südteil Süd-Wyoming, Colorado, Nord-New Mexico 100.000 Hunderte Viertausender 4372 Mount Elbert 4401
4 Cordillera Central bis Anden Ecuadors West-Kolumbien, West-Ecuador 66.000 Ein Sechstausender, zwölf Fünftausender 5553 Chimborazo 6263
5 Altai, Großer und Ektag Süd-Zentral-Sibirien, West-Mongolei, Nordwest-China, Ost-Kasachstan 63.500 Dutzende Viertausender 4210 Belucha 4506
6 Hochland von Abessinien, Nord und Zentral Nord u. Zentral-Äthiopien 40.800 Elf Viertausender 4392 Ras Daschän 4533
7 Cordillera Oriental Zentral-Nord-Kolumbien 32.400 Fünf Fünftausender 4748 Ritacuba Blanco 5330
8 Kaukasus zwischen Schwarzem- und Kaspischem Meer 17.700 Acht Fünftausender, über hundert Viertausender 5139 Elbrus 5642
9 Maokegebirge Indonesisch-Neuguinea 16.900 Über zehn Viertausender 4685 Puncak Jaya 4883
10 Absaroka Range Süd bis Wind River Range Nord West-Wyoming 19.000 Elf Viertausender 4150 Gannett Peak 4207
11 Sierra Nevada Volcánica Süd-Zentral-Mexiko 15.900 Vier Fünftausender, 16 Viertausender 4854 Citlaltépetl 5636
12 Hochland von Abessinien, Süd Zentral-Äthiopien 16.900 Zwei Viertausender 3553 Tullu Dimtu 4377
13 Zāgros-Gebirge, Zentral West-Iran 14.400 Drei Viertausender 3952 Dena 4409
14 Sierra Nevada, Südteil Ost-Zentral-Kalifornien 12.000 Über 90 Viertausender 4317 Mount Whitney 4421
15 Königin-Maud-Gebirge Zentrales Transantarktisches Gebirge ~10.000[10] Etliche Viertausender 4039 Mount Kaplan 4230
16 Kuhrud, Süd Süd-Zentral-Iran 9.700 Drei Viertausender 4081 Hezar 4500
17 Tarbagataigebirge und Dsungarischer Alatau Ost-Kasachstan, West-China 10.200 Vier Viertausender 3851 Alagordy 4622
18 Elburs-Gebirge Zentral-Nord-Iran 8.100 Ein Fünftausender, über 30 Viertausender 4687 Damāvand 5609
19 Eliaskette, Nordteil Südost-Alaska / Südwest-Yukon 6.700 Sechs Fünftausender 5056 Mount Logan 5959
20 Uinta Mountains Utah 7.600 Zehn Viertausender 4071 Kings Peak 4123
21 Bogda Shan West-China 5.900 Ein Fünftausender, über zehn Viertausender 4437 Bogda Feng 5445
22 Alpen, Westhälfte Südost-Frankreich, Schweiz, Nordwest-Italien 5.800 81 Viertausender[15] 4290 Mont Blanc 4810
23 Cordillera de Mérida Nordwest-Venezuela 5.100 Über zehn Viertausender 4715 Pico Bolívar 4978
24 Hoher Atlas Zentral-Marokko 5.600 Sechs Viertausender 4029 Toubkal 4167
25 Dahei Shan und Karlik Shan West-China 5.200 Unter zehn Viertausender 4217 Tomort 4886
26 Königin-Alexandra-Kette bis Queen Elizabeth Range Zentrales Transantarktisches Gebirge ~5.000[10] Etliche Viertausender 4246 Mount Kirkpatrick 4528
* Die Platznummer entspricht der Reihenfolge nach dem Produkt aus der Fläche und der durchschnittlichen Höhe der Top Ten
** Anmerkung bei peakbagger.com: „Nebengipfel sind ausgeschlossen. Liste ist möglicherweise nicht vollständig, da nur Gipfel aus der Peakbagger-Datenbank enthalten sind“

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Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geoportale:

  • Mountain Ranges in der Map of Life, Universität Bern
  • Global Mountain Explorer, ein Service von Global Earth Observations – Global Network for Observation and Information in Mountain Environments

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andrea und Justin Westhoff: Die Top-Ten-Gesellschaft: Was die Lust auf Rankings bedeutet, Beitrag im Deutschlandfunk vom 22. Dezember 2016, schriftliche Online-Version, abgerufen am 10. Januar 2021.
  2. Beispiel: Die 10 längsten Gebirgszüge der Welt auf bergwelten.com vom 2. August 2020, abgerufen am 9. Januar 2021.
  3. a b Beispiel für exakte Bemessungen und Begriffsverwendungen bei der Beschreibung von Gebirgen: J. L. Lozán, S.-W. Breckle, H. Escher-Vetter, D. Kasang: Übersicht über die wichtigsten Gebirge der Erde. In: J. L. Lozán, S.-W. Breckle, H. Graßl et al. (Hrsg.): Warnsignal Klima: Hochgebirge im Wandel. S. 33–40 (klima-warnsignale.uni-hamburg.de) Abgerufen am 9. Januar 2021.
  4. Florian Neukirchen: Bewegte Bergwelt: Gebirge und wie sie entstehen. Spektrum, Heidelberg 2011, ISBN 978-3-8274-2754-0. S. 81–108 (Südamerika), 109–111 (Neuseeland), 112–116, 172–180 (Nordamerika), 117–150 (Asien), 156–165 (Afrika), 166–171, 181–204 (Europa).
  5. United States Geological Survey, Earthquake Hazards Program: Geologic Province and Thermo-Tectonic Age Maps, 1997, Geologic Province Map – online, abgerufen am 26. Januar 2021.
  6. Grenzen nach Map of Life, Map Data 2020, abgerufen am 21. Dezember 2020; Auflösungsmaßstab ca. 1:16,7 Mio.; basierend auf Christian Körner, Jens Paulsen, Eva M. Spehn: A definition of mountains and their bioclimatic belts for global comparisons of biodiversity data. In: Alpine Botany. Band 121, Nr. 2, 2011, ISSN 1664-221X, S. 73–78, doi:10.1007/s00035-011-0094-4.
  7. a b c Abmessungen (außer für Antarktika) aus GoogleMaps-Karte: Die größten Gebirge der Erde
  8. a b Deniz Karagulle, Charlie Frye, Roger Sayre, Sean Breyer, Peter Aniello, Randy Vaughan, Dawn Wright: Modeling global Hammond landform regions from 250-m elevation data. In: Transactions in GIS. Band 21, Nr. 5, 2017, ISSN 1467-9671, S. 1040–1060, doi:10.1111/tgis.12265. – Visualisiert in der zoombaren Karte K3 des Global Mountain Explorer, ein Gemeinschaftsprojekt von Mountain Research Initiative (MRI), Center for Development and the Environment (CDE) sowie United States Geological Survey und Environmental Systems Research Institute (ESRI) im Rahmen der Initiative Global Earth Observations – Global Network for Observation and Information in Mountain Environments (GEO-GNOME), abgerufen am 24. Dezember 2020.
  9. Vulkanvorkommen nach world_volcano_map.jpg, abgerufen am 30. Januar 2021.
  10. a b c d e f Verlauf ermittelt über: Topographic map of sub-glacial surface of Antarctica, and of the elevation of the sea floor, Osher Map Library, University of Southern Maine 2012. Abmessungen über Antarctica_de.png auf Wikimedia Commons, beide abgerufen am 05. Januar 2021.
  11. Niels Henriksen: Geologisk kortlægning i Grønland – forudsætninger, metoder og resultater, in Geologisk Tidsskrift, Heft 1, 31. Januar 2002, Kopenhagen (DK), S. 1 – 3.
  12. Vorzugsweise ermittelt über die jeweiligen Einträge „Ten Highest Peaks“ im Peakbagger.com Mountain Range Classification Systems auf peakbagger.com, abgerufen im Dezember 2020.
  13. a b Außer für Antarktika nach Valerie Kapos, Jonathan Rhind, Mary Edwards, Martin F. Price und Corinna Ravilious: Developing a map of the world’s mountain forests. CAB International, Wallingford S. 4–9. Im Abschnitt References In: Martin F. Price: Global Change and Mountain Regions: An Overview of Current Knowledge. Hrsg.: U. M. Huber, H. K. M. Bugmann, M. A. Reasoner. Springer, Dordrecht 2005, ISBN 1-4020-3508-X, Forests in Sustainable Mountain Development, S. 521–529, doi:10.1007/1-4020-3508-x_52. – Visualisiert in der zoombaren Karte K1 des Global Mountain Explorer, ein Gemeinschaftsprojekt von Mountain Research Initiative (MRI), Center for Development and the Environment (CDE) sowie United States Geological Survey und Environmental Systems Research Institute (ESRI) im Rahmen der Initiative Global Earth Observations – Global Network for Observation and Information in Mountain Environments (GEO-GNOME), abgerufen am 24. Dezember 2020.
  14. a b Conradin Burga, Frank Klötzli und Georg Grabherr (Hrsg.): Gebirge der Erde – Landschaft, Klima, Pflanzenwelt. Ulmer, Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-4165-5. S. 20–21.
  15. Die Viertausender der Alpen – Offizielles UIAA-Verzeichnis. UIAA-Bulletin Nr. 145, März 1994 (PDF; 633 kB)