Luka Dimic

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Luka Dimic (* 1986 in Sarajewo[1][2], Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien, heute Bosnien-Herzegowina) ist ein deutsch-kroatischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dimic kam als Bürgerkriegsflüchtling nach Deutschland. Er wuchs in einer schwäbischen Kleinstadt auf.[3] Erste Schauspielerfahrungen sammelte in der Theater-AG seiner Schule; seine Deutschlehrerin bestärkte ihn in seinem Berufswunsch, Schauspieler zu werden.[3] Er studierte von Oktober 2009 bis September 2013 Schauspiel an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg.[1][4]

Bereits während seiner Studienzeit spielte er Theater bei verschiedenen Hochschulproduktionen und gastierte mehrfach am Hans-Otto-Theater in Potsdam, u.a. u.a. als Kater Maurizio di Mauro in dem Zauberstück Der sagenhafte Satanarchäolügenialalkohöllische Wunschpunsch (2012–2014; mit Alexander Kasprik als Rabe Jakob Krakel als Partner), als Franz Moor in einer Studio-Inszenierung von Schillers Die Räuber (Spielzeit 2011/12; Premiere: November 2011) und als Hans in dem Märchen Der Teufel mit den drei goldenen Haaren (2013).[2][5][6]

2013 war er an der Landesbühne Rheinland-Pfalz engagiert, wo er am Kleinen Theater in Bonn-Bad Godesberg und am Schloßtheater Neuwied in der Titelrolle von Das Bildnis des Dorian Gray gastierte.[7][8]

Im August 2014 trat er im Rahmenprogramm der Biennale di Venezia als „Luka“ in dem Theaterprojekt Heritage, Gender and Identity: a Complex Sense of Belonging von Falk Richter auf.[9] 2014/15 gastierte er bei den Landesbühnen Sachsen als Musikstudent Schlomo in dem Musical Fame.[10] 2015 gastierte er am Theater Erfurt; er spielte bei den DomStufen-Festspielen die Rolle des Findelkindes Mogli in dem Kindermusical Das Dschungelbuch.[11][12]

In der Spielzeit 2015/16 spielte er am Theater der Jugend (tdj) in Wien die Titelrolle des „assigen Russenfreunds“ in Tschick von Wolfgang Herrndorf.[13][14]

Luka Dimic spielte mehrfach in Produktionen der Filmuniversität Potsdam und war in verschiedenen Kurzfilmen zu sehen. Der Spielfilm Totale Stille lief im Wettbewerb beim Max Ophüls Festival. Für seine Rolle als gebürtiger Kroate und Krankenpfleger Adnan in dem für den Deutschen Kurzfilmpreis nominierten Kurzfilm Zima (2013) erhielt er 2014 eine lobende Erwähnung für die „Beste schauspielerische Leistung“ beim Filmfest Sehsüchte.

Er wirkte außerdem in verschiedenen Fernsehproduktionen mit, u.a. in der Kinderserie Fabrixx, im Tatort: Tödliche Tarnung (2009; als jugendlicher Raser an der Ampel) und Wilsberg: Halbstark (2012; als Schüler Sebastian). In dem ARD-Fernsehfilm Unterwegs mit Elsa (2014) spielte er, an der Seite von Alicia von Rittberg, den jungen Anhalter und Kroaten Tom. Im März 2016 war Dimic in der ZDF-Krimiserie SOKO Wismar in einer Episodennebenrolle zu sehen; er spielte den Wismarer Stadtführer und Zeugen Bernd Prinz.

Dimic lebt in Berlin.[1][2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: Linie X (Kurzfilm)
  • 2004: Fabrixx (Kinderserie)
  • 2008: Wachgeküsst in Stuttgart (Kurzfilm)
  • 2009: Tatort: Tödliche Tarnung (Fernsehreihe)
  • 2010: Der letzte Freund (Kurzfilm)
  • 2011: Alles neu (Kurzfilm)
  • 2012: Wilsberg: Halbstark (Fernsehreihe)
  • 2013: Totale Stille (Spielfilm)
  • 2013: Zima (Kurzfilm)
  • 2013: Luft zum Atmen (Kurzfilm)
  • 2014: Unterwegs mit Elsa (Fernsehfilm)
  • 2016: SOKO Wismar (Fernsehserie, Folge: Der Dicke)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Luka Dimic Profil und Vita bei Schauspielervideos.de. Abgerufen am 9. März 2016
  2. a b c Luka Dimic Profil bei CASTFORWARD. Abgerufen am 9. März 2016
  3. a b Nicht vom Weg abkommen: HFF-Student Luka Dimic will Schauspieler werden in: Potsdamer Neueste Nachrichten vom 18. Oktober 2010. Abgerufen am 9. März 2016.
  4. Luka Dimic. Jahrgang 2009. Profil. Offizielle Internetpräsenz Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Abgerufen am 9. März 2016
  5. Märchenhaft und furchteinflössend; Aufführungskritik in: Potsdamer Neueste Nachrichten vom 7. September 2012. Abgerufen am 9. März 2016.
  6. Die Räuber nach Friedrich Schiller Besetzung/Szenenfotos. Abgerufen am 9. März 2016
  7. "Das Bildnis des Dorian Gray" - Zu schön, um gut zu sein; Aufführungskritik in: Bonner General-Anzeiger vom 7. Oktober 2013. Abgerufen am 9. März 2016.
  8. Luka Dimic spielt in Rheinbach den Dorian Gray Szenenfoto. Abgerufen am 9. März 2016.
  9. Heritage, Gender and Identity: a Complex Sense of Belonging Programm der Biennale. Abgerufen am 9. März 2016.
  10. Fame - Das Musical Handlung/Besetzung/Szenenfotos. Abgerufen am 9. März 2016
  11. Premiere fürs „Dschungelbuch“ auf den Erfurter Domstufen; Aufführungskritik in: Thüringische Landeszeitung vom 13. Juli 2015. Abgerufen am 9. März 2016.
  12. Domstufen-Festspiel für die Kleinen: Das Dschungelbuch mit pfiffigen Details; Aufführungskritik in: Thüringische Landeszeitung vom 14. Juli 2015. Abgerufen am 9. März 2016.
  13. Luka Dimic Vita. Offizielle Internetpräsenz Theater der Jugend (tdj). Abgerufen am 9. März 2016.
  14. "Tschick" im Theater der Jugend; Aufführungskritik in: Salzburger Nachrichten vom 13. Januar 2016. Abgerufen am 9. März 2016.
  15. Oberösterreichische Nachrichten: Gräfner und Dimic sind die besten Nachwuchsmimen. Artikel vom 7. November 2016, abgerufen am 7. November 2016.