M.M.Warburg & CO

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  M.M.Warburg & CO
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Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz Hamburg
Rechtsform AG & Co. KGaA
Bankleitzahl 201 201 00[1]
BIC WBWC DEHH XXX[1]
Gründung 1798
Website mmwarburg.com
Geschäftsdaten 2017[2]
Bilanzsumme 7,4 Mrd. € (Warburg Gruppe)

5,4 Mrd. € (M.M.Warburg & CO)

Mitarbeiter 1.250 (Warburg Gruppe)
Leitung

Unternehmensleitung

  • Joachim Olearius (Sprecher, Partner)
  • Eckhard Fiene (Partner)
  • Peter Rentrop-Schmid (Partner)
  • Christian Olearius (Aufsichtsratsvorsitz)
  • Max M. Warburg Jr. (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitz)

Die M.M.Warburg & CO ist eine 1798 in Hamburg von den Brüdern Moses Marcus Warburg und Gerson Warburg aus der Bankiersdynastie Warburg gegründete unabhängige Privatbank. Im 20. Jahrhundert entwickelte Max M. Warburg die M.M.Warburg & CO zu einem der renommiertesten Bankhäuser der Welt. Die M.M.Warburg & CO ist heute die größte inhabergeführte Privatbank Deutschlands.

Das „arisierte“ Bankhaus musste 1941 auf Anweisung der Regierung des Deutschen Reiches in Brinckmann, Wirtz & Co. umfirmieren. 1969 wurde die Bank unter der Leitung von Eric M. Warburg in M.M.Warburg-Brinckmann, Wirtz & Co. umbenannt und trug erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder den Namen der Gründerfamilie. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands nahm das Bankhaus 1991 den ursprünglichen Namen M.M.Warburg & CO an.

M.M.Warburg & CO ist unabhängig von institutionellen Anlegern. Traditionell bilden vermögende Privatpersonen den Kundenstamm. Die Leitung der Bank liegt in den Händen der persönlich haftenden Gesellschafter. Mehr als 80 % der Gesellschafteranteile gehören den Familien von Max M. Warburg Jr. und Christian Olearius.

Um die Privatbank M.M.Warburg & CO ist seit der Jahrtausendwende die Warburg Gruppe mit der Finanzholding-Gesellschaft M.M.Warburg & CO Gruppe GmbH entstanden. Die Warburg Gruppe ist an 22 Standorten in 13 deutschen Städten sowie in Luxemburg (Stadt) und Zürich vertreten. Zum Konzern gehören renommierte Bankhäuser, Kapitalanlagegesellschaften und Schifffahrtsgesellschaften. Kerngeschäftsfelder der Warburg Gruppe sind Vermögensverwaltung, Private Banking, Immobilieninvestmentfonds und Investmentbanking. Mit einer Bilanzsumme von 7,4 Milliarden Euro sowie einem verwalteten Kundenvermögen in Höhe von 54,1 Milliarden Euro ist die Bankengruppe einer der größten privaten Finanzdienstleister Deutschlands (Stand 2018).[3][4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1798–1871[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptsitz der M.M. Warburg & CO in der Ferdinandstraße 75 in Hamburg

Das Bankhaus wurde 1798 von den Brüdern Moses Marcus Warburg (1763–1830) und Gerson Warburg (1765–1825) aus dem Geldleih- und Pfandwechselgeschäft ihres Vaters Gumprich Marcus Samuel Warburg (1727–1801) gegründet.[5][6] Der Hauptsitz der Bank befand sich bis 1853 in der Peterstraße 227 im kleinbürgerlichen Judenviertel der Hamburger Neustadt. Für die ersten Jahrzehnte des Bankhauses sind Zeugnisse über die geschäftlichen Tätigkeiten nur spärlich vorhanden. Als gesichert gilt, dass schon sehr frühe Beziehungen zu Mayer Amschel Rothschild und den Rothschild-Banken in London, Paris und Frankfurt am Main bestanden.[7]

Das als sicherer Hafen bekannte Hamburg war ein günstiger Banken- und Handelsstandort. Direkt bei Gründung der Bank profitierten die Warburgs zudem von der Unruhe in den Nachbarländern. Adlige brachten während der Französischen Revolution (1789–1799) ihr Geld bei der gerade gegründeten M.M.Warburg & CO in Sicherheit. Zwischen 1795 und 1800 blockierte England die Häfen von Frankreich und Holland. Beide Republiken mussten ihre Handelsgeschäfte über das neutrale Hamburg abwickeln.[8] Amsterdamer Kaufleute suchten in Hamburg Zuflucht um Napoleons Kontinentalsperre zu umgehen. Für den Hamburger Großhandel finanzierten die Warburgs das Auslands- und Überseegeschäft vor allem mit Frankreich, Spanien, Portugal, Skandinavien, den Vereinigten Staaten von Amerika und Westindien. Der in voller Blüte stehende Stadtstaat Hamburg hatte seine eigene Handelsflotte, ein eigenes Militär und verfügte über viele ausländische Konsulate. Europas Reichtum floß durch den Hamburger Hafen: Fischladungen nach Skandinavien, Wolle nach Flandern, Pelze aus Rußland. Die kosmopolitische Seehandelsatmosphäre verband Hamburgs Bankiers, Geschäftsleute und Bewohner eng mit London, Amsterdam und anderen Städten im Ausland. Die seit 1612 unter besonderem Schutz stehenden portugiesischen Juden waren für Hamburg von enormen wirtschaftlichen Gewicht. Ihr Handel mit Spanien, Portugal und ihren Beziehungen zu Holland hatten erheblich zum Wachstum und zur Größe des hamburgischen Waren- und Geldhandels beigetragen. Die deutschen Juden wurden erst 1784 rechtlich mit den portugiesischen Juden gleichgestellt.[9]

Am 22. Juni 1810 (nach Jüdischen Kalender: 20. Siwan 5570 nach Erschaffung der Welt) wurde erstmalig ein Gesellschaftervertrag für die M.M.Warburg & CO aufgesetzt. Das auf Hebräisch-Aramäisch verfasste Dokument wurde von den zuständigen Beamten der Jüdischen Gemeinde unterzeichnet und beglaubigt.[10] M.M.Warburg & CO-Gründer Gerson Warburg starb 1825. Als neuen Partner und Teilhaber holte Moses Marcus Warburg seinen Neffen Abraham Samuel Warburg (1798–1856) zu M.M.Warburg & CO. Abraham Samuel Warburg heiratete am 11. Februar 1829 Sara Warburg (1804–1884), die Tochter seines Onkels und neuen Geschäftspartners Moses Marcus Warburg. Eheschließungen unter Verwandten, die zumeist aus wirtschaftlichen Erwägungen vollzogen wurden, waren zu jener Zeit in allen Ständen und Klassen gang und gäbe.[11]

Am 14. November 1831 verstarb Bankgründer Moses Marcus Warburg. Abraham Samuel Warburg übernahm das Bankhaus und wählte als neuen Partner seinen Vetter Elias Warburg, der bereits 1837 aus unbekannten Gründen wieder aus der Bank ausschied. Am 8. Juli 1856 verstarb Abraham Samuel Warburg. Als langjährige Matriarchin der Warburg-Familie regierte nach dem Tod ihres Mannes nun Sara Warburg von 1856 bis 1864 als Alleininhaberin die Geschäfte der M.M.Warburg & CO. Saras Tochter Rosa (1833–1908) war verheiratet mit Paul Schiff, dem geschäftsführenden Bankdirektor der von Salomon Meyer Freiherr von Rothschild gegründeten Wiener Credit-Anstalt. Diese persönliche familiäre Bande verhalf Sara Warburg und dem Bankhaus Warburg bei der Bewältigung der durch den Krimkrieg (1853–1856) ausgelösten existentiellen großen Krise für die Hamburger Wirtschaft. Am Ende des Krimkriegs stürzten die Rohstoffpreise ins Bodenlose und führte zahlreiche amerikanische Banken und Eisenbahngesellschaften in den Bankrott. Die Panik schlug Wellen bis nach Hamburg und der dort ansässigen Börse. Als auch hier Banken und Handelshäusern der Konkurs drohte, versuchte der Hamburger Senat vergeblich in Berlin, Paris und anderen Finanzmetropolen Stützungsanleihen aufzulegen. Dann bekam Paul Schiff im November 1857 vom österreichischen Finanzminister den Auftrag, Hamburg mit einer entsprechenden Anleihe zu versorgen. Österreich und die Wiener Credit-Anstalt schickten am 13. Dezember 1857 einen Zug voll Silberbarren in die Hansestadt, woraufhin sich die Unsicherheit an den Finanzmärkten schlagartig beruhigten und das Chaos beendet wurde. Das Bankhaus Warburg hatte durch diese beziehungsbasierte Rettungsaktion erhebliches Ansehen gewonnen. Hamburg erkannte die große Bedeutung der Auslandskontakte der Warburgs und wurde fortan in die Finanzgeschäfte des Stadtstaates involviert.[12][13]

Moritz M. Warburg (1838–1910)

Nach Bewältigung der Krise übertrug Sara Warburg ihren streng jüdisch-orthodox lebenden Söhnen Siegmund Warburg (1835–1889) und Moritz M. Warburg (1838–1910) Geschäftsanteile und Führungsaufgaben an der familieneigenen Bank. 1863 gab die Firma ihren ursprünglichen Titel Geldwechsler auf und legte sich fortan die Bezeichnung Bankier- und Geldwechselgeschäft zu. Die M.M.Warburg & CO war zu einer Privatbank mit guten internationalen Verbindungen gereift. Obwohl die Bank nur zehn Angestellte hatte, führte sie weltweit Devisen- und Wechselgeschäfte mit großen Handelshäusern und Banken. Zudem wuchs das lukrative Emissionsgeschäft stetig. 1864 schied Sara Warburg aus der Bank aus und übertrug die Geschäfte des Finanzinstituts endgültig auf die beiden ungleichen Söhne. Der etwas ältere Siegmund (Teilhaber von 1859 bis 1889) besaß die unbestrittene Vormachtstellung in der Bank, der Einfluss von Moritz (Teilhaber von 1862 bis 1910) war überschaubar.

Baron Horace de Günzburg (1833—1909)

Siegmund Warburg heiratete am 2. April 1862 in Wiesbaden die aus Kiew stammende Théophilie Rifka Tova Rosenberg (1840–1905). Siegmund baute am Alsterufer 18 ein prachtvolles Palais für seine Familie und machte aus dem Hause Warburg durch die Heirat mit seiner aus Russland stammenden Frau ein multinationales Unternehmen im kleinen Maßstab. Théophilies Schwester Anna war verheiratet mit Baron Horace de Günzburg, einem kosmopolitischen Russen, der Banken in St. Petersburg und Paris besaß, ein Freund des französischen Kaisers war und später als Berater des russischen Zaren Nikolaus II. fungierte.[14] Eine weitere Schwester von Siegmunds Frau Théophilie war mit dem in Odessa wirkenden Bankier L.E. Aschkenasi verheiratet. Théophilies dritte Schwester Rose heiratete in München den Hofbankier Baron Josef von Hirsch, wodurch sich weitere persönliche Beziehungen zu den Bankhäusern Bischoffsheim & Goldschmidt ergaben. Am 12. Juni 1864 heiratete Moritz Warburg die Frankfurter Juwelierstochter Charlotte Esther Oppenheim (1842–1921). Daraus entstanden Beziehungen zu den führenden Frankfurter Bankhäusern, insbesondere zum Bankhaus Moritz B. Goldschmidt. Diese Zweckheiraten trugen massgeblich zur Ausdehnung des Geschäftsbereich der M.M.Warburg & CO bei.[15]

Unter Siegmunds Leitung zog die Bank 1868 standesgemäß von der Hermannstraße 47 in den neuen Hauptsitz in die Ferdinandstraße 75, einem florentinischen Stadtpalast nahe der Binnenalster. Rathaus und Börse konnten nun innerhalb einer Minute zu Fuß erreicht werden. Die Bank befand sich damit in unmittelbarer Nähe zu den Kontoren der Großreeder und Überseehandelskaufleuten. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit kaufte das Bankhaus umliegende Grundstücke auf, bis man in der Gegend rund um den Hauptsitz zwei komplette Straßenfronten besaß. 1911 wurde das alte Haus auf der Ferdinandstraße 75 abgerissen und das bis heute bestehende M.M.Warburg & CO-Haupthaus errichtet.[16]

1870 wirkte M.M.Warburg & CO bei der Gründung der Hamburger Commerz- und Disconto-Bank mit. Der Aufstieg der Warburg-Bank fiel zeitlich mit den Ereignissen zusammen, die 1871 zur Verschmelzung der deutschen Kleinstaaten zu einem geeinten Deutschen Kaiserreich führten. Der Deutsch-Französische Krieg (1870–1871) brachte der deutschen Wirtschaft und der M.M.Warburg & CO einen ungeahnten Aufschwung. Der Geldbedarf der zu dieser Zeit entstehenden neuen Industrieunternehmen war enorm und konnte durch die Privatbankiers nicht mehr gedeckt werden. Aus diesem Grund nahm die Warburg-Bank den Wertpapierhandel auf und legte damit den Grundstein für den Aufstieg in die Welt der Hochfinanz. Infolgedessen wurden die M.M.Warburg & CO mit der Unterstützung der Pariser Rothschild Fréres an der zweiten Anleihe beteiligt, mit deren Hilfe Frankreich die im Frieden von Frankfurt vereinbarten Reparationszahlungen in Höhe von fünf Milliarden Franc an Deutschland leisten konnte. Für die Bankiers bedeutete dies einen Gewinn von gigantischem Ausmaß.[17]

Wichtigste Partnerbanken neben den Rothschildhäusern waren zu dieser Zeit die Stern Bros. in London mit ihren Zweigniederlassungen in Frankfurt und Paris, das Bankhaus Bischoffsheim & Goldschmidt in London, Paris und Brüssel, das Bankhaus S. Bleichröder in Berlin sowie L. Behrens & Söhne in Hamburg.[18]

1871–1914[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max M. Warburg (1867–1946)
Paul M. Warburg (1868–1932)
Felix M. Warburg (1871–1937)
Jacob Schiff (1847–1920)
Otto H. Kahn (1867–1934)

Inmitten der imperialen Pracht entsprangen der Ehe von Moritz Warburg und seiner Frau Charlotte die ersten Sprösslinge und begründeten die Familienlinie der sogenannten Mittelweg-Warburgs, die über die kommenden Jahre der dominante Familienzweig bei M.M.Warburg & CO werden sollte. Max Moritz Warburg (1867–1946), Paul Moritz Warburg (1868–1932), Felix Moritz Warburg (1871–1937) und Fritz Moritz Warburg (1879–1962) wurden allesamt international bedeutende Bankiers und nahmen führende Rollen im jüdischen Kulturleben ein.

Mit Max M. Warburg und seinem jüngeren Bruder Paul bekam die Bank zwei neue Teilhaber der vierten Generation der Familie. Gerade das Leben und Wirken von Max M. Warburg beeinflusste die Geschichte der Bank nachhaltig. Nach Lehrjahren ab 1887 bei J. Dreyfus & Co. in Frankfurt, Wertheim & Gompertz in Amsterdam, Banque Impériale Ottomane in Paris und N M Rothschild & Sons in London kehrte Max M. Warburg 1891 als Prokurist zurück in das Hamburger Familienunternehmen.[19]

M.M.Warburg & CO verdiente an der Finanzierung von Eisenbahnlinien in den Vereinigten Staaten, die Ihnen Kuhn, Loeb & Co. in New York vermittelten. Jacob Schiff, gebürtig aus Frankfurt stammender Teilhaber der Bank, war 1871 Lehrling bei M.M.Warburg & CO. Zudem beteiligte sich durch die eingeheirateten Günzburgs am Verkauf von Obligationen der Großrussischen Eisenbahn Gesellschaft und von Anteilen an der Diamantmine Bultfontein in Südafrika, verkauften russische, norwegische, chinesische und hamburgische Staatsanleihen.[20]

Kaiser Wilhelm II. erklärte, Deutschlands Zukunft liege auf dem Wasser. Man begann daraufhin neben einer expandierenden Handelsflotte eine mächtige Kriegsflotte aufzubauen. Damit verlagerte sich das Schwergewicht des Militärs zur Marine, das bei den Preußen stets auf der Infanterie gelegen hatte. Das Geschäft mit der Seefahrt bedeutete für Hamburg und der M.M.Warburg & CO weiteren Aufschwung. Hamburg baute zudem einen neuen Freihafen. 1883 begann der Bau der Speicherstadt. Ein kompliziertes Netz aus Brücken, Kanälen und Speichern entstand. Dieser größte Lagerhauskomplex der Welt galt als Wunderwerk neuzeitlicher Ingenieurskunst. Jedes Gebäude hatte Zugang zum Wasser. Ballen mit Gewürzen, Kaffee, Tee oder Orientteppiche konnten direkt in die offenen Speicherböden hochgewindet werden. Mit dem internationalen Aufschwung Hamburg kam allerdings auch die Cholera nach Hamburg. Inmitten des heißen Sommers wurde am 14. August 1892 ein erkrankter Hamburger Kanalarbeiter mit starkem Erbrechen und Durchfall in ein Krankenhaus eingeliefert und starb. Bis Ende Oktober starben weitere 8605 Menschen, darunter Frau und Kind des Prokuristen von M.M.Warburg & Co.

Am 1. Juli 1893 wird Max M. Warburg Teilhaber der M.M.Warburg & Co. Zu dieser Zeit entwickelte Max M. Warburg eine enge geschäftliche und persönliche Beziehung zu seinem mit ihm verwandten Hamburger Reeder Albert Ballin und dessen weltgrößter Handels- und Passagierschifffahrtsflotte HAPAG. Albert Ballin war ein Spross der Warburg-Familie, da seine Großmutter Esther Thamar Levy (gest. 1772) eine Tochter von Samuel Moses Warburg (1690–1759) war. Während M.M.Warburg & Co Ballins HAPAG ab 1901 als Teil eines Bankenkonsortiums finanzierte und Max M. Warburg in den Aufsichtsrat der HAPAG aufstieg, wurde Ballin Patenonkel von Max. M. Warburgs Sohn Erich Hermann M. Warburg (1900–1990). Auf Ballins Initiative wurde Max M. Warburg auch Aufsichtsrat bei der Hamburger Großwerft Blohm & Voss und damit zu einem maßgeblichen Mann in der deutschen Schiffahrtsindustrie.[21] Zudem verband Warburg und Ballin ihre Tätigkeit als Berater des deutschen Kaisers Wilhelm II. In der wilhelminischen Epoche wandte sich das Bankhaus nun verstärkt nationalen und internationalen Emissionsgeschäften zu und vollzog unter dem neuen Seniorchef Max M. Warburg den Eintritt in die internationale Politik und Finanzwelt.[22]

Auf wochenlangen Reisen durch die USA, Rußland, Südafrika, Italien und Skandinavien leitete Warburg die auswärtigen Transaktionen der M.M. Warburg & CO und entwickelte das Bankhaus zu einem Finanzinstitut mit Weltruf. Unter Warburg wurde die Bilanzsumme verfünffacht und die Mitarbeiterzahl verdoppelt. Die internationalen Beziehungen erhielten ab 1895 einen nicht für möglich gehaltenen Auftrieb durch die Einheirat von Felix M. Warburg und Paul M. Warburg in die Familien der führenden Wall Street-Bank Kuhn, Loeb & Co. Durch die Hochzeiten von Felix M. Warburg mit Frieda Schiff und Paul M. Warburg mit Nina Loeb wurden die Brüder zu Juniorpartnern bei Kuhn, Loeb & Co. Die ungleichen Brüder emigrierten in die USA, blieben weiterhin Teilhaber bei M.M.Warburg & Co und arbeiteten fortan Seite an Seite mit den mächtigen Kuhn, Loeb & Co.-Seniorpartnern Jacob Schiff und Otto Hermann Kahn. Die entstandene familiäre Bande verhieß eine intensive Geschäftsbeziehung allergrößter Bedeutung zwischen der Hamburger M.M.Warburg & Co und der New Yorker Kuhn, Loeb & Co. und verwickelte die Hamburger Bank weiter in die transatlantische Weltpolitik. Sie vermittelten an Kuhn, Loeb & Co. und die National City Bank vierprozentige deutsche Schatzanweisungen für achtzig Millionen Reichsmark, und via die Warburgs kaufen Kuhn, Loeb & Co. für mehrere Millionen Dollar HAPAG-Aktien. Unter der Führung von Max M. Warburg und seinem Bruder Paul M. Warburg hatte die Bank zum einhundertjährigen Bestehen 1898 die Bilanzsumme verfünffacht und die Mitarbeiterzahl verdoppelt. Die geschäftlichen Erfolge sorgten für erhebliches Aufsehen.[23]

Der durch die Pogrome gegen russische Juden erbitterte Jacob Schiff sah es als Ehrensache an, Japan beim Krieg gegen das zarististische Russland in den Jahren 1904/05 finanziell zu unterstützen. Da der amerikanische Markt bereits durch zwei japanische Anleihen ausgereizt war, wandte Schiff sich an Max M. Warburg, um die dritte Kaiserlich Japanische Regierungsanleihe auf dem deutschen Finanzmarkt zu platzieren. 1905 traf sich Max M. Warburg in Abstimmung mit dem deutschen Diplomaten Arthur Zimmermann auf der Yacht des japanischen Kaisers, um mit dessen Finanzdelegierten Takahashi Korekiyo über die Bedingungen für eine japanische Anleihe auf dem deutschen Markt zu verhandeln. Die Anleihe lag zudem im Interesse der deutschen Rüstungsindustrie um die Friedrich Krupp AG, die sich durch die Anleihe zusätzliche Aufträge vom japanischen Militär versprach. Die Anleihe wurde schließlich platziert und zehnfach überzeichnet. Japan ging entsprechend gestärkt in die Friedenskonferenz von Portsmouth.[24][25]

Der Erfolg der M.M.Warburg & Co war eng verbunden mit der patriotischen Verbundenheit von Max M. Warburg zur deutschen Regierung. Als liberaler Imperialist unterstützte Warburg die kolonialen Unternehmungen des deutschen Kaiserreichs und beteiligte sich an der Gründung des Hamburgischen Kolonialinstituts. 1904 wirkte M.M.Warburg & Co an einer Anleihe der Deutschen Bank für das Osmanische Reich zur Finanzierung der Bagdad-Bahn mit. 1905 ließ sich Max M. Warburg vom Auswärtigen Amt zur Beteiligung an einer Intrige in Liberia verleiten, die damit endete, dass der größte Teil des Liberiahandels in deutsche Hände gelangte. 1905 erhielt die Bank den endgültigen Ritterschlag und wurde in das prestige- und gewinnträchtige Reichsanleihenkonsortium zugelassen, dem engsten Kreis von etwa fünfzig Repräsentanten der deutschen Hochfinanz.[26]

M.M.Warburg & Co ist an der Finanzierung sämtlicher verkehrsinfrastrukturellen moderner Bauwerke in Hamburg beteiligt: 1906 am Hamburger Hauptbahnhof, 1907 am Bau des Elbtunnels, 1908 am Bau der Mönckebergstraße mit der neuen U-Bahn und an den 1909 eingeweihten St. Pauli-Landungsbrücken.[27] Max M. Warburg galt als „Big Linker“, einer der ganz Großen im personell verflochtenen Netzwerk der Wirtschaft und Politik. Warburg verknüpfte direkte Verbindungen zu ausländischen Regierungen.[28]

Im Juni 1914 gründete Warburg für Investitionen in Marokko mit dem aus Gießen stammenden Politiker und späteren Initiator der Balfour-Deklaration Lord Milner die Anglo-German-Bank - mit Zustimmung der deutschen und britischen Regierung.[29]

Mit dem Einsatz für die Kolonien gelang dem Bankhaus M.M.Warburg & Co der Sprung in die vorderste Reihe der weltweit führenden Banken. Das Bankhaus wetteiferte mit der ebenfalls weltweit agierenden Deutschen Bank um den ersten Platz bei der Ausgabe von Wertpapieren. Die Bilanzsumme verdreifachte sich von 47 Millionen Mark im Jahre 1900 auf 127 Millionen Mark im Jahre 1914. Die Teilhaber an der Warburg-Bank Max M. Warburg, Fritz M. Warburg, Aby S. Warburg und Paul M. Warburg saßen in 19 Aufsichtsräten.[30] Trotz Kriege, Chaos und galoppierender Inflation befand sich die M.M.Warburg & Co kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs auf einem Allzeithoch.

Paul M. Warburg haderte nach seiner Emigration 1902 in die USA mit dem dortigen für ihn als rückständig empfundenen Währungssystem. Ab 1902 verfolgte er die umstrittene Etablierung einer US-Zentralbank (FED) nach Vorbild der Reichsbank. Am 23. Dezember 1913 hatte Paul M. Warburg sein Ziel erreicht und wurde von US-Präsident Woodrow Wilson zum stellvertretenden Vorsitzenden der neu geschaffenen US-Notenbank ernannt. Am 10. August 1914 leistete Paul M. Warburg seinen Amtseid und trat seinen Dienst im US-Zentralbankrat an.[31][32][33][34][35][36]

1914–1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul M. Warburg auf einer Finanzkonferenz in Washington (1915)
Carl Melchior in der deutschen Verhandlungsdelegation des Versailler Vertrags, Erster von rechts (1919)

Am 28. Juli 1914 erklärt Österreich-Ungarn dem Königreich Serbien den Krieg. Der daraufhin entstandene Erste Weltkrieg band die M.M.Warburg & Co und Max M. Warburg noch näher an die deutsche Regierung des Kaisers. Die Arbeit der Bank drehte sich jetzt um Kriegsanleihen. M.M.Warburg & Co hatte infolge des Kriegsbeginns mehr mit Staatsunternehmen als mit Privatfirmen zu tun. Zu Kriegsanfang lehnte Max M. Warburg das Angebot ab, als deutscher Botschafter nach Washington zu gehen.[37] Die Nahrungsmittelknappheit veranlasste die Regierung, Nahrungsmittel aus dem Ausland einzuführen. Max M. Warburg wurde 1915 in den Beirat des Kriegsernährungsamtes gewählt. In Zusammenarbeit mit dem Reeder Albert Ballin organisierte M.M.Warburg & Co die Einfuhren, stellte Devisen zur Verfügung und leistete Vorauszahlungen. Die Bank, Warburg und Ballin ernteten für ihre Hilfsaktionen heftige Anfeindungen von amerikanischen Zionisten wie Louis Brandeis, die keinerlei Verständnis für den weiterhin bestehenden deutschen Patriotismus der jüdischen Geschäftsmänner hatten.

Der Kriegseintritt der Vereinigten Staaten am 06. April 1917 war für die in Deutschland und den USA lebenden Warburgs eine familiäre wie auch geschäftliche Katastrophe. Der in den USA lebende Felix M. Warburg musste seine Teilhaberschaft an der M.M.Warburg & Co abgeben, die er 1914 von seinem Bruder Paul M. Warburg übernahm, als der ins Amt des stellvertretenden Vorsitzenden der Federal Reserve berufen wurde. Erstmalig in der 120-jährigen Geschichte der M.M.Warburg & Co wurde 1917 mit dem firmenintern sehr geschätzten Carl Melchior ein Vollteilhaber aufgenommen, der nicht zur Familie Warburg gehörte.

Das Ende des Krieges und das Aufkommen der revolutionären Kräfte bedeutete auch einen empfindlichen Einschnitt der langjährigen Beziehung der M.M.Warburg & Co zur HAPAG. HAPAG-Gründer Albert Ballin starb am 09. November 1918, dem letzten Tag des Kaiserreichs, nachdem Tags zuvor Revolutionäre in den Sitzungssaal der HAPAG eindrangen und Ballin bedrohten. Fast alle Historiker gehen von einem Selbstmord aus.[38]

1918–1933[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde Max M. Warburg am 12. März 1919 von Reichsminister Graf Rantzau als einer der sechs Hauptdelegierten für die Verhandlungen zum Friedensvertrag von Versailles bestellt. Max M. Warburg lehnte ab und nahm stattdessen als Sachverständiger an den Verhandlungen teil. Auf Empfehlung Warburgs wurde Carl Melchior, seit 1917 Teilhaber der M.M.Warburg & CO, einer der Hauptdelegierten der Friedensverhandlungen. Warburg und Melchior verließen jedoch ihre Delegationen, weil sie die Reparationsverpflichtungen gegenüber der Entente als unannehmbar ansahen. Wie auch die anderen Delegationsteilnehmer empfahlen sie der Reichsregierung den Versailler Vertrag nicht zu unterzeichnen.

In den 1920er Jahren wurde Melchior mehrfach von staatlicher Seite beauftragt auf internationalen Konferenzen die deutschen Interessen mit dem Ziel zu vertreten, Deutschland von den Reparationszahlungen des Versailler Vertrags zu entlasten. Als Berater der deutschen Delegation nahm er an den Reparationskonferenzen in Brüssel (1920), Paris (1921), London (1921) und Genua (1922) teil.[39][40]

Die Hyperinflation der Jahre 1922/1923 führten neben der Ruhrbesetzung und einem bürgerkriegsähnlichen Zustand der Weimarer Republik zu einem unermüdlichen Auftrieb des Antisemitismus. Sowohl in Deutschland als auch in den USA standen Max M. Warburg, M.M.Warburg & CO sowie Paul M. Warburg und die US-Zentralbank im Fokus antisemitischer Verschwörungstheorien. Da Mitglieder der Familie Warburg zudem Staatsangehörige verschiedener Länder waren, eigneten sich die Warburgs zur Verkörperung des „Internationalen Juden“, der mit anderen jüdischen Mitverschwörern die Weltherrschaft anstrebe. Die Warburgs galten dabei als Drahtzieher an der Wall Street und zugleich als geheime Handlanger russischer Revolutionäre wie Leo Trotzki.[41] Im Sommer 1922 waren die Teilhaber der M.M.Warburg & CO aus Angst vor Attentaten dazu übergegangen nur noch in gepanzerten Autos mit vergitterten Scheiben und von Polizeieskorten begleitet zur Arbeit zu fahren.

1924, die deutsche Währung war wieder einigermaßen stabil, beschäftigte M.M.Warburg & CO in der Hamburger Ferdinandstraße 358 Mitarbeiter. Der Dawes-Plan vom August 1924 hatte weitreichende Konsequenzen für die Bank. Da Deutschland nun der größte Schuldner und Amerika der größte Gläubiger der 1920er Jahre war, nahm M.M.Warburg & CO im transatlantischen Finanzwesen erneut eine Schlüsselstelle ein. Paul M. Warburg hatte mittlerweile in New York die International Acceptance Bank (IAB) gegründet und versorgte im Zusammenspiel mit der M.M.Warburg & CO die deutsche Industrie mit Krediten. Über die Bankhäuser floß zusätzlich ausländisches Geld in Hamburger Staatsanleihen mit dem u. a. der Wiederaufbau der deutschen Handelsflotte und der HAPAG finanziert wurde.[42]

Die mit ausländischem Geld nun vollgepumpte deutsche Industrie erlebte eine Konzentrationswelle, bei der kolossale Konzerne und Kartelle entstanden. 1926 fusionierten Daimler und Benz zur Daimler-Benz AG. Im Jahr zuvor bildeten die Bayer AG, BASF, Agfa und fünf weitere Chemieunternehmen mit der I.G. Farben den größten Konzern des Landes, der ungeheure Mengen an Arzneimitteln, Stickstoff, Magnesium, Filmen und Farben produzierte. Als Max M. Warburg 1928 in den Aufsichtsrat der IG Farben berufen wurde, war dies sein 27. Aufsichtsratmandat, das er gleichzeitig ausübte. Alle Teilhaber der M.M.Warburg & CO zusammen hatten 1928 insgesamt 87 Aufsichtsratsmandate inne.[43]

Bereits 1925 wurde Carl Melchior als einziges deutsches Mitglied in den Finanzausschuß des Völkerbundes eingesetzt, was das Ansehen des M.M.Warburg & CO weiter mehrte. M.M.Warburg & CO hatte sich zu eine der größten und renommiertesten Privatbanken der Welt entwickelt. 1929 wurden Ernst Spiegelberg aus der Bankiersfamilie Spiegelberg sowie Max M. Warburgs Sohn Erich M. Warburg Teilhaber an der M.M.Warburg & CO.Es folgte 1930 Max M. Warburgs Neffe Siegmund G. Warburg. Damit wurde die Übergabe des Bankhauses an die fünfte Generation der Warburgs eingeleitet.

Um für das amerikanische Anleihegeschäft einen neuen Stützpunkt in Europa zu haben, gründeten die Hamburger M.M.Warburg & CO und die von Paul M. Warburg erschaffenen New Yorker Bankäuser International Acceptance Bank und Bank of Manhattan Co. wenige Wochen vor dem Börsencrash 1929 die Warburg & Co.-Bank in Amsterdam. Paul M. Warburg war zu der Zeit auch Vorstandsvorsitzender der International Acceptance Bank und der Bank of Manhattan Co., der Vorgängerbank der Chase Manhattan. Über die Amsterdamer Vertretung waren die Warburgs nun im internationalen Emissions- und Effektenhandel vertreten. Geschäftsführer der Amsterdamer Niederlassung waren Erich M. Warburg, Ernst Spiegelberg und Leonard Keesing, der langjährige Prokurist von Kuhn, Loeb & Co.. Im Beirat saßen Max M. Warburg (Vorsitzender), Paul M. Warburg (stellv. Vorsitzender) und Fritz M. Warburg. [44][45]

Trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation gelang es der Bank bis zum Schwarzen Donnerstag am 24. Oktober 1929 ihre Bilanz zu erhöhen. Doch die nun einsetzende Weltwirtschaftskrise, einsetzende politische Tumulte, die weitgehende Liquidation deutscher Wertpapiere durch Amerikaner, der Kurssturz deutscher Aktien und die Kapitalflucht nach dem Wahlerfolg der NSDAP 1930 brachte auch die M.M.Warburg & CO in Bedrängnis. Die Zahlungsunfähigkeit der rothschild'schen Wiener Creditanstalt im Mai 1931 verursachte zudem eine weitere Bankenkrise, die auf ganz Mitteleuropa übergriff. Mit dem Zusammenbruch der von Jakob Goldschmidt geleiteten Darmstädter und Nationalbank im Juli 1931 begann schließlich auch eine Deutsche Bankenkrise und spitzte die ohnehin angespannte Lage für viele weitere Banken zu. Die amerikanischen Warburg-Brüder Felix M. Warburg und Paul M. Warburg mussten M.M.Warburg & CO mit immensen Krediten und Darlehen in Höhe von 9,1 Millionen US-Dollar (inflationsbereinigt 2018: ca. 140 Millionen US-Dollar) unterstützen.[46] Trotz Krise blieben die engen geschäftlichen Beziehungen mit Kuhn, Loeb & Co. und den Rothschild-Banken von überragender Bedeutung für M.M.Warburg & CO.[47]

1933 war die M.M.Warburg & CO mit einem Kapital von 18 Millionen Reichsmark noch vor Mendelssohn & Co. die bedeutendste und größte Privatbank Deutschlands. [48]

1933–1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Beginn der NS-Machtergreifung und der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 entwickelte die M.M.Warburg & CO gemeinsam mit dem Berliner Bankhaus A.E. Wassermann und der von Theodor Herzl gegründeten Anglo-Palestine Bank die Palästina Treuhandstelle zur Beratung Deutscher Juden GmbH (Paltreu). Über die 1934 als Teil des Ha’avara-Abkommens erschaffene Treuhandgesellschaft wurden drei Viertel aller Finanztransfers abgewickelt, die für die Emigration deutscher Juden und den Export deutscher Waren nach Palästina im Rahmen des Ha’avara-Abkommens nötig waren. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs flossen 140 Millionen Reichsmark durch die Bank und sorgten dafür, dass M.M.Warburg & CO in dieser schweren Zeit genug Aufträge erhielt. Weitere Aufgabe der Gesellschaft war es, jene deutschen Juden zu beraten, die nach Palästina auswandern und einen Teil ihres Vermögens mitbringen wollten. Die Paltreu stand unter der Aufsicht des Auswärtigen Amts, des Reichswirtschaftsministeriums und der Reichsbank.[49][50][51]

Bei Hitlers Machtergreifung besaßen die M.M.Warburg & CO-Teilhaber 108 Aufsichtsratsmandate. Der Beginn der NS-Zeit brachte für M.M.Warburg & CO trotz ihres industriellen Einflusses schwerwiegende Veränderungen. Der Poststrom versiegte zusehends, immer weniger Kunden fanden den Weg in die Bank. Innerhalb des Jahres 1933 nahm die Zahl der Kunden von 5241 auf 1875 ab und das Bankhaus wurde aus zahlreichen Wertpapierzusammenschlüssen ausgestoßen. Zum vorläufigen Niedergang des Bankhauses trugen aber nicht ausschließlich die Nationalsozialisten bei. Durch den Zahlungsaufschub für die Deutschland gewährten Kredite wurden internationale Zahlungsströme eingefroren. Außerdem litt die Bank immer noch unter dem Debakel von 1931.

An ein und demselben Tage starben am 30. Dezember 1933 die beiden M.M.Warburg & CO-Teilhaber Carl Melchior und Aby S. Warburg. Im Januar 1934 emigrierte M.M.Warburg & CO-Teilhaber Siegmund G. Warburg nach London und eröffnet dort das Bankhaus S. G. Warburg & Co. Im Sommer 1938 emigrierte Erich M. Warburg nach New York und gründete in den Büros von Kuhn, Loeb & Co. die Investmentbank E.M. Warburg & Co.

Johann J.P. Wirtz (1881–1946)

Zwischen 1936 und 1938 verloren die verbliebenen Teilhaber der M.M.Warburg & CO 80 von 98 Aufsichtsratmandaten. Makabre Haupttätigkeit im Jahre 1937 war die Übernahme der Kunden von bereits arisierten jüdischen Banken wie dem Bankhaus S. Bleichröder, J. Dreyfus & Co. und 200 weiteren Privatbanken. M.M.Warburg & CO war eine der letzten Vertrauensbanken für die jüdische Geschäftswelt.

Im September 1937 teilte Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht Max M. Warb urg bei einem Gespräch in Berlin mit, die Bank nicht länger im Reichsanleihen-Konsortium halten zu können. Daraufhin entschloss sich Max M. Warburg die Bank mit Hilfe von Freunden in eine Kommanditgesellschaft (KG) umzuwandeln. Rudolf Brinckmann, langjähriger loyaler Generalbevollmächtigte der M.M.Warburg & CO und der Hamburger Geschäftsfreund Johann Jacob Paul Wirtz übernahmen 1938 die Bank. Ende Mai 1938 verabschiedete sich Max M. Warburg mit einer bewegenden Rede von seinen Mitarbeitern und emigrierte im August 1938 in die USA. Die stille Beteiligung, die die Familie Warburg weiterhin an der Bank hielt, wurde bei Kriegsausbruch 1939 beschlagnahmt. Das Bankhaus musste am 27. Oktober 1941 auf Anweisung der Regierung des Deutschen Reiches in Brinckmann, Wirtz & Co. umfirmieren. Die Einlagen der stillen Teilhaber aus der Familie Warburg wurden beschlagnahmt. Rudolf Brinckmann und Johann Paul Wirtz steuerten die Bank nicht ohne Gefahr für sich selbst durch die dunklen Jahre des Krieges.[52]

1945–2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenige Tage nach der deutschen Kapitulation 1945 kehrte Erich M. Warburg am 11. Mai 1945 als Lt. Col. Eric M. Warburg, Oberster Offizier des Nachrichtendienstes der US Air Force und mittlerweile amerikanischer Staatsbürger, in das von den Briten besetzte Hamburg zurück.[53][54] Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erhielten die Teilhaber der M.M.Warburg & CO ihre eingefrorenen Vermögen zurück.[55] Der 1938 ins amerikanische Exil emigrierte Firmenpatriarch Max. M. Warburg starb am 26. Dezember 1946 in New York.

1949 wurde durch Abschluss eines Rückerstattungsvergleichs die von Eric M. Warburg vertretene Familie Warburg wieder Gesellschafter der Bank. Ab 1956 trat er als Komplementär bei Brinckmann, Wirtz & Co. ein. 1969 wurde die Bank zu M.M.Warburg-Brinckmann, Wirtz & Co. umfirmiert und trug damit erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder den Namen der Warburgs. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands nahm die Bank am 1. Oktober 1991 wieder ihren ursprünglichen Namen M.M.Warburg & CO an.

Um die Jahrtausendwende wuchs unter der Unternehmensführung von Christian Olearius die M.M.Warburg & CO durch die Übernahme zahlreicher deutscher Privatbanken stark an. 1997 wurden zunächst das größte niedersächsische Privatbankhaus Hallbaum aus Hannover und 1998 die traditionsreiche Hamburger Privatbank Marcard, Stein & Co akquiriert. Es folgten 1999 die Übernahme der ältesten Bremer Privatbank Carl F. Plump & CO und 2003 schließlich der Kauf der Berliner Privatbank Löbbecke. Hinzu kamen die Gründungen der ausländischen Töchtergesellschaften M.M.Warburg Bank  AG (Schweiz) und M.M.Warburg & CO Luxembourg S.A., sowie mehrere Kapitalanlagegesellschaften.[56] Ab 2009 gehörte die Schwäbische Bank AG mit Sitz in Stuttgart zur Warburg-Bankengruppe.[57] Die zunächst übernommenen Tochterunternehmen Bankhaus Hallbaum, Bankhaus Löbbecke, Bankhaus Carl F. Plump & CO und die Schwäbische Bank wurden 2016 mit der Muttergesellschaft M.M.Warburg & CO verschmolzen und firmieren seitdem als Zweigniederlassungen von M.M.Warburg & CO.[58]

Max Marcus Alfons Warburg (kurz: Max M. Warburg Jr.; geb. 11. März 1958 in New York), Sohn von Eric M. Warburg, absolvierte zunächst Praktika bei der Chase Manhattan in New York, E.M. Warburg & Pincus in New York, S. G. Warburg & Co. in London und der Effectenbank Warburg AG in Frankfurt. Im Anschluß daran trat Max M. Warburg Jr. 1978 zunächst als Direktor Sales & Trading und schließlich 1982 als Partner und damit in der 6. Generation der Warburg-Familie bei der M.M.Warburg & CO ein.[59] Die Familien der Hauptgesellschafter Max M. Warburg Jr. und Christian Olearius halten mehr als 80 % der Anteile an M.M.Warburg & CO (Stand März 2018).[60][61]

M.M.Warburg & CO Gruppe GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stammhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • M.M.Warburg & CO (AG & Co.) KGaA Hamburg
    • M.M.Warburg & CO Repräsentanz Berlin
    • M.M.Warburg & CO Private Banking Frankfurt
    • M.M.Warburg & CO Private Banking Köln
    • M.M.Warburg & CO Private Banking München, Corporate Finance

Zweigniederlassungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tochterbanken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marcard, Stein & Co, Hamburg
  • M.M.Warburg Hypothekenbank AG, Hamburg
  • M.M.Warburg (Schweiz) AG, Zürich (am 1. März 2018 wurde die Liquidierung beschlossen)
  • M.M.Warburg & CO Luxembourg S.A., Luxemburg (Stadt)

Kapitalverwaltungsgesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Warburg Invest Kapitalanlagegesellschaft mbH, Hamburg
  • Warburg Invest Luxembourg S.A., Luxemburg (Stadt)

Finanzdienstleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Warburg Research GmbH (Aktienanalyse), Hamburg
  • Private Client Partners AG (Vermögensverwaltung, Rechts- und Steuerberatung), Zürich

Schifffahrtsgesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • MS RHL Audacia (Containerschiff) Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg
  • MS RHL Novare (Bulk Carrier) Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg
  • RHL Hamburger Lloyd Shipping Trust GmbH, Hamburg

Immobiliengesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Warburg HIH Real Estate GmbH, Hamburg; nationale und internationale Immobilieninvestments; verfügt über ein Immobilienvermögen von rund 5,7 Milliarden Euro. Das Portfolio der Kapitalverwaltungsgesellschaft umfasst aktuell 56 Fonds mit 6,7 Milliarden Euro Assets under Management.

Rechtsstreitigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schiffsfonds[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die M.M.Warburg & CO bietet Schiffsfonds an, die über komplex konstruierte, konzerninterne Vertriebs- und Beteiligungsgesellschaften wie Vigor und Atalanta abgewickelt werden. Für die stark risikobehafteten Vertragsabschlüsse mit Anlegern kassiert die Bank hohe, teils zweistellige Provisionen. 2015 bestätigte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe das Urteil gegen M.M.Warburg & CO, einem geschädigten Kunden die von ihm in den Schiffsfonds MT „MARGARA“ investierten 50.000 Euro plus Zinsen zurückzuzahlen. Das Gericht verurteilte die Bank „wegen fehlerhafter Beratung zur Leistung von Schadensersatz“, da M.M.Warburg & CO eine „ganz erhebliche Provision, und damit einen echten, aufklärungspflichtigen Kick-back bezogen“ habe.[62][63]

Cum-Ex-Geschäfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge vermeintlicher Cum-Ex-Geschäfte wurde die M.M.Warburg & CO im Oktober 2016 von den Hamburger Steuerbehörden informiert, dass die Steuerbescheide für die Jahre 2009 bis 2011 zum Nachteil der Warburg-Bank korrigiert werden müssen.[64] Auf Anweisung des Bundesfinanzministeriums stellte die Hamburger Finanzbehörde der Warburg-Bank Anfang 2018 einen Steuerbescheid in Höhe von 43 Millionen Euro zuzüglich 13 Millionen Euro Zinsen aus. Gegen den Bescheid geht die Bank auf dem Rechtsweg vor.[65]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Vagts: M. M. Warburg & CO. Ein Bankhaus in der deutschen Weltpolitik 1905–1933, in: Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, 45, 1958, Heft 3, Seite 289–388.
  • E. Rosenbaum, A. J. Sherman: Das Bankhaus M.M.Warburg & Co. 1798–1938. Christians, Hamburg 1976, ISBN 3-7672-0420-7.
  • Eckart Kleßmann: M. M.Warburg & Co 1798–1998. Die Geschichte eines Bankhauses. Dölling und Galitz, Hamburg 1998, ISBN 3-933374-27-8.
  • Ron Chernow: Die Warburgs - Odyssee einer Familie. Siedler-Verlag, München, 1994, ISBN 3-886805-21-2
  • Ron Chernow: The Warburgs. The Twentieth Century Odyssey of a Remarkable Jewish family. Random House, New York 1993, ISBN 0-679-74359-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Pressemitteilung vom 3. Mai 2018
  3. Heinz-Roger Dahms: Warburg-Bank: Aus der Reserve Die ZEIT, 6. September 2017.
  4. Pressemitteilung vom 16. Mai 2017.
  5. Julius H. Scheps: Die Warburgs - Ron Chernows große Geschichte einer Hamburger Familie Die Zeit, 2. Dezember 1994.
  6. M.M.Warburg & Co- Historie Website M.M.Warburg & Co; abgerufen am 9. November 2012.
  7. E. Rosenbaum, A.J. Sherman: Das Bankhaus M.M. Warburg & Co. 1798–1938. Verlag Hans Christians, Hamburg, 1976, Seite 30.
  8. E. Rosenbaum, A.J. Sherman: Das Bankhaus M.M. Warburg & Co. 1798–1938. Verlag Hans Christians, Hamburg, 1976, Seite 15.
  9. E. Rosenbaum, A.J. Sherman: Das Bankhaus M.M. Warburg & Co. 1798–1938. Verlag Hans Christians, Hamburg, 1976, Seite 29
  10. E. Rosenbaum, A.J. Sherman: Das Bankhaus M.M. Warburg & Co. 1798–1938. Verlag Hans Christians, Hamburg, 1976, Seite 35
  11. E. Rosenbaum, A.J. Sherman: Das Bankhaus M.M. Warburg & Co. 1798–1938. Verlag Hans Christians, Hamburg, 1976, Seite 45
  12. Ron Chernow: Die Warburgs - Odyssee einer Familie. Siedler-Verlag, München, 1994, Seite 28
  13. E. Rosenbaum, A.J. Sherman: Das Bankhaus M.M. Warburg & Co. 1798–1938. Verlag Hans Christians, Hamburg, 1976, Seite 55–57
  14. Ron Chernow: Die Warburgs – Odyssee einer Familie. Siedler-Verlag, München, 1994, Seite 32.
  15. E. Rosenbaum, A.J. Sherman: Das Bankhaus M.M. Warburg & Co. 1798–1938. Verlag Hans Christians, Hamburg, 1976, Seite 66, 67.
  16. Ron Chernow: Die Warburgs - Odyssee einer Familie. Siedler-Verlag, München, 1994, Seite 29 / Seite 196.
  17. Ron Chernow: Die Warburgs - Odyssee einer Familie. Siedler-Verlag, München, 1994, Seite 42
  18. E. Rosenbaum, A.J. Sherman: Das Bankhaus M.M. Warburg & Co. 1798–1938. Verlag Hans Christians, Hamburg, 1976, Seite 82,83
  19. Boris Barth: Weder Bürgertum noch Adel - Zwischen Nationalstaat und kosmopolitischem Geschäft - Zur Gesellschaftsgeschichte der deutsch-jüdischen Hochfinanz vor dem Ersten Weltkrieg. Geschichte und Gesellschaft, Ausgabe 25, 1999, Seite 100
  20. Gabrielle Hoffmann: Max M. Warburg. Ellert & Richter Verlag, Hamburg, 2009, S. 35
  21. Gabrielle Hoffmann: Max M. Warburg. Ellert & Richter Verlag, Hamburg, 2009, S. 50
  22. Detlef Krause: Die Commerz- und Disconto-Bank 1870-1920/23: Bankgeschichte als Systemgeschichte. Franz Steiner Verlag, Stuttgart, 2004, S. 178
  23. Gabrielle Hoffmann: Max M. Warburg. Ellert & Richter Verlag, Hamburg, 2009, S. 42–45
  24. Ron Chernow: Die Warburgs - Odyssee einer Familie. Siedler-Verlag, München, 1994, Seite 153
  25. Alfred Vagts: M. M. Warburg & CO. Ein Bankhaus in der deutschen Weltpolitik 1905 - 1933, Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, 45. Bd., H. 3,1958, Seite 303
  26. E. Rosenbaum, A.J. Sherman: Das Bankhaus M.M. Warburg & Co. 1798–1938. Verlag Hans Christians, Hamburg, 1976, Seite 120
  27. Gabrielle Hoffmann: Max M. Warburg. Ellert & Richter Verlag, Hamburg, 2009, S. 55
  28. Gabrielle Hoffmann: Max M. Warburg. Ellert & Richter Verlag, Hamburg, 2009, S. 64
  29. Gabrielle Hoffmann: Max M. Warburg. Ellert & Richter Verlag, Hamburg, 2009, S. 70
  30. Ron Chernow: Die Warburgs - Odyssee einer Familie. Siedler-Verlag, München, 1994, Seite 188
  31. Alfred Vagts: M.M.Warburg & CO. Ein Bankhaus in der deutschen Weltpolitik 1905 - 1933, Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, 45. Bd., H. 3, 1958, Seite 289–290
  32. Frank Bajohr: Das Jüdische Hamburg - Max M. Warburg Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg
  33. Gary Richardson, Jessie Romero: The Meeting at Jekyll Island. Federal Reserve Bank of Richmond / Offizielle Darstellung der Federal Reserve History
  34. Federal Reserve Bank of St. Louis: Chapter Two - Banking Reform 1907-1913 Offizielle Geschichte der FED der Federal Reserve Bank of St. Louis
  35. Biografie von Paul M. Warburg. Offizielle Paul M.Warburg-Biografie der Federal Reserve History
  36. Ron Chernow: Die Warburgs - Odyssee einer Familie. Siedler-Verlag, München, 1994, Seite 185
  37. Ron Chernow: Die Warburgs - Odyssee einer Familie. Siedler-Verlag, München, 1994, Seite 205
  38. Ron Chernow: Die Warburgs - Odyssee einer Familie. Siedler-Verlag, München, 1994, Seite 257.
  39. Ina Lorenz: Biografie Carl Melchior. Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg
  40. Franklin Kopitzsch, Dirk Brietzke:Hamburgische Biografie-Personenlexikon, Band 2. Wallstein Verlag, Göttingen, 2003, Seite 278.
  41. Ron Chernow: Die Warburgs - Odyssee einer Familie. Siedler-Verlag, München, 1994, Seite 298–302, Seite 337
  42. Ron Chernow: Die Warburgs - Odyssee einer Familie. Siedler-Verlag, München, 1994, Seite 343
  43. Ron Chernow: Die Warburgs - Odyssee einer Familie. Siedler-Verlag, München, 1994, Seite 344
  44. Frankfurter Zeitung: Die Warburg-Bank geht nach Holland. Frankfurter Zeitung, 3. September 1929
  45. Tanja Drössel:Die Engländer in Hamburg 1914 bis 1945. Cuvellier Verlag, Göttingen, 2008, Seite 111
  46. Ron Chernow: Die Warburgs - Odyssee einer Familie. Siedler-Verlag, München, 1994, Seite 404
  47. Tanja Drössel:Die Engländer in Hamburg 1914 bis 1945. Cuvellier Verlag, Göttingen, 2008, Seite 112
  48. Ron Chernow: Die Warburgs - Odyssee einer Familie. Siedler-Verlag, München, 1994, Seite 443 / 449
  49. Ron Chernow: Die Warburgs - Odyssee einer Familie. Siedler-Verlag, München, 1994, Seite 487
  50. David Jünger: Jahre der Ungewissheit: Emigrationspläne deutscher Juden 1933–1938. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2016 Seite 155
  51. Francis R. Nicosia: Zionismus und Antisemitismus im Dritten Reich. Wallstein Verlag, Göttingen, 2008, Seite 122
  52. ihr.org Rezension Powerful Jewish Dynasty Profiled
  53. Marion A. Kaplan,Beate Meyer: Jüdische Welten: Juden in Deutschland vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Wallstein Verlag, Göttingen, Seite 336
  54. Michael Naumann: Glück gehabt - Ein Leben. Hoffmann und Campe Verlag, 2017
  55. Der Spiegel: Arisierung: „Keiner hat hier was zu feiern.“ Der Spiegel, Ausgabe 52/1987 vom 21. Dezember 1987.
  56. Unternehmen der Warburg Gruppe Website M.M.Warburg & CO; abgerufen am 1. Juli 2014.
  57. M.M. Warburg steigt bei der Schwäbischen Bank ein. In: Die Welt, 18. Dezember 2008.
  58. Warburg Bank geht mit Strukturreform in Offensive - Kurztext boersen-zeitung.de. In: www.boersen-zeitung.de. Abgerufen am 12. Oktober 2016.
  59. Lebenslauf von Max Marcus Alfons Warburg
  60. Der Tradition verbunden – der Zukunft verpflichtet Firmengeschichte der M.M.Warburg & CO
  61. Heinz-Roger Dahms: Warburg-Bank: Aus der Reserve Die ZEIT, 6. September 2017.
  62. Jens Brambusch: BGH watscht Warburg ab. Capital, 15. März 2016
  63. Jens Brambusch: Die Schiffbrüchigen Capital, Ausgabe 09/2013, Seite 171–175
  64. sueddeutsche.de: Millionen: Bund zwingt Hamburg, gegen renommierte Privatbank vorzugehen
  65. dpa: Warburg-Bank weist Vorwürfe zu Cum-Ex-Geschäften zurück. Süddeutsche Zeitung, 16. Januar 2018.

Koordinaten: 53° 33′ 8,6″ N, 9° 59′ 52,2″ O