Matthew Tkachuk

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Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Matthew Tkachuk Eishockeyspieler
Matthew Tkachuk
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 11. Dezember 1997
Geburtsort Scottsdale, Arizona, USA
Größe 188 cm
Gewicht 88 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Linker Flügel
Schusshand Links
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 2016, 1. Runde, 6. Position
Calgary Flames
Spielerkarriere
2013–2015 USA Hockey National Team Development Program
2015–2016 London Knights
seit 2016 Calgary Flames

Matthew Tkachuk (* 11. Dezember 1997 in Scottsdale, Arizona) ist ein US-amerikanischer Eishockeyspieler, der seit Juli 2016 bei den Calgary Flames in der National Hockey League unter Vertrag steht. Der linke Flügelstürmer wurde im NHL Entry Draft 2016 an sechster Position von den Flames ausgewählt. Sein Vater Keith Tkachuk war ebenfalls Eishockeyprofi und absolvierte über 1200 Spiele in der National Hockey League.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matthew Tkachuk wurde in Scottsdale geboren, als sein Vater bei den Phoenix Coyotes unter Vertrag stand, und wuchs in St. Louis auf, da Keith Tkachuk während der Saison 2000/01 zu den dort beheimateten Blues wechselte.[1] Dort spielte Matthew Tkachuk in den Jugendmannschaften der St. Louis Blues, ehe er mit Beginn der Saison 2013/14 ins USA Hockey National Team Development Program (USA Hockey NTDP) wechselte, die zentrale Talenteschmiede des US-amerikanischen Eishockeyverbands. Mit dem NTDP nahm der Flügelstürmer am Spielbetrieb der United States Hockey League (USHL) teil, der höchsten Juniorenliga der USA, und bestritt parallel dazu viele außerhalb vom Spielbetrieb einer Liga ausgetragene Partien gegen Nachwuchs- bzw. College-Mannschaften des Landes. Zudem fungieren die U17- und U18-Teams des NTDP jeweils als Nachwuchs-Nationalmannschaften, sodass er mit der U17 an der World U-17 Hockey Challenge 2014 teilnahm und dort die Goldmedaille gewann. Ebenso die Goldmedaille gewann Tkachuk im Jahr darauf bei der U18-Weltmeisterschaft 2015, bei der er außerdem alle Spieler in Vorlagen (10) anführte.

Nach der Saison 2015/16 verließ er das NTDP aus Altersgründen und wechselte nicht, wie zuvor im Januar 2013 angekündigt, zu den Fighting Irish der University of Notre Dame und somit in den Spielbetrieb der National Collegiate Athletic Association (NCAA), sondern entschloss sich zu einem Wechsel in die kanadische Ontario Hockey League (OHL), eine der drei großen kanadischen Juniorenligen.[2] Seine OHL-Rechte hielten seit der Priority Selection des Jahres 2013 die London Knights (ausgewählt an 64. Stelle), sodass er mit Beginn der Saison 2015/16 für das Team auflief. Bei den Knights bildete Tkachuk gemeinsam mit Mitchell Marner und Christian Dvorak die mit Abstand beste Offensivreihe der Liga und erzielte in 57 Spielen 107 Scorerpunkte, der fünftbeste Wert der Saison, sodass er ins First All-Star Team der OHL gewählt wurde. Im Anschluss gewann er mit der Mannschaft die OHL-Playoffs und somit den J. Ross Robertson Cup, wobei er die Liga mit 20 Treffern anführte, sowie anschließend den Memorial Cup. Über den Jahreswechsel war er zudem erneut Teil des Team USA bei der U20-Weltmeisterschaft 2016 und errang dort mit der Mannschaft die Bronzemedaille.

Tkachuk war für den NHL Entry Draft 2016 verfügbar und galt dort als wahrscheinlicher Top-5-Pick, so schätzte ihn der International Scouting Service an 4. Gesamtposition sowie der Central Scouting Service an 2. Gesamtposition der nordamerikanischen Feldspieler ein.[3][4] Im eigentlichen Draft wählten ihn dann die Calgary Flames an sechster Position und statteten ihn wenig später mit einem auf drei Jahre befristeten Einstiegsvertrag aus.[5]

In seiner ersten NHL-Saison kam Tkachuk in 76 Spielen auf 48 Scorerpunkte und führte die Flames in Strafminuten (105) an.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: Ende der Saison 2016/17

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga GP G A Pts +/– PIM GP G A Pts +/– PIM
2013/14 USA Hockey NTDP USHL 33 5 12 17 –12 18
2014/15 USA Hockey NTDP USHL 24 13 20 33 +20 75
2015/16 London Knights OHL 57 30 77 107 +45 80 18 20 20 40 +23 42
2016 London Knights MemCup 4 5 3 8 +8 4
2016/17 Calgary Flames NHL 76 13 35 48 +14 105 4 0 0 0 –2 4
USHL gesamt 57 18 32 50 +8 93
NHL gesamt 76 13 35 48 +14 105 4 0 0 0 –2 4

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vertrat die USA bei:

Jahr Team Veranstaltung Resultat GP G A Pts +/- PIM
2014 USA WHC Goldmedaille 6 4 3 7 2
2015 USA U18-WM Goldmedaille 7 2 10 12 +10 2
2016 USA U20-WM Bronzemedaille 7 4 7 11 +7 6
Junioren gesamt 20 10 20 30 8

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matthews Vater Keith Tkachuk absolvierte 1290 Partien in der NHL und kam dabei auf 1121 Scorerpunkte. Zudem gewann er Silber bei den Olympischen Winterspielen 2002 und ist Mitglied der United States Hockey Hall of Fame. Matthews Bruder Brady Tkachuk (* 1999) spielt derzeit in den Reihen des USA Hockey National Team Development Program. Außerdem ist er ein Cousin der NHL-Profis Tom Fitzgerald, Kevin Hayes und Jimmy Hayes.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marshall Mackinder: #6 on ISS May Top 30 Countdown: Matthew Tkachuk, London Knights (OHL). hockeynow.ca, 29. Mai 2016, abgerufen am 19. Juni 2016 (englisch).
  2. Nathan Wells: Matthew Tkachuk officially de-commits from Notre Dame. sbncollegehockey.com, 21. November 2014, abgerufen am 19. Juni 2016 (englisch).
  3. Dubois jumps to top of draft rankings. nhl.com, 12. April 2016, abgerufen am 19. Juni 2016 (englisch).
  4. ISS Top 30 – June 2016. International Scouting Services, 1. Juni 2016, abgerufen am 19. Juni 2016 (englisch).
  5. Flames sign Matthew Tkachuk. flames.nhl.com, 7. Juli 2016, abgerufen am 7. Juli 2016 (englisch).