Max Czollek

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Max Czollek bei einer Lesung im Lyrik Kabinett 2016

Max Czollek (* 1987 in Berlin) ist ein deutscher Lyriker, Essayist, Kurator und Mitglied des Autorenkollektivs G13.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Czollek besuchte die Jüdische Oberschule Berlin und legte 2006 das Abitur ab. Er verbrachte während der Schulzeit ein Auslandsjahr in Texas.[1] Von 2007 bis 2012 studierte er in Berlin Politikwissenschaften. Von 2012 bis 2016 promovierte er am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin sowie am Birkbeck College, London mit einem Stipendium des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks. Seit 2016 ist er Teil des Herausgeberkollektivs von Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart[2]

Seit 2009 ist er Mitglied des Lyrikkollektivs G13. 2013 war er Initiator des internationalen Lyrikprojekts „Babelsprech[3]“ zur Vernetzung einer jungen deutschsprachigen Lyrikszene, als deren deutscher Kurator er seither tätig ist (2016 – 2018 als „Babelsprech.International“). Seit der Spielzeit 2013/2014 organisiert er gemeinsam mit Deniz Utlu die Literaturreihe „Gegenwartsbewältigung“ für das Maxim Gorki Theater (Studio Я). Zusammen mit Sasha Marianna Salzmann ist er ebenda Initiator des „Desintegrationskongresses[4]“ (2016) zu zeitgenössischen jüdischen Positionen sowie der "Radikalen Jüdischen Kulturtage[5]" (2017), in deren Rahmen sein Theaterstück „Celan mit der Axt“ uraufgeführt wurde. Von 2016 bis 2017 leitete er mit Esra Kücük den Jungen Berliner Rat[6].

Czolleks Gedichte wurden in zahlreichen Literaturzeitschriften (u. a. Edit, Belletristik, Aviv und poet) und Anthologien (u. a. Versnetze_sieben und Jahrbuch der Lyrik 2017) veröffentlicht. Darüber hinaus erhielt er Einladungen zu internationalen Literaturfestivals wie das Internationale Lyrikfestival Basel, City2Cities Utrecht, Meridian Czernovitz, Izmir International Festival und Versschmuggel Iran[7]. Im Herbst 2015 erschien die gemeinsam mit den Autoren Michael Fehr und Robert Prosser herausgegebene Anthologie Lyrik von Jetzt 3. Babelsprech im Wallstein Verlag. Gedichte von Max Czollek wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.[8] Er gilt als einer der Protagonisten einer neuen, vielfältigen Lyrikszene in Deutschland.[9]

Einzelpublikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen mit G13[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgeberschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Max Czollek, Michael Fehr, Robert Prosser (Hrsg.): Lyrik von Jetzt 3 / Babelsprech, Wallstein Verlag, Göttingen 2015, ISBN 978-3-8353-1739-0.
  • Max Czollek, Sasha Marianna Salzmann (Hrsg.): Desintegration. Ein Kongress zeitgenössischer jüdischer Positionen, Kerber Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-7356-0340-1
  • Mit Micha Brumlik, Marina Chernivsky, Hannah Peaceman, Anna Schapiro, Lea Wohl von Haselberg: Jalta. Positionen zur jüdischen Gegenwart. Halbjahresschrift, ab 2017 ISSN 2510-3725

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013 Internationales Stipendium für DichterInnen und ÜbersetzerInnen Meridian Czernowitz.
  • 2017 Bonner Literaturpreis
  • 2018 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya, Istanbul

Übersetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vapur Magazine, May, Istanbul 2018.
  • Asymptote, Spring Issue, USA 2017[10].
  • Aviv Magazine, No. 1, Berlin/Tel Aviv 2016.
  • Poesis internațional, Nr. 18, Bukarest 2016.
  • El fin de la affirmacion. Antología de novísima poesía alemana. pulqui, Argentinien 2015.
  • IDIOT/DE DEC/Zember 2015, I.D.I.O.T. Magazine, Ljubljana 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christine Schmitt: Max, der Denker. Philosophie und Ausland: Wie ein junger Mann an der Jüdischen Oberschule ein Einser-Abi schaffte. Jüdische Allgemeine, 13. Juli 2006, abgerufen am 1. Mai 2015.
  2. https://www.neofelis-verlag.de/zeitschriften-reihen/jalta-positionen-zur-juedischen-gegenwart/
  3. Babelsprech.org. Abgerufen am 18. Mai 2017 (deutsch).
  4. Themenseite Festival Desintegration. Abgerufen am 18. Mai 2017.
  5. Radikale Jüdische Kulturtage. Abgerufen am 19. Oktober 2017.
  6. Open Call zum Jungen Berliner Rat. Abgerufen am 18. Mai 2017.
  7. Haus für Poesie :: VERSschmuggel persisch–deutsch. Abgerufen am 18. Mai 2017 (englisch).
  8. Max Czollek. Poetenladen, abgerufen am 1. Mai 2015.
  9. Dichter am Erfolg. In: Die Tageszeitung. 2015, abgerufen am 1. Mai 2015.
  10. Open Call: Family Party - Asymptote. Abgerufen am 19. Oktober 2017 (englisch).