Max Heß

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Max Heß Leichtathletik

Max Hess by Frank Haug.jpg
Heß bei den Deutschen Hallenmeisterschaften 2015

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 13. Juli 1996 (24 Jahre)
Geburtsort ChemnitzDeutschland
Größe 186 cm
Gewicht 79 kg
Beruf Student (Wirtschaftsingenieurwesen)
Karriere
Disziplin Dreisprung
Bestleistung Halle: 17,52 m Deutscher Rekord / Freiluft: 17,20 m
Verein LAC Erdgas Chemnitz
Trainer Harry Marusch, erster Trainer: Uwe Streller
Status aktiv
Medaillenspiegel
Hallenweltmeisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Juniorenweltmeisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Europameisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Halleneuropameisterschaften 0 × Gold 0 × Silber 2 × Bronze
Deutsche Meisterschaften 4 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Deutsche Hallenmeisterschaften 4 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Logo der World Athletics Hallenweltmeisterschaften
Silber 2016 Portland 17,14 m
Logo der IAAF Juniorenweltmeisterschaften
Silber 2014 Eugene 16,55 m
Logo der EAA Europameisterschaften
Gold 2016 Amsterdam 17,20 m
Logo der EAA Halleneuropameisterschaften
Bronze 2017 Belgrad 17,12 m
Bronze 2019 Glasgow 17,10 m
Logo des DLV Deutsche Meisterschaften
Gold 2016 Kassel 17,06 m
Gold 2017 Erfurt 17,24 m
Gold 2019 Berlin 16,50 m
Gold 2020 Braunschweig 16,58 m
Logo des DLV Deutsche Hallenmeisterschaften
Silber 2015 Karlsruhe 16,18 m
Gold 2016 Leipzig 17,00 m
Gold 2017 Leipzig 16,71 m
Gold 2018 Dortmund 16,84 m
Gold 2019 Leipzig 16,74 m
letzte Änderung: 6. Dezember 2020

Max Heß (* 13. Juli 1996 in Chemnitz) ist ein deutscher Leichtathlet, der sich auf den Dreisprung spezialisiert hat. Er tritt auch beim 60-Meter-Lauf (Halle) und Weitsprung an.

Berufsweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Heß machte 2016 am Sportgymnasium Chemnitz Abitur.[1] Seit dem Wintersemester 2016/17 studiert er an der TU Chemnitz Wirtschaftsingenieurwesen.[1][2]

Sportliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 wurden bei Max Heß Sprungkraft und Schnelligkeitspotenziale für den Dreisprung entdeckt.[3] In der Folge wurde Heß 2013 Deutscher U18-Meister, 2014 holte er sich den U20-Titel sowohl in der Halle als auch im Freien. 2015 setzte Heß seine Erfolge als Deutscher Hallenvizemeister und Deutscher U20-Meister fort.

2016 wurde Heß deutscher Hallenmeister mit persönlicher Bestleistung von 17,00 m. Bei den Hallenweltmeisterschaften 2016 in Portland (Oregon) verbesserte er seine persönliche Bestleistung auf 17,14 m und belegte den zweiten Platz. Den Deutschen Meistertitel holte sich Heß im Juni mit 17,06 m und sicherte sich durch die Erreichung der Norm die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Bei den Europameisterschaften in Amsterdam gewann er mit einer weiteren Verbesserung seiner Bestleistung auf 17,20 m den Titel. Bei den Olympischen Spielen schied er dagegen mit 16,56 m in der Qualifikation aus.

2017 holte sich Heß in Leipzig erneut den Hallenmeistertitel im Dreisprung und überbot in der Qualifikation bei den Halleneuropameisterschaften in Belgrad im ersten Versuch mit 17,52 m den 26 Jahre alten deutschen Hallenrekord des Berliners Jörg Frieß um 21 Zentimeter.[4] Diese Weite ist die drittbeste Leistung eines Deutschen überhaupt. Im Freien kamen nur Charles Friedek (17,59 m) und der Deutsche Rekordler Ralf Jaros (17,66 m) weiter.[5] Im Finale kam er nicht über eine Weite von 17,12 m hinaus und musste sich damit im Titelkampf dem Olympiasieger von 2008 Nelson Évora aus Portugal (17,20 m) und dem Italiener Fabrizio Donato (17,13 m) geschlagen geben.[6] Im nordfranzösischen Lille wurde Heß Team-Europameister, wozu er durch einen Sieg im Weitsprung beitrug. In Erfurt siegte Heß bei den Deutschen Meisterschaften mit 17,24 m, wobei die Weite wegen des Rückenwindes von 2,1 m/s nicht in die Bestenliste einging.[7] Bei den Weltmeisterschaften in London musste er auf Grund muskulärer Probleme am Wettkampftag seinen Start absagen.

2018 wurde er zum dritten Mal in Folge Deutscher Hallenmeister. Bei den Hallenweltmeisterschaften in Birmingham kam er allerdings nicht über den elften Platz hinaus. Fußprobleme und resultierende Beugerbeschwerden aufgrund von Kompensationsbewegungen erschwerten eine stabile Freiluftsaison,[8] die mit einem 6. Platz bei den Deutschen Meisterschaften und einem 15. Platz bei den Heimeuropameisterschaften in Berlin endete.

2019 konnte Heß in der Hallensaison zum vierten Mal in Folge Deutscher Hallenmeister werden und holte sich mit Saisonbestleistung von 17,10 m Bronze bei den Halleneuropameisterschaften in Glasgow. Erneut wurde er Deutscher Meister, räumte seiner Gesundheit Vorrang ein und verzichtete auf einen Start bei den Weltmeisterschaften in Doha.

2020 war Heß in der Hallensaison wegen Rückenproblemen noch außer Gefecht gesetzt[9] und konnte in der wegen der COVID-19-Pandemie verspätet gestarteten Freiluftsaison zum vierten Mal Deutscher Meister werden.

Vereinszugehörigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heß startet für den LAC Erdgas Chemnitz.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönliche Bestleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: 6. Dezember 2020)

Halle
  • 60 m: 6,93 s (Chemnitz, 22. Dezember 2017)
  • Weitsprung: 8,03 m (Chemnitz 17. Januar 2015)
  • Dreisprung: 17,52 m (Belgrad 3. März 2017) Deutscher Rekord
Freiluft
  • Weitsprung: 7,57 m (+0,5 m/s) (Weinheim 30. Mai 2015)
  • Dreisprung: 17,20 m (+0,5 m/s) (Amsterdam 9. Juli 2016)

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dreisprung wurde er:

national
  • Deutscher U18-Meister 2013
  • Deutscher U20-Hallenmeister 2014
  • Deutscher U20-Meister 2014
  • Deutscher U20-Meister 2015
  • Deutscher Hallenvizemeister 2015
  • Deutscher Hallenmeister 2016
  • Deutscher Meister 2016
  • Deutscher Hallenmeister 2017
  • Deutscher Meister 2017
  • Deutscher Hallenmeister 2018
  • Deutscher Hallenmeister 2019
  • Deutscher Meister 2019
  • Deutscher Meister 2020
international
  • Juniorenvizeweltmeister 2014
  • Hallenvizeweltmeister 2016
  • Europameister 2016
  • 3. Platz bei den Halleneuropameisterschaften 2017
  • Team-Europameister 2017, gleichzeitig Sieg im Dreisprung
  • 11. Platz Hallenweltmeisterschaften 2018
  • 15. Platz Europameisterschaften 2018
  • 3. Platz bei den Halleneuropameisterschaften 2019

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Mario Steinebach: Sachse Max Heß ist Eliteschüler des Sports, Uni aktuell - Ehrungen, auf: tu-chemnitz.de, vom 2. Februar 2017, abgerufen 3. März 2017
  2. a b Benjamin Lummer: Der Beste der Besten, auf: freiepresse.de, vom 4. Februar 2017, abgerufen 3. März 2017
  3. Dirk Hofmeister: Max Heß: Vom Nobody zum Mitfavoriten (Memento vom 4. März 2017 im Internet Archive), Olympia | Leichtathletik, auf: leichtathletik.de, vom 3. März 2017, zuletzt aktualisiert: 28. Juni 2016, abgerufen 3. März 2017
  4. Christian Fuchs/Jan-Henner Reitze: Max Heß springt in der Quali deutschen Hallenrekord, Hallen-EM 2017, auf: leichtathletik.de, vom 3. März 2017, abgerufen 3. März 2017
  5. Silke Bernhart: Belgrad Tag 1: Ein Rekord und zwei Medaillen, Hallen-EM 2017, auf: leichtathletik.de, vom 3. März 2017, abgerufen 3. März 2017
  6. Silke Bernhart: Belgrad Tag 3: DLV-Bronze im Dreierpack, Europarekord und Weitsprung-Show. leichtathletik.de. 5. März 2017. Abgerufen am 8. März 2017.
  7. Martin Neumann: Max Heß glänzt mit 17,24 Metern, DM in Erfurt, auf: leichtathletik.de, vom 8. Juli 2017, abgerufen 8. Juli 2017
  8. Pamela Lechner: Der große Disziplin-Check 2018 – Dreisprung Männer, Analyse, auf: leichtathletik.de, vom 27. November 2018, abgerufen 6. Dezember 2020
  9. Pamela Lechner: Flash-News des Tages – Max Heß hofft auf Olympia, Notizen, auf: leichtathletik.de, vom 9. Februar 2019, abgerufen 6. Dezember 2020
  10. Sport Chemmy hat neue Besitzer. In: sachsen-fernsehen.de. 12. März 2017, abgerufen am 13. März 2017.