Charles Friedek

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Charles Michael Friedek (* 26. August 1971 in Gießen, Hessen) ist ein deutscher Leichtathlet, der 1999 Weltmeister im Dreisprung wurde (17,59 m).

2002 gewann er die Silbermedaille bei den Europameisterschaften (17,33 m). Charles Friedek war der erste schwarze Leichtathlet überhaupt, der für Deutschland einen Weltmeistertitel errang. Zu seinen weiteren Erfolgen zählen ebenfalls der Titel eines Hallenweltmeisters 1999, Halleneuropameister 2000, Vizehalleneuropameister 1998, Weltcupsieger 1998, Grand-Prix-Sieger 1998. Zuletzt (2005) war Charles Friedek als Europacupsieger erfolgreich. Er gewann siebzehn Titel bei Deutschen Meisterschaften. Bei einer Größe von 1,84 m hatte er ein Wettkampfgewicht von 82 kg. Friedek war Olympiateilnehmer 1996, 2000 und 2004. 1996 wurde er Vierzehnter, 2000 erreichte er trotz angerissener Bizepssehne das Finale und wurde Zwölfter.[1] 2004 musste Friedek den Wettkampf nach zwei ungültigen Versuch verletzt abbrechen. Für die Olympischen Sommerspiele 2008 wurde Friedek nicht nominiert. Die geforderte Olympianorm – zwei Sprünge über 17 Meter – erfüllte er zwar in zwei Versuchen am 25. Juni 2008 innerhalb eines Wettkampfes in Wesel, hätte sie jedoch nach Auffassung des Deutschen Olympischen Sportbundes noch bei einer weiteren Veranstaltung erreichen müssen. Das Deutsche Sportschiedsgericht hingegen folgte der Auffassung Friedeks und bestätigte die Erfüllung der Olympianorm.[2] An das Urteil des Sportgerichtes fühlte sich der DOSB jedoch nicht gebunden und verwehrte die Teilnahme. Mit seinem Einspruch gegen diese Entscheidung scheiterte Friedek vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main.[3] Anschließend klagte Friedek diesbezüglich gegen den Deutschen Olympischen Sportbund vor dem Landgericht Frankfurt auf Schadensersatz, dessen 13. Zivilkammer seiner Klage erstinstanzlich mit Urteil vom 15. Dezember 2011 dem Grunde nach stattgab.[4] 2007 wurde ihm der Rudolf-Harbig-Gedächtnispreis verliehen. Seit Mai 2010 arbeitet Friedek als Trainer bei der Leichtathletik-Gemeinschaft ASV DSHS Köln, wo er für die Horizontalspringergruppe der LG verantwortlich ist.[5] Daneben gehört er dem Trainerteam des IAAF-Trainingszentrums „ATC Cologne“ an und betreut unter anderem die Asienmeisterin Marestella Torres und Charisse Bacchus.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Friedek schafft ein kleines Wunder. BZ Online. 24. September 2000. Abgerufen am 1. Februar 2011.
  2. DLV schlägt Charles Friedek für Olympia vor. Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft mbH – www.leichtathletik.de. 20. Juli 2008. Abgerufen am 1. Februar 2011.
  3. Niederlage vor Gericht - Friedeks Olympiatraum geplatzt. Spiegel Online. 30. Juli 2008. Abgerufen am 1. Februar 2011.
  4. "Prozess wegen Nichtnominierung - Dreispringer Friedek gewinnt gegen DOSB" in Spiegel Online vom 15. Dezember 2011, abgerufen am 15. Dezember 2011
  5. ns/fc: Charles Friedek Sprungtrainer in Köln. Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft mbH – www.leichtathletik.de. 20. Mai 2010. Abgerufen am 1. Februar 2011.

Weblinks[Bearbeiten]