Menat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Menat
Wappen von Menat
Menat (Frankreich)
Menat
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Puy-de-Dôme
Arrondissement Riom
Kanton Saint-Éloy-les-Mines
Gemeindeverband Pays de Saint-Éloy
Koordinaten 46° 6′ N, 2° 54′ OKoordinaten: 46° 6′ N, 2° 54′ O
Höhe 346–674 m
Fläche 20,31 km2
Einwohner 554 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 27 Einw./km2
Postleitzahl 63560
INSEE-Code
Website Webseite der Gemeinde

Menat – Ortsansicht

Menat (okzitanisch gleichlautend) ist ein zentralfranzösischer Ort und eine Gemeinde (commune) mit 554 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) in der Region Auvergne-Rhône-Alpes im Département Puy-de-Dôme.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Menat liegt in einer Höhe von ca. 500 Metern ü. d. M. in der hügeligen und waldreichen Landschaft der Combrailles und befindet sich nordwestlich von Clermont-Ferrand (etwa 55 Kilometer Fahrtstrecke) bzw. von Riom (etwa 42 Kilometer). Der Fluss Sioule bildet die östliche Grenze des Gemeindegebietes.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012
Einwohner 1.002 912 813 703 640 610 594 557

Im 19. Jahrhundert hatte der Ort meist zwischen 1.700 und über 2.300 Einwohner. Infolge der Reblauskrise im Weinbau und der Mechanisierung der Landwirtschaft, die den Verlust vieler Arbeitsplätze zur Folge hatte, ging die Einwohnerzahl seitdem kontinuierlich bis auf die gegenwärtigen Tiefststände zurück.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahrhundertelang lebten die Einwohner von Menal als Selbstversorger von der Landwirtschaft, zu der auch der Weinbau gehörte; hinzu kamen Kleinhandel und Handwerk. Nach der Reblauskrise kam der Weinbau jahrzehntelang völlig zum Erliegen, doch mittlerweile werden wieder Rot-, Rosé und Weißweine produziert, die über die Appellation Puy-de-Dôme vermarktet werden. Viele leerstehende Häuser sind zu Ferienwohnungen (gîtes) umgebaut worden.

ehemaliger Kreuzgang der Abtei Saint-Ménelée
Pont de Menat

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte von Menat reicht wahrscheinlich bis ins 5. Jahrhundert zurück, als sich hier eine Mönchsgemeinschaft bildete, aus der eine Klosterschule hervorging, an der auch der hl. Avitus von Vienne (um 460–518) studiert haben soll. Unter dem später heiliggesprochenen Abt Ménelée schloss sich die Gemeinschaft im 7. Jahrhundert dem Benediktinerorden an; im Jahr 1107 bestimmte eine päpstliche Bulle den Anschluss an den Cluniazenserorden. Im Mittelalter gehörte Menat als eines von 15 Erzpriestertümern zum Erzbistum Clermont.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umgebung
  • Die in der Mitte leicht erhöhte dreibogige Steinbrücke über die Sioule (46° 5′ 59″ N, 2° 55′ 54″ O) stammt aus dem 13. Jahrhundert, wurde aber in der Folgezeit wiederholt restauriert. Das zur Hälfte zur Nachbargemeinde Saint-Rémy-de-Blot gehörende Brückenbauwerk mit den – wie üblich – in Fließrichtung angespitzten Pfeilerverstärkungen wurde bereits im Jahr 1918 in die Liste der Monuments historiques eingetragen.[2]
  • Ein mehrere Tonnen wiegender Megalith beim Weiler Piogat wird gemeinhin als umgestürzter Menhir bzw. als Deckstein eines verschwundenen Dolmens interpretiert. In der Umgebung wurden mehrere Steinwerkzeuge gefunden.
  • Im Waldstück Les Brosses wurde im Jahr 1978 ein Arboretum geschaffen.

Sohn des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Menat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ancienne abbaye Saint-Ménelée, Menat in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. Vieux-Pont sur la Sioule, Menat in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)