Mitú

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Mitú
Koordinaten: 1° 15′ N, 70° 14′ W
Karte: Kolumbien
marker
Mitú
Mitú auf der Karte von Kolumbien
Colombia - Vaupés - Mitú.svg
Lage des Municipios Mitú auf der Karte von Vichada
Basisdaten
Staat Kolumbien
Departamento Vaupés
Stadtgründung 1936
Einwohner 32.764 (2019)
Stadtinsignien
Flag of Mitú (Vaupés).svg
Escudo de Mitú.svg
Detaildaten
Fläche 16.422 km2
Bevölkerungsdichte 2 Ew./km2
Höhe 200 m
Gewässer Río Vaupés
Zeitzone UTC−5
Stadtvorsitz Daniel Bernal Córdoba (2016–2019)
Website www.mitu-vaupes.gov.co
Der Río Vaupés bei Mitú
Der Río Vaupés bei Mitú
Rathaus von Mitú
Rathaus von Mitú
Luftbild von Mitú
Luftbild von Mitú

Mitú ist die Hauptstadt und eine Gemeinde (Municipio) vom Departamento Vaupés im östlichen Kolumbien am Übergang zum brasilianischen Amazonasbecken, etwa 25 km von der Staatsgrenze und 660 km von der Hauptstadt Bogotá entfernt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitú ist die Hauptstadt vom Departamento del Vaupés und liegt nahe bei dessen Mitte am Río Vaupés. Das Gemeindegebiet hat eine Fläche von etwa 16.000 km².[1] An die Gemeinde grenzen im Norden Papunaua, im Osten Yavaraté sowie an den Bundesstaat Amazonas in Brasilien, im Süden an Pacoa und im Westen an Caruru.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Mitú hat 32.764 Einwohner, von denen 17.134 im städtischen Teil (cabecera municipal) der Gemeinde leben.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ursprünge der Gründung von Mitú liegen in der Rivalität zwischen brasilianischen und kolumbianischen Kautschukhändler im Amazonasgebiet. Um 1903 hatte sich die Aktivität der Kolumbianer in Vaupés verstärkt. Mitú selbst wurde 1936 von Miguel Cuervo Araoz gegründet. Ab 1963 war Mitú die Hauptstadt der Comisaría del Vaupés und 1974 erhielt es den Status einer Gemeinde. Als Vaupés 1991 zu einem Departamento wurde, wurde Mitú zur Hauptstadt erklärt.[3]

November 1998 überfielen geschätzte 1000 FARC-Kämpfer den Ort. Die kolumbianische Regierung konnte die Kontrolle über den Ort mit dem Einsatz von 120 Polizisten der Nationalpolizei und einem Bataillon der Armee mit Unterstützung der Luftwaffe zurückgewinnen. Mitú wurde teilweise zerstört. 60 Polizisten und 10 Zivilisten fanden den Tod.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Mitú befindet sich der Sitz des apostolischen Vikariats Mitú.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitú verfügt über einen Flughafen, den Aeropuerto Fabio Alberto León Bentley (IATA-Code: MVP).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mitú – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Alcaldía de Mitú. Alcaldía de Mitú – Vaupés, abgerufen am 2. Mai 2019 (spanisch, Webseite der Gemeinde Mitú).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Información del municipio. Alcaldía de Mitú - Vaupés, abgerufen am 2. Mai 2019 (spanisch, Informationen zur Geographie der Gemeinde).
  2. ESTIMACIONES DE POBLACIÓN 1985 - 2005 Y PROYECCIONES DE POBLACIÓN 2005 – 2020 TOTAL DEPARTAMENTAL POR ÁREA. (Excel; 1,72 MB) DANE, 11. Mai 2011, abgerufen am 2. Mai 2019 (spanisch, Hochrechnung der Einwohnerzahlen von Kolumbien).
  3. Pasado, presente y futuro. Alcaldía de Mitú - Vaupés, abgerufen am 2. Mai 2019 (spanisch, Informationen zur Geschichte der Gemeinde).