Mocoa

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Mocoa
Koordinaten: 1° 9′ N, 76° 39′ W
Karte: Putumayo
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Mocoa
Mocoa auf der Karte von Putumayo
Colombia - Putumayo - Mocoa.svg
Lage des gesamten Gebietes der Gemeinde Mocoa auf der Karte von Putumayo
Basisdaten
Staat Kolumbien
Departamento Putumayo
Stadtgründung 1551
Einwohner 42.882 (2016)
Stadtinsignien
Escudo de Mocoa.svg
Flag of Mocoa.svg
Detaildaten
Fläche 1263 km2
Bevölkerungsdichte 34 Ew./km2
Höhe 500 m
Gewässer Río Mocoa, Río Cascabel
Zeitzone UTC-5
Stadtvorsitz José Antonio Castro Meléndez (2016–2019)
Website mocoa-putumayo.gov.co
Hauptplatz von Mocoa
Hauptplatz von Mocoa
Natur bei Mocoa
Natur bei Mocoa

Mocoa ist eine Gemeinde (municipio) und gleichzeitig die Hauptstadt vom Departamento de Putumayo im südwestlichen Kolumbien nahe der Grenze zu Ecuador. Sie liegt etwa 600 km südwestlich von Bogotá und 140 km östlich der Großstadt Pasto im benachbarten Küstendepartamento Nariño.

Mocoa liegt im dichter besiedelten Westteil von Putumayo an der Ostabdachung der Cordillera real nahe am Río Caquetá. Das Gemeindegebiet hat eine Fläche von etwa 1.263 km² und 42.882 Einwohner, von denen 35.066 im städtischen Teil der Gemeinde (cabecera municipal) leben (Stand: 2016).[1]

Mocoa ist gemeinsam mit Sibundoy Sitz des Bistums Mocoa-Sibundoy.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mocoa liegt im Norden von Putumayo auf einer Höhe zwischen 400 und 3200 Metern. Durch die Gemeinde fließen der Río Mocoa und der Río Cascabel. Die Gemeinde grenzt im Norden an Santa Rosa im Departamento de Cauca und an El Tablón de Gómez im Departamento de Nariño, im Osten an Santa Rosa und Piamonte in Cauca sowie an Puerto Guzmán, im Süden an Puerto Caicedo und Villagarzón und im Westen an San Francisco und Sibundoy.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mocoa wurde 1563 von Gonzalo de Avendaño auf indigenem Gebiet gegründet. Der Ort wurde 1683 von Indigenen niedergebrannt und daraufhin an seinen heutigen Ort verlegt. Im 19. Jahrhundert wurde Mocoa zum Zentrum des Handels von Chinarinde, Naturkautschuk und Salz. Seit 1958 hat Mocoa den Status einer Gemeinde. Mit Gründung der Intendencia de Putumayo wurde Mocoa zur Hauptstadt. Dieser Status blieb auch bestehen, als Putumayo 1991 zum Departamento erhoben wurde.[3]

Sintflutartige Regenfälle lösten in der Nacht vom 31. März zum 1. April 2017 eine Schlammlawine aus.[4][5] Der Fluss Mocoa und seine Zuflüsse traten über die Ufer und verursachten große Zerstörungen. Fast die Hälfte der Gebäude und 17 Stadtteile wurden zerstört. Mindestens 280 Menschen starben und mehrere hundert wurden verletzt.[6]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigsten Wirtschaftszweige von Mocoa sind Landwirtschaft und Rinderproduktion. Es werden Mais, Bananen, Maniok, Zuckerrohr für Panela, Ananas und Zitruspflanzen angebaut. In kleinerem Umfang findet auch Handel statt.[7]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mocoa verfügt über keinen Flughafen. Die nächsten Flughäfen liegen in Villagarzón und Puerto Asís. Erst 2002 wurde eine asphaltierte Straße fertiggestellt, die Mocoa und Putumayo mit dem Inneren des Landes verbindet und von San Miguel der ecuadorianischen Grenze über Mocoa nach Pitalito führt. Von dort führt die Straße weiter nach Neiva und Bogotá. Eine Straße in schlechtem Zustand führt zudem nach Pasto.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mocoa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Mocoa – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hochrechnung der Einwohnerzahlen von Kolumbien auf der offiziellen Seite vom DANE
  2. Informationen zur Geographie auf der Webseite der Gemeinde Mocoa
  3. Informationen zur Geschichte auf der Webseite der Gemeinde Mocoa
  4. n-tv Nachrichtenfernsehen: Katastrophe in Kolumbien: Fluten töten über 200 Menschen. In: n-tv.de. (n-tv.de [abgerufen am 2. April 2017]).
  5. St. Galler Tagblatt AG, Switzerland: Über 250 Schlammlawinen-Tote in Kolumbien. In: St.Galler Tagblatt Online. (tagblatt.ch [abgerufen am 2. April 2017]).
  6. Spiegel Online: "Es klang so, als hätte sich die Erde aufgetan", abgerufen am 2. April 2017
  7. Informationen zur Wirtschaft auf der Webseite der Gemeinde Mocoa
  8. Informationen zur Infrastruktur auf der Webseite der Gemeinde Mocoa