Neiva

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Neiva
Koordinaten: 3° 0′ N, 75° 18′ W
Karte: Huila
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Neiva
Neiva auf der Karte von Huila
Colombia - Huila - Neiva.svg
Die Lage der gesamten Fläche der Gemeinde Neiva auf der Karte von Huila
Basisdaten
Staat Kolumbien
Departamento Huila
Stadtgründung 1539
Einwohner 347.438 (2018)
   – im Ballungsraum 495.885
Stadtinsignien
Escudo de Neiva.svg
Flag of Neiva.svg
Detaildaten
Höhe 443 m
Gewässer Río Magdalena
Zeitzone UTC−5
Stadtvorsitz Rodrigo Armando Lara Sánchez (2016–2019)
Website www.alcaldianeiva.gov.co
Innenstadt, Sonnenaufgang, Dämmerung und die Avenida La Toma bei Nacht
Innenstadt, Sonnenaufgang, Dämmerung und die Avenida La Toma bei Nacht

Neiva ist die Hauptstadt und eine Gemeinde (municipio) im Departamento Huila im Süden Kolumbiens, ca. 350 km südlich von Bogotá. Die Gemeinde hat 347.438 Einwohner, von denen 327.839 im städtischen Teil (cabecera municipal) der Gemeinde leben. In der Metropolregion leben 495.885 Menschen (Stand 2018).[1]

In der näheren Umgebung befinden sich der archäologische Park San Agustín der San-Agustín-Kultur, die Tatacoa-Wüste, sowie der aktive, 5750 m hohe Vulkan Nevado del Huila. Neiva ist Sitz des Bistums Neiva.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neiva liegt in Huila in der Subregion Subnorte am Ufer des oberen Río Magdalena auf 442 m Höhe. Das Klima ist feuchtwarm und die Durchschnittstemperatur beträgt 28 °C. Neiva liegt zwischen der Zentral- und der Ostkordillere der kolumbianischen Anden. Neiva wird neben dem Río Magdalena von den Flüssen Río Las Ceibas und Río Del Oro durchflossen. Die Gemeinde grenzt im Norden an Tello und Aipe in Huila, im Süden an Rivera und Palermo in Huila, im Osten an San Vicente del Caguán in Caquetá, und im Westen an Planadas in Tolima.[2]

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neiva ist im städtischen Teil in zehn Stadtbezirk (comunas) unterteilt und diese wiederum in insgesamt 117 Viertel (barrios) und 377 Sektoren (sectores). Der ländliche Teil der Gemeinde ist in acht Corregimientos und 21 Sektoren (sectores) unterteilt.[2] Zur inoffiziellen Metropolregion Neiva gehören neben Neiva die Gemeinden Rivera, Palermo, Tello, Baraya, Aipe, Villavieja und Campoalegre.[3]

Comunas von Neiva[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Comuna Noroccidental
  2. Comuna Nororiental
  3. Comuna Entre Ríos
  4. Comuna Central
  5. Comuna Oriental
  6. Comuna Occidental
  7. Comuna Centro Oriente
  8. Comuna Suroriental
  9. Comuna Norte
  10. Comuna Oriente Alto

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neiva wurde im Jahr 1539 von Juan de Cabrera, einem der Kapitäne der Expedition von Sebastián de Belalcázar in der Nähe des heutigen Campoalegre gegründet. Sie entstand auf einer Erkundungsreise im Zusammenhang mit der Suche nach dem sagenhaften El Dorado, ebenso wie das westlich der Zentralkordillere gelegene Popayán. Elf Jahre nach der Gründung wurde die Stadt aber bei Auseinandersetzungen zwischen Spaniern und Indigenen zerstört und von Juan Alonso an der Stelle des heutigen Villavieja wiederaufgebaut aber kurz darauf von den Pijaos erneut zerstört. An der heutigen Stelle wurde Neiva 1612 von Diego de Ospina y Medinilla gegründet. Auch dieser Standpunkt war umkämpft, konnte sich aber halten. Neiva hatte 1763 etwa 3.000 Einwohner. Die Stadt spielte 1789 eine aktive Rolle beim Comuneros-Aufstand in Neugranada. Nach der Unabhängigkeit wurde die Provinz Neiva dem Departamento Cundinamarca zugeordnet. Ab 1861 war Neiva Teil des neugegründeten Teilstaates Tolima, von dem es lange Zeit Hauptstadt war. Während des Krieges der tausend Tage, der von 1899 bis 1902 dauerte, war Neiva Schauplatz der Schlacht von Matamundo. Nach dem Bürgerkrieg wurde das Departamento de Huila gegründet, von dem Neiva Hauptstadt wurde. Die Region um Neiva war stark betroffen von La Violencia von 1948 bis 1958. Bei einem Erdbeben wurden 1967 viele Gebäude zerstört. Das Bistum Neiva wurde 1972 gegründet.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neiva ist eine der wichtigsten Städte im Süden Kolumbiens und dient als wirtschaftlicher Verbindungspunkt zwischen den Städten Florencia, Mocoa, Popayán und Pasto. Die Wirtschaft der Metropolregion entwickelt sich sehr dynamisch und basiert auf Ökotourismus, Gastronomie, Industrie und Handel.[3]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aeropuerto Benito Salas

Neiva liegt etwa fünf Stunden mit dem Auto von Bogotá entfernt.[4] Die Stadt verfügt zudem über einen eigenen Flughafen, den Aeropuerto Benito Salas, der im Norden des Stadtgebietes liegt. Neiva wird insbesondere von Bogotá aus angeflogen.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Neiva ist der Fußballverein Atlético Huila ansässig, der derzeit in der ersten kolumbianischen Liga spielt. Die größten Erfolge der Vereinsgeschichte waren bislang zwei Zweitliga-Meisterschaften (1992 und 1997) und zwei Erstliga-Vizemeisterschaften (2007 und 2009). Atlético Huila trägt seine Heimspiele im Estadio Guillermo Plazas Alcid aus, das 1980 eröffnet wurde und 27.000 Zuschauern Platz bietet.

In Neiva wurden die Basketball-Südamerikameisterschaft 2010 und die Basketball-Amerikameisterschaft der Damen 2011 ausgetragen.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klimatabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neiva
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
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59
 
35
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212
 
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208
 
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22
 
 
142
 
32
22
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Neiva
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 32,9 33,0 35,3 34,2 32,6 33,0 33,8 34,5 34,6 32,6 31,5 32,0 Ø 33,3
Min. Temperatur (°C) 22,2 22,3 25,1 24,5 22,2 22,0 22,4 22,9 23,0 22,3 22,1 22,0 Ø 22,8
Niederschlag (mm) 110 107 124 148 109 50 44 30 59 212 208 142 Σ 1.343
Sonnenstunden (h/d) 6,4 5,5 5,0 4,9 5,4 5,6 5,7 5,4 5,5 5,4 5,5 6,1 Ø 5,5
Regentage (d) 6 8 10 11 10 5 5 3 5 12 13 10 Σ 98
Luftfeuchtigkeit (%) 68 68 68 72 70 67 61 57 58 68 74 74 Ø 67,1
T
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22,2
33,0
22,0
33,8
22,4
34,5
22,9
34,6
23,0
32,6
22,3
31,5
22,1
32,0
22,0
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Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neiva – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hochrechnung der Einwohnerzahlen von Kolumbien auf der offiziellen Seite vom DANE
  2. a b Informationen zur Geografie auf der Webseite der Gemeinde Neiva (spanisch)
  3. a b Vorstellung von Neiva auf der Webseite der Gemeinde (spanisch)
  4. a b Informationen zum Tourismus auf der Webseite der Gemeinde Neiva (spanisch)