Modane

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Modane
Wappen von Modane
Modane (Frankreich)
Modane
Staat Frankreich
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département (Nr.) Savoie (73)
Arrondissement Saint-Jean-de-Maurienne
Kanton Modane (Hauptort)
Gemeindeverband Haute Maurienne Vanoise
Koordinaten 45° 12′ N, 6° 40′ OKoordinaten: 45° 12′ N, 6° 40′ O
Höhe 1054–3560 m
Fläche 74,55 km²
Einwohner 3.077 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 41 Einw./km²
Postleitzahl 73500
INSEE-Code
Website www.modane.fr

Modane

Modane (italienisch Modana) ist eine französische Gemeinde mit 3.077 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Département Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Bekannt ist Modane durch das Wintersportresort Valfréjus.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Fluss Arc, der das Tal der Maurienne gebildet hat. Sie ist der letzte Ort vor den Mont-Cenis-Tunneln für den Bahn- und den Straßenverkehr und liegt wenige Kilometer vor dem Anstieg auf den Mont-Cenis-Pass, der wie die Tunnel nach Italien führt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modane gehörte im Mittelalter zur Grafschaft Savoyen, die 1720 im Königreich Sardinien aufging. Am 24. März 1860 wurde Savoyen und damit Modane an Frankreich abgetreten.

Der Bau des Mont-Cenis-Tunnel Eisenbahntunnels (Tunnels du Mont Cenis bzw. Tunnels du Fréjus) von 1857 bis 1871, dessen nördliches Portal in Modane liegt, hat den Ort stark geprägt und die Bevölkerungszahl stark anwachsen lassen. Während der Bauzeit waren etwa 800 Arbeiter im Ort, der damals 1.203 Einwohner (1860) hatte, einquartiert. 1901 war die Bevölkerung auf 2.603 Einwohner angestiegen.[1]

Als 1968 mit dem Bau des Mont-Cenis-Straßentunnels begonnen wurde, hatte die Gemeinde 5.500 Einwohner. Der Tunnel wurde 1980 eröffnet.

Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zentrum der Ortschaft gab es um 1892 einen mit einer Decauvillebahn zur Trocknung von Zirbelkieferzapfen erschlossenen, befestigten Platz.[2] Die umgangssprachlich Zirbelnüsse genannten Samen dienten der Produktion von Lebensmitteln sowie Spirituosen wie Zirbenlikör und Zirbenschnaps.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modane liegt an der Mont-Cenis-Bahn und ist Grenzbahnhof für den Schienenverkehr zwischen Italien und Frankreich. Hier hält der zweimal täglich pro Richtung verkehrende TGV zwischen Paris und Mailand. Ferner befindet sich in Modane neben dem Bahntunnel das Südportal des Mont-Cenis-Straßentunnels am Ende der Autoroute A 43. Sie führt im Tunnel als N 566 bis zur Grenze und dort als italienische T4 (Traforo 4) bis zum Beginn der Autostrada A32 nach Turin.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Fort du Replaton (erbaut 1894)
  • La Maison penchée
  • Fort Saint-Gobain

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modane hat Partnerschaft geschlossen mit der Gemeinde Bardonecchia am anderen Ende des Mont-Cenis-Tunnels in der italienischen Region Piemont sowie mit Ohmden am Rand der Metropolregion Stuttgart in Baden-Württemberg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte Modanes; Site der École Jules Ferry, Modane
  2. Ch. Kuss: Sécherie de Modane. In: Série de Modane classée dans l’ordre numérique des photographies. 14. Juni 1888 – 24. Juni 1963.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Modane – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien