Modane

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Modane
Modane (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département (Nr.) Savoie (73)
Arrondissement Saint-Jean-de-Maurienne
Kanton Modane (Hauptort)
Gemeindeverband Haute Maurienne Vanoise
Koordinaten 45° 12′ N, 6° 40′ OKoordinaten: 45° 12′ N, 6° 40′ O
Höhe 1054–3560 m
Fläche 71,04 km²
Einwohner 3.075 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 43 Einw./km²
Postleitzahl 73500
INSEE-Code
Website www.modane.fr

Modane

Modane (italienisch Modana) ist eine französische Gemeinde mit 3.075 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Bekannt ist Modane durch das Wintersportresort Valfréjus.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Fluss Arc, der das Tal der Maurienne gebildet hat, zwischen den Nachbarorten Fourneaux und Avrieux. Sie ist der letzte Ort vor dem Mont-Cenis-Eisenbahntunnel und liegt wenige Kilometer vor dem Anstieg auf den Mont-Cenis-Pass. Die Einfahrt zum Fréjus-Straßentunnel liegt ebenfalls im Gemeindegebiet, der Verkehr führt jedoch am Ort vorbei.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modane gehörte im Mittelalter zur Grafschaft Savoyen, die 1720 im Königreich Sardinien aufging. Am 24. März 1860 wurde Savoyen und damit Modane an Frankreich abgetreten.

Der Bau des Mont-Cenis-Eisenbahntunnels von 1857 bis 1871, dessen nördliches Portal in Modane liegt, hat den Ort stark geprägt und die Bevölkerungszahl stark anwachsen lassen. Während der Bauzeit waren etwa 800 Arbeiter im Ort einquartiert, der im Jahr 1860 1.203 Einwohner hatte. 1901 war die Bevölkerung auf 2.603 Einwohner angestiegen.[1]

Als 1968 mit dem Bau des 1980 eröffneten Fréjus-Tunnels begonnen wurde, hatte die Gemeinde 5.500 Einwohner.

Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zentrum der Ortschaft gab es um 1892 einen mit einer Decauvillebahn zur Trocknung von Zirbelkieferzapfen erschlossenen, befestigten Platz.[2] Die umgangssprachlich Zirbelnüsse genannten Samen dienten der Produktion von Lebensmitteln sowie Spirituosen wie Zirbenlikör und Zirbenschnaps.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Modane verbindet die Bahnstrecken Culoz–Modane und Modane–Turin und ist Grenzbahnhof für den Schienenverkehr zwischen Italien und Frankreich. Hier hält der zweimal täglich pro Richtung verkehrende TGV zwischen Paris und Mailand. Die Autoroute A 43 streift Modane am südlichen Talhang und tritt dort in den Fréjus-Tunnel ein, von wo an sie als N 566 bis zur Grenze und dort als italienische T4 (Traforo 4) bis zum Beginn der Autostrada A32 nach Turin weiterführt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Fort du Replaton (erbaut 1894)
  • La Maison penchée
  • Fort Saint-Gobain

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modane hat Partnerschaft geschlossen mit der Gemeinde Bardonecchia am anderen Ende der beiden Tunnel in der italienischen Region Piemont sowie mit Ohmden am Rand der Metropolregion Stuttgart in Baden-Württemberg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte Modanes; Site der École Jules Ferry, Modane
  2. Ch. Kuss: Sécherie de Modane. In: Série de Modane classée dans l’ordre numérique des photographies. 14. Juni 1888 – 24. Juni 1963.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Modane – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien