Hamburger Abendblatt

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Hamburger Abendblatt
Hamburger-abendblatt-schriftzug.svg
Beschreibung Hamburger Tageszeitung
Verlag Zeitungsgruppe Hamburg GmbH[1]
Erstausgabe 14. Oktober 1948
Erscheinungsweise Montag bis Sonnabend
Verkaufte Auflage 163.187[2] Exemplare
(IVW 1/2019, Mo–Sa)
Reichweite 0,50 Mio. Leser
(MA 2017 II)
Chefredakteur Lars Haider
Geschäftsführer Claas Schmedtje
Weblink abendblatt.de
Artikelarchiv 1948 ff.
ISSN (Print)

Das Hamburger Abendblatt ist eine Hamburger Tageszeitung der Funke Mediengruppe, die montags bis sonnabends erscheint. Die verkaufte Auflage beträgt mit der Bergedorfer Zeitung zusammen 163.187 Exemplare, ein Minus von 47,2 Prozent seit 1998.[3]

Der redaktionelle Schwerpunkt liegt auf Meldungen aus Hamburg und dem Umland. Für den Bezirk Harburg, die Kreise Pinneberg und Stormarn sowie die Stadt Norderstedt werden Regionalbeilagen produziert und in den entsprechenden Teilauflagen mitverkauft.

Abendblatt-Autoren haben mehrere Journalistenpreise gewonnen, darunter den Theodor-Wolff-Preis (Jan Haarmeyer, Barbara Hardinghaus, Miriam Opresnik, Özlem Topçu), den Wächterpreis der deutschen Tagespresse (Christian Denso, Marion Girke) und den Deutschen Reporterpreis (Volker ter Haseborg, Antje Windmann). Außerdem wurde das Abendblatt mehrmals mit dem Deutschen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet.

Immer sonnabends erscheint die Kolumne Die Woche im Rathaus, in der das Tagesgeschäft im Hamburger Rathaus analysiert und kommentiert wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Marke der zwischen 2006 und 2007 erschienenen „Sonntags“-Zeitung
Eingang des bis 2015 genutzten Verlagsgebäudes an der Caffamacherreihe

Vier Hamburger Zeitungen hatten zuvor das Wort „Abendblatt“ im Titel, darunter auch ein Hamburger Abendblatt, das am 2. Mai 1820 gegründet worden war. Abgesehen von der Namensgleichheit stehen diese aber in keinem Zusammenhang mit dem heutigen Abendblatt, das nach dem Zweiten Weltkrieg von Axel Springer gegründet wurde und über sechzig Jahre lang im Springer-Verlag erschien.

Am 14. Oktober 1948 wurde das erste Abendblatt mit einer Auflage von 60.000 Stück herausgegeben. Axel Springer hatte dafür vom Hamburger Senat unter Bürgermeister Max Brauer eine Lizenz erhalten. Das Abendblatt war somit die erste Tageszeitung Deutschlands, die eine „deutsche“ Lizenz erhielt und nicht von den alliierten Stellen lizenziert wurde. Seit der Gründung wird ein Zitat des Hamburger Dichters Gorch Fock „Mit der Heimat im Herzen die Welt umfassen“ als Wahlspruch verwendet. Nach einem halben Jahr konnten bereits täglich 170.000 Exemplare gedruckt werden.

Vom Oktober 2006 bis Februar 2007 gab es auch eine Sonntagsausgabe, die als Abwehrmaßnahme gegen eine ab 5. November 2006 herausgegebene Sonntagsausgabe der Hamburger Morgenpost anzusehen war. Aufgrund der mangelnden Resonanz wurde die Sonntagsedition bald eingestellt und offiziell als „Markttest“ deklariert. Schon in den 1950er Jahren gab es eine Sonntagsausgabe des Hamburger Abendblattes, die aber nach kurzer Zeit zur Bild am Sonntag wurde.

Seit 2009 sind regionale Inhalte der Internetseite des Abendblattes kostenpflichtig.

Am 26. Oktober 2012 gab die Axel Springer AG bekannt, dass die Redaktion des Hamburger Abendblattes noch vor dem Jahresende mit denen der Zeitungen Die Welt und Berliner Morgenpost eine Redaktionsgemeinschaft bildet. Das Hamburger Abendblatt bezog anschließend seine überregionalen Inhalte von der Welt und erstellte die Lokalteile von Welt, Welt am Sonntag und Welt kompakt.[4]

Zum 1. Mai 2014 veräußerte die Axel Springer SE das Hamburger Abendblatt zusammen mit der Berliner Morgenpost und einigen Zeitschriftentiteln an die Funke Mediengruppe.[5] Bis zum 30. April 2015 wurde das Abendblatt weiterhin von der Welt mit Inhalten beliefert, seitdem bezieht es die überregionalen Inhalte von der Funke Zentralredaktion.[6] Im April 2015 zog das Hamburger Abendblatt von der Caffamacherreihe an den Großen Burstah.[7]

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2014 wird die Auflage gemeinsam mit der Bergedorfer Zeitung ausgewiesen, deren letzte gesonderte Auflagenmeldung sich auf 15.595 Exemplare belief. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 47,2 Prozent gesunken. Sie beträgt gegenwärtig 163.187 Exemplare.[8] Das entspricht einem Rückgang von 145.932 Stück. Damit liegt das Hamburger Abendblatt vor der lokalen Konkurrenz von Bild Hamburg ()[9] und Hamburger Morgenpost (52.180).[10] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 73,8 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[11]

Entwicklung der verkauften Auflage[12]

Hamburger Abendblatt plus Bergedorfer Zeitung

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Redakteure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chefredakteure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Daniel A. Gossel: Die Hamburger Presse nach dem Zweiten Weltkrieg. Neuanfang unter britischer Besatzungsherrschaft. Hamburg 1993, ISBN 3-923356-53-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Impressum. In: abendblatt.de. 31. März 2015, abgerufen am 15. Juli 2017.
  2. Einschließlich Bergedorfer Zeitung
  3. laut IVW, erstes Quartal 2019, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  4. Georg Altrogge: Welt-Titel und Abendblatt rücken zusammen. In: meedia.de. 26. Oktober 2012, abgerufen am 15. Juli 2017.
  5. Uwe Mantel: Funke übernimmt Springer-Titel zum 1. Mai. In: DWDL.de. 30. April 2014, abgerufen am 24. Mai 2015.
  6. Jan Hauser: Funke baut Zentralredaktion mit Jörg Quoos auf. In: blogs.faz.net. 27. Januar 2015, abgerufen am 15. Juli 2017.
  7. Das Hamburger Abendblatt ist „endlich angekommen“ frankoniaeurobau.de, 8. April 2015
  8. laut IVW, erstes Quartal 2019, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  9. laut IVW, erstes Quartal 2019, (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  10. laut IVW, erstes Quartal 2019, Mo–Sa/So (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  11. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  12. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  13. Dagmar Albrecht (Hrsg.): Heute in Marienwerder. Ein Stadtteilbuch über verschiedene Leute, historische Sehenswürdigkeiten, Umwelt und Natur. Selbstverlag, Hannover-Marienwerder 1992, S. 199
  14. Claus Strunz wird Geschäftsführer TV- und Videoproduktionen bei Axel Springer / Lars Haider neuer Chefredakteur beim Hamburger Abendblatt. In: Pressemitteilungen der Axel Springer SE. 19. Mai 2011, abgerufen am 15. Juli 2017.