Türkische Republik Nordzypern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Nordzypern)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Türkische Republik Nordzypern
Kuzey Kıbrıs Türk Cumhuriyeti
Flagge der Türkischen Republik Nordzypern
Wappen der Türkischen Republik Nordzypern
Flagge Wappen
De‑facto‑Regime, Gebiet
ist völkerrechtlich Teil von
Republik Zypern
Amtssprache Türkisch
Hauptstadt Lefkoşa (Nord-Nikosia)
Regierungsform Präsidentielle Demokratie mit Premierminister
Oberhaupt Staatspräsident Mustafa Akıncı
Regierungschef Ministerpräsident Hüseyin Özgürgün
Fläche 3.355 km²
Einwohnerzahl 294.906 (Volkszählung 2011)[1]
Bevölkerungsdichte 79 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt 4,3 Mrd US-Dollar[2]
Währung Türkische Lira
Gründung 15. November 1983
Nationalhymne İstiklâl Marşı
Nationalfeiertag 15. November
Zeitzone UTC +02:00
Internet-TLD .gov.nc.tr [3]
Telefonvorwahl +90 392 (unterhalb der Vorwahl der Türkei)
Libyen Ägypten Israel Jordanien Libanon Republik Zypern Türkische Republik Nordzypern Italien Syrien Griechenland Mazedonien Albanien Bulgarien Armenien Georgien Aserbaidschan Kuwait Türkei Iran Irak Saudi-Arabien]]
Über dieses Bild

Die Türkische Republik Nordzypern, kurz TRNZ oder vereinzelt TRNC, auch Nordzypern (Nord-Zypern), türkisch Kuzey Kıbrıs Türk Cumhuriyeti (KKTC), ist ein De-facto-Regime im Norden der Mittelmeerinsel Zypern, das von der internationalen Staatengemeinschaft mit Ausnahme der Türkei nicht als Staat anerkannt wird. De jure gehört das Gebiet zur Republik Zypern, deren Regierung seit 1963 ausschließlich aus Zyperngriechen besteht und seit der Besetzung des Nordens der Insel im Jahre 1974 durch die Türkischen Streitkräfte keine Hoheit über dieses Territorium mehr ausübt. Dennoch geht auch die EU von der Unteilbarkeit der Insel aus. Damit ist das Gebiet der Türkischen Republik Nordzypern ein Sondergebiet der Europäischen Union.[4][5]

Hauptstadt der Türkischen Republik Nordzypern ist Nord-Nikosia (türkisch Lefkoşa).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Zypern

Zypern ist die östlichste größere Insel des Mittelmeers. Insgesamt weist sie eine Fläche von 9251 km² auf, wovon die TRNZ 3355 km² umfasst. Die Entfernung zur Südküste des türkischen Festlandes beträgt etwa 75 km, zur Westküste Syriens ungefähr 95 km.

Die zur Küste hin abfallende, ansonsten schroffe Kette des Beşparmak (Pentadaktylos) durchzieht Zypern in west-östlicher Richtung parallel zur Nordküste. Die Küste setzt sich aus teils ausgedehnten Sand- und Kiesstränden sowie steil abfallenden Felsküsten, gesäumt mit kleinen Buchten, zusammen.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung besteht einerseits aus Zyperntürken, die seit Jahrhunderten auf der Insel leben und infolge des Zypernkonfliktes zum großen Teil ihre Heimatorte im Süden der Insel verlassen und in den Norden der Insel umsiedeln mussten, andererseits aus nach der Besetzung Nordzyperns durch die türkische Armee im Jahre 1974 und der Teilung der Insel vom türkischen Festland und vor allem aus Anatolien eingewanderten Türken. Die Anwesenheit der türkischen Armee und die Förderung der Ansiedlung von Festlandtürken werden von der internationalen Staatengemeinschaft kritisiert und sind nach dem Völkerrecht illegal.

Bei der Volkszählung 2006 lebten de facto 265.100, de jure 256.644 Einwohner, davon 178.031 Staatsbürger und 78.613 Ausländer, in der Türkischen Republik Nordzypern. Unter den Ausländern stellten Türken, die als Angestellte, Arbeiter oder Studenten an einer der sechs Universitäten dort lebten, mit 70.525 Einwohnern den größten Anteil.[6] Eine Volkszählung 2011 wies eine De-facto-Bevölkerung von 294.906 und eine De-jure-Bevölkerung von 286.257 Einwohnern aus.[7]

Die vor der Teilung der Insel im Jahre 1974 im Norden lebenden Zyperngriechen wurden zum größten Teil vertrieben und leben heute zumeist im Süden der Insel. Kleinere Minderheiten bilden auf der Halbinsel Karpas im Nordosten der Insel vor allem in Dipkarpaz verbliebene Zyperngriechen sowie syrisch-aramäische Maroniten.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die türkischsprachige Bevölkerung besteht zu etwa 99 % aus sunnitischen Muslimen.[8] Der Rest besteht aus Christen (Kirche von Zypern, Erzeparchie Zypern) und einigen Juden.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulsystem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schulsystem in der TRNZ kann in vier Abschnitte unterteilt werden:

  • Vorschulbildung: zwischen dem fünften und dem sechsten Lebensjahr
  • Volksschulbildung: zwischen dem sechsten und dem elften Lebensjahr (verpflichtend)
  • Hauptschulbildung in zwei Abschnitten:
    • Erster Abschnitt: Hauptschule (orta okul): zwischen dem 12. und dem 14. Lebensjahr (verpflichtend)
    • Zweiter Abschnitt: Gymnasium (lise): zwischen dem 15. und dem 17. Lebensjahr
  • Hochschulbildung

Hochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der TRNZ gibt es insgesamt fünf Universitäten, zwei Zweigstellen türkischer Universitäten und eine staatliche Akademie. Von den fünf Universitäten ist eine staatlich und vier sind privat.

Zwischen 2014 und 2015 waren rund 70.000 Studenten an Universitäten in der Türkischen Republik Nordzypern eingeschrieben.[9]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte Zyperns und Zypernkonflikt

Am 16. August 1960 wurde Zypern auf der Grundlage des Zürcher und Londoner Abkommens zwischen Großbritannien, Griechenland, der Türkei und den Repräsentanten der griechischen und der türkischen Volksgruppen Zyperns (1959) unabhängig, Großbritannien behielt allerdings die Militärbasen Akrotiri und Dhekelia. Die griechische und türkischsprachige Volksgruppe sollten gleichberechtigt sein. In der Verfassung wurden der türkischen Volksgruppe feste Repräsentationsrechte eingeräumt. Insbesondere dem Vizepräsidenten, der stets von zyperntürkischer Seite gestellt werden sollte, wurden umfassende Vetorechte eingeräumt. Großbritannien, Griechenland und die Türkei sollten gemäß dem Londoner Garantievertrag von 1959 als Garantiemächte fungieren.

Nachdem die zyperngriechische Seite mit einer Verfassungsänderung versucht hatte, das Vetorecht des (zyperngriechischen) Präsidenten und des (zyperntürkischen) Vizepräsidenten aufzuheben, kam es 1963/1964 zwischen Zyperntürken und Zyperngriechen zu einem bewaffneten Konflikt, der erst durch eine Intervention von UN-Truppen beendet wurde. In der Folge kam es zu einer zunehmenden räumlichen Segregation der beiden Volksgruppen. Die Mehrheit der zyperntürkischen Bevölkerung drängte sich in Enklaven zusammen. Politisch wollten zyperngriechische Nationalisten den Anschluss Zyperns an Griechenland (Enosis), zyperntürkische Nationalisten die Teilung der Insel in zwei Teile (Taksim) erreichen.

Denkmal und Soldatenfriedhof für die in der „Operation Atilla“ gefallenen türkischen Soldaten

Am 15. Juli 1974 unterstützte die Militärjunta in Griechenland einen Putschversuch zyperngriechischer Offiziere gegen Präsident Makarios. Dieser Putsch hatte den Anschluss Zyperns an Griechenland zum Ziel. Die Türkei nahm dies zum Anlass, unter Berufung auf den Londoner Garantievertrag von 1959 militärisch zu intervenieren: Türkische Streitkräfte besetzten am 20. Juli 1974 im Rahmen der „Friedensoperation Zypern“ (Kıbrıs Barış Harekâtı) den Norden der Insel. Zur Rechtfertigung berief sich die Türkei auf ihren Status als Garantiemacht. 162.000 Zyperngriechen, die mit insgesamt 506.000 Bewohnern 79 % der Inselbevölkerung stellten, wurden aus dem nun besetzten Teil Zyperns vertrieben oder flüchteten während der Besetzung, eine kleine Minderheit verblieb auf der Halbinsel Karpas (Rizokarpaso), ebenso wie arabischsprachige Maroniten, 1500 gelten als vermisst. Anschließend mussten rund 48.000 Zyperntürken, die damals mit insgesamt 118.000 Bewohnern etwa 19 % der Inselbevölkerung ausmachten, den Süden der Insel verlassen.[10] Ihr Eigentum an Grund und Boden wurde registriert, um eine Rückgabe bei einer Rückkehr zu erleichtern. Laut Darstellung des türkischen Außenministeriums waren von den Umsiedlungen 120.000 Zyperngriechen und 65.000 Zyperntürken betroffen.[11]

Auf den 37 Prozent der Inselfläche, die von der türkischen Armee kontrolliert wurden, wurde am 13. Februar 1975 vom zyperntürkischen Politiker Rauf Denktaş der Türkische Föderativstaat von Zypern ausgerufen, der Teilstaat eines aus zwei Zonen bestehenden zukünftigen zyprischen Bundesstaates sein sollte. Eine solche Lösung wurde jedoch sowohl von der zyperngriechischen Seite als auch von der internationalen Staatengemeinschaft abgelehnt.[12]

Am 15. November 1983 rief das Parlament des Türkischen Föderativstaats von Zypern unter Berufung auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker die Unabhängigkeit aus.[13] Am 18. November 1983 erklärte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit 13 Stimmen gegen die Stimme Pakistans und bei Stimmenthaltung Jordaniens die Unabhängigkeitserklärung für rechtsungültig, da sie mit dem Vertrag über die Gründung der Republik Zypern und den damit zusammenhängenden Garantievertrag unvereinbar sei (Resolution 541).[14] Eine weitere Resolution (Resolution 550) zur Nichtanerkennung wurde am 13. Mai 1984 gegen die Stimme Pakistans und bei Stimmenthaltung der Vereinigten Staaten beschlossen.[15] Lediglich die Türkei akzeptierte das Selbstbestimmerungsrecht der Völker als rechtliche Grundlage für die Unabhängigkeitserklärung, während die Staaten des Sicherheitsrats dies überwiegend aus völkerrechtlichen Gründen, aber auch als Verstoß gegen die Zypern-Resolutionen der Generalversammlung der Vereinten Nationen ablehnten. Die Blockfreien sahen die Unabhängigkeitserklärung als Verstoß gegen ihre eigenen Erklärungen, weitere Bedenken betrafen die Angst um den Weltfrieden.[16] Außer von der Türkei wird die Türkische Republik Nordzypern von keinem Mitgliedstaat der Vereinten Nationen anerkannt.

Am 24. April 2004 stimmten in einer Volksabstimmung in der Türkischen Republik Nordzypern 65 Prozent für den Annan-Plan der UN, der die Wiedervereinigung der Insel zu einem Bundesstaat aus zwei Zonen vorsieht und somit einen gemeinsamen Beitritt in die EU ermöglichen sollte; im griechischen Südteil lehnte eine Mehrheit diesen Plan jedoch ab.

Nach dem EU-Beitritt der Republik Zypern am 1. Mai 2004 wurde die „Green Line“ – die demilitarisierte Zone zwischen beiden Landesteilen – nicht als EU-Außengrenze definiert. Dadurch wurde es möglich, dass Güter und vor allem Personen, insbesondere EU-Bürger, die über einen Hafen oder Flughafen des Nordens auf die Insel gekommen waren, erstmals die Grenze auch vom Norden in den Süden passieren konnten, was bisher vom Südteil nicht geduldet worden war. Damit blieb die EU bei ihrer Position, dass sie völkerrechtlich von der Aufnahme der Gesamtinsel ausgeht und den Norden als Bestandteil der Republik Zypern sieht.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Repräsentanz in London

Status[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Proklamation der Türkischen Republik Nordzypern am 15. November 1983 betrachtet sich diese als ein souveräner Staat, nachdem sie sich zuvor seit 1975 unter der Bezeichnung Türkischer Föderativstaat von Zypern als Teilstaat einer in Zukunft entstehenden zyprischen Föderation gesehen hatte. Sie wird jedoch bis heute nur von der Türkei als unabhängiger Staat anerkannt.

Seit der Militärintervention 1974 ist die türkische Armee in der Türkischen Republik Nordzypern präsent, zurzeit mit 36.000 Soldaten.[17] Die Vereinten Nationen haben in mehreren Resolutionen (541, 550, u. A.) die Besetzung des Nordteils Zyperns als illegal festgestellt und die Anerkennung der TRNZ durch die Türkei verurteilt.

Nach Ansicht der Staatengemeinschaft gehört das Gebiet zur Republik Zypern und demnach auch zur EU. Die alteingesessenen Zyperntürken, nicht jedoch die nach der Besetzung zugewanderten Siedler vom türkischen Festland, haben Anspruch auf die Staatsbürgerschaft der Republik Zypern und damit auch auf die Unionsbürgerschaft.

Nach Ansicht der UN und der EU soll Zypern im Rahmen eines friedlichen Prozesses wieder zu einem Staat vereinigt werden. Der Annan-Plan der UN zur Vereinigung Zypern zu einem Bundesstaat aus zwei Zonen, ist infolge der Ablehnung durch die Mehrheit der Zyperngriechen in der Volksabstimmung im Jahre 2004 vorläufig gescheitert.

Innenpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die TRNZ ist nach der Verfassung von 1985 eine präsidiale Republik. Der Präsident wird auf fünf Jahre direkt vom Volk gewählt. Amtsinhaber ist seit dem 30. April 2015 Mustafa Akıncı.

Die Versammlung der Republik (Cumhuriyet Meclisi) umfasst 50 Sitze und wird ebenfalls auf 5 Jahre gewählt. Stärkste Partei ist seit der Wahl am 28. Juli 2013 die Cumhuriyetçi Türk Partisi mit 21 Mandaten, die die Oppositionspartei bildet. Die Ulusal Birlik Partisi, die 18 Mandate besitzt, bildet eine Koalitionsregierung mit der Demokrat Parti, die 5 Mandate im Parlament besitzt. Regierungschef ist Ministerpräsident Hüseyin Özgürgün, Außenminister ist Tahsin Ertuğruloğlu.

Außenpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Türkische Republik Nordzypern hat den Status eines Beobachters in der Organisation für Islamische Zusammenarbeit.

In der Parlamentarischen Versammlung des Europarates ist die Türkische Republik Nordzypern unter dem Namen "Türkisch-Zyprische Gemeinschaft" als Beobachter mit 2 Sitzen vertreten. Diese werden aktuell durch Mehmet Çağlar (Cumhuriyetçi Türk Partisi) und Tahsin Ertuğruloğlu (Ulusal Birlik Partisi) belegt.

Militär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Währung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Türkische Republik Nordzypern benutzt als Währung die Türkische Lira. Obwohl die gemeinsame Euroeinführung mit der Republik Zypern scheiterte, wird der Euro als Mittel zur Förderung des innerzyprischen Handels und der Reduzierung der Abhängigkeit von der Türkei gesehen.[18] Mit der Verwendung des Euro auf beiden Seiten der Grenze wird dem wirtschaftlichen Aufschwung der Insel geholfen. Der Euro wird als Hilfe zur Wiedervereinigung und Festigung des Friedens gewertet. Die zyprischen Euromünzen, welche die griechische und die türkische Sprache verwenden, wurden so gestaltet, dass ein Bezug zu nur dem südlichen Teil der Insel vermieden wurde.[19] Im Oktober 2015 begannen die technischen Maßnahmen auf den Wechsel zum Euro. Der Euro soll binnen eines Jahres eingeführt werden und parallel zur Türkischen Lira genutzt werden können.[20]

Isolation und Handelsembargos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Türkische Republik Nordzypern ist international isoliert und kann nicht an internationalen Wettbewerben sowie am Welthandel teilnehmen. Nach dem Annan-Plan-Referendum versprach die EU die Isolationen und Handelsembargos aufzuheben, hielt ihr Versprechen aber nicht ein. Bis heute sind keine Direktflüge in die TRNZ möglich. Luftfahrzeuge sind gezwungen, eine Zwischenlandung in der Türkei vorzunehmen.[21]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Türkische Republik Nordzypern hat einen Flughafen, den Flughafen Ercan. Die Flugplätze Geçitkale und Pınarbaşı werden nur durch die Türkische Luftwaffe angeflogen.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die TRNZ ist in fünf administrative Distrikte (İlçe) unterteilt:

Städte in der TRNZ sind Değirmenlik, Dipkarpaz, Gazimağusa, Girne, Güzelyurt, İskele, Lapta, Lefke, Lefkoşa und Yeni Erenköy.

Innerhalb des Gebietes der TRNZ ist Lefkoşa die größte Stadt. Sie ist durch eine von den UNFICYP-Soldaten eingerichtete Pufferzone zweigeteilt. Während der Nordteil Lefkoşas von der TRNZ kontrolliert wird, wird der Südteil von der Republik Zypern verwaltet. Insgesamt gibt es 199 Ortschaften.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Islamisches Datum Türkischer Name Deutscher Name Anmerkungen
1. Januar Yılbaşı Neujahr Feier zum Anlass des ersten Tages des Jahres
23. April Ulusal Egemenlik ve Çocuk Bayramı Feiertag der Nationalen Souveränität und des Kindes Erinnerung an die Eröffnung der Nationalversammlung, Souveränität der Fundamente der Republik.
1. Mai Emek ve Dayanışma Günü Tag der Arbeit und Solidarität (Erster Mai)
19. Mai Atatürk’ü Anma, Gençlik ve Spor Bayramı Feiertag der Jugend, des Sports und an das Gedenken an Atatürk Erinnerung an Atatürks Ankunft in Samsun, Beginn des Befreiungskrieges
20. Juli 20 Temmuz Barış ve Özgürlük Bayramı Feiertag des Friedens und der Freiheit Feiertag zur Intervention der Türkischen Streitkräfte im Jahre 1974
1. August 1 Ağustos Toplumsal Direniş Bayramı Feiertag des sozialen Widerstands Feiertag zur Gründung der Türk Mukavemet Teşkilatı und der Streitkräfte der Türkischen Republik Nordzypern
30. August Zafer Bayramı Feiertag der Befreiung Erinnerung an den entscheidenden Sieg des „Başkomutanlık Meydan Savaşı“ im türkischen Befreiungskrieg
beweglich* 1. bis 3. Schawwal
(10. Monat)
Ramazan Bayramı Fest des Fastenbrechens Abschluss des Fastenmonats Ramadan
29. Oktober Türkiye Cumhuriyet Bayramı Feiertag der Republik Türkei Nationalfeiertag, Erinnerung an die Ausrufung der Republik Türkei durch Atatürk im Jahre 1923
15. November KKTC Cumhuriyet Bayramı Feiertag der Republik Nordzypern Nationalfeiertag, Erinnerung an die Ausrufung der Republik Nordzypern durch Rauf Denktaş im Jahre 1983
beweglich* 10. bis 13. Dhu l-hiddscha
(12. Monat)
Kurban Bayramı Opferfest Höchster sunnitischer Feiertag, Gedenken an den Propheten Ibrahim, der bereit war, seinen Sohn Ismail an Allah zu opfern (siehe auch Opferung Isaaks).

* Das Datum dieser Feiertage ergibt sich aus dem islamischen Kalender, das entsprechende Datum des Gregorianischen Kalenders ist in jedem Jahr ein anderes. Bezogen auf den islamischen Kalender sind die Feiertage jedoch nicht beweglich.

Feiertage nach dem Gregorianischen Kalender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Fest des Fastenbrechens Opferfest
2009 20.–22. September 27.–30. November
2010 9.–11. September 16.–19. November
2011 30. August–1. September 6.–9. November
2012 19.–21. August 25.–28. Oktober
2013 8.–10. August 15.–18. Oktober
2014 28.–30. Juli 4.–7. Oktober
2015 17.–19. Juli 23.–26. September
2016 5.−7. Juli 12.−15. September

Postwesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da der Weltpostverein die Republik Nordzypern nicht als eigenen Staat anerkennt, werden Briefe, die an Adressen in der TRNZ adressiert sind, als „nicht zustellbar“ an den Absender zurückgeschickt. Dieses Problem wird umgangen, indem Briefe an Adressaten in Nordzypern über eine Postleitzahl in der türkischen Hafenstadt Mersin geleitet werden.[22]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Portal: Zypern – Überblick über vorhandene Artikel, Möglichkeiten zur Mitarbeit

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter-Jürgen Albrecht: Nord-Zypern, Ein Reisebuch. Havellia-Verlag, Berlin 1995.
  • Stefan Talmon: Kollektive Nichtanerkennung illegaler Staaten. Grundlagen und Rechtsfolgen einer international koordinierten Sanktion, dargestellt am Beispiel der Türkischen Republik Nord-Zypern (= Jus publicum. Band 154). Mohr Siebeck, Tübingen 2006
  • Md Ataur Rahman Biswas: The Cyprus Issue: Reflection on TRNC, in: The Arts Faculty Journal 4 (2010/11) 137-146.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Türkische Republik Nordzypern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikimedia-Atlas: Türkische Republik Nordzypern – geographische und historische Karten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.devplan.org/Nufus-2011/nufus%20son_.pdf
  2. http://www.yhb.gov.tr/files/mayis_2012_eko_gs.pdf
  3. http://www.cm.gov.nc.tr/
  4. Süddeutsche Zeitung: Nordzypern beendet EU-Isolation, abgerufen am 4. Januar 2013
  5. Handelsblatt: Nach der verhinderten Wiedervereinigung: EU wird Nordzypern verstärkt helfen, abgerufen am 4. Januar 2013
  6. Ergebnisse der Volkszählung 2006 seitens der Devlet Planlama Örgütü („Staatliche Planungsorganisation“) der TRNC; eine detaillierte Analyse und Darstellung der Grundlagen: Mete Hatay: Is the Turkish Cypriot Population Shrinking. An Overview of the Ethno-Demography of Cyprus in the Light of the Preliminary Results of the 2006 Turkish-Cypriot Census. In: International Peace Research Institut, Oslo. Report. Heft 2, 2007 (PDF); zusammenfassend Ayla Gürel: Eigentums- und Bevölkerungsfragen im geteilten Zypern. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Heft 12, 2009, S. 17 (Online und PDF).
  7. Basın Bildirisi: KKTC Nüfus ve Konut Sayımı 2011 („Pressemitteilung: TRNC – Bevölkerung und Häuserbestand 2011“) der Devlet Planlama Örgütü („Staatliche Planungsorganisation“) der TRNC (türkisch).
  8. Boyle, Juliet; Sheen (1997), Freedom of religion and belief: a world report, Routledge, ISBN 0-415-15978-4
  9. [1], abgerufen am 28. Februar 2015
  10. Ronald Wellenreuther: Werdegang und Hintergründe der Zyprischen Volksgruppengespräche zwischen 1974 und 1993. In: Zeitschrift für Türkeistudien. 7. Jahrgang, Heft 1, 1994, S. 118; Ilse Dorothee Pautsch (Hrsg.): Akten zur auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1975. Band 1. R. Oldenbourg, München 2006, S. 1855 f.; Ayla Gürel: Eigentums- und Bevölkerungsfragen im geteilten Zypern. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Heft 12, 2009, S. 14 (Online und PDF).
  11. Kıbrıs Tarihçe („Geschichte Zypern“) auf der Website des Türkischen Außenministeriums (türkisch).
  12. Stefan Talmon: Kollektive Nichtanerkennung illegaler Staaten. Grundlagen und Rechtsfolgen einer international koordinierten Sanktion, dargestellt am Beispiel der Türkischen Republik Nord-Zypern (= Jus publicum. Band 154). Mohr Siebeck, Tübingen 2006, S. 45–48.
  13. Stefan Talmon: Kollektive Nichtanerkennung illegaler Staaten. Grundlagen und Rechtsfolgen einer international koordinierten Sanktion, dargestellt am Beispiel der Türkischen Republik Nord-Zypern (= Jus publicum. Band 154). Mohr Siebeck, Tübingen 2006, S. 48 f.; Egbert Jahn: Politische Streitfragen. Band 3: Internationale Politik. VS Verlag, Wiesbaden 2011, S.108 f.
  14. Stefan Talmon: Kollektive Nichtanerkennung illegaler Staaten. Grundlagen und Rechtsfolgen einer international koordinierten Sanktion, dargestellt am Beispiel der Türkischen Republik Nord-Zypern (= Jus publicum. Band 154). Mohr Siebeck, Tübingen 2006, S. 49 f.
  15. Stefan Talmon: Kollektive Nichtanerkennung illegaler Staaten. Grundlagen und Rechtsfolgen einer international koordinierten Sanktion, dargestellt am Beispiel der Türkischen Republik Nord-Zypern (= Jus publicum. Band 154). Mohr Siebeck, Tübingen 2006, S. 50 f.
  16. Stefan Talmon: Kollektive Nichtanerkennung illegaler Staaten. Grundlagen und Rechtsfolgen einer international koordinierten Sanktion, dargestellt am Beispiel der Türkischen Republik Nord-Zypern (= Jus publicum. Band 154). Mohr Siebeck, Tübingen 2006, S. 53–57.
  17. Länderinformation des österreichischen Verteidigungsministeriums.
  18. In north Cyprus, the Turkish lira is the official currency, but euro is embraced (Memento vom 8. Dezember 2008 im Internet Archive)
  19. Arrival of euro boosts Cyprus peace hopes
  20. http://www.haberturk.com/ekonomi/para/haber/1139557-kktc-tlden-euroya-gececek
  21. Bundestag lehnt Anerkennung Nordzyperns ab abgerufen am 15. Juli 2015
  22. Außenministerium der TRNZ, abgerufen am 20. Juni 2012

Koordinaten: 35° N, 34° O