Oberdolling

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberdolling
Oberdolling
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberdolling hervorgehoben
Koordinaten: 48° 50′ N, 11° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Eichstätt
Verwaltungs­gemeinschaft: Pförring
Höhe: 382 m ü. NHN
Fläche: 19,36 km2
Einwohner: 1289 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85129
Vorwahl: 08404
Kfz-Kennzeichen: EI
Gemeindeschlüssel: 09 1 76 150
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 1
85129 Oberdolling
Webpräsenz: www.oberdolling.de
Bürgermeister: Josef Lohr (CSU)
Lage der Gemeinde Oberdolling im Landkreis Eichstätt
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Über dieses Bild
Unterdolling
Pfarrkirche St. Georg in Oberdolling
Inneres der Pfarrkirche St. Georg in Oberdolling
Pfarrkirche St. Georg, Epitaphe des 17. Jahrhunderts
Oberdolling in der Juralandschaft
Oberdolling. Kupferstich von Michael Wening, 1701

Oberdolling ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Eichstätt und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Pförring.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberdolling liegt in der Region Ingolstadt in der Hallertau.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kösching, Altmannstein, Mindelstetten, Pförring, Vohburg, Großmehring

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren folgende Ortsteile: Oberdolling, Unterdolling, Hagenstetten, Harlanden, Weißendorf und Sankt Lorenzi.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gründung der Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das heutige Oberdolling wurde urkundlich erstmals 825/27 als „Tullinga“ erwähnt. Seit Beginn des 12. Jahrhunderts ist ein Ortsadel nachweisbar. Deren Burg (im 17. Jahrhundert „Schleckerstein“ genannt) lag am Südwestrand des Dorfes. 1339 war ihr Besitzer Ulrich von Mendorf. 1466 wurde der Ort in Ober- und Unterdolling geteilt. Nach der Zerstörung durch schwedische Truppen im Dreißigjährigen Krieg wurde die von einem Wassergraben umgebene Burg 1649 von den Ingolstädter Jesuiten neu aufgebaut; nach einem erneuten Brand 1931 wurde das Schloss nach historischem Vorbild wieder aufgebaut. 1693 erwarben die Freiherren von Hegnenberg gen. Dux Oberdolling und erhielten dies hinfort als bayerisches Lehen. 1904 erhielt der Ort Eisenbahnanschluss; die ehemalige Trasse (Im Jahre 1972 wurde der Personenverkehr eingestellt.) wird heute für den Schambachtalbahn-Radweg genutzt.

Oberdolling gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Vohburg des Kurfürstentums Bayern. Die Freiherren bzw. späteren Grafen von Hegnenberg-Dux besaßen hier eine offene Hofmark. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstanden mit den Gemeindeedikten von 1804 bzw. 1818 aus den Hofmarken Ober- und Unterdolling (erstmals 1466 erwähnt) eigenständige Gemeinden, die dem Landgericht Ingolstadt (dem späteren Landkreis) angehörten.

Kreiszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Eingemeindung Unterdollings wechselte Oberdolling am 1. Juli 1972 in den vergrößerten Landkreis Eichstätt.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Unterdolling eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0750 Einwohner
  • 1970: 0826 Einwohner
  • 1987: 0954 Einwohner
  • 1991: 1034 Einwohner
  • 1995: 1098 Einwohner
  • 2000: 1200 Einwohner
  • 2005: 1229 Einwohner
  • 2010: 1187 Einwohner
  • 2015: 1272 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Oberdolling hat zwölf Mitglieder.

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

  • Nach der Kommunalwahl 2014 ergab sich keine Änderung der Sitzverteilung.[4]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit dem 15. November 2004 Josef Lohr (* 1960) von der Christlich-Sozialen Union in Bayern. Er wurde zuletzt im März 2014 im Amt bestätigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche St. Georg ist ursprünglich ein frühgotischer Bau. 1895/97 wurde unter Pfarrer Andreas Bücherl ein neuromanischer Neubau hochgezogen. 1963 erfolgte eine Renovierung. Der Kirchturm von 1793 birgt einen römischen Grabstein. Ein frühgotisches Steinrelief aus dem 13. Jahrhundert ist in die rechte Chorraumwand neben der Tür zur Sakristei eingemauert.[5] In der Kirche finden sich Epitaphe des 17. und 18. Jahrhunderts.

Die Filialkirche St. Stephan in Unterdolling ist eine mittelalterliche Chorturmanlage.

Erwähnenswert ist auch das Schloss Oberdolling, ein dreigeschossiger Walmdachbau mit Eckerkertürmen.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Laurenzimarkt am zweiten Sonntag im August
  • Christkindlmarkt am dritten Advent

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 738.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 260.000 €. Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 218 und im Bereich Handel und Verkehr 53 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 409. Im verarbeitenden Gewerbe gab es neun Betriebe, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 34 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1087 ha, davon waren 1066 ha Ackerfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht der Gemeindekindergarten „St. Georg“, der 50 Kindergartenplätze anbietet.

Bedeutende Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Eichstätter Raum in Geschichte und Gegenwart, Eichstätt, 2. erweiterte Auflage 1984, S. 253 f.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Oberdolling in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 29. Dezember 2017
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 490.
  4. http://oberdolling.de/gemeinderat/
  5. Festschrift zum 100. Weihetag der Pfarrkirche St. Georg in Oberdolling am 20. April 1997, S. 30.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberdolling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien