Part-Time Scientists

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Part-Time Scientists

Rover Asimov Jr. R3 bei Fahrtests Ende April 2012 am Schlackenberg des Erzberg in Eisenerz, Österreich.
Missionsziel Erdmond
Aufbau
Trägerrakete Dnepr
Verlauf der Mission
Startdatum Ende 2016 (geplant)

Part-Time Scientists ist ein deutsches Forschungs- und Entwicklungsunternehmen im Bereich der Raumfahrt und das letzte verbleibende deutsche Team[1], das am Google Lunar X-Prize teilnimmt. Ziel des im Juni 2009 gegründeten Teams ist es, eine unbemannte Mondlandung durchzuführen, bei der zwei Rover in Reichweite zur Apollo 17 Landestelle abgesetzt werden, welche dann die Mondoberfläche und das Lunar Roving Vehicle erforschen sollen[2]. Anfang 2015 konnte das Team zwei Siege in den Kategorien "Mobility" und "Vision" und insgesamt $750.000 Preisgeld bei den sogenannten "Milestone Prizes" des GLXP erzielen.[3] Das Team gab im Frühjahr 2015 außerdem bekannt, die Audi AG als Hauptsponsor und Kooperationspartner gewonnen zu haben.[4] In Folge dieser Kooperation wurde 2016 auf der North American International Auto Show in Detroit der neue Roboter Prototyp mit dem Namen "Audi Lunar Quattro" vorgestellt.[5] Im Dezember 2014 wurde eine zusätzliche Payload für alternative Projekte im Abwurfcontainer des Rovers mit nun neu avisiertem Starttermin offeriert.[6]

Geplante Mission[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlauf und Missionsziel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landestelle von Apollo 17 und die weitere Umgebung (LROC-WAC)

Der Lander mit Rover wird mit einer Trägerrakete von der Erde in den Low Earth Orbit transportiert, Kurs Richtung Mond nehmen, in eine Mond-Umlaufbahn einschwingen und landen. Das Landegebiet soll in der Nähe der Landestelle von Apollo 17 sein. Ziel der Mission ist es, im Rahmen des Google Lunar X-Prize bis 2017 als Erster eine Sonde sicher auf dem Mond zu landen, mit einem Rover mindestens 500 m auf der Mondoberfläche zurückzulegen und Bilder und Videos zur Erde zu übertragen.

Trägerrakete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Trägerrakete soll eine russisch/ukrainische Dnepr dienen.[7]

Lander[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Lander-Prototyp namens Jules Verne R0 – benannt nach dem französischen Schriftsteller und Science-Fiction-Pionier Jules Verne – wurde im Dezember 2010 vorgestellt.[8] Am 14. Dezember 2014 verkündete Part-Time Scientists die Rekrutierung des studentischen Raumfahrtteams Space Team der Technischen Universität Wien zur weiteren Entwicklung des Landers.[9]

Rover[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prototypen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurden bisher vier Rover-Prototypen entwickelt und erfolgreich gebaut:

  • Asimov Jr. R1 – vorgestellt auf dem Chaos Communication Congress 26C3 in Berlin Ende Dezember 2009
  • Asimov Jr. R2 – vorgestellt auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung Berlin 2010
  • Asimov Jr. R0 – vorgestellt auf dem Chaos Communication Congress 27C3 in Berlin Ende Dezember 2010
  • Asimov Jr. R3 – vorgestellt auf dem Chaos Communication Congress 28C3 in Berlin Ende Dezember 2011
  • "Audi lunar Quattro" - vorgestellt auf dem Advertising Festival in Cannes im Juni 2015

Namensgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rover sind benannt nach dem bekannten russisch-amerikanischen Biochemiker und Science-Fiction-Schriftsteller Isaac Asimov. Prototypen, welche noch nicht weltraumtauglich sind, haben den Namenszusatz „Jr.“, zusätzlich sind die Prototypen nach Revision aufsteigend durchnummeriert. Bei dem Prototyp R0 handelt es sich hingegen um ein Mock-up zu Anschauungszwecken.

Part-Time Scientists und Part-Time-Scientists GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Part-Time-Scientists GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 2009
Sitz Berlin, Deutschland
Leitung Robert Böhme
Branche Raumfahrt
Website ptscientists.com

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Part-Time Scientists wurden 2009 gegründet, als sich bereits zehn Teams für den 2007 gestarteten Google Lunar X-Prize angemeldet hatten. Später wurde dann die Part-Time-Scientists GmbH gegründet. Am 23. Juni 2015 wurde auf dem Advertising Festival in Cannes eine Cooperation mit der Audi AG bekannt gegeben.[10] [11]

Partner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Angaben der Part-Time Scientists befinden sich unter ihren Partnern:[12]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Part-Time Scientists | Google Lunar XPRIZE. In: Google Lunar XPRIZE. Abgerufen am 29. März 2016.
  2. Inside Audi's wonderfully improbable project to put a rover on the Moon. In: The Verge. Abgerufen am 29. März 2016.
  3. Google Lunar XPrize Milestone Awards Announced. In: Space.com. Abgerufen am 29. März 2016.
  4. Audi Presskit. In: digital.audi-presskit.de. Abgerufen am 29. März 2016.
  5. Inside Audi's wonderfully improbable project to put a rover on the Moon. In: The Verge. Abgerufen am 29. März 2016.
  6. Aram Khalili: Lunar Rover Payload Opportunity. Part-Time Scientists, 15. Januar 2015, abgerufen am 18. März 2015.
  7. Christoph Seidler: Google-Lunar-X-Prize: Stresstest für All-Amateure. Spiegel Online, 21. Mai 2012, abgerufen am 21. Mai 2012.
  8. Amanda Stiles: Part Time Scientists: "Hell Yeah it's Rocket Science". Google Lunar X Prize, 7. Dezember 2010, abgerufen am 5. Mai 2012.
  9. Aram Khalili, Jan Luetke: T-7: Space Team Lander Cooperation. Part-Time Scientists, 17. Dezember 2014, abgerufen am 18. März 2015.
  10. http://ptscientists.com
  11. http://microsites.audi.com/mission-to-the-moon/de/
  12. Partners. Part-Time Scientists, abgerufen am 18. März 2015.
  13. Deutsche Hobby-Raumfahrer in privater Mission. Stern, 28. März 2012, abgerufen am 7. Mai 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]