Ronny Ackermann

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Ronny Ackermann Nordische Kombination
Ronny Ackermann beim Sommer-Grand-Prix 2004 in Steinbach-Hallenberg
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 16. Mai 1977
Geburtsort Bad SalzungenDDR
Größe 184 cm
Gewicht ca. 69 kg
Beruf Hauptfeldwebel bei der Bundeswehr
Karriere
Verein Rhöner WSV Dermbach
Status zurückgetreten
Karriereende 16. März 2011
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 3 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 4 × Gold 4 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Silber0 Salt Lake City 2002 Sprint
0Silber0 Salt Lake City 2002 Team
0Silber0 Turin 2006 Team
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
0Bronze0 Lahti 2001 Einzel
0Gold0 Val di Fiemme 2003 Einzel
0Silber0 Val di Fiemme 2003 Sprint
0Silber0 Val di Fiemme 2003 Team
0Gold0 Oberstdorf 2005 Einzel
0Gold0 Oberstdorf 2005 Sprint
0Silber0 Oberstdorf 2005 Team
0Gold0 Sapporo 2007 Einzel
0Silber0 Sapporo 2007 Team
0Silber0 Liberec 2009 Team
Platzierungen im Weltcup
 Debüt im Weltcup 28. November 1997
in Rovaniemi
 Weltcupsiege 28
 Gesamtweltcup 1. (2001/02, 2002/03,
     2007/08)
 Sprintweltcup 1. (2001/02, 2002/03,
     2007/08)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzel 15 6 13
 Sprint 12 15 10
 Massenstart 1 4 1
 

Ronny Ackermann (* 16. Mai 1977 in Bad Salzungen) ist ein ehemaliger deutscher Nordischer Kombinierer und seit Ende 2011 deren Bundestrainer.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit fünf Jahren lernte Ronny Ackermann das Skilaufen in seinem Heimatort Unteralba, mit sieben kam das Skispringen hinzu. Im Alter von zwölf Jahren wechselte er an das Oberhofer Sportgymnasium. Nach seinem Abitur trat Ackermann in die Sportfördergruppe der Bundeswehr in Oberhof ein und startete für den WSV Oberhof 05. Seit Juli 2004 startete er für den Rhöner WSV Dermbach. Seine konstanten Spitzenleistungen im Skispringen und im Skilanglauf machten ihn zum vielleicht besten deutschen Kombinierer und zu einem der erfolgreichsten Nordischen Kombinierer weltweit. Bis November 2008 erreichte er 28 Weltcupsiege. Sein Markenzeichen waren die früher meist rot gefärbten Haare.

Ackermann gewann in der Saison 2001/2002 den Gesamtweltcup (Rang 3 in Oslo am 16. März bedeuteten den ersten Gesamt-Weltcupsieg eines Deutschen seit 16 Jahren, als Hermann Weinbuch siegreich gewesen war; am Ende hatte der Oberhofer 2.110 Punkte und damit 124 Zähler Vorsprung auf Vorjahressieger Felix Gottwald) und konnte diesen Titel in der Saison 2002/2003 souverän verteidigen. Des Weiteren wurde er 2003 mit der Holmenkollen-Medaille geehrt.

In den beiden folgenden Weltcupwintern 2003/2004 und 2004/2005 musste Ackermann zwar im Gesamtweltcup dem laufstarken Finnen Hannu Manninen den Vortritt lassen, avancierte jedoch zum Star der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2005 in Oberstdorf, als er sowohl im Einzel als auch im Sprint Weltmeister wurde. Am Ende des Jahres 2005 wurde er zudem zu Deutschlands Sportler des Jahres gewählt.

Die beiden nächsten Jahre verliefen für Ackermann eher enttäuschend. Umso überraschender wurde der Deutsche bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2007 in Sapporo wieder Weltmeister im Einzel. Mit drei Titeln in Folge ist Ackermann auf dieser Strecke Rekordtitelträger.

Wegen großer Trainingsrückstände nach einer Virusinfektion und zwei Trainingsstürzen legte Ackermann seit Januar 2010 zunächst eine längere Wettkampfpause ein und verzichtete auch auf die Olympischen Spiele 2010. Im März 2011 gab er schließlich sein endgültiges Karriereende bekannt. Seit Ende 2011 ist Ronny Ackermann Bundestrainer im Stab unter dem leitenden Bundestrainer Hermann Weinbuch der Nordischen Kombinierer im Deutschen Skiverband (DSV). Er ist dabei für das Skispringen zuständig.[1]

Größte Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 28 Weltcupsiege
  • 2000 Deutscher Meister - Sprint
  • 2000 Deutscher Vize-Meister - Einzel
  • 2001 Bronzemedaille - Sprint - Weltmeisterschaft - Lahti
  • 2001 2. Platz - Gesamtweltcup
  • 2001 Deutscher Meister - Einzel
  • 2001 Deutscher Meister - Sprint
  • 2002 Silbermedaille - Sprint - Olympische Winterspiele - Salt Lake City
  • 2002 Silbermedaille - Staffel - Olympische Winterspiele - Salt Lake City
  • 2002 Deutscher Meister - Einzel
  • 2002 Deutscher Vize-Meister - Sprint
  • 2002 Gesamtweltcupsieger
  • 2002 Sprintweltcupsieger
  • 2003 Weltmeister Nordische Kombination - Einzel - Val di Fiemme
  • 2003 Vize-Weltmeister - Sprint - Weltmeisterschaft - Val di Fiemme
  • 2003 Vize-Weltmeister - Staffel - Weltmeisterschaft - Val di Fiemme
  • 2003 Gesamtweltcupsieger
  • 2003 Sprintweltcupsieger
  • 2003 Deutscher Meister - Einzel
  • 2003 Deutscher Meister - Sprint
  • 2004 2. Platz - Gesamtweltcup
  • 2005 Weltmeister Nordische Kombination - Einzel & Sprint - Oberstdorf
  • 2005 Vizeweltmeister Nordische Kombination - Staffel - Oberstdorf
  • 2006 Silbermedaille - Nordische Kombination - Staffel- Olympische Winterspiele - Turin
  • 2007 Weltmeister Nordische Kombination - Einzel - Sapporo
  • 2007 Vizeweltmeister Nordische Kombination - Staffel - Sapporo
  • 2008 Gesamtweltcupsieger

Einzelweltcupsiege:

Datum Ort Disziplin
9. Dezember 1999 FinnlandFinnland Vuokatti Gunderson
5. Januar 2001 DeutschlandDeutschland Reit im Winkl Sprint
10. Februar 2001 TschechienTschechien Liberec Gunderson
23. November 2001 FinnlandFinnland Kuopio Gunderson
25. November 2001 FinnlandFinnland Kuopio Sprint
18. Dezember 2001 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Steamboat Springs Sprint
3. Januar 2002 DeutschlandDeutschland Reit im Winkl Sprint
18. Januar 2002 TschechienTschechien Liberec Sprint
15. März 2002 NorwegenNorwegen Oslo Gunderson
22. Januar 2003 JapanJapan Hakuba Gunderson
25. Januar 2003 JapanJapan Sapporo Massenstart
9. März 2003 NorwegenNorwegen Oslo Sprint
14. März 2003 FinnlandFinnland Lahti Gunderson
29. November 2003 FinnlandFinnland Kuusamo Gunderson
30. November 2003 FinnlandFinnland Kuusamo Sprint
6. Dezember 2003 NorwegenNorwegen Trondheim Sprint
12. Dezember 2003 ItalienItalien Val di Fiemme Sprint
30. Dezember 2003 DeutschlandDeutschland Oberhof Gunderson
22. Februar 2004 TschechienTschechien Liberec Gunderson
29. Februar 2004 NorwegenNorwegen Oslo Gunderson
27. November 2004 FinnlandFinnland Kuusamo Gunderson
4. Dezember 2004 NorwegenNorwegen Trondheim Gunderson
5. Dezember 2004 NorwegenNorwegen Trondheim Sprint
2. Januar 2005 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Sprint
30. November 2007 FinnlandFinnland Kuusamo Gunderson
12. Januar 2008 ItalienItalien Val di Fiemme Gunderson
20. Januar 2008 DeutschlandDeutschland Klingenthal Sprint
29. November 2008 FinnlandFinnland Kuusamo Gunderson

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ronny Ackermann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sebastian Krause: DSV-Coach Ackermann: Der Star ist der Trainer. In: Spiegel Online. 9. März 2012, abgerufen am 23. Januar 2017.
  2. 12. Sportbericht der Bundesregierung an den Bundestag - Drucksache VI/2152 - Seite 67, .... die Aushändigung des Silbernen Lorbeerblattes an die Medaillengewinner der Olympischen Spiele und der Paralypics von Turin erfolgte am 26. April 2006 ...