Saint-Maximin-la-Sainte-Baume

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Saint-Maximin-la-Sainte-Baume
Wappen von Saint-Maximin-la-Sainte-Baume
Saint-Maximin-la-Sainte-Baume (Frankreich)
Saint-Maximin-la-Sainte-Baume
Staat Frankreich
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département (Nr.) Var (83)
Arrondissement Brignoles
Kanton Saint-Maximin-la-Sainte-Baume (Hauptort)
Gemeindeverband Communauté de communes Sainte Baume-Mont Aurélien
Koordinaten 43° 27′ N, 5° 52′ OKoordinaten: 43° 27′ N, 5° 52′ O
Höhe 261–778 m
Fläche 64,69 km²
Einwohner 16.574 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 256 Einw./km²
Postleitzahl 83470
INSEE-Code
Website www.st-maximin.fr

Basilika Sainte-Marie-Madeleine in Saint-Maximin

Saint-Maximin-la-Sainte-Baume ist eine französische Gemeinde mit 16.574 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Département Var in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Sie ist Hauptort des gleichnamigen Kantons im Arrondissement Brignoles.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Maximin-la-Sainte-Baume liegt etwa 40 Kilometer nordöstlich von Marseille, in einem kleinen Becken, das vor Urzeiten der Boden eines Sees war, nahe den Quellen des Argens.

Geschichtliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter der Vichy-Regierung wurde März 1940 in St. Maximin ein Überwachungslager eingerichtet. Im September 1940 wurden dort militante "Extremisten", Gewerkschafter und Anarchisten untergebracht. Einer der Insassen war Célestin Freinet, der allerdings schon im Mai 1940 nach Cabanet (Ardèche/07) verlegt wurde, ein Lager für unerwünschte Franzosen[1]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Maximin-la-Sainte-Baume konnte im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts und insbesondere in den 1980er Jahren einen bemerkenswerten Bevölkerungszuwachs verzeichnen. Zwischen 1962 und 2006 hat sich die Einwohnerzahl mehr als verfünffacht.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2017
Einwohner 2755 3180 4013 5511 9504 12.402 14.183 16.433
Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Maximin ist vor allem durch die Basilika Ste-Marie-Madeleine bekannt, welche als größte gotische Kirche der Provence gilt. Hier befindet sich auch eine der größten Barockorgeln Frankreichs, die im Jahr 1773 von dem Mönch Isnard geschaffen wurde und Musikliebhaber aus aller Welt anzieht. Unter der Kathedrale in einer Gruft befindet sich angeblich das Grab von Maria Magdalena.

Neben der Basilika liegen der ebenfalls gotische Couvent Royal, ein ehemaliger Dominikanerkonvent aus dem 13. bis 15. Jahrhundert, und das barocke Rathaus von 1750.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt ist durch eine Städtepartnerschaft mit San Vincenzo in der Toskana (Italien) verbunden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Saint-Maximin-la-Sainte-Baume – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kock, Renate (Hrsg.) (2021): Célestin Freinet, Enfance - Kindheit. Hohengrehen, Schneiderverlag, S. 6/7