Sender Nottuln

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Sender Nottuln
WDR-Sender Münster-Baumberge
Sendemast mit Longinusturm unten rechts
Sendemast mit Longinusturm unten rechts
Basisdaten
Ort: Nottuln
Land: Nordrhein-Westfalen
Staat: Deutschland
Höhenlage: 178 m ü. NHN
Verwendung: Rundfunksender
Besitzer: Westdeutscher Rundfunk Köln
Daten des Mastes
Bauzeit: 2005
Bauherr: Westdeutscher Rundfunk
Baustoff: Stahl
Betriebszeit: seit 2005
Gesamthöhe: 181,2 m
Daten der Sendeanlage
Letzter Umbau: Juni 2007
Wellenbereich: UKW-Sender
Rundfunk: UKW-Rundfunk
Sendetypen: DVB-T, DAB
Positionskarte
Sender Nottuln (Nordrhein-Westfalen)
Sender Nottuln
Sender Nottuln
Koordinaten: 51° 57′ 54,1″ N, 7° 21′ 35,9″ O
alter und neuer Sendemast während der Umbauphase
alter Sender Nottuln (abgerissen)

Der Sender Nottuln, offiziell WDR-Sender Münster-Baumberge genannt, ist eine Einrichtung des Westdeutschen Rundfunks zur Versorgung des Münsterlandes mit Hörfunk- und Fernsehprogrammen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Sendemast wurde von Oktober 1951 bis Februar 1952 im Auftrag des Nordwestdeutschen Rundfunks ein 113 Meter hoher Rohrmast mit einer integrierten UKW-Antenne sowie einem provisorischen Sendehaus errichtet.[1] Am 22. März 1952 nahm der erste UKW-Sender seinen Betrieb mit dem Programm UKW West auf der Frequenz 92,1 MHz auf.[2] Im Jahre 1958 begannen die Planungen für die Fernsehversorgung des Münsterlandes. An dem Rohrmast wurde in einer Höhe von 87 Metern eine zusätzliche Antenne für das 1. Fernsehprogramm der ARD montiert. Am 15. November 1959 begann der Fernsehsendebetrieb auf dem UHF Kanal 25.

Weil der erste Mast die Antennen für das im Aufbau befindliche zweite und dritte Fernsehprogramm nicht tragen konnte, wurde 1961 ein 182 Meter hoher Stahlrohrmast errichtet, der in 70 Meter und 143 Meter Höhe abgespannt war.

Im Jahre 2005 wurde dieser Sendemast durch einen 181,2 Meter hohen, in drei Ebenen – und zwar in 47 Meter, 97 Meter und 147 Metern Höhe – abgespannten Stahlfachwerkmast mit quadratischem Querschnitt ersetzt, da der vorherige Mast sanierungsbedürftig war und für die bevorstehende Inbetriebnahme von DVB-T erhebliche Umbauten am alten Mast erforderlich gewesen wären. Der alte Rohrmast wurde nach der Errichtung des Stahlfachwerkmastes nach dem Jahr 2007 abgerissen.

Frequenzen und Programme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Analoger Hörfunk (UKW)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frequenz
(MHz)
Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP
(kW)
Antennen-
diagramm

rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
89,7 WDR 3 WDR_3___ D393 25 ND H
92,0 WDR 5 WDR_5___ D395 25 ND H
94,1 WDR 2 WDR_2_MS
WDR_2___
DA92 (regional),
D392
Münsterland 25 ND H
100,0 WDR 4 WDR_4___ D394 25 ND H
107,9 1 Live _1LIVE__ D391 25 ND H

Digitales Radio (DAB / DAB+)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DAB beziehungsweise der Nachfolgestandard DAB+ wird in vertikaler Polarisation und im Gleichwellenbetrieb mit anderen Sendern ausgestrahlt. Am 29. August 2012 erfolgte der Wechsel von DAB-Kanal 12D auf DAB-Kanal 11D. Über diesen wird derzeit das Multiplex Radio für NRW mit den Programmen des WDR sowie dem Domradio übertragen.

Block Programme
(Datendienste)
ERP
(kW)
Antennen- diagramm
rund (ND),
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
Gleichwellennetz (SFN)
11D
Radio für NRW
(D__00236)
DAB+-Multiplex des WDR/LfM: 10 ND V Aachen (Stolberg-Donnerberg), Arnsberg (Schloßberg), Bad Oeynhausen (P.Westf.-Wittekindsberg), Bonn (Venusberg), Dortmund (Florianturm), Düsseldorf (Rheinturm), Ederkopf (Oberste Henn), Eifel (Dahlem-Bärbelkreuz), Herford (Eggeberg), Gummersbach (Engelskirchen-Hohe Warte), Ibbenbüren (Blomenkamp), Kleve (Bresserberg), Köln (Kölnturm), Langenberg (Hordtberg), Münster (Nottuln-Baumberge), Nordhelle, Oelde (Mackenberg), Olsberg, Siegen (Giersberg), Stemwede (Arrenkamp), Teutoburger Wald (Bielstein), Wuppertal (Auf der Königshöhe)


Digitales Fernsehen (DVB-T / DVB-T2)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Münsterland erfolgt die Umstellung auf den DVB-T2-Standard mit HEVC Bildcodierung am 25. April 2018. Das private Programmangebot von Freenet TV wird ab diesem Zeitpunkt vom Fernmeldeturm Münster verbreitet.[3] Optional lassen sich zusätzliche im WDR-Angebot und bei Freenet TV connect als Verknüpfung enthaltene Programme über eine Internetverbindung wiedergeben, falls das Empfangsgerät HbbTV (ab Version 1.5) unterstützt (WDR via IP: ARD-alpha, BR FS Süd HD, hr-fernsehen HD, rbb Berlin HD).

Folgende DVB-T-Bouquets werden seit dem 12. Juni 2007 übertragen:[4]

Bouquet Programme Kanal Frequenz ERP / Polarisation
ARD Digital (WDR) 21 474 MHz 50 kW, vertikal
ARD regional (WDR) 45 666 MHz 50 kW, vertikal
ZDFmobil 59 778 MHz 50 kW, vertikal

Analoges Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Umstellung auf DVB-T am 12. Juni 2007 wurden folgende Programme in analogem PAL gesendet:

Kanal Frequenz
(MHz)
Programm ERP
(kW)
Sendediagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
21 471,25 ZDF 170 ND H
32 559,25 Das Erste (WDR) 500 ND H
45 663,25 WDR Fernsehen (Münster) 190 ND H

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sender Nottuln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Westfälische Nachrichten: 4680 Schrauben auf 96 Meter, 15. Dezember 1951
  2. Westfälische Nachrichten: Eine Woche Sender Münster, 29. März 1952
  3. Initiative DVB-T2 HD | Ausbauplanung (Stand: 09.11.2017)
  4. Münsterland: DVB-T Programmbelegung & technische Parameter. (PDF; 129 kB) 5. März 2007.