Soteriologie

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Soteriologie bezeichnet die Lehre von der Erlösung aller Menschen im christlichen Kontext. Sie ist im Lauf der Christentumsgeschichte unterschiedlich akzentuiert worden und setzt in der Regel die Sünde, den Menschen beziehungsweise das jeweilige Menschenbild und die Christologie zueinander in Beziehung. In der Regel kommt dabei das Gegensatzpaar des sündhaften Menschen und des von der Sünde erlösten Menschen zum Tragen, das sich je nach Akzentuierung stärker durch eine Gottestat, wie den stellvertretenden Sühnetod Jesu, oder durch eine Teilnahme des Menschen auszeichnet. Mit der Reformation kam es in dieser Frage zu einer Spaltung der Westkirche, wobei auf katholischer Seite stärker die Rolle des Menschen bei der Heilsfrage betont, während diese auf evangelischer Seite der evangelischen Kirche weitestgehend ausgeschlossen wurde.

Konzepte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fisch ist ein Symbol für Jesus Christus. Die Buchstaben des griechischen Wortes ΙΧΘΥΣ Ichthýs (Fisch) bilden als Akrostichon das Glaubensbekenntnis Jesus Christus, Sohn Gottes, Erlöser.
Bleiglasfenster von Wilhelm Schmitz-Steinkrüger in der Kirche St. Johannes Baptist (Nideggen), um 1952.
Eucharistische Fische, Wandmalerei aus der Calixtus-Katakombe, 2./3. Jahrhundert

Die Soteriologie ist kein eigenständiges, von anderen Bereichen unterscheidbares Teilgebiet der Dogmatik, sondern es haben sich im Laufe der Geschichte des Christentums eine Vielzahl soteriologischer Konzepte entwickelt. Hierbei entstanden enge Bezüge zur Gnadenlehre einschließlich ihrer Rechtfertigungstheologie sowie zur Eschatologie und Sündenlehre. In der Vielzahl liegt auch ein Grund für das beständige Erscheinen neuer Studien zu Einzelaspekten der Soteriologie in historischen Sichtweisen.[1]

Jesus stellt im Erlösungsgeschehen jenes Verhältnis der Menschen zu Gott wieder her, das die Sünde zerstört hatte: Als Sündenloser nimmt er die Sünde durch den Kreuzestod auf sich – sie wird mit ihm begraben und mit seiner Auferstehung überwunden (Röm 8,3 EU; Röm 4,25 EU)..[2]

In dieser Situation betont jedoch Karl Lehmann in einer im Jahr 1982 veröffentlichten Skizze zur inhaltlichen Bestimmung eines soteriologischen Kontinuums fünf verbindliche Elemente[3]:

  1. Ausgangsbasis: Sklaverei der Sünde
  2. Vollzugsform: Gottes Wirken in der Lebenshingabe Jesu Christi
  3. Wirkweise: "Für uns gekreuzigt"
  4. Ziel: Vergebung und Teilhabe an Gottes Leben
  5. Grund: Liebe und Erbarmen Gottes.

In einer ähnlichen Weise hatte Gustaf Aulén drei Motive hervorgehoben: Christus als Sieger über den Tod, als stellvertretend leidendes Opfer und als Beispiel für eine neue Lebensexistenz.[4]

Gisbert Greshake entwirft schließlich eine Typologie der Soteriologie mit ihrer zweitausendjährigen Geschichte in bislang drei Epochen, die jeweils diese Kennzeichen tragen[5][6]:

  1. In der Patristik dominierte eine christliche Paideia mit Jesus Christus als göttlichem Erzieher (Christus victor).
  2. Das Mittelalter kannte als eine zentrale Perspektive die Idee einer Erlösung als innere Begnadung des Einzelnen (Christus victima).
  3. Die Neuzeit, die vorerst letzte Epoche, wird geprägt durch den Leitgedanken einer Erlösung als inneres Moment neuzeitlicher Subjektivität (Christus exemplar).

Für die Gegenwart beobachtet Dorothea Sattler daher ein verstärktes Bemühen, zwischen der Biografieforschung und der Theologie einen Zusammenhang herzustellen, der die soteriologische und eschatologische Dimension eines Lebens betrachtet.[7]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Patristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altartafel mit den vier lateinischen Kirchenvätern, Kloster Bordesholm

Die Patristik, die eine lange Tradition hat, beschreibt, erforscht und bewertet die literarisch-theologischen Leistungen der Kirchenväter.[8]

In den ersten Jahrhunderten der christlichen Zeitrechnung stand die Inkarnation Gottes in Jesus im Vordergrund soteriologischer Schriften und auch Auseinandersetzungen.

Origenes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der griechische Kirchenvater Origenes (ca. 185 - ca. 254) entwickelte über das Sühneopfer Jesu („Die Bezahlung für die Sünden der Welt durch seinen Tod am Kreuz“[9]) eine sogenannte »Lösegeld-Theorie«, die Robert Tillman Kendall[10] so zusammenfasste:

„Der Tod Christi war das an Satan gezahlte Lösegeld.

  1. Satan kreuzigte Jesus, aber in Wirklichkeit war es nichts anderes, als dass Gott den Teufel »mit List dazu brachte«, genau dies zu tun.
  2. Satan hatte durch den Sündenfall bestimmte Rechte über den Menschen erworben; von daher gehören alle Sünder aufgrund ihrer Sünde Satan.
  3. Mit dem Tod Christi bezahlte Gott den Preis für die Auslösung der Sünder.
  4. Satan akzeptierte Jesus als Lösegeld für die Sünder, aber er konnte ihn nicht festhalten.
  5. Am Ostersonntag stand Jesus siegreich von den Toten auf, sodass Satan schließlich weder seine ursprünglichen Gefangenen noch das für sie bezahlte Lösegeld besaß.“
Robert T. Kendall: Theologie leicht gemacht[11]

Athanasius[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Arianischen Streites setzte sich Athanasius (um 298–373), einer der bedeutendsten Theologen der Alten Kirche, für die Trinität ein.[12][6]

Seine Versöhnungslehre beinhaltete folgendes:

„Indem der Mensch durch seinen Ungehorsam die Gemeinschaft mit Gott gebrochen hat, hat er sich selbst von der Quelle des Lebens abgeschnitten und ist dem Tod verfallen. Das ewige Schöpferwort Gottes (Joh 1,1 EU ff.), das eins ist mit allen Geschöpfen, wurde in Christus Mensch und hat stellvertretend den Tod für die Menschen erlitten und damit die Macht des Todes gebrochen, um durch seine Auferstehung die Toten zu neuem Leben zu erwecken. Das neue Leben schließt auch Vergebung der Schuld ein. Die Menschen müssen zwar hinfort noch sterben, aber der Tod ist nun nicht mehr die Strafe für die Sünde und damit Verdammnis und Schrecken, sondern der Weg zur Auferstehung. Die Lehre des Athanasius gipfelt in der Aussage: Gott wurde Mensch, damit wir Menschen vergöttlicht werden.“

– Evangelischer Erwachsenen Katechismus[13]

Augustinus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem lateinischen Kirchenvater Augustinus von Hippo (354–430) zufolge vermittelt die Taufe ein Heil, das anderweitig – etwa durch theoretisches Nachdenken und gute Lebensführung – nicht erreichbar ist, da die menschliche Natur korrumpiert sei. Das ist ein mit dem theologischen Begriff der Erbsünde interpretierter Zustand.

Augustin lehnte die zuvor als Konsens feststellbare Mitwirkung des Menschen am Heil durch gute Taten und Beachtung der Gebote ab und fokussierte die eigene Soteriologie auf die Theologie des Paulus. Demgegenüber fokussierte er den von Sünde beeinflussten Menschen und traute ihm nicht zu, sich an die Gebote zu halten oder gute Taten zu tun, ihm fehle es an der Fähigkeit zum freien Willen und demnach auch die Möglichkeit zur Hinwendung zum Guten, was wiederum im Umkehrschluss bedeutet, dass er dazu gezwungen ist, zu sündigen. Damit sieht er nicht nur das Vollbringen von Werken sondern auch deren Wollen als etwas an, das allein göttlichem Willen zuzuschreiben ist.[14] Der Glaube und die damit einhergehende Möglichkeit zur Hinwendung Gottes und Einhaltung der Gebote sind deshalb allein Gott anzurechnen.[15]

Durch diese starke Abhängigkeit des Willens und der Taten des Menschen durch das Glaubensgeschenk durch Gott wird in späten Werken Augustins die Prädestinationslehre zum Kriterium gemacht, wodurch die Soteriologie in ihr aufgeht. „Einige Sünder erwählt Gott zum Heil (partikularer Heilswille), die Masse der Sünder verfällt seinem Gericht.“[16]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anselm von Canterbury[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über eine breite Wirkungsgeschichte, die weiterhin anhält, verfügt die Satisfaktionslehre Anselms von Canterbury (um 1033–1109), die er in seiner Schrift Cur deus homo (Warum wurde Gott Mensch?) entfaltet hat: Gott wurde Mensch, um so die einzig mögliche (weil einzig vor der Vernunft vertretbare) Weise der Erlösung des Menschengeschlechts Wirklichkeit werden zu lassen.[17]

Denn durch menschliche Sünden ist ein Verlust des ewigen Heils entstanden. Und dieser Verlust ist nur aufhebbar, indem Gott selbst Mensch wurde und in Jesus Christus, seinem Sohn, der ein Sühnopfer erleidet und dadurch die menschliche Schuld sühnt.[18] Anselm spricht von einer äußeren Ehre Gottes (gloria dei externa) und nicht von seiner persönlichen Ehre: Gottes eigene Ehre kann durch nichts, insbesondere nicht durch menschlichen Makel, angetastet werden.

Im EKL wird die Satisfaktionslehre so beschrieben:

Adams Ungehorsam gegenüber Gott ist eine Beleidigung einer unbegrenzten Ehre und Majestät, und kein endlich Handelnder kann diese unendliche Beschädigung oder Beleidigung wiedergutmachen. Gleichwohl muß es ein Mensch sein, der die Verletzung heilt, wenn Menschen versöhnt sein sollen. Deshalb muß Gott als ein Mensch handeln; weil Gottes Handlungen von unendlichem Wen oder Verdienst sind, werden sie die unendliche Beleidigung sühnen.“

Rowan Williams: Evangelisches Kirchenlexikon (EKL). Internationale theologische Enzyklopädie[19]

R. T. Kendall stellte folgende Übersicht zur Satisfaktionslehre Anselms zusammen:

„Die Sünde, eine unendliche Beleidigung Gottes, erforderte eine gleichermaßen unendliche Satisfaktion (Genugtuung, Sühne, Tilgung).

  1. Kein endliches Wesen, Mensch oder Engel, konnte solch eine Satisfaktion leisten.
  2. Es war notwendig, dass ein unendliches Wesen, nämlich Gott selbst, den Platz des Menschen einnimmt.
  3. Dies wurde durch den Tod des Gottmenschen[20] am Kreuz erfüllt.
  4. Durch den Tod Christi wurde der göttlichen Gerechtigkeit also vollkommen Genüge getan.
  5. Von daher war der Tod Christi nicht ein an den Teufel gezahltes Lösegeld, sondern eine an den Vater gezahlte Schuld.“
Robert T. Kendall: Theologie leicht gemacht[21]

Peter Abaelard[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die »Moraleffekt-Theorie« wurde von dem Scholastiker Peter Abaelard (1079-1142) entwickelt und soll erläutern wie die Erlösung erlangt werden kann, nämlich durch eine innere Umwandlung (Buße), die durch die Betrachtung der Liebe Gottes am Kreuz geschieht:

„Der Tod Christi hatte eine tiefgreifende Wirkung auf den Menschen.

  1. Wir betrachten die Liebe Gottes und sind überwältigt.
  2. Wir sind bewegt, Buße zu tun und ihn wiederzulieben.
  3. So sind wir durch den Tod Christi innerlich verwandelt.“
Robert T. Kendall: Theologie leicht gemacht[22]

Im EKL wird dieser Überblick über seine Theorie geboten:

„Er besteht darauf, daß das Kreuz Christi die uneingeschränkte Liebe Gottes zeige. Es gibt nichts, was Gott nicht tun oder erdulden will, um seine Liebe zu zeigen, und die Veränderung, die durch das Kreuz geschieht, ist eine Veränderung unserer Herzen. Nicht der Vater, sondern wir müssen durch Christi Tod überzeugt werden.“

Rowan Williams: Evangelisches Kirchenlexikon (EKL). Internationale theologische Enzyklopädie[23]

Thomas von Aquin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„In der Geschichte der S. hat die Bildersprache eine große Rolle gespielt. Alle soteriologischen Theorien enthalten spezifische Metaphern, wie sie immer schon im christl. Gottesdienst - und bereits im NT - zahlreich begegnen. Eine klassische soteriologische Erörterung der Wirkungen des Todes und der Auferstehung Christi, die Thomas von Aquin (1225-1274; Thomismus) in seiner Summa theologiae (III,49[24] und 53[25]) vorlegt, verwendet bewußt eine Vielzahl von Metaphern und läßt sich nicht auf eine einzige gültige Theorie einschränken. Das Ziel des Leidens und der Auferstehung wird hier deutlich als die Erhebung des Menschen zu vollkommener Gemeinschaft mit der Herrlichkeit Gottes bestimmt.“[26]

Reformation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin Luther[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reformator Martin Luther (1483-1546), schrieb 1529 in seinem Kleinen Katechismus zur Erlösung des Menschen von der Sünde, dem Tod und der Gewalt des Teufels durch Jesus Christus, den menschgewordenen Gott, die er mit seinem eigenen Blut erworben hat:

„Ich glaube, daß Jesus Christus, wahrhaftiger Gott vom Vater in Ewigkeit geboren und auch wahrhaftiger Mensch von der Jungfrau Maria geboren, sei mein Herr, der mich verlornen und verdammten Menschen erlöset hat, erworben, gewonnen von allen Sünden, vom Tode und von der Gewalt des Teufels; nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben; auf daß ich sein eigen sei und in seinem Reich unter ihm lebe und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit, gleichwie er ist auferstanden vom Tode, lebet und regieret in Ewigkeit.“

Dr. Martin Luther: Der Kleine Katechismus, Das zweite Hauptstück - Der Glaube, Der zweite Artikel - Von der Erlösung[27]

Philipp Melanchthon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Frage wie diese Erlösung, die Jesus Christus vollbracht hat, dem Menschen zugeeignet wird, wie also der Mensch die Vergebung der Sünden und damit die Gerechtigkeit, die vor Gott Bestand hat, erlangen und dadurch ins ewige Leben gelangen kann (auch: Rechtfertigung allein aus Gnaden durch den Glauben[28] genannt), bekannte Philipp Melanchthon[29] (1497-1560) im Augsburgischen Bekenntnis 1530:

„Weiter wird gelehrt, daß wir Vergebung der Sünde und Gerechtigkeit vor Gott nicht durch unser Verdienst, Werk und Genugtuung erlangen können, sondern daß wir Vergebung der Sünde bekommen und vor Gott gerecht werden aus Gnade um Christi willen durch den Glauben (gratis iustificentur propter Christum per fidem), [nämlich] wenn wir glauben, daß Christus für uns gelitten hat und daß uns um seinetwillen die Sünde vergeben, Gerechtigkeit und ewiges Leben geschenkt wird. Denn diesen Glauben will Gott als Gerechtigkeit, [die] vor ihm [gilt], ansehen und zurechnen, wie der Hl. Paulus zu den Römern im 3. und 4. [Kapitel] sagt.(Röm 3,21-28 LUT; Röm 4,1-8 LUT; Röm 4,23-25 LUT)“

Philipp Melanchthon: Das Augsburgische Bekenntnis - Artikel 4 - Von der Rechtfertigung[30]

Johannes Calvin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Reformator Johannes Calvin (1509-1564) kennt im Unterschied zu Martin Luther zusätzlich zu Luthers Rechtfertigung der Person[31] auch eine Rechtfertigung der Werke, so dass auch die bösen Werke („Missetaten“) des Sünders durch Christi Unschuld bedeckt und alles Schlechte an ihnen durch seine Reinheit begraben und somit nicht zugerechnet werden.[32]

Das EKL beschreibt diesen Sachverhalt so:

„Christus re-formiert die menschliche Natur in jeder Entwicklungsstufe (vgl. Irenaus), indem er dem Vater dient, ihn liebt und ihm in allen Lebenslagen Gehorsam erweist, selbst am Kreuz, an dem er die Schmerzen einer verdammten Seele erleidet, das Gefühl einer letzten Trennung von Gott. Durch die Vereinigung mit dem Leben des Auferstandenen und im Vertrauen, das der Hl. Geist schenkt, erhält der Mensch Anteil am Nutzen des Gehorsams Christi: Wir werden behandelt, als ob wir gehorsam wären, und damit in der Sohnschaft Jesu angenommen.“

Rowan Williams: Evangelisches Kirchenlexikon (EKL). Internationale theologische Enzyklopädie[33]

Weiter lehrte Calvin im Unterschied zu Luther eine doppelte Prädestination, d.h. dass alle Menschen vom Beginn der Schöpfung an entweder zum Heil oder zur Verdammnis vorherbestimmt seien.[34]

Verschiedene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Tode Martin Luthers im Jahr 1546 kam es zwischen den Anhängern Luthers („Gnesiolutheraner“) und den Anhängern Melanchthons („Philippisten“) zu Lehrstreitigkeiten. Die „Gnesiolutheraner“ wollten die ursprüngliche Lehre Luthers unverändert beibehalten, während die „Philippisten“ in gewissen Punkten zu Kompromissen mit dem Calvinismus und dem, durch das Konzil von Trient (1545-1563) und die Gegenreformation gestärkten, Katholizismus bereit waren. In den zwei Jahrzehnte andauernden Einigungsgesprächen engagierten sich besonders J. Andreä, M. Chemnitz, N. Selneccer und D. Chyträus. Im Jahr 1577 kam es zu einer „Formel der Einheit“, der „Formula concordiae“, auch „Konkordienformel“ genannt in der die Extrempositionen beider Parteien verurteilt wurden.[35] Über die Errettung, bzw. Erlangung der ewigen Seligkeit und des ewigen Lebens wurde folgendes gelehrt:

Die Gerechtigkeit Christi erlangen wir nur durch den Glauben, der Christus erfährt und ihm vertraut
3. Wir glauben, lehren und bekennen, daß allein der Glaube das Mittel und Werkzeug ist, durch das wir Christus und so in Christus diese Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, ergreifen, um deretwillen uns dieser »Glaube zur Gerechtigkeit angerechnet« wird, Röm 4.(Röm 4,5 LUT)
4. Wir glauben, lehren und bekennen, daß dieser Glaube nicht eine bloße Kenntnis der Historien von Christus ist, sondern eine solche Gabe Gottes, durch die wir Christus, unseren Erlöser, im Wort des Evangeliums recht erkennen und auf ihn vertrauen, daß wir allein um seines Gehorsams willen, aus Gnaden, Vergebung der Sünden haben, für fromm und gerecht von Gott dem Vater gehalten werden und ewig selig werden.“

– Konkordienformel - Artikel 3 - Von Gerechtigkeit des Glaubens vor Gott - Affirmativa[36]

Das Evangelium spricht um Christi willen, der die Strafe für die Sünde stellvertretend erlitten hat, die Vergebung zu
4. Das Evangelium aber ist eigentlich eine Lehre, die lehrt, was der Mensch glauben soll, der das Gesetz nicht gehalten hat und durch es verdammt wird, nämlich: daß Christus alle Sünde abgebüßt und [für sie] bezahlt hat, und daß er ihm ohne alle seine Verdienste Vergebung der Sünden, »Gerechtigkeit, die vor Gott gilt«,(Röm 1,17 LUT) und das ewige Leben erlangt und erworben hat.“

– Konkordienformel - Artikel 5 - Vom Gesetz und Evangelium - Affirmativa[37]

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adolf Schlatter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adolf Schlatter (1852-1938) zufolge lässt sich die Spannung zwischen der Gerechtigkeit Gottes, die einen Sünder nach dem Gesetz töten muss und seiner Gnade, die ihn leben lassen will, so lösen, daß die Erlösung des Sünders durch das Sterben und Auferstehen mit Jesus geschieht, indem er sich im Glauben an ihm fest bindet:

„Jesus hat nach des Vaters Willen das Rätsel gelöst, wie zugleich Gottes Recht in Kraft und der Sünder am Leben bleiben könnten, und die Lösung lautet in göttlicher Einfachheit: auferstehen! sterben zuerst um der Sünde willen, damit die Sünde gerichtet sei, aber auferstehen um der Gnade willen, damit wir Sünder leben durch ihn. Darum ging Jesus mit uns und für uns den Todesweg und ward nicht anders als in seinem Blut unser Gnadenthron. Er heiligte Gottes Recht an sich selbst bis in den Tod, und auf diesem gerechten Grund erbaut er die Gnade für uns. So verschafft uns Gott eine volle Rechtfertigung. Aller Zwiespalt, den Gottes Gesetz zwischen uns und Gott aufrichtet, ist beseitigt. Um deswillen, was Christus für uns tat, weil er für uns starb, steht Gottes Urteil nicht gegen uns, sondern für uns. Um deswillen behandelt er uns als die Gerechten, denen er alles gibt, was ein Gerechter empfangen kann. So führt Jesu Tod zu einem wunderbaren Ausgang: wir Sünder sind begnadigt, und Gott bricht doch seine Gerechtigkeit nicht dadurch, daß er die Bosheit unserer Sünde mißachtete. Wiederum: Gott ist gerecht und doch nicht wider uns, sondern für uns, und unserer Sünde wird nicht gedacht. Gott steht da als gerecht, und wir stehen auch da als gerecht, weil Christus für uns starb. Das gilt dem, der aus dem Glauben an Jesus ist, dem, der sein Geschick an Jesus bindet und kein anderes Gut kennt, als was ihm Jesus gibt. Ein solcher hängt am Glauben, hat im Glauben die Wurzel seines Lebens und erlangt alles, was ihm zuteil wird, aus dem Glauben heraus.“

Adolf Schlatter: Der Brief an die Römer[38]

Karl Barth[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Barths (1886-1968) neuzeitlicher Offenbarungstheorie zufolge hat sich Gott durch den Tod Jesu Christi offenbart und damit den Menschen von der Erbsünde erlöst. Durch ihn „wurde das Grundkerygma von der Erlösung durch Christus allein wieder zum Angelpunkt der Theologie im Kampf gegen die anderen Glaubens- und Heilsquellen des Neuprotestantismus und der liberalen Theologie. Die von K. Barth stammende erste These der Barmer Erklärung 1934 bekennt sich gegen die falschen Heilswege der Deutschen Christen mit Joh 14,6 EU und Joh 10,1.9 EU zu Jesus Christus als dem einzigen »Weg« zum »Vater« und der einzigen »Tür« zum Heil. »Jesus Christus ist« nach ihr »das eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben und Sterben zu vertrauen und zu gehorchen haben«.“[39] In seiner „Dogmatik im Grundriss“ schreibt er:

„Der Weg des Christen kommt her von der Vergebung der Sünden und führt hin zur Auferstehung des Fleisches und dem ewigen Leben. Dieses Woher und Wohin des Christenmenschen ist real und substantiell beschlossen an einem einzigen Ort. Dieser Ort ist die Mitte des zweiten Artikels: das Leiden und Handeln Jesu Christi.“

Karl Barth: Dogmatik im Grundriss[40]

Dietrich Bonhoeffer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), Mitglied der Bekennenden Kirche und als „Verschwörer“ des 20. Juli 1944 auf direkten Führerbefehl Hitlers am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg hingerichtet[41], lehrte im Predigerseminar Finkenwalde[42], dass der vor der Gerechtigkeit Gottes völlig sündige Mensch Anteil bekommen muss am Tod des Sohnes Gottes, der sein Fleisch am Kreuz hingegeben hat, damit der Mensch Gottes Gerechtigkeit teilhaftig wird. Dies geschehe nicht, indem er gerecht aus sich selbst heraus wird, sondern indem er sich im Glauben mit Jesu Tod am Kreuz eins macht:

„Gott selbst wird Mensch, er selbst nimmt unser Fleisch an in Jesus Christus, seinem Sohn, er trägt in seinem Leib unser Fleisch in den Tod am Kreuz. Gott tötet seinen Sohn, der unser Fleisch trägt, und mit seinem Sohn tötet er alles, was Fleisch ist auf Erden. Nun ist es offenbar, daß niemand gut ist denn der einige Gott, daß keiner gerecht ist, als Gott allein. Nun hat Gott den furchtbaren Beweis seiner eigenen Gerechtigkeit geführt (ἒνδειξις τῆς διακαιοσύνης αὐτοῦ[43] Röm 3,26 ELB) durch den Tod seines Sohnes. Gott mußte die ganze Menschheit in den Tod geben im Zornesgericht am Kreuz, damit Er allein gerecht sei. Gottes Gerechtigkeit ist offenbar im Tode Jesu Christi. Der Tod Jesu Christi ist der Ort, an dem Gott den gnädigen Beweis seiner Gerechtigkeit geführt, an dem von nun an allein Gottes Gerechtigkeit wohnt. Wer an diesem Tod teil bekommen könnte, bekäme damit auch teil an der Gerechtigkeit Gottes. Nun aber hat Christus unser Fleisch angenommen und an seinem Leib unsere Sünde ans Holz getragen (1 Petr 2,24 LUT). Was an ihm geschah, geschah an uns allen. Er nahm teil an unserem Leben und Sterben, so gewannen wir teil an seinem Leben und Sterben. Mußte Gottes Gerechtigkeit sich in Christi Tod erweisen, so sind wir mit ihm dort, wo Gottes Gerechtigkeit wohnt, an seinem Kreuz, denn er trug unser Fleisch. So gewinnen wir als die Getöteten teil an der Gerechtigkeit Gottes in Jesu Tod. Gottes eigene Gerechtigkeit, die uns Sünder tötet, ist im Tode Jesu seine Gerechtigkeit für uns. Indem im Tode Jesu Gottes Gerechtigkeit hergestellt ist, ist auch für uns, die wir im Tode Jesu eingeschlossen sind, Gottes Gerechtigkeit hergestellt. Gott erweist seine Gerechtigkeit „auf daß er allein gerecht sei und rechtfertige den, der aus dem Glauben an Jesus ist“ (Röm 3,26 ELB). Darin also besteht die Rechtfertigung des Sünders, daß Gott allein gerecht ist und er ganz und gar ungerecht, nicht daß er neben Gott auch noch gerecht sei. Jeder Wille, selbst auch gerecht zu sein, trennt uns ganz und gar von der Rechtfertigung durch die alleinige Rechtfertigung Gottes. Gott allein ist gerecht. Das wird im Kreuz erkannt als Urteil, das über uns als Sünder ergangen ist. Wer sich aber im Glauben im Tode Jesu im Kreuz findet, der empfängt dort, wo er als der Sünder zum Tode verurteilt ist, die Gerechtigkeit Gottes, die am Kreuz triumphiert. Der erfährt gerade als der, der niemals selbst gerecht sein kann und will, sondern der Gott ganz allein gerecht sein läßt, seine Rechtfertigung. Denn nicht anders kann der Mensch vor Gott recht fertig[44] gemacht sein, als in der Erkenntnis, daß Gott allein gerecht und er, der Mensch, ganz und gar Sünder sei. Die Frage, wie wir Sünder vor Gott gerecht sein können, ist im Grunde die Frage, wie Gott gegen uns allein gerecht sei. Unsere Rechtfertigung hat ihren Grund allein in der Rechtfertigung Gottes, „auf daß du (Gott) gerechtfertigt werdest in deinen Worten und den Sieg davon trägst, wenn du gerichtet wirst“ (Röm 3,4 ELB).“

Dietrich Bonhoeffer: Nachfolge[45]

Und so wie Jesus unser Fleisch ans Kreuz getragen hat, so sind die von ihm Erlösten, die ihm Nachfolgenden, zum Tragen ihres Kreuzes, der Last, die Gott für jeden festgelegt hat, bestimmt. Diese Last verwandelt sich dann in der Gemeinschaft mit Jesus in Freude:

„Gott ist ein Gott des Tragens. Der Sohn Gottes trug unser Fleisch, er trug darum das Kreuz, er trug alle unsere Sünden und schuf durch sein Tragen Versöhnung. So ist auch der Nachfolger zum Tragen berufen. Im Tragen besteht das Christsein. Wie Christus im Tragen die Gemeinschaft des Vaters bewahrt, so ist das Tragen des Nachfolgenden Gemeinschaft mit Christus. Der Mensch kann die ihm auferlegte Last auch abschütteln. Aber er wird damit nicht von der Last überhaupt frei, sondern er trägt nun eine viel schwerere, unerträglichere Last. Er trägt das selbstgewählte Joch seiner selbst. Jesus hat alle, die mit mancherlei Leiden und Lasten beladen sind, gerufen, ihr Joch abzuwerfen und sein Joch auf sich zu nehmen, das sanft, und seine Last, die leicht ist (Mt 11,30 LUT). Sein Joch und seine Last ist das Kreuz. Unter diesem Kreuz zu gehen ist nicht Elend und Verzweiflung, sondern Erquickung und Ruhe für die Seelen, ist höchste Freude. Hier gehen wir nicht mehr unter selbstgemachten Gesetzen und Lasten, sondern unter dem Joch dessen, der uns kennt und der selbst mit unter dem Joch geht. Unter seinem Joch sind wir seiner Nähe und Gemeinschaft gewiß. Er selbst ist es, den der Nachfolgende findet, wenn er sein Kreuz aufnimmt.“

Dietrich Bonhoeffer: Nachfolge[46]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Soteriologie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dorothea Sattler: Erlösung? Lehrbuch der Soteriologie. Herder, Freiburg im Breisgau 2011, S. 57f.
  2. Gerhard Ludwig Müller: Soteriologie. In: Wolfgang Beinert (Hrsg.): Lexikon der katholischen Dogmatik. Herder, Freiburg im Breisgau 1997, S. 469.
  3. Karl Lehmann: "Er wurde für uns gekreuzigt." Eine Skizze zur Neubesinnung in der Soteriologie. In: Theologische Quartalschrift Jg. 162 (1982), S. 303.
  4. Gustaf Aulén: Die drei Haupttypen des christlichen Versöhnungsgedankens. In: Zeitschrift für Systematische Theologie 8 (1931), S. 501–538
  5. Gisbert Greshake: Der Wandel der Erlösungsvorstellungen in der Theologie. In: Gisbert Greshake: Gottes Heil – Glück des Menschen. Theologische Perspektiven. Herder, Freiburg im Breisgau 1983, ISBN 3-451-19965-3, S. 52–78.
  6. a b Lothar Ullrich: Soteriologische Modelle. In: Wolfgang Beinert (Hrsg.): Lexikon der katholischen Dogmatik. Herder, Freiburg im Breisgau 1997, S. 475
  7. Dorothea Sattler: Erlösung? Lehrbuch der Soteriologie. Herder, Freiburg im Breisgau 2011, S. 55.
  8. Hans von Campenhausen: Griechische Kirchenväter. Kohlhammer, Stuttgart 1955; 3. Auflage 1961, S. 9.
  9. R. T. Kendall: Theologie leicht gemacht. Hänssler Verlag, Holzgerlingen 2002, ISBN 3-7751-3693-2, S. 196.
  10. amerik./engl. Theologe (* 13. Juli 1935 in Ashland, Kentucky), Absolvent der University of Louisville (M.A.) und der University of Oxford mit einem Doctor of Philosophy (Ph.D.), später war er von 1977-2002 Pastor an der Westminster Chapel in London
  11. R. T. Kendall: Theologie leicht gemacht. Hänssler Verlag, Holzgerlingen 2002, ISBN 3-7751-3693-2, A 1., S. 199.
  12. Dorothea Sattler: Erlösung? Lehrbuch der Soteriologie. Herder, Freiburg im Breisgau 2011, S. 63.
  13. Werner Jentsch, Hartmut Jetter, Manfred Kießig, Horst Reller - Vereinigte Evangelisch Lutherische Kirche Deutschlands (Hrsg.): Evangelischer Erwachsenen Katechismus. 2. Auflage. Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn, Gütersloh 1975, ISBN 3-579-04900-3, S. 396.
  14. Ekkehard Mühlenberg, Augustin, in: Religion in Geschichte und Gegenwart, 4. Auflage, 1998, Band 1, Sp. 959-967, hier: Sp. 965.
  15. Rochus Leonhardt, Grundinformation Dogmatik, 4. Auflage, Göttingen 2009, S. 315.
  16. Ekkehard Mühlenberg, Augustin, in: Religion in Geschichte und Gegenwart, 4. Auflage, 1998, Band 1, Sp. 959-967, hier: Sp. 966.
  17. Dorothea Sattler: Erlösung? Lehrbuch der Soteriologie. Herder, Freiburg im Breisgau 2011, S. 132f.
  18. „Die Hauptfrage drehte sich darum, weshalb Gott Mensch geworden, durch seinen Tod die Menschen zu erlösen, da er scheinbar wenigstens auch auf einem andern Wege zu gleichem Ziele gelangen konnte. Hinsichtlich dessen hast du nun in deiner Erwiderung durch viele und zwingende Belege dargethan, daß die Wiederherstellung der menschlichen Natur nicht unterbleiben sollte, daß dieselbe jedoch nicht anders erfolgen konnte, als indem der Mensch seine Sündenschuld Gott abtrug; eine Schuld, die freilich so groß war, daß, während nur der Mensch sie abtragen sollte, dennoch nur Gott sie abtragen konnte, weswegen der Zahlende Gott und Mensch zugleich sein mußte. Sohin war es unerläßlich, daß Gott menschliche Natur annahm und zwar diese mit der göttlichen zu persönlicher Einheit verbunden, damit, während in den Naturen ein Gegensatz sich herausstellte zwischen Abtragensollen und können, in der Person dieser Gegensatz sich ausgliche.“ Anselm von Canterbury: Warum Gott Mensch geworden (Cur deus homo) - Zweites Buch - Kapitel XVII. In: Zeno.org - Philosophie. Contumax GmbH & Co. KG, 1902, abgerufen am 28. März 2016.
  19. Rowan Williams: Evangelisches Kirchenlexikon (EKL). Internationale theologische Enzyklopädie. Hrsg.: Erwin Fahlbusch, Jan M Lochman, John Mbiti, Jaroslav Pelikan, Lukas Vischer. 3. Auflage. Band 4 S-Z. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1996, Soteriologie, S. 294.
  20. Fußnote: „zugleich Gott und Mensch in einer Person, gemeint ist Jesus“ R. T. Kendall: Theologie leicht gemacht. Hänssler Verlag, Holzgerlingen 2002, ISBN 3-7751-3693-2, S. 200.
  21. R. T. Kendall: Theologie leicht gemacht. Hänssler Verlag, Holzgerlingen 2002, ISBN 3-7751-3693-2, A 3., S. 200.
  22. R. T. Kendall: Theologie leicht gemacht. Hänssler Verlag, Holzgerlingen 2002, ISBN 3-7751-3693-2, A 2., S. 199.
  23. Rowan Williams: Evangelisches Kirchenlexikon (EKL). Internationale theologische Enzyklopädie. Hrsg.: Erwin Fahlbusch, Jan M Lochman, John Mbiti, Jaroslav Pelikan, Lukas Vischer. 3. Auflage. Band 4 S-Z. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1996, Soteriologie, S. 294.
  24. Thomas von Aquin: Summe der Theologie - Tertia Pars - Neunundvierzigstes Kapitel. Über die Wirkungen des Leidens Christi. In: Bibliothek der Kirchenväter. Gregor Emmenegger - Griechische Patristik und orientalische Sprachen - Miséricorde - Av. Europe 20 - CH-1700 Fribourg, 1. August 2012, abgerufen am 6. April 2016.
  25. Thomas von Aquin: Summe der Theologie - Tertia Pars - Dreiundfünfzigstes Kapitel. Über die Auferstehung Christi. In: Bibliothek der Kirchenväter. Gregor Emmenegger - Griechische Patristik und orientalische Sprachen - Miséricorde - Av. Europe 20 - CH-1700 Fribourg, 1. August 2012, abgerufen am 6. April 2016.
  26. Rowan Williams: Evangelisches Kirchenlexikon (EKL). Internationale theologische Enzyklopädie. Hrsg.: Erwin Fahlbusch, Jan M Lochman, John Mbiti, Jaroslav Pelikan, Lukas Vischer. 3. Auflage. Band 4 S-Z. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1996, Soteriologie, S. 293.
  27. VELKD: Unser Glaube - Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche. 3. Auflage. Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn, Gütersloh 1986, ISBN 3-579-01289-4, S. 544.
  28. Evangelisch-Lutherische Kirche in Italien: Die Rechtfertigung allein aus Gnaden durch den Glauben. In: Theologie. Abgerufen am 23. März 2016.
  29. VELKD: Unser Glaube - Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche. 3. Auflage. Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn, Gütersloh 1986, ISBN 3-579-01289-4, S. 51.
  30. VELKD: Unser Glaube - Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche. 3. Auflage. Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn, Gütersloh 1986, ISBN 3-579-01289-4, S. 62.
  31. „Wenn dagegen die Schrift von der Gerechtigkeit aus dem Glauben redet, so führt sie uns ganz anderswohin: nach ihrer Weisung sollen wir uns von dem Blick auf unsere eigenen Werke abwenden und allein auf Gottes Barmherzigkeit und Christi Vollkommenheit schauen. Die Ordnung der Rechtfertigung ist nämlich nach der Lehre der Schrift diese: von Anfang an läßt sich Gott aus lauter gnädiger Güte herab, den sündigen Menschen anzunehmen; er sieht dabei nichts an ihm, das ihn zur Barmherzigkeit bewegen könnte, als allein sein Elend. Er gewahrt, wie der Mensch gänzlich nackt und leer ist an guten Werken, aber dann nimmt er aus sich selbst die Ursache, ihm wohlzutun. Dann berührt er den Sünder selber mit dem Empfinden seiner Güte, damit er das Vertrauen auf seine eigenen Werke fahren läßt und sein ganzes Heil auf Gottes Barmherzigkeit gründet. Dies ist das Empfinden des Glaubens, durch den der Sünder in den Besitz seines Heils gelangt, indem er aus der Lehre des Evangeliums erkennt, daß er mit Gott versöhnt ist, da er durch das stellvertretende Eintreten der Gerechtigkeit Christi Vergebung der Sünden erlangt hat und dadurch gerechtfertigt ist, und indem er bedenkt, daß trotz seiner Wiedergeburt durch den Geist Gottes seine Gerechtigkeit immerfort nicht auf den guten Werken beruht, um die er sich müht, sondern allein auf Christi Gerechtigkeit.“ Johannes Calvin: Unsere Rechtfertigung nach dem Urteil der Schrift. In: Unterricht in der christlichen Religion, III,11,16 - Nach der letzten Ausg. übers. und bearb. von Otto Weber. Reformierter Bund in Deutschland, 1955, abgerufen am 6. April 2016.
  32. Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund SEK: Unterschied zu Luther. In: Johannes Calvin. Abgerufen am 23. März 2016.
  33. Rowan Williams: Evangelisches Kirchenlexikon (EKL). Internationale theologische Enzyklopädie. Hrsg.: Erwin Fahlbusch, Jan M Lochman, John Mbiti, Jaroslav Pelikan, Lukas Vischer. 3. Auflage. Band 4 S-Z. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1996, Soteriologie, S. 295.
  34. Burkhard Weitz: Calvin und die Prädestination - Hat Gott alles vorherbestimmt? In: Calvin.de - Calvin arbeitet - Systematiker. Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), 2015, abgerufen am 28. März 2016.
  35. VELKD: Unser Glaube - Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche. 3. Auflage. Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn, Gütersloh 1986, ISBN 3-579-01289-4, S. 773.
  36. VELKD: Unser Glaube - Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche. 3. Auflage. Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn, Gütersloh 1986, ISBN 3-579-01289-4, S. 792.
  37. VELKD: Unser Glaube - Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche. 3. Auflage. Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn, Gütersloh 1986, ISBN 3-579-01289-4, S. 804.
  38. Adolf Schlatter: Erläuterungen zum Neuen Testament - Der Brief an die Römer. Band 5. Evangelische Verlagsanstalt, Berlin 1952, Gott offenbart die Gerechtigkeit - Römer 3,25+26 ELB, S. 62.
  39. H. G. Pöhlmann: Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde. Hrsg.: Helmut Burkhardt, Uwe Swarat. R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, Zürich 1992, ISBN 3-417-24674-1, Erlösung - c) systematisch-theologisch, S. 524.
  40. Karl Barth: Dogmatik im Grundriss - im Anschluß an das apostolische Glaubensbekenntnis. W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 1947, 23. Die Vergebung der Sünden, S. 198.
  41. Oliver Ohmann: 70. Todestag - Dietrich Bonhoeffer: Theologe und Hitler-Gegner. In: BZ Berlin Online. B.Z. Ullstein GmbH, 10. April 2015, abgerufen am 10. April 2016.
  42. Prof. Dr. Claudia Lepp: Predigerseminar Finkenwalde. In: Widerstand?! Evangelische Christinnen und Christen im Nationalsozialismus. Forschungsstelle für Kirchliche Zeitgeschichte, Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 München, 10. April 2015, abgerufen am 10. April 2016.
  43. d.h. „Erweis/Aufzeigen seiner Gerechtigkeit“
  44. Bonhoeffer gebraucht „recht fertig“ es im Sinne von: „zurecht gebracht“ oder „gerechtfertigt“
  45. Dietrich Bonhoeffer: Nachfolge. In: Matin Kuske, Ilse Tödt (Hrsg.): Werke / Dierich Bonhoeffer. Bd. 4 (3. Aufl., 2002). 2. Auflage. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2005, ISBN 3-579-00455-7, Teil II: Die Kirche Jesu Christi und die Nachfolge - Die Heiligen, S. 271 f.
  46. Dietrich Bonhoeffer: Nachfolge. In: Matin Kuske, Ilse Tödt (Hrsg.): Werke / Dierich Bonhoeffer. Bd. 4 (3. Aufl., 2002). 2. Auflage. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2005, ISBN 3-579-00455-7, Teil I: Die Nachfolge und das Kreuz, S. 84.