Stöckse

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Stöckse
Stöckse
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Stöckse hervorgehoben
Koordinaten: 52° 38′ N, 9° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Nienburg/Weser
Samtgemeinde: Steimbke
Höhe: 45 m ü. NHN
Fläche: 38,56 km2
Einwohner: 1302 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 34 Einwohner je km2
Postleitzahl: 31638
Vorwahlen: 05026, 05021 (Führser Mühle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: NI
Gemeindeschlüssel: 03 2 56 031
Bürgermeister: Dieter Vehrenkamp (CDU)
Lage der Gemeinde Stöckse im Landkreis Nienburg/Weser
Steinhuder Meer Nordrhein-Westfalen Landkreis Diepholz Landkreis Oldenburg Landkreis Schaumburg Landkreis Heidekreis Landkreis Verden Region Hannover Balge Binnen Binnen Binnen Binnen Bücken Diepenau Drakenburg Estorf (Weser) Eystrup Eystrup Gandesbergen Hämelhausen Hämelhausen Haßbergen Haßbergen Hassel (Weser) Hassel (Weser) Heemsen Hilgermissen Hoya Hoyerhagen Husum (bei Nienburg) Landesbergen Leese Liebenau (Niedersachsen) Linsburg Linsburg Marklohe Nienburg/Weser Pennigsehl Raddestorf Rehburg-Loccum Rodewald Rohrsen Schweringen Steimbke Steyerberg Steyerberg Stöckse Stolzenau Uchte Warmsen Wietzen WarpeKarte
Über dieses Bild

Stöckse ist eine Gemeinde im Osten des Landkreises Nienburg/Weser und ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Steimbke in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stöckse liegt inmitten des Staatsforstes „Krähe“ zwischen Langendamm und Steimbke.

Stöckse gliedert sich in die Dörfer Stöckse und Wenden mit dem Ortsteil Lohe.

Eystrup Hämelsee Rethem (Aller) Eilte Hodenhagen
Haßbergen Heemsen Sonnenborstel Steimbke Schwarmstedt
Nienburg/Weser Langendamm Windrose klein.svg Wendenborstel Lutter
Estorf Linsburg Borstel Hagen Helstorf
Landesbergen Husum Steinhuder Meer Neustadt Resse

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste urkundliche Erwähnung zu Stöckse ist in der Güterverzeichnisliste des Klosterstifts Herford von 1180 zu finden. In alten Aufzeichnungen wurden für den Ort auch die Bezeichnungen Stockhausen, Stukenhausen, Stockheim, Stöcksen oder Stöxe benutzt.

Nach der Auflösung des Amtes Wölpe erfolgte 1859 die Zuordnung von Stöckse zum Amt Nienburg.

Am 1. März 1974 wurde die Nachbargemeinde Wenden eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Stöckse besteht aus elf Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 1001 und 2000 Einwohnern.[3] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[4]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
CDU 51,66 % 6
WG Stöckse 21,46 % 2
SPD 18,45 % 2
GRÜNE 8,40 % 1

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 77,35 %[4] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[5]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Dieter Vehrenkamp (CDU) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freilichtbühne Stöckse

In einem Waldstück im Ortskern von Stöckse liegt eine 1951 gegründete Freilichtbühne; sie bietet bis zu 700 Besuchern Platz. Dem Publikum werden Komödien und Schwänke in plattdeutscher Sprache, ein Kindertheater unter dem Motto „Kinder spielen für Kinder“ sowie Sonderveranstaltungen geboten. 1986 wurde der eingetragene Verein gegründet, der heute die Bühne betreibt; dieser trat im selben Jahr dem Verband Deutscher Freilichtbühnen (VDF) bei.
Alljährlich am zweiten Dezemberwochenende findet in der Alten Schule die Dörpwiehnacht statt, die ein Kinderweihnachtstheaterstück der Freilichtbühne sowie einen Weihnachtsmarkt umfasst.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In Stöckse liegt ein kleiner Waldsee, der Stöckser See, der für die Stöckser Bürger hohen Naherholungswert hat.
  • Im anliegenden Wald, wenige Schritte vom See entfernt ist der Giebichenstein, ein riesiger Findling aus der Eiszeit zu besichtigen.
  • Unmittelbar bei dem Riesenstein befindet sich das „Teufelsbett“, ein neolithisches Großsteingrab, welches seiner Decksteine beraubt wurde.
  • Des Weiteren steht in Stöckse die in Deutschland einzige noch erhaltene und restaurierte Kartoffeldämpfanlage. Seit Juni 2009 ist sie offizielles Kulturdenkmal.[7]
  • Die Bockwindmühle Ahrbecker kam 1870 nach Stöckse-Wenden und wurde vermutlich noch etwa 200 Jahre früher erbaut. Sie wurde 1930 stillgelegt und 2003 wieder in Betrieb genommen. Eine Besonderheit sind die drei Mahlwerke der Mühle. Seit 2007 trägt die Mühle den Namen „Martha“.[8]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Stöckse verlaufen die Kreisstraßen 3 und 5, nördlich des Ortes die Bundesstraße 214. Der nächste Bahnhof ist Linsburg an der Bahnstrecke Bremen–Hannover, fünf Kilometer südwestlich von Stöckse. Die Linie 40 von Regiobus Hannover verbindet das Dorf Stöckse mit der Kreisstadt Nienburg (Weser) und dem Bahnhof Nienburg (Weser). Die Linie 42 verbindet Lohe und Wenden mit den Bahnhöfen Linsburg und Nienburg (Weser).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stöckse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 199.
  3. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 27. März 2017.
  4. a b Gemeinde Stöckse – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2016, abgerufen am 27. März 2017.
  5. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. 12. September 2016, abgerufen am 27. März 2017.
  6. Gemeinderat Stöckse, abgerufen am 27. März 2017.
  7. Stöckser Kartoffeldämpfanlage
  8. Samtgemeinde Mittelweser: Faszination um alte Mühlen und Traktoren. 29. Mai 2007