Suhlendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Suhlendorf
Suhlendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Suhlendorf hervorgehoben

Koordinaten: 52° 56′ N, 10° 46′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Uelzen
Samtgemeinde: Rosche
Höhe: 62 m ü. NHN
Fläche: 61,06 km2
Einwohner: 2391 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner je km2
Postleitzahl: 29562
Vorwahl: 05820
Kfz-Kennzeichen: UE
Gemeindeschlüssel: 03 3 60 024
Gemeindegliederung: 14 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Lüchower Str. 15
29571 Rosche
Website: www.suhlendorf.de
Bürgermeister: Hans-Heinrich Weichsel (CDU)
Lage der Gemeinde Suhlendorf im Landkreis Uelzen
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Über dieses Bild

Suhlendorf (plattdeutsch: Suhlenderp) ist eine Gemeinde im östlichen Landkreis Uelzen, am Rand von Wendland und Drawehn, Niedersachsen.

Suhlendorf, Marienkirche, im August 2020

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Suhlendorf liegt in der Lüneburger Heide und ist ein Unterzentrum im Ostkreis Uelzen. Suhlendorf gehört zum Uelzener Becken sowie der Ilmenauniederung und liegt unmittelbar am Rand des Drawehns.[2] Der Ort befindet sich direkt an der Bundesstraße B71, zwischen Uelzen und Salzwedel. Die Hansestadt Uelzen ist etwa 16 Kilometer entfernt. Bis Salzwedel sind es etwa 30 Kilometer und bis zur Kreisstadt Lüchow (Wendland) etwa 31 Kilometer. Der nächste Bahnhof (Soltendieck) ist etwa fünf Kilometer entfernt mit Zugverbindungen nach Uelzen, Salzwedel, Stendal und Berlin. Die Gemeinde Suhlendorf gehört zur Samtgemeinde Rosche.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Suhlendorf gehören die Ortschaften und heutigen Ortsteile Batensen, Dallahn, Dalldorf, Groß Ellenberg, Klein Ellenberg, Grabau, Güstau, Kölau, Molbath, Nestau, Növenthien, Rassau, Schlieckau und Wellendorf sowie Klein Malchau und St. Omer.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Batensen, Dallahn, Dalldorf, Ellenberg, Grabau, Güstau, Kölau, Molbath, Nestau, Növenthien, Rassau, Schlieckau und Wellendorf eingegliedert.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Suhlendorf wurde als Zwelendorpe erstmals 1142 im Urkundenbuch der Bischöfe und des Domkapitels von Verden erwähnt.[4] Es gilt als sicher, dass an seiner Stelle früher eine (möglicherweise slawische) Siedlung bestand. Der Ortname entwickelte sich über Zuilendorpe (1289) und Sulendorf (1571). Möglicherweise war der Ort laut Schenkungsregister, das (angeblich) der Abt Saracho anfertigen ließ, eine Schenkung für das Kloster Corvey.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Suhlendorf setzt sich aus 13 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

CDU SPD Grüne FDP Gesamt
2016 8 3 1 1 13 Sitze
2011 7 (51,3 %) 4 (29,2 %) 2 (13,9 %) 0 (5,5 %) 13 Sitze[6]

Letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 [7]

Bürgermeister/Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenamtlicher Bürgermeister ist Hans-Heinrich Weichsel (CDU). Die Gemeindeverwaltung befindet sich in der Schulstraße 2.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In rot ein silberner spitzbedachter Wehrturm, unten mit goldenem Schild, darin eine schwarze Wildsau über einer schwarzen Suhle.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Suhlendorf ist Sitz einer evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde (Kirchenkreis Uelzen, Sprengel Lüneburg). Derzeitige Pastorin der Suhlendorfer Marienkirche ist Stephanie Arnheim.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mühle
Handwerksmuseum in Suhlendorf

Im Handwerksmuseum wird in verschiedenen Gebäuden die Werk- und Arbeitsstätten von Schuhmacher, Töpfer, Schmied, Stellmacher, Sattler und Polsterer dargestellt. Das Museum liegt auf dem Mühlenberg in der Nähe vom ehemaligen Standort der Suhlendorfer Bockwindmühle.[8]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard Madaus (1890–1942), Mediziner und Industrieller, geboren in Nestau
  • Horst Hrubesch (* 1951), ehemaliger Fußballprofi und nun Trainer verschiedener deutscher Jugend-Nationalmannschaften, lebte bis 2015 auf einem Anwesen in Klein Ellenberg bei Suhlendorf.
  • Wilhelm Beindorf (1887–1969), deutscher Maler, in Suhlendorf geboren
  • Suhlendorf, alter Marktplatz, mit Kriegerdenkmal 1870/71, August 2020
    Hotel Waldmühle in Suhlendorf
    Adolf Bätge (1886-1958), in Suhlendorf geborener Heimatforscher

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2019 (Hilfe dazu).
  2. Landschaftsteckbrief. 64300 Uelzener Becken. In: Bundesamt für Naturschutz. Abgerufen am 5. August 2020.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 238.
  4. Prof. Dr. Jürgen Udolph, Dr. Josef Dolle: Niedersächsisches Ortsnamenbuch. Die Ortsnamen des Kreises Uelzen. In: Georg-August-Universität Göttingen. Institut für Historische Landesforschung, abgerufen am 5. August 2020.
  5. Prof. Dr. Jürgen Udolph, Dr. Josef Dolle: Niedersächsisches Ortsnamenbuch. Die Ortsnamen des Kreises Uelzen. In: Georg-August-Universität Göttingen. Institut für Historische Landesforschung, abgerufen am 5. August 2020.
  6. Ergebnis Kommunalwahl 2011
  7. http://www.suhlendorf.de/Willkommen/Gemeinderat.html
  8. Handwerksmuseum Suhlendorf (Memento des Originals vom 17. Dezember 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.heideregion-uelzen.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Suhlendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien