Svor

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Kapelle, gesehen durch Viadukt
Svor
Wappen von Svor
Svor (Tschechien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Liberecký kraj
Bezirk: Česká Lípa
Fläche: 1805,5557[1] ha
Geographische Lage: 50° 48′ N, 14° 36′ OKoordinaten: 50° 47′ 31″ N, 14° 35′ 50″ O
Höhe: 435 m n.m.
Einwohner: 672 (1. Jan. 2017)[2]
Postleitzahl: 471 51
Kfz-Kennzeichen: L
Verkehr
Bahnanschluss: Bakov nad Jizerou–Ebersbach
Svor–Jablonné v Podještědí (eingestellt)
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 2
Verwaltung
Bürgermeister: Kateřina Jonáková (Stand: 2015)
Adresse: Svor 195
471 51 Svor
Gemeindenummer: 562131
Website: www.obecsvor.cz
Lage von Svor im Bezirk Česká Lípa
Karte
Luftbild von Klíč, im Hintergrund Svor

Svor (deutsch Röhrsdorf bei Zwickau) ist eine Gemeinde des Okres Česká Lípa in der Region Liberec im Norden der Tschechischen Republik.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Lausitzer Gebirge im Tal des Baches Svorský potok an der Kreuzung der Europastraße 442 von Děčín (Tetschen-Bodenbach) nach Liberec (Reichenberg) mit der Hauptstraße Nr. 9 von Prag nach Rumburk (Rumburg) und weiter nach Löbau. Er befindet sich am Fuße sowohl des Bergkegels Klíč (Kleis) als auch des Rousínovský vrch (Hammrichberg). Südlich liegt am Oberlauf des Dobranovský potok das Údolí samoty (Luzengrund).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1788 wurde in Röhrsdorf die Kapelle der Heiligen Dreifaltigkeit erbaut. 1866 begann der Bau der Böhmischen Nordbahn von Bakov nad Jizerou nach Rumburk, die durch Svor führt. Wegen des bergigen Terrains waren mehrere anspruchsvolle Bauten erforderlich. Einer von diesen ist der Eisenbahndamm in Svor, der eine Höhe von 15 m hat. Im Jahr 1873 wurde die Glashütte eröffnet. Im Jahr 1898 wurde die „Hochquellen-Wasserleitung“ erbaut, 1914 die Elektrizität eingeführt. Bereits 1910 hatte Röhrsdorf die Einwohnerzahl von 1475 erreicht.

Bei der Auswahl der tschechischen Benennung Svor ist es zu einem Irrtum gekommen. Svor bezeichnet im Tschechischen Glimmerschiefer; in dem Gebiet kommt dieses Gestein jedoch gar nicht vor.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Svor besteht aus den Ortsteilen Rousínov (Morgenthau) und Svor (Röhrsdorf)[3]. Zu Svor gehört die Einschicht Nová Huť (Neuhütte).

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Pracht (* 1946), deutscher Pädagoge, Politikwissenschaftler und Politiker (LDPD, FDP)
  • Anton Sales Mayer (1816–1876), Theologieprofessor, Rektor der Universität Prag; Abt des Zisterzienserstiftes Kloster Osek

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Svor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.uir.cz/obec/562131/Svor
  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2017 (PDF; 371 KiB)
  3. http://www.uir.cz/casti-obce-obec/562131/Obec-Svor