Tina Weirather

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Tina Weirather Ski Alpin
Tina Weirather, Lienz, 2015
Voller Name Christina Weirather
Nation LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein
Geburtstag 24. Mai 1989
Geburtsort Vaduz
Größe 162 cm
Gewicht 61 kg
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G, Riesenslalom,
Kombination
Verein SC Schaan
Status aktiv
Medaillenspiegel
Junioren-WM 2 × Gold 3 × Silber 0 × Bronze
FIS Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
0Gold0 Québec 2006 Riesenslalom
0Gold0 Altenmarkt 2007 Abfahrt
0Silber0 Altenmarkt 2007 Super-G
0Silber0 Altenmarkt 2007 Riesenslalom
0Silber0 Garmisch-Partenk. 2009 Riesenslalom
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 22. Dezember 2005
 Weltcupsiege 6
 Gesamtweltcup 4. (2015/16)
 Abfahrtsweltcup 2. (2011/12)
 Super-G-Weltcup 2. (2015/16)
 Riesenslalomweltcup 5. (2015/16)
 Slalomweltcup 43. (2015/16)
 Kombinationsweltcup 16. (2006/07)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 1 4 5
 Super-G 4 4 2
 Riesenslalom 1 1 4
letzte Änderung: 20. März 2016
Tina Weirather in Courchevel, 2015

Christina «Tina» Weirather (* 24. Mai 1989 in Vaduz, Liechtenstein) ist eine Liechtensteiner Skirennläuferin, die auch die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt. Das Mitglied des National-Kaders des Liechtensteinischen Skiverbandes (LSV) ist die Tochter der beiden ehemaligen Skirennläufer Harti Weirather und Hanni Wenzel.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 und 2004 siegte Weirather im Riesenslalom des Trofeo Topolino und 2002 im Riesenslalom des Whistler Cups. Im November 2004 nahm sie im Alter von 15 Jahren erstmals an FIS-Rennen teil. Im Januar 2005 folgte der erste Einsatz im Europacup. Ebenfalls 2005 nahm Weirather in Bormio an der Skiweltmeisterschaft teil und erreichte im Super-G Rang 31. 2006 gehörte sie dem fünfköpfigen Liechtensteiner Team bei den Olympischen Winterspielen in Turin an und kam im Super-G auf Platz 33. Am 7. März 2006 wurde sie in Mont Sainte-Anne Juniorenweltmeisterin im Riesenslalom.

Am 15. Dezember 2006 holte Weirather bei der Super-Kombination auf der Reiteralm als 22. die ersten Punkte im Weltcup; nach dem Super-G war sie noch an zweiter Stelle gelegen. Diese Leistung konnte sie am 14. Januar 2007 mit dem 8. Rang in der Super-Kombination in Altenmarkt-Zauchensee bestätigen. Am 7. März 2007 sicherte sie sich am selben Ort den Juniorenweltmeistertitel in der Abfahrt. Beim Training zur Weltcupabfahrt in Lenzerheide kam sie am 13. März 2007 schwer zu Sturz und zog sich einen Riss beider Kreuzbänder und des Innenbandes im linken Knie zu.

Ihr Comeback im Weltcup feierte sie am 28. Dezember 2007 beim Riesenslalom in Lienz, wo sie nach einer starken Zwischenzeit im ersten Lauf ausfiel. Insgesamt bestritt sie in der Saison 2007/08 fünf Weltcuprennen, konnte aber nur beim Riesenslalom in Spindlermühle als 19. ein Ergebnis erzielen. Am 10. März 2008 stürzte Weirather beim Riesenslalomtraining im Pitztal schwer und riss sich erneut das Kreuzband im rechten Knie. Da fast das gesamte Sommertraining ausfiel, kam sie im folgenden Winter hauptsächlich im Europacup und bei FIS-Rennen zum Einsatz. Nur im März bestritt sie einen Weltcup-Riesenslalom in Ofterschwang, bei dem sie sich aber nicht für den zweiten Lauf qualifizierte. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2009 in Garmisch-Partenkirchen wurde sie Zweite im Riesenslalom.

In der Saison 2009/10 war Weirather wieder regelmässig im Weltcup am Start. Am 22. Januar 2010 erreichte sie im Super-G von Cortina d’Ampezzo mit Rang sieben ihr bis dahin bestes Weltcupergebnis. Einen Tag später stürzte sie in der Abfahrt von Cortina d’Ampezzo schwer und erlitt ihren vierten Kreuzbandriss. Sie musste eine über einjährige Wettkampfpause einlegen und konnte somit auch nicht an den Olympischen Winterspielen in Vancouver teilnehmen. Im März 2011 gab sie ihr Comeback mit einem Sieg im FIS-Riesenslalom am Götschen.

In den Weltcup kehrte Weirather zu Beginn der Saison 2011/12 mit einem zwölften Platz im Riesenslalom von Sölden zurück. Am 2. Dezember 2011 fuhr sie in der Abfahrt in Lake Louise mit der Startnummer 40 auf den zweiten Platz und erzielte damit ihre erste Weltcup-Podestplatzierung. Mit zwei weiteren Podestplätzen und insgesamt sechs Top-5-Ergebnissen in dieser Disziplin erreichte sie hinter Lindsey Vonn den zweiten Platz im Abfahrtsweltcup. Zudem wurde sie mit zwei Podestplätzen Siebte im Super-G-Weltcup. Die Saison 2012/13 begann für Weirather ähnlich gut, mit einem dritten Platz in der Abfahrt von Lake Louise. Doch am 2. Dezember 2012 stürzte sie am selben Ort im Super-G und zog sich dabei eine starke Schuhrandprellung zu. Sie musste zwei Wochen pausieren und erreichte im weiteren Verlauf der Saison bei weitem nicht das Niveau des vorherigen Winters.[1] Etwas überraschend unter diesen Umständen war ihr erster Weltcupsieg, den sie am 1. März 2013 im Super-G von Garmisch-Partenkirchen errang. Weirather ist somit die erste Tochter einer ehemaligen Weltcupsiegerin, die ebenfalls einen Weltcupsieg feiern konnte.[2]

In der Saison 2013/14 stiess Weirather auch in der Disziplin Riesenslalom an die Weltspitze vor. Am 1. Dezember 2013 erzielte sie die erste Podestplatzierung in einem Weltcup-Riesenslalom (Dritte in Beaver Creek), am 14. Dezember errang sie beim Super-G von St. Moritz ihren ersten Sieg in der laufenden Saison. Weirather gewann am 22. Dezember in Val-d’Isère zum ersten Mal einen Riesenslalom und führte eine Woche lang das Weltcup-Gesamtklassement an. Mit konstant guten Leistungen (insgesamt neun Podestplätze) etablierte sie sich vor den Olympischen Winterspielen 2014 als eine der meistgenannten Favoritinnen für Medaillengewinne. Bei der olympischen Eröffnungsfeier in Sotschi führte sie als Fahnenträgerin die liechtensteinische Delegation an.[3] Im dritten Abfahrtstraining zog sie sich jedoch eine Knochenprellung am rechten Schienbeinkopf zu und konnte aufgrund der Schmerzen keines der olympischen Rennen bestreiten.[4] Nach weiteren medizinischen Untersuchungen Ende Februar musste sie die Saison vorzeitig abbrechen.[5] Dennoch wurde sie Fünfte im Gesamtklassement und Dritte im Super-G-Weltcup.

In der Weltcupsaison 2014/15 konnte Weirather das hohe Niveau des Vorwinters nicht ganz halten, doch gewann sie am 7. März 2015 in Garmisch-Partenkirchen erstmals eine Abfahrt. In dieser Disziplin war dies der erste Sieg einer Liechtensteinerin seit mehr als 30 Jahren; zuletzt hatte Weirathers Mutter Hanni Wenzel am 13. Januar 1984 in Bad Gastein gewonnen. Am Ende der Saison landete Weirather auf dem zehnten Platz im Gesamtweltcup. Bei der Weltmeisterschaft 2015 in Vail/Beaver Creek verpasste sie als Vierte des Riesenslaloms eine Medaille nur knapp. In der Saison 2015/16 stand Weirather siebenmal auf dem Podest; Siege errang sie am 21. Februar in La Thuile und am 17. März in St. Moritz (jeweils in einem Super-G).

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 26 Podestplätze, davon 6 Siege:
Datum Ort Land Disziplin
1. März 2013 Garmisch-Partenkirchen Deutschland Super-G
14. Dezember 2013 St. Moritz Schweiz Super-G
22. Dezember 2013 Val-d’Isère Frankreich Riesenslalom
7. März 2015 Garmisch-Partenkirchen Deutschland Abfahrt
21. Februar 2016 La Thuile Italien Super-G
17. März 2016 St. Moritz Schweiz Super-G

Weltcupwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Gesamt Abfahrt Super-G Riesenslalom Slalom Kombination
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2006/07 56. 119 43. 14 51. 4 23. 59 - - 16. 42
2007/08 109. 12 - - - - 39. 12 - - - -
2009/10 58. 115 38. 32 25. 60 41. 12 - - 32. 11
2011/12 9. 674 2. 400 7. 213 30. 56 - - 33. 5
2012/13 18. 395 6. 224 9. 147 37. 24 - - - -
2013/14 5. 943 4. 400 3. 310 10. 219 - - 17. 14
2014/15 10. 603 7. 269 8. 194 10. 139 - - - -
2015/16 4. 1016 8. 244 2. 436 5. 321 43. 15 - -

Europacup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Land Disziplin
17. Januar 2006 Haus im Ennstal Österreich Abfahrt
18. März 2006 Altenmarkt-Zauchensee Österreich Super-G

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tina Weirather fällt mit Schuhrandprellung aus. skionline.ch, 5. Dezember 2012, abgerufen am 2. März 2013.
  2. Tina Weirather/Hanni Wenzel - erste Mutter/Tochter-Doublette im Weltcup. skionline.ch, 1. März 2013, abgerufen am 2. März 2013.
  3. Weirather Fahnenträgerin bei Eröffnungsfeier. Liechtensteiner Vaterland, 28. Januar 2014, abgerufen am 24. Februar 2014.
  4. Olympia für Tina Weirather zu Ende. skionline.ch, 15. Februar 2014, abgerufen am 24. Februar 2014.
  5. Saisonende für Tina Weirather. skionline.ch, 25. Februar 2014, abgerufen am 25. Februar 2014.