Trédarzec

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Trédarzec
Tredarzeg
Trédarzec (Frankreich)
Trédarzec
Region Bretagne
Département Côtes-d’Armor
Arrondissement Lannion
Kanton Tréguier
Gemeindeverband Lannion-Trégor Communauté
Koordinaten 48° 47′ N, 3° 12′ WKoordinaten: 48° 47′ N, 3° 12′ W
Höhe 0–84 m
Fläche 11,68 km2
Einwohner 1.082 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 93 Einw./km2
Postleitzahl 22220
INSEE-Code
Website tredarzec.fr

Trédarzec (bretonisch Tredarzeg, von bretonisch treb ‚Dorf‘ und einem aus dem Bretonischen abgeleiteten Anthroponym, tarz, deutsch ‚(Gletscher-)Spalte; Ausbruch‘, französisch crevasse; éruption[1]) ist eine französische Gemeinde mit 1.082 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Côtes-d’Armor in der Region Bretagne. Sie ist Teil des Arrondissements Lannion und des Kantons Tréguier (bis 2015 Kanton Lézardrieux). Die Bewohner bezeichnen sich selbst als Trédarzécois(e).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trédarzec liegt rund 25 Kilometer nördlich von Guingamp und rund 20 Kilometer nordöstlich von Lannion. Zur Gemeinde gehören nebst dem Dorf Trédarzec noch der mit dem Dorf zusammengewachsene Weiler Crec’h Urustal und die Weiler Crec’h Choupot südlich und Sainte-Marguerite östlich von Trédarzec. Es gibt zudem zahlreiche Streusiedlungen und Einzelgehöfte innerhalb der ausgedehnten Gemeinde. Die westliche Gemeindegrenze bildet der Küstenfluss Jaudy. Der Bizien ist einer seiner Zuflüsse, der auf dem Gemeindegebiet von Trédarzec von rechts in ihn einmündet und einen Teil der südlichen Gemeindegrenze bildet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde zählt insgesamt sieben benachbarte Gemeinden und Communes déléguées, nämlich Kerbors, Minihy-Tréguier, Pleumeur-Gautier, Plouguiel, Pouldouran, Tréguier und Troguéry.

Plouguiel Kerbors Pleumeur-Gautier
Tréguier Plouguiel Nachbargemeinden Pleumeur-Gautier
Minihy-Tréguier Pouldouran Troguéry Pleumeur-Gautier

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1793 und 1821 wuchs die Einwohnerschaft stark an. Danach pendelte sie bis 1881 stets um Werte von 1550 bis 1650 Einwohnern. In den 10 Jahren von 1881 bis 1891 sank die Anzahl der Bewohner um rund 200 Personen. Bis zum Beginn des 1. Weltkrieges blieb die Bevölkerungszahl dann stabil bei ungefähr 1400 Menschen. In der Zeit vom Beginn des Ersten Weltkriegs bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs sank die Zahl der Einwohner wegen des Fehlens der gefallenen jungen Männer und der Abwanderung in die Zentren weiter. Zwischen 1962 und 1975 folgte eine dritte Abwanderungswelle und führte zu einem Tiefststand von knapp unter 1000 Bewohnern. Heute liegt die Bevölkerungszahl um rund 100 Personen über der historischen Tiefstzahl bei rund 1100 Menschen.

1793 1800 1806 1821 1831 1836 1841 1846 1851 1856 1861 1866 1872 1876 1881 1886 1891 1896
1.387 1.473 1.560 1.612 1.607 1.635 1.625 1.644 1.619 1.553 1.578 1.566 1.645 1.639 1.624 1.512 1.427 1.411
1901 1906 1911 1921 1926 1931 1936 1946 1954 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2013
1.365 1.385 1.402 1.301 1.291 1.218 1.209 1.181 1.231 1.191 1.128 0997 1.058 1.023 0999 1.102 1.111

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Trédarzec

In Trédarzec finden sich folgende Sehenswürdigkeiten:[1]

  • Schloss von Kerhir aus dem 16./17. Jahrhundert
  • Herrenhaus von Le Bot aus dem 16. Jahrhundert mit altem Ziehbrunnen
  • Herrenhaus von Le Carpont aus dem 15.–18. Jahrhundert
  • Herrenhaus von Langarv aus dem Jahr 1453
  • Jardins de Kerdalo, ein 18 ha großer Landschaftsgarten im Englischen Stil[2]
  • Dorfkirche Saint-Pierre, erbaut 1837–1838
  • Kapelle Saint-Nicolas de Kerhir (Ende 15. Jahrhundert) in Kerhir
  • Kapelle Saint-Votrom (aus dem 14. Jahrhundert) in Pont-Bégou
  • Kapelle Sainte-Trinité au Carpont (aus dem 15. Jahrhundert) in Le Carpont
  • Kreuz auf dem alten Dorffriedhof (15.–18. Jahrhundert)
  • Kreuz von Keranroux aus dem Jahr 1772
  • Haus von Saint-Nicolas (17./18. Jahrhundert)
  • Bauernhaus von Mez-Crec’h aus dem 18. Jahrhundert
  • Bauernhaus von Roz-an-Dillen aus dem 17. Jahrhundert
  • 7 Mühlen
  • gefasste Quellen in Kerguézec, Kerviziou, Saint-Nicolas und Traou-Meur

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes des Côtes-d’Armor. Band 1. Flohic Editions, Paris 1998, ISBN 2-84234-017-5, S. 601–603.
  • Érik Orsenna, Isabelle et Timothy Vaughan: Kerdalo. Le jardin continu. Fotografien von Yann Monel. Ulmer, Paris 2007, ISBN 978-2-84138-316-0 (französisch; zu den Gärten von Kerdalo).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Trédarzec – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Histoire de la commune de Trédarzec. (Memento vom 27. Januar 2016 im Internet Archive). In: fr.topic-topos.com, abgerufen am 6. März 2018 (französisch; zu Geschichte und Denkmälern).
  2. Magische Gärten. Kerdalo. (Memento vom 8. März 2018 im Internet Archive) In: arte.tv. Arte, abgerufen am 6. März 2018 – Filmbeschreibung zur Dokumentation von Hugo Benamozig (Regie), Frankreich 2017, ARTE France, 26 Min.