Trebgast

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Trebgast
Trebgast
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Trebgast hervorgehoben
Koordinaten: 50° 4′ N, 11° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Kulmbach
Verwaltungs­gemeinschaft: Trebgast
Höhe: 361 m ü. NHN
Fläche: 17,09 km2
Einwohner: 1610 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km2
Postleitzahl: 95367
Vorwahl: 09227
Kfz-Kennzeichen: KU, EBS, SAN
Gemeindeschlüssel: 09 4 77 158
Gemeindegliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kulmbacher Str. 36
95367 Trebgast
Webpräsenz: www.trebgast.de
Bürgermeister: Werner Diersch (SPD/Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Trebgast im Landkreis Kulmbach
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Über dieses Bild
Pfarrkirche St. Johannes

Trebgast ist eine Gemeinde im Landkreis Kulmbach (Regierungsbezirk Oberfranken) und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Trebgast.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptort Trebgast der Gemeinde liegt etwa acht Kilometer südöstlich der Kreisstadt Kulmbach linksseits des Weißen Mains am Zufluss der Trebgast. Das Gemeindegebiet erstreckt sich insgesamt auf fast 15 Kilometer Länge, erst über den Bergrücken zwischen beiden Gewässern, dann auch rechtsseits des Weißen Mains nach Nordosten, und reicht bis an die Stadtgrenze von Kulmbach. Es ist bis zu sechs Kilometer breit.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trebgast besteht aus insgesamt zwölf Ortsteilen[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erstmalige urkundliche Erwähnung Trebgasts stammt aus dem Zeitraum zwischen 1028 und 1040. Die Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth hatten die Landeshoheit seit dem 14. Jahrhundert inne. Die Markgrafschaft gehörte ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Als Teil des seit 1792 preußischen Fürstentums Bayreuth fiel Trebgast im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und wurde 1810 von Napoleon an Bayern verkauft.

Am 1. Januar 1972 wurde ein Teil der aufgelösten Gemeinde Lindau mit dem Ort Lindau eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2008 Werner Diersch (SPD/Wählergemeinschaft). Sein Vorgänger war Siegfried Küspert (SPD/Wählergemeinschaft).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die Kommunalwahlen 2002 und 2008 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:

2002 2008
CSU/Neue Wählergemeinschaft 04 05
SPD/Wählergemeinschaft 06 06
Wählerblock 02 01
Gesamt 12 12

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heilig Abend in Trebgast mit der Strohberta

Die Pfarrkirche St. Johannes ist als Wahrzeichen des Ortes weithin sichtbar. Zusammen mit Beinhaus, Pfarrhaus, Gemeindehaus und den dazugehörenden Mauern bildet sie ein architektonisches Ensemble. Der Innenraum ist mit Stuckarbeiten des italienischen Künstlers Francesco Andreioli ausgestattet.

Großer Beliebtheit erfreut sich das Naherholungszentrum Trebgast mit dem Trebgaster Badesee. Der See ist 680 Meter lang, 220 Meter breit und ca. 68.000 Quadratmeter groß. Der Wanderweg um den See hat eine Länge von 1500 Metern. Die Insel ist 7200 Quadratmeter groß. Die Gesamtfläche des Naherholungszentrums umfasst 18.951 Hektar und wurde von 24 Eigentümern erworben. Die Baukosten betrugen 2,8 Millionen Mark. Die Einweihung und Eröffnung erfolgte am 12. Juni 1975.[4]

Bekannt ist Trebgast ferner durch die Naturbühne. Der Verein Naturbühne Trebgast e. V. ging aus dem ehemaligen Verkehrs- und Verschönerungsverein Trebgast hervor, den am 30. Mai 1892 der örtliche Pfarrer Benker gründete.[5]

Trebgast hat mehrmals am Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden. Unser Dorf hat Zukunft teilgenommen. Auf Landesebene hat der Ort eine Goldmedaille und zwei Silbermedaillen, auf Bundesebene eine Silbermedaille erhalten.

Alljährlich zieht am Heiligen Abend die „Strohberta“ durch Trebgast. Die Gruppe besteht aus zehn verkleideten Männern, allen voran der Strohbär (Strohberta), das „Christkindla“ und der Schlotfeger. Sie laufen am 24. Dezember von Tür zu Tür durch den Ort. Der Sinn des alten Brauches ist, einerseits das alte Jahr, für das die Strohberta steht, zu vertreiben, andererseits das Glück und einen reichlich gefüllten Geldbeutel für das neue heraufzubeschwören.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der TSV Trebgast spielte von 1977 bis 1981 vier Saisons in der Bayernliga, der obersten bayerischen Spielklasse im Fußball.

Bahnhofsgebäude mit Hebelstellwerk

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof vor dem Umbau mit Regionalexpress von Bayreuth Hauptbahnhof, April 2012

Hauptverkehrsachse ist die Staatsstraße 2183, die von Bindlach kommend als Bayreuther Straße den Ort zunächst von Süd nach Nord durchquert. In der Ortsmitte knickt sie nach Osten in Richtung Neuenmarkt ab und heißt dann Berliner Straße. Die Staatsstraße 2183 kreuzt die Bahnstrecke zweimal kurz hintereinander, dazwischen mündet von Kauerndorf her die Kulmbacher Straße.

Der Bahnhof Trebgast liegt an der 1853 eröffneten. eingleisigen Bahnstrecke Bayreuth–Neuenmarkt-Wirsberg. In der zweigleisigen Anlage kreuzen fahrplanmäßig Züge. Der Mittelbahnsteig wurde Ende 2012 umgebaut und verbreitert, der Hausbahnsteig am Empfangsgebäude entfiel. Einst existierte am Hausbahnsteig ein drittes Gleis, von dem ein stumpfes Ladegleis in Richtung Ortsmitte abging.[6]

Bis März 2012 war mit dem örtlichen Stellwerk in Trebgast ein Hebelstellwerk mit Formsignalen in Betrieb. Am Nordkopf des Bahnhofs quert die Bayreuther Straße die Gleise an einem mit Schranken gesicherten Bahnübergang. Pro Richtung verkehrt mindestens ein Zug pro Stunde.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Trebgast – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Trebgast – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111031/183456&attr=OBJ&val=1283
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 503.
  4. Bayerische http://www.trebgast.de/html/body_body_badesee_funarena.HTM
  5. http://www.naturbuehne-trebgast.de/geschichte_6.html
  6. Robert Zintl: Bayreuth und die Eisenbahn. Gondrom, Bindlach 1992, ISBN 3-8112-0780-6, S. 28.